Taschendiebfahnder schlagen zu: Vier Franzosen nach Bandendiebstahl gefasst

(München, Bayern). Am Donnerstag, 24.09.2026, gegen 21:00 Uhr, befand sich ein 36-jähriger US-Amerikaner ohne festen Wohnsitz in Deutschland auf dem Oktoberfest.

Am nächsten Morgen wachte er gegen 06:00 Uhr in seinem Hotel auf. An die dazwischenliegende Zeit konnte er sich seinen Angaben nach nicht erinnern.

Im weiteren Verlauf stellte der 36-Jährige fest, dass sein Mobiltelefon entwendet und durch eine Attrappe ersetzt worden war. Zudem fehlte ein Armbandtracker. Darüber hinaus stellte er fest, dass über das entwendete Mobiltelefon zwischenzeitlich Einkäufe im Gesamtwert von mehreren tausend Euro getätigt worden waren. Der 36-Jährige erstattete daraufhin Anzeige bei der Polizei.

Im Rahmen der weiteren Ermittlungen konnten durch die Auswertung von Videoaufzeichnungen und mit Unterstützung der französischen Polizei Hinweise auf einen Tatverdächtigen erlangt werden.

Am Freitag, 25.09.2026, gegen 23:45 Uhr, erkannten Taschendiebfahnder aus Rumänien und Portugal den Tatverdächtigen auf dem Oktoberfest wieder. Bei ihm handelte es sich um einen 29-jährigen Franzosen ohne festen Wohnsitz in Deutschland. Er war in Begleitung eines 31-jährigen Franzosen, ebenfalls ohne festen Wohnsitz in Deutschland. Beide wurden vorläufig festgenommen und zur Wiesnwache gebracht.

Die weiteren Ermittlungen führten zu einem Hotel in München. Dort wurden in einem Zimmer zwei weitere Tatverdächtige, ein 27-jähriger und ein 34-jähriger Franzose, jeweils ohne festen Wohnsitz in Deutschland, angetroffen und festgenommen werden. Zudem wurden in dem Hotelzimmer zahlreiche hochwertige Gegenstände und Mobiltelefone aufgefunden und sichergestellt. Nach derzeitigem Ermittlungsstand wird davon ausgegangen, dass die sichergestellten Gegenstände aus vorangegangen Straftaten stammen.

Der Gesamtwert der sichergestellten Gegenstände wird derzeit auf rund 100.000 Euro geschätzt.

Die Tatverdächtigen wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt. Sie wurden einem Ermittlungsrichter vorgeführt, welcher gegen alle vier Tatverdächtigen Untersuchungshaftbefehle erließ.

Die weiteren Ermittlungen führt das Kommissariat 51 der Münchner Kriminalpolizei.

 

Quelle: Polizeipräsidium München
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