Fernbusse, Auto und Zug kontrolliert: 12 Personen in ihre Heimatländer zurückgewiesen

(Lindau, Bayern). Am Mittwoch (7. Oktober) hat die Bundespolizei am Grenzübergang Hörbranz (BAB 96) bei zwei Fernbuskontrollen zehn Migranten festgestellt, die versucht hatten, unerlaubt nach Deutschland einzureisen.

Außerdem trafen die Beamten neben einem Autofahrer auch am Bahnhof Lindau-Reutin einen Mann ohne Papiere an. Die Einreiseversuche endeten in allen Fällen mit einer Zurückweisung – in einem Fall direkt in das Heimatland.

Fünfköpfige afghanische Familie kontrolliert

Noch in den Nachtstunden kontrollierten die Bundespolizisten eine fünfköpfige afghanische Familie, die mit einem Fernbus (Mailand-Bialystok) einreisen wollte. Der 40-jährige Familienvater, seine 35-jährige Frau und die 6, 8 und 11 Jahre alten Kinder waren lediglich im Besitz ihrer Reisepässe, besaßen jedoch keine notwendigen Aufenthaltstitel. Ersten Ermittlungen zufolge waren die Migranten von bisher Unbekannten nach Italien geschleust worden. Die Beamten fanden bei dem Mann außerdem einen gefälschten afghanischen Ausweis. Die Bundespolizisten wiesen die Familie nach der Anzeigeerstattung sowie Hinterlegung einer Sicherheitsleistung in Höhe von 900 Euro am späten Nachmittag nach Österreich zurück.

Sri-Lanker soll ins Heimatland zurückgewiesen werden

Im selben Bus reiste auch ein sri-lankischer Staatsangehöriger. Der 49-Jährige war im Besitz seines Reisepasses sowie eines rumänischen Aufenthaltstitels. Die Bundespolizisten fanden jedoch heraus, dass die Aufenthaltserlaubnis im April 2026 durch die rumänischen Behörden für ungültig erklärt und zur Fahndung ausgeschrieben worden war. Der Sri-Lanker soll am Donnerstagnachmittag (8. Oktober) auf dem Luftweg vom Flughafen München in sein Heimatland zurückgewiesen werden.

Drei Kosovaren im Fernbus aufgegriffen

Außerdem griffen die Bundespolizisten in den frühen Morgenstunden drei kosovarische Fernbusinsassen (Rom-Frankfurt am Main) auf, die unabhängig voneinander reisten. Bei einem 37-Jährigen war der italienische Aufenthaltstitel seit Januar dieses Jahres abgelaufen. Ein 30-Jähriger legte den Beamten einen bereits im April 2025 ungültig gewordenen deutschen Aufenthaltstitel vor. Der dritte Kosovare, 37 Jahre alt, behauptete, nur zwei Tage in Deutschland bleiben zu wollen. Er führte jedoch lediglich fünf Euro Bargeld sowie Arbeitskleidung im Koffer bei sich. Die drei Männer wurden angezeigt und schließlich zurückgewiesen.

Iraker nach Österreich zurückgewiesen

Im selben Bus befand sich außerdem ein 49-jähriger Iraker, der über italienische Flüchtlingsdokumente verfügte. Die Bundespolizisten ermittelten jedoch, dass der bereits polizeibekannte Mann einen dauerhaften Aufenthalt in Deutschland angestrebt hatte. Auch er wurde schließlich nach der strafrechtlichen Sachbearbeitung nach Österreich zurückgewiesen.

Kirgischer Autofahrer gestoppt

Später stoppten die Bundespolizisten einen kirgisischen Fahrzeuglenker. Der italienische Aufenthaltstitel des 25-Jährigen war seit über sieben Monaten abgelaufen. Ihm wurde ebenso nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen die Einreise verweigert. Er musste zurück nach Österreich.

Iranischer Zugfahrgast ohne gültige Einreisepapiere

Auch am Bahnhof Lindau-Reutin waren die Bundespolizisten gefordert. Die Beamten griffen am Vormittag einen iranischen Zugfahrgast (Schruns-Lindau) ohne gültige Einreisepapiere auf. Der 34-Jährige konnte lediglich seine österreichische Gesundheitskarte vorzeigen. Auch er wurde angezeigt und schließlich nach Österreich zurückgewiesen.

 

Quelle: Bundespolizeidirektion München
Bildquelle: Bundespolizeidirektion München