ICE-Tür öffnet sich bei 200 km/h – Großeinsatz mit Drohne, Helikopter und Hundestaffel

(Wiesenfeld, Bayern). Am Dienstagabend (1. September) kam es am Eingangsportal des Schönrain-Tunnels hinter Wiesenfeld zu einem Großeinsatz verschiedenster Blaulichtorganisationen.

Auf der Fahrt von München nach Dortmund öffnete sich gegen 20:15 Uhr aus bislang ungeklärter Ursache eine Tür im hinteren Teil des ICE 528.

Umgehend leitete der Triebfahrzeugführer eine Notbremsung ein. Der mit 238 Reisenden besetzte Zug hatte zu diesem Zeitpunkt eine Geschwindigkeit von ca. 200 km/h.

Großeinsatz entlang der Bahnstrecke

Einsatzkräfte der Bundespolizei, der Bayerischen Landespolizei, der örtlichen freiwilligen Feuerwehren und Rettungsdiensten führten Absuch- und Rettungsmaßnahmen entlang der Strecke zwischen Rohrbach und des Tunneleingangs Höhe Wiesenfeld durch.

Zunächst konnte nicht ausgeschlossen werden, dass durch die eingetretene Notfallsituation Personen zu Schaden kamen. Zur Absuche setzte die Polizei eine Drohne, einen Polizeihelikopter mit Wärmebildtechnik, eine Hundestaffel sowie eine Vielzahl an Personal ein.

Aufgrund des unwegsamen Geländes und der Dunkelheit, gestalteten sich die Maßnahmen besonders schwierig. Letztlich fanden die eingesetzten Rettungskräfte keine Person entlang der Strecke.

238 Reisende werden überprüft und befragt

Nach Abschluss der Absuchmaßnahmen verlegt der Zug in den Bahnhof Lohr. Hier führt die Bundespolizeiinspektion Würzburg mit Unterstützung weiterer bundespolizeilicher Kräfte polizeiliche Folgemaßnahmen zur Aufklärung des Vorfalls durch.

Im Rahmen einer polizeilichen Bearbeitungsstraße stellen die Einsatzkräfte die Identitäten der Reisenden fest und führen Befragen und Zeugenvernehmungen durch.

Die Maßnahmen sind zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Mitteilung nicht abgeschlossen. Ein Aktualisierung erfolgt im Laufe des 2. September 2026.

 

Quelle: Bundespolizeiinspektion Würzburg
Bildquelle: Symbolbild © ollo/iStock.com