Spektakulärer Unfall: Fahrzeug landet auf geparkten Autos – zwei Schwerverletzte
Polizei.news Redaktion Deutschland Polizeinews Regionen Saarland
(Beckingen-Haustadt, Saarland). In der Nacht von Samstag auf Sonntag, 11.10.2026, kam zu einem schweren Verkehrsunfall in Beckingen-Haustadt, in dessen Rahmen zwei männliche Insassen eines Kleinwagens schwer verletzt wurden.
Gegen Mitternacht befuhr der Pkw (Ford Fiesta) die L 156 (Haustadter-Tal-Straße) bei herrschendem Regen von Beckingen kommend in Fahrtrichtung Haustadt.
Ford Fiesta kommt von der Fahrbahn ab
Kurz nach dem Ortseingang Haustadt kam der Pkw, welcher zum Unfallzeitpunkt mit zwei männlichen Personen im Alter von 30 und 24 Jahren besetzt war, nach einer langgezogenen Rechtskurve im spitzen Winkel nach rechts von der Fahrbahn ab. Dort kollidierte der Ford Fiesta zunächst mit einem anderen Pkw, welcher zu diesem Zeitpunkt vor einem Einfamilienhaus bzw. auf dem zugehörigen Stellplatz des Wohnhauses abgestellt war.
Unfallwagen durchbricht Vorgarten und Begrenzungsmauer
Anschließend schleuderte das Unfallfahrzeug durch den gesamten Vorgarten des Anwesens und durchbrach hierbei auch die, aus größeren Steinen bestehende Umfriedung des Vorgartens. Daraufhin durchbrach das das Unfallfahrzeug auch eine, aus Beton bestehende Begrenzungsmauer des Nachbaranwesens.
Pkw wird in die Luft katapultiert
Die Wucht dieser Kollision war so hoch, dass der Pkw in die Luft katapultiert wurde, wobei er sich über die Längsachse überschlug. In der Folge prallte das Unfallfahrzeug gegen die Gebäudefront des besagten Nachbaranwesens und landete in Dachlage auf zwei weiteren Pkw, welche auf den Stellplätzen direkt vor der Gebäudefassade abgestellt waren.
Fahrer bewusstlos im Wrack eingeschlossen
Der schwer verletzte, 24-jährige Beifahrer konnte sich noch vor dem schnellen Eintreffen der Rettungskräfte selbstständig aus dem totalbeschädigten Unfallwrack befreien. Der 30-jährige, schwerst verletzte Fahrer war in Folge des Unfallgeschehens bewusstlos und befand sich, kopfüber im Fahrersitz hängend, noch im Pkw.
Aufgrund der offensichtlichen Schwere seiner Verletzung, musste der Mann durch die alarmierten Einsatzkräfte der Feuerwehr und der Polizei im Rahmen einer sogenannten Sofort-Rettung schnellstmöglich aus dem völlig deformierten Fahrzeugwrack befreit werden.
Fahrer zunächst in akuter Lebensgefahr
Anschließend konnten beide Personen vom Rettungsdienst/Notarzt übernommen und notfallmedizinisch versorgt werden. Beide Männer wurden sodann in umliegende Krankenhäuser verbracht, wo sie auch aktuell noch stationär versorgt werden müssen.
Der Fahrer, welcher zunächst in akuter Lebensgefahr schwebte, konnte zwischenzeitlich stabilisiert werden. Der Beifahrer erlitt ebenfalls schwere Verletzungen, befand sich aber zu keinem Zeitpunkt in Lebensgefahr.
Sechs weitere Fahrzeuge beschädigt
Durch das Unfallgeschehen und umherfliegende Trümmerteile wurden neben dem Unfallfahrzeug insgesamt sechs weitere, geparkte Fahrzeuge teilweise erheblich beschädigt. Auch an den Fassaden der beiden Wohngebäude entstand Sachschaden, wobei die Statik des Mauerwerkes nicht beeinträchtigt wurde.
Zusammenfassend dürfte sich der Gesamtschaden schätzungsweise in einem sechsstelligen Bereich bewegen.
Verdacht auf überhöhte Geschwindigkeit und Alkohol
Hinsichtlich der Unfallursache ergaben sich Verdachtsmomente für eine überhöhte/nicht angepasste Geschwindigkeit und eine mutmaßliche alkoholische Beeinflussung des Fahrers. Ein entsprechendes Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet und eine Blutprobe wurde zur Klärung einer Alkoholisierung im Krankenhaus entnommen. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Sachverständiger untersucht Unfallstelle
Zur detaillierten Klärung der genauen Umstände wurde nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Saarbrücken auch ein Sachverständiger hinzugezogen, welcher vor Ort entsprechende Maßnahmen zur Erstellung eines Gutachtens traf. Hierzu wurde auch das Unfallfahrzeug mit einem Kranwagen geborgen und sichergestellt.
Die Fahrbahn, welche großflächig mit Trümmerteilen verunreinigt war, musste durch die Gemeinde Beckingen mit einer Kehrmaschine gereinigt werden. Zusammenfassend musste ein Teilabschnitt der L 156 über mehrere Stunden (bis 05:55 Uhr) vollgesperrt werden.
Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei im Großeinsatz
Die Feuerwehr der Löschbezirke Beckingen, Haustadt und Honzrath war mit insgesamt 12 Einsatzfahrzeugen im Einsatz. Der Rettungsdienst war mit zwei RTW und einem Notarzt vor Ort. Die Polizei war mit insgesamt drei Kommandos im Einsatz.
Zeugenaufruf
Unbekannte Zeugen, welche Angaben zum Unfallhergang oder der Fahrweise des Pkw machen können, werden gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Merzig (Tel.: 06861-704-0) in Verbindung zu setzen.
Quelle: Polizeiinspektion Merzig
Bildquelle: Polizeiinspektion Merzig