Ölfilm auf der Elbe: Wasserschutzpolizei ermittelt wegen Gewässerverunreinigung
Polizei.news Redaktion Deutschland Polizeinews Regionen Sachsen-Anhalt
(Magdeburg, Sachsen-Anhalt). Am heutigen Tag erhielt das Wasserschutzpolizeirevier gegen 12:00 Uhr mehrere Hinweise auf eine Gewässerverunreinigung im Bereich der Elbe in Magdeburg.
Nach ersten Erkenntnissen war auf der Wasseroberfläche ein deutlich sichtbarer, regenbogenfarbener Film festzustellen. Bei Eintreffen vor Ort bestätigte sich der Sachverhalt.
Die Verunreinigung erstreckte sich nach derzeitigem Ermittlungsstand von etwa Elbkilometer 320 bis Elbkilometer 325 und wies eine Breite von circa fünf bis zehn Metern auf. Im Rahmen der ersten Maßnahmen wurde im Bereich eines Nebengewässers der Elbe auf Höhe des Elbkilometers 320 ein Regenwassereinleiter festgestellt. Nach gegenwärtigem Ermittlungsstand besteht der Verdacht, dass die Verunreinigung über diesen Einleiter in das Gewässer gelangt sein könnte.
Durch die Wasserschutzpolizei wurden eine Vielzahl von Gewässerproben zur weiteren Untersuchung entnommen. Außerdem wurde eine Drohne benutzt, um das Ausmaß der Verunreinigung besser festzustellen und Luftaufnahmen zu fertigen.
Die unmittelbar hinzugezogene Untere Wasserbehörde der Landeshauptstadt Magdeburg, die Städtischen Werke Magdeburg sowie die Feuerwehr Magdeburg überprüften zudem angrenzende und naheliegende Kanäle, um die mögliche Ursache und den Eintragsweg der Verunreinigung weiter einzugrenzen.
Zur Eindämmung der Verunreinigung errichtete die Feuerwehr Magdeburg eine Ölsperre. Dadurch konnte eine weitere Ausbreitung des Oberflächenfilms verhindert beziehungsweise eingedämmt werden.
Die Wasserschutzpolizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Gewässerverunreinigung gemäß § 324 StGB eingeleitet. Die Ermittlungen zur Ursache, zum Verursacher sowie zu Art und Umfang der Verunreinigung dauern an.
Quelle: Polizeiinspektion Zentrale Dienste Sachsen-Anhalt
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