Historisches Reetdachhaus steht in Flammen: Zehn Verletzte bei Großbrand in Schenefeld
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(Schenefeld, Schleswig-Holstein). Über 60 Einsatzkräfte von zwei Feuerwehren mussten in der Nacht zu Montag (31. August) ein Großfeuer an einem historischen Reetdachhaus bekämpfen.
Dabei wurden 7 Personen aus dem Objekt gerettet und 10 Personen insgesamt verletzt. Es kam neben zwei Drehleitern auch ein Bagger zum Einsatz.
Um 2.39 Uhr wurde der Leitstelle ein Feuer am Dach eines Reetdachhauses in Schenefeld gemeldet. Die Leitstelle löste daraufhin mit FEU G (Feuer, größer Standard) Alarm für die Feuerwehr Schenefeld aus. Eine Person hatte sich bereits selbst aus dem Objekt gerettet. Ein Feuerwehrmitglied, das im Nahbereich wohnt, eilte direkt zu dem Gebäude, um weitere Personen zu retten. Zu Beginn hatten nicht alle Anwohner das Brandereignis bemerkt, sodass sie erst geweckt werden mussten.
Durch das beherzte Eingreifen konnten alle 8 Personen noch vor dem Eintreffen der restlichen Einsatzkräfte aus dem Gebäude gerettet werden.
Da einige Personen über Atemwegsreizungen klagten, wurden mit der Stichwortanpassung auf FEU G Y (Feuer, größer Standard, Menschenleben in Gefahr) weitere Kräfte vom Rettungsdienst zum Einsatz hinzugezogen. Auch das Feuerwehrmitglied, das die Anwohner gerettet hatte, wurde rettungsdienstlich begutachtet, konnte aber an der Einsatzstelle bleiben.
Das Feuer hatte sich an dem L-förmigen Gebäude rasant ausgebreitet und nach kurzer Zeit nahezu das gesamte Reetdach erfasst. Die Feuerwehr Schenefeld bereitete einen Löschangriff von allen Seiten vor. Um genug Einsatzkräfte und Atemschutzgeräteträger an der Einsatzstelle zu haben, wurde um 3.05 Uhr die Feuerwehr Halstenbek dazualarmiert. Dafür passte die Leitstelle das Stichwort auf FEU 2 R10 (Feuer, zwei Löschzüge, 6-10 Verletzte an der Einsatzstelle) an.
Gemeinsam bekämpften die Feuerwehren den Brand mit zwei Drehleitern und bis zu 5 C-Strahlrohren von allen Seiten. Dabei konnte ein Übergreifen auf nahestehende Wohnbebauung verhindert werden. Wegen der starken Rauchentwicklung wurde auch eine MOWAS-Warnung (MOWAS = Modulares Warnsystem) für den Bereich Schenefeld veranlasst.
Um die Nachlöscharbeiten zu unterstützen, forderte die Einsatzleitung einen Greifarmbagger an. Dieser beginnt in Kürze damit, das Dach aufzunehmen. Parallel dazu wurde das DRK Rellingen alarmiert, um die Einsatzkräfte mit Getränken und Essen zu versorgen. Um 4.47 Uhr konnte die Einsatzleitung „Feuer unter Kontrolle“ melden. Zur Zeit dauern die Löscharbeiten noch an. Wir werden unaufgefordert nachberichten.
Insgesamt stellten sich bis zum jetzigen Zeitpunkt 10 Personen dem Rettungsdienst vor. Von ihnen wurde jedoch niemand schwer verletzt. Niemand musste ins Krankenhaus. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen noch während der Löscharbeiten aufgenommen. Zur Schadenursache- und Höhe kann die Feuerwehr keine Angaben machen. Wegen der starken Rauchentwicklung gingen in der Nacht zahlreiche Notrufe aus den umliegenden Gemeinden ein. Daher wurde die MOWAS-Warnung (Modulares Warnsystem) mehrfach ausgeweitet.
Quelle: Kreisfeuerwehrverband Pinneberg
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