Zwei Weltkriegsbomben entschärft, dann 39 Sturmeinsätze

(Neuss, Nordrhein-Westfalen). Die Entschärfung zweier Weltkriegsbomben und anschließend zahlreiche Sturmschäden haben die Feuerwehr Neuss am Freitag, dem 23. Oktober 2026, und am darauffolgenden Samstag beschäftigt.

Bislang wurden 39 sturmbedingte Einsätze verzeichnet. Ein deutlicher Schwerpunkt lag auf der Furth.

Zwei Weltkriegsbomben erfolgreich entschärft

Bei Sondierungen an der Moselstraße waren am Freitagmorgen zwei Fünf-Zentner-Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Für die Entschärfung mussten die Autobahnen A57 und A46 sowie weitere Straßen und Wege im Umfeld gesperrt werden. Um 15:00 Uhr begann der Kampfmittelbeseitigungsdienst mit der Entschärfung. Um 15:45 Uhr stand fest: Beide Bomben waren erfolgreich entschärft.


Bombenentschärfung

Zahlreiche Sturmschäden im Stadtgebiet

Im weiteren Tagesverlauf sorgte die Sturmlage für zahlreiche Einsätze im Stadtgebiet. Umgestürzte Bäume, abgebrochene Äste, lose Dachteile und Werbeplakate sowie umgewehte Bauzäune beschäftigten die Einsatzkräfte bis in die Nacht und am Samstag. Neben der besonders betroffenen Furth lagen Einsatzstellen unter anderem in Reuschenberg, Grefrath und im Dreikönigenviertel. An zwei weiteren Einsatzstellen waren Bäume auf Autos gefallen.

Am Linneplatz war ein Baum auf ein Haus gestürzt. Ein weiterer Baum drohte, ebenfalls auf das Gebäude zu stürzen. Der Einsatz beschäftigte die Feuerwehr dort rund zwei Stunden.

Auch Verkehrswege waren betroffen: An der Klever Straße stürzte ein Baum auf eine Bahnstrecke. Auf der Autobahn A57 war die Feuerwehr insgesamt viermal gefordert. Die Anschlussstelle Reuschenberg musste in Fahrtrichtung Krefeld gesperrt werden, da dort weitere Bäume umzustürzen drohten. Diese Sperrung ist inzwischen aufgehoben.


Einsatzstelle Linneplatz

Einsatzstelle Linneplatz

Einsatzstelle Linneplatz

Rund 80 Einsatzkräfte unterwegs

Zur Bewältigung der Sturmlage waren rund 80 Einsatzkräfte auf den Straßen der Stadt unterwegs. Neben den hauptamtlichen Kräften kamen die Löschzüge Stadtmitte, Uedesheim, Norf, Rosellen, Holzheim, Grefrath und Furth zum Einsatz. Mehrere Einsatzstellen wurden gleichzeitig abgearbeitet. Die zentrale Koordination erfolgte über den besetzten Lageraum, der seine Arbeit inzwischen beendet hat.

Die Feuerwehr Neuss bedankt sich bei allen beteiligten ehren- und hauptamtlichen Einsatzkräften und Organisationen für die Zusammenarbeit und den #EinsatzFürNeuss!

Sturmschäden, von denen eine akute Gefahr ausgeht, sollten weiterhin über den Notruf 112 gemeldet werden. Zu beschädigten Bäumen und losen Bauteilen bitte Abstand halten.

 

Quelle: Feuerwehr Neuss
Bildquelle: Feuerwehr Neuss