Sicherheitspreis 2026: Retter, Cyber-Experten und Präventionsprojekte ausgezeichnet

(Raaba, Steiermark). Im Rahmen eines Galaabends im Festsaal der Raiffeisen Landesbank am Freitag, 2. Oktober 2026, zeichnete das Kompetenzzentrum Sicheres Österreich (KSÖ) in Kooperation mit der Landespolizeidirektion Steiermark zahlreiche Personen und Organisationen aus, die sich mit außergewöhnlichem Engagement für die Sicherheit in Österreich einsetzen.

Aus zahlreichen Einreichungen aus den österreichischen Bundesländern hat eine unabhängige Jury die jeweils herausragendsten Projekte in fünf Kategorien ausgezeichnet.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Anlass: KSÖ-Sicherheitspreis 2026
  • Datum: Freitag, 2. Oktober 2026
  • Kategorien: Aussergewöhnliche Leistungen, Sicherheitspartnerschaft, digitale Sicherheit, Sicherheitsprävention und Rettungsaktion des Jahres
  • Steirische Gewinner: KIT Steiermark und GEMEINSAM.SICHER
  • Gäste: Unter anderem Innenminister Gerhard Karner
  • Moderation: Christa Kummer
  • Musik: Ensemble der Polizeimusik Steiermark

Kategorie „Außergewöhnliche Leistungen“

1. Platz: Stmk – KIT Steiermark, Cornelia Forstner, Koordinierungsstelle und Einsatzleitung beim Schoolshooting

2. Platz: V – LPD Vorarlberg, Philipp Stadler, Projekt „Superrecognizer“

3. Platz ex aequo: OÖ – Polizei, Roland Lichtenauer, Zusammenarbeit mit Einsatzorganisationen, und
Stmk – LPD Steiermark, Johannes Wonisch, GEMEINSAM.SICHER

Kategorie „Gelebte Sicherheitspartnerschaft“

1. Platz ex aequo: Bund – Bundeskriminalamt, Klaus Mits und
W – Stadtpolizeikommando Fünfhaus, Walter Huber u.a.;
beide für den Einsatz beim Eurovision Songcontest 2026

2. Platz: Stmk – Red Bull Ring, Anja Tropper, Zusammenarbeit bei Großveranstaltungen

3. Platz: W – Stadtpolizeikommando Ottakring, Andreas Purker u.a., Projekt „#Ottakringer Haustor“

Kategorie „Besondere Leistungen um digitale Sicherheit“

1. Platz: W – CyberHAK Wien, Sabine Wachutka, Silvia Wallner, „Be A Cyber Hero”

2. Platz ex aequo: Stmk – Holding Graz, Alexander Hintz, „Cyberresiliente Wasserversorgung Graz“ und
Bund – Bundeskriminalamt, Gabriel Kerbitz u.a.; Ermittlungen Causa „CapitalMarket24“

3. Platz: NÖ – Polizeiinspektion Mank, Alexander Rapolter, Betrugsermittlungen

Kategorie „Besondere Leistungen in der Sicherheitsprävention“

1. Platz: Bund – Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst, Norbert Bonfert, Workshops „Schützenswertes Krankenhaus“

2. Platz ex aequo: NÖ – Landesamt Staatsschutz und Extremismusbekämpfung, Christoph Grießler, E-Learningprojekt „NEIN zu Extremismus“ und
Tirol – LPD Tirol, Helmut Tomac, Projekt „Sicher unterwegs mit E-Scootern und Trendsportgeräten“

3. Platz: Bund – Österreichischer Zivilschutzverband, Josef Farda u.a., „ZIVA – Deine ZivilschutzApp“

Kategorie „Rettungsaktion des Jahres“

1. Platz: OÖ – PI Eferding, Alexander Mayr, Rettungsaktion nach Verkehrsunfall

2. Platz: W – Stadtpolizeikommando Floridsdorf, Julia Leber, Rettung eines Kleinkindes und eines Ungeborenen

3. Platz ex aequo: Tirol – Polizeiinspektion Schwaz, Thomas Widmann u.a., Brand einer Wohnhausanlage und
V – Bergrettungsdienst, Klaus Drexel u.a., Rettung aus Karrenseilbahn in Dornbirn



Besonders hervorgehoben: KIT Steiermark und GEMEINSAM.SICHER

Besonders hervorzuheben sind die steirischen Gewinner KIT Steiermark und GEMEINSAM.SICHER:

Das Kriseninterventionsteam (KIT) des Landes Steiermark leistet seit über 20 Jahren unverzichtbare psychosoziale Akutbetreuung und Stressverarbeitung nach belastenden Einsätzen für Menschen in Extremsituationen – rasch, professionell und mit hoch engagierten ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Im Jahr 2025 kam es zu 714 Einsätzen in der gesamten Steiermark. Besonders bemerkenswert ist der Großeinsatz nach dem Schoolshooting: Innerhalb von nur 18 Tagen standen bis zu 80 KIT-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter täglich an 82 unterschiedlichen Einsatzorten im Einsatz. Unter der Einsatzleitung von Cornelia Forstner – der Leiterin der Koordinationsstelle KIT-Land Steiermark- arbeitete ein professioneller Einsatzstab aus haupt- und ehrenamtlichen Kräften um Betroffene, Angehörige, Einsatzkräfte sowie Bildungseinrichtungen psychosozial zu unterstützen.

Fast zeitgleich mit der Einführung des Projektes GEMEINSAM.SICHER im Jahr 2016 absolvierte Johannes Wonisch die Ausbildung zum Sicherheitskoordinator von GEMEINSAM.SICHER und wurde im Bezirk Südoststeiermark eingesetzt. Wonisch kann somit als Urgestein der Initiative bezeichnet werden. Aufgrund seiner hervorragenden dienstlichen Leistungen auf Bezirksebene wurde Wonisch 2019 zum Büro A1 GEMEINSAM.SICHER der LPD Steiermark versetzt, wo er seinen konsequenten Weg und sein Engagement fortsetzte. 2021 wurde Wonisch mit dem Österreichischen Verwaltungspreis in der Kategorie Partizipation und Co-Creation „GEMEINSAM.SICHER mit dem Kinderwurm“ ausgezeichnet. Dieses Projekt behandelt die Verkehrsproblematik rund um Schulen und die daraus resultierenden Gefahrenmomente für Kinder. Wonisch war auch für die österreichweiten Initiativen „Coffee with Cops“ als auch für den Folder „Trend- & Sportgeräte“ – eine Kooperation mit dem Kuratorium für Verkehrssicherheit – verantwortlich. 2025 wurde Wonisch mit dem silbernen Verdienstzeichen der Republik Österreich für die Entwicklung und Umsetzung während seiner Zuteilung zum Bundeskriminalamt ausgezeichnet.

Galaabend mit Innenminister Gerhard Karner

Durch den Galaabend, an dem auch Bundesminister Gerhard Karner anwesend war, führte die bekannte ehemalige Wettermoderatorin Christa Kummer. Die musikalische Umrahmung des Festaktes übernahm ein Ensemble der Polizeimusik Steiermark.

„Beim KSÖ-Sicherheitspreis werden alljährlich jene Menschen vor den Vorhang geholt, die bereit sind, mehr zu tun als andere, um die Sicherheit der Menschen in unserem Land zu erhalten und zu verbessern. Ich gratuliere allen Preisträgerinnen und Preisträgern und danke allen Einreicherinnen und Einreichern. Insbesondere möchte ich auch dem Kompetenzzentrum Sicheres Österreich einen großen Dank aussprechen, das den Sicherheitspreis alljährlich ausrichtet und seit über 50 Jahren ein wichtiger Partner des Innenresorts im Sicherheitsbereich ist“, sagt Innenminister Gerhard Karner.


Hintergrund: Das Kompetenzzentrum Sicheres Österreich

Das Kompetenzzentrum Sicheres Österreich, kurz KSÖ, besteht seit mehr als 50 Jahren und versteht sich als Plattform für die Zusammenarbeit von Sicherheitsbehörden, Wirtschaft, Wissenschaft und weiteren Partnern.

Das Bundesministerium für Inneres bezeichnet das KSÖ als wichtigen Partner im Sicherheitsbereich. Inhaltlich beschäftigt sich die Plattform unter anderem mit innerer Sicherheit, Cyberkriminalität, Krisenvorsorge und dem Schutz kritischer Infrastruktur.

Der KSÖ-Sicherheitspreis macht Projekte und Personen sichtbar, die mit besonderen Leistungen zur Sicherheit beitragen – von Rettungsaktionen und Präventionsarbeit bis hin zu Cyberabwehr und behördenübergreifender Zusammenarbeit.


 

Quelle: Landespolizeidirektion Steiermark
Bildquelle: Polizei/Hutter