Falscher Sohn, erfundener Todescrash: Senior (92) verliert fünfstelligen Betrag
Polizei.news Redaktion Deutschland Mecklenburg-Vorpommern Polizeinews Regionen
(Dorf Mecklenburg, Mecklenburg-Vorpommern). Mit einem sogenannten Schockanruf haben bislang unbekannte Täter am zurückliegenden Montagmittag (31. August) einen 92-jährigen Senior aus dem Gemeindebereich Dorf Mecklenburg um einen fünfstelligen Bargeldbetrag gebracht.
Die Täter gaben am Telefon vor, der Sohn des Seniors habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht und befinde sich deshalb im Polizeigewahrsam.
Um eine angebliche Haftentlassung zu ermöglichen, müsse eine Kaution gezahlt werden. Im weiteren Verlauf erschien eine unbekannte Person an der Wohnanschrift des Seniors und nahm das Bargeld entgegen.
Polizei warnt vor Schockanrufen
Die Polizei warnt eindringlich vor dieser Betrugsmasche: Bei sogenannten Schockanrufen setzen die Täter ihre Opfer mit erfundenen Notlagen unter Zeitdruck. Dabei können sie sich als Angehörige, Polizeibeamte, Staatsanwälte, Richter oder andere Amtsträger ausgeben und die Rollen während des Gesprächs wechseln.
Wer am Telefon zur Zahlung einer angeblichen Kaution und anschließend zur Übergabe von Bargeld oder Wertgegenständen an eine unbekannte Person aufgefordert wird, sollte sofort auflegen – es handelt sich um einen Betrugsversuch.
Wichtig! Weder Polizei noch Staatsanwaltschaft oder Gericht kommen zu Ihnen nach Hause, um Bargeld oder Wertgegenstände entgegenzunehmen. Auch eine Geldübergabe an einem vereinbarten Treffpunkt ist kein regulärer Weg, eine behördliche Forderung zu begleichen. Übergeben Sie daher niemals Bargeld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und überprüfen Sie die Angaben selbstständig. Rufen Sie den vermeintlich betroffenen Angehörigen unter der Ihnen bekannten Telefonnummer zurück.
Im Zweifel gilt: Gespräch beenden und die Polizei über die bekannte Telefonnummer des örtlich zuständigen Polizeireviers oder den Notruf 110 verständigen. Sprechen Sie auch mit älteren Mitmenschen in Ihrem Umfeld über diese Betrugsmasche.
Quelle: Polizeipräsidium Rostock
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