Großeinsatz an Schule: Hinweise auf Amoktat lösen Schutzmaßnahmen und Ermittlungen aus
Polizei.news Redaktion Deutschland Polizeinews Regionen Sachsen-Anhalt
(Staßfurt, Sachsen-Anhalt). Am Mittwochvormittag erhielt die Polizei Kenntnis davon, dass an einer Sekundarschule in Staßfurt Hinweise auf die mögliche Androhung einer Amoktat für den heutigen Tag eingegangen waren.
Aufgrund der besonderen Bedeutung und der damit verbundenen möglichen Gefährdungslage leitete die Polizei unverzüglich die erforderlichen Maßnahmen ein und sicherte das Schulgelände der betroffenen Sekundarschule. Parallel dazu wurden umgehend Ermittlungen aufgenommen, um die Hintergründe der Hinweise zu klären und mögliche Tatverdächtige zu identifizieren und aufzufinden.
Im Rahmen der ersten Ermittlungen konnten Personen bekannt gemacht werden, die zur weiteren Sachverhaltsklärung und Durchführung erforderlicher Vernehmungen zur Polizeidienststelle in Staßfurt gebracht wurden.
Unterdessen stand die Polizei in engem Austausch mit der Schulleitung. Gemeinsam wurden die für eine solche Situation vorgesehenen Maßnahmen umgesetzt. Für die zwischenzeitlich informierten Eltern wurde nahe dem Schulgelände ein Betreuungs- und Informationsbereich eingerichtet. Dort standen Polizeikräfte für Fragen zur Verfügung und begleiteten die weitere Situation.
Die Schülerinnen und Schüler wurden anschließend strukturiert und geordnet aus dem Schulgebäude geführt und konnten sich in die Obhut ihrer Eltern begeben. Die Maßnahmen erfolgten in enger Abstimmung zwischen Schule und Polizei und unter Berücksichtigung der besonderen Situation für die Schülerinnen und Schüler sowie das Lehr- und Betreuungspersonal.
Nach derzeitigem Erkenntnisstand bestand zu keinem Zeitpunkt eine konkrete Gefahr für die Schülerinnen und Schüler oder die Lehrkräfte.
Die bislang durchgeführten Ermittlungen lassen zudem darauf schließen, dass es bei den bekannt gewordenen Hinweisen nach derzeitiger Bewertung von keiner Ernsthaftigkeit auszugehen ist. Die Ermittlungen hierzu dauern an.
Die Polizei nimmt Hinweise auf mögliche Straftaten und insbesondere Ankündigungen von Gewalttaten grundsätzlich sehr ernst. Auch wenn sich ein solcher Hinweis im weiteren Verlauf als unbegründet herausstellen sollte, werden entsprechende Sachverhalte zunächst mit der gebotenen Sorgfalt geprüft und die notwendigen Schutzmaßnahmen getroffen.
Die Situation des heutigen Tages wird gemeinsam mit der Schulleitung sowie den Verantwortlichen der nahegelegenen Kindertagesstätte im Sinne einer Nachsorge nachbesprochen. Dabei sollen weitere Betreuungsmaßnahmen angeboten, die Abläufe des heutigen Tages gemeinsam ausgewertet und mögliche Erkenntnisse für den Umgang mit vergleichbaren Situationen gewonnen werden.
Weitere Einzelheiten können mit Blick auf die laufenden Ermittlungen derzeit nicht mitgeteilt werden.
Quelle: Polizeirevier Salzlandkreis
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