Därligen BE: Neue Schutzbauten an der A8 sollen Naturgefahren künftig besser abfangen
Polizei.news Redaktion +Instagram-CH Bern Polizeinews Regionen Schweiz Verkehr & Katastrophen Verkehrsmeldungen
Bei der A8 zwischen Spiez und Interlaken wird im Raum Därligen der Schutz vor Naturgefahren weiter erhöht.
Mehrere Geschiebesammler werden neu erstellt oder vergrössert sowie weitere Massnahmen umgesetzt.
Dadurch wird die Nationalstrasse sowie die Bahnlinie der BLS künftig besser vor Naturgefahren geschützt. Die ersten Geschiebesammler stehen nun kurz vor der Fertigstellung.
Rund dreihundert Kilometer des Nationalstrassennetzes sind Naturgefahren ausgesetzt. Dazu gehört auch die A8 zwischen Därligen und Interlaken. Nebst Steinschlag besteht hier die Gefahr von Hochwasser und Murgängen durch die Hügelkette Därliggrat. Um diese Risiken zu verkleinern, setzt das ASTRA verschiedene Massnahmen um.
An fünf Standorten werden Geschiebesammler neu gebaut oder bestehende vergrössert, um diese den aktuellen Gefahren angepasst, Rückhaltebecken vergrössert und neue Leitdämme erstellt. Durch diese Massnahmen wird auch der Schutz der Bahnlinie der BLS erhöht. Das ASTRA hat das Projekt deshalb in enger Zusammenarbeit mit der BLS erarbeitet.
Erstes Baulos fertiggestellt
Im Sommer 2025 starteten die ersten Vorbereitungs- und Rodungsarbeiten. Nun stehen die Arbeiten am ersten Baulos kurz vor Fertigstellung. Bei zwei Gräben östlich und oberhalb des Rastplatzes Därligen wurden zwei neue Geschiebesammler mit einem Rückhalteraum von jeweils rund 1600 m3 respektive 1700 m3 erstellt. Damit ist die Nationalstrasse vor einem Ereignis mit einer Jährlichkeit von 30 bis 100 Jahren gesichert.
Die Arbeiten im nächsten Baulos sind vor Kurzem ebenfalls gestartet. Oberhalb des Anschlusses Därligen-Ost wird ein bestehendes Sammelbecken erhöht und somit vergrössert. Noch etwas weiter östlich wird ein weiterer Geschiebesammler mit einem Rückhalteraum von rund 2100 m3 erstellt sowie das bestehende Aquädukt über die Nationalstrasse erhöht und bei einer Brücke eines Forstweges die Sohle abgesenkt, um die Gefahr des Blockierens durch Geschiebe und Holz zu verringern.
Abschluss der Arbeiten Ende 2027
Der Abschluss aller Arbeiten ist für Ende 2027 geplant. Der Verkehr auf der Nationalstrasse ist von den Arbeiten nur punktuell betroffen. Einzig der Rastplatz Därligen ist seit Ende August 2025 und bis voraussichtlich Ende November 2026 gesperrt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 8,5 Millionen Franken, wobei das ASTRA rund 70 und die BLS rund 30 Prozent übernehmen.
Quelle: Bundesamt für Strassen ASTRA
Bildquellen: David Birri/Bundesamt für Strassen ASTRA