Falsche Polizisten & Schockanrufe häufen sich: Betrüger wollen Geld, Gold und Wertsachen
Polizei.news Redaktion Österreich Polizeinews Regionen Steiermark
(Steiermark, Österreich). Das Landeskriminalamt Steiermark bemerkt in letzter Zeit wieder vermehrte Versuche, mittels „Telefontricks“ an das Geld oder an Wertgegenstände von Opfern zu gelangen.
Immer wieder versuchen Betrüger durch falsche Telefonanrufe in verschiedenen Varianten Geld oder Wertgegenstände von meist betagten Personen herauszulocken.
Aktuell bemerkte Varianten
Aktuell werden folgende Varianten bemerkt:
- Anrufen durch falsche Polizeibeamte, welche davor warnen, dass ein Einbruch oder Raub stattgefunden hat, die erwischten Täter einen Zettel mit dem Namen des Opfers bei sich haben würden und noch weitere Täter auf der Flucht seien …
- Kautionstrick/Schockanruf – nach einem schuldhaften Verkehrsunfall wäre eine Kaution zu bezahlen, widrigenfalls ein Angehöriger verhaftet werden würde …
- Medizintrick – ein falscher Arzt ruft an und fordert für eine Heilbehandlung eines nahen Angehörigen Geld …
Gemeinsam haben alle Fälle, dass im Fall, dass das Opfer auf den Betrug anspricht, die Beute persönlich von Abholern beim Opfer abgeholt wird.
Tipps der Kriminalprävention
Die Polizei ruft Sie NICHT an und …
… fordert Geld von Ihnen!
… erkundigt sich über Ihr Vermögen!
… möchte Ihr Vermögen sicherstellen!
Die Polizei kommt NICHT zu Ihnen nach Hause, um Ihr Vermögen mitzunehmen!
- Geben Sie keine Details über Ihr Vermögen preis!
- Wenn eine angebliche Autoritätsperson Verschwiegenheit verlangt, ist das ein deutliches Alarmsignal.
- Bei Schockanrufen ist wahrscheinlich nichts Schlimmes passiert. Im Ernstfall kommen uniformierte Polizisten persönlich zu Ihnen. Seriöse Anrufer verlangen kein Geld am Telefon.
- Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, erfinden Sie eine Ausrede und legen Sie auf!
- Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung!
- Fordern Sie von angeblichen Polizistinnen oder Polizisten einen Dienstausweis!
- Übergeben Sie niemals Geld, Gold oder Schmuck an Unbekannte!
- Halten Sie im Zweifelsfall Rücksprache mit den angeblich betroffenen Personen oder kontaktieren Sie Vertrauenspersonen aus Ihrem persönlichen Umfeld!
- Wenn Sie sich doch dazu hinreissen lassen, extra Geld abzuheben: sprechen Sie den oder die Bankangestellte/n an und erklären Sie die Angelegenheit. Nehmen Sie die Bedenken und Warnungen der Bank ernst.
- Geben Sie niemals Ihre Bankdaten am Telefon bekannt!
- Rufen Sie die Polizei unter 133 und melden Sie den Vorfall. Fragen Sie nach, ob der Sachverhalt stimmen kann.
- Sprechen Sie mit älteren Personen in der Gemeinde oder Ihrer Umgebung über dieses Thema.
Telefonbetrug erkennen: Diese Warnzeichen sollten Sie ernst nehmen
Betrüger setzen ihre Opfer häufig gezielt unter Zeitdruck und geben sich als Polizei, Staatsanwaltschaft, Bankmitarbeitende oder medizinisches Personal aus. Ein weiteres deutliches Warnsignal ist die Forderung, niemandem vom Telefonat zu erzählen.
Wer am Telefon nach Bargeld, Gold oder anderen Wertsachen gefragt wird, sollte das Gespräch beenden. Das österreichische Bundeskriminalamt empfiehlt, die angeblich betroffene Person selbst zu kontaktieren und im Zweifelsfall die Polizei unter 133 anzurufen.
Auch eine angezeigte Telefonnummer ist kein sicherer Echtheitsnachweis: Beim sogenannten Call-ID-Spoofing können Betrüger die auf dem Display erscheinende Rufnummer manipulieren.
Besonders wichtig: Niemals Geld, Schmuck oder Gold an unbekannte Abholer übergeben und Warnungen von Bankangestellten ernst nehmen.
Quelle: Landespolizeidirektion Steiermark
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