Gefahr im Verzug bei Landmaschinen: Zehn Fahrzeuge sofort aus dem Verkehr gezogen

(Schrems, Niederösterreich). Bedienstete der Landesverkehrsabteilung NÖ, Fachbereich Kraftfahrwesen/Güterverkehr, führten am 15. Oktober 2026 gemeinsam mit Technikern vom Amt der NÖ Landesregierung technische Kontrollen an land- und forstwirtschaftlichen Fahrzeugen in Schrems durch.

Dabei wurden insgesamt 20 Fahrzeuge einer technischen Kontrolle unterzogen. Bei 16 dieser Fahrzeuge wurden insgesamt 34 schwere technische Mängel und 15 technische Mängel mit der Beurteilung „Gefahr im Verzug“ festgestellt. An 10 Fahrzeugen waren die technischen Mängel so gravierend, dass bei diesen sofort an Ort und Stelle die Weiterfahrt untersagt wurde.

Massive Überladung festgestellt

Dabei wurde ein landwirtschaftlicher Kraftwagenzug, bestehend aus Zugmaschine und zwei nicht zum Verkehr zugelassenen landwirtschaftlichen Anhängern, kontrolliert. Bei beiden Anhängern waren doppelte Bordwände zur Ladegutbeförderung angebracht.

Diese beiden Anhänger waren bis obenhin beladen. Da bei diesen Fahrzeugen der Verdacht einer massiven Gewichtsüberschreitung bestand, wurde an Ort und Stelle eine Verwiegung durchgeführt. Dabei wurde eine massive Überladung des gesamten Kraftwagenzuges, der verwendeten Anhänger und jeweils der einzelnen Achslasten bei den beiden Anhängern festgestellt. Es wurde eine Gesamtüberlastung von mehr als 10 % festgestellt.

Bremsen ohne Wirkung

Bei der anschließenden technischen Kontrolle wurden erhebliche technische Mängel sowie auch einige technische Mängel mit der Beurteilung „Gefahr im Verzug“ festgestellt. Beim 2. Anhänger wiesen die Betriebsbremse und die Feststellbremse keinerlei Bremswirkung auf, die Radbremszylinder der Betriebsbremse fuhren bis zum Anschlag aus, wodurch keine Bremswirkung mehr erzeugt wurde.



Die Bremsschläuche der Druckluftbremse waren stark rissig und das Anhängerbremsventil war von seiner Befestigung abgerissen und hing lose nur noch an den Bremsleitungen. Dieses wurde mittels einer Schnur am Rahmen befestigt. Die Bruchstelle war bereits stark korrodiert, was auf einen bereits länger zurückliegenden Mangel schließen lässt.



Einer der Reifen war stark rissig und wies sowohl an der Innen- als auch an der Außenseite einen durchgehenden Riss bis zum Stahlgewebe auf. Die Anhängerdeichsel war stark verbogen und ist provisorisch geschweißt worden. Das Bremslicht funktionierte an beiden Seiten nicht. Die Weiterfahrt wurde an Ort und Stelle untersagt. Lenker und Zulassungsbesitzer werden der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde angezeigt.



Weitere Anzeigen bei Schwerpunktaktion

Weiters wurden bei dieser Schwerpunktaktion noch mehrere Anzeigen wegen weiterer diverser Verwaltungsübertretungen (Ladungssicherung, Sozialvorschriften usw.) erstattet und eine vorläufige Sicherheitsleistung eingehoben. Alle Beteiligten werden bei der Bezirkshauptmannschaft Gmünd zur Anzeige gebracht.

 

Quelle: Landespolizeidirektion Niederösterreich
Bildquelle: LPD NÖ