Brennende Propangasflasche aus Wohnung getragen: Mann (65) schwer verbrannt
Polizei.news Redaktion Deutschland Nordrhein-Westfalen Polizeinews Regionen
(Herdecke, Nordrhein-Westfalen). Die Feuerwehr Herdecke wurde am Freitagabend um 18:04 in die Straße Rostesiepen mit dem Stichwort „F2 Brand im Gebäude“ alarmiert.
Eine zusätzliche Information der Leitstelle sagte aus, dass bereits Flammen aus dem Fenster schlagen sollten. Umgehend machten sich Einsatzkräfte auf dem Weg zur Einsatzstelle.
Vor Ort waren nach 5 Minuten bei Eintreffen keine Flammen mehr zu sehen, jedoch eine im Außenbereich liegende Propangasflasche, die im Bereich des Ventils beschädigt und thermisch aufbereitet war.
Der Bewohner wurde vom Einsatzführungsdienst aus der verrauchten Wohnung geführt. Direkt wurde ein Trupp unter Atemschutz eingesetzt, um die leicht verrauchte Wohneinheit im zweiten Obergeschoss mit einer Wärmebildkamera zu kontrollieren.
Im Außenbereich kühlte ein Trupp die heiße Propangasflasche und umliegendes angebranntes Gestrüpp. Die Bewohner hatten zuvor schon einen Gartenschlauch zur Kühlung vorgenommen.
65-Jähriger schwer verletzt
Der 65- jährige Bewohner wurde der Notärztin und dem Rettungsdienst zugeführt. Nach der Erkundung des Einsatzleiters stellte sich folgendes heraus: In der Wohnung ist an einer Propanheizung offenbar die Gasflasche in Brand geraten.
Der 65-jährige Bewohner bemerkte dies und griff die brennende Flasche und trug sie zu einem Fenster. Dabei verletzte sich der Mann schwer und wurde mit schweren Verbrennungen an Hand und Arm in ein Dortmunder Spezialkrankenhaus von Notarzt und Rettungswagen transportiert.
Propanheizungen in geschlossen Räumen zu betreiben ist auch im Hinblick der gefährlichen CO Abgase lebensgefährlich.
Wohnung mit Wärmebildkamera kontrolliert
In dem Treppenraum sowie in der Wohnung des 2. Obergeschoss waren verrußte Stellen an der Wand erkennbar, welche unter der Flammeneinwirkung der brennenden Propangasflasche heiß geworden waren. Die Stellen wurden sorgsam mit einer Wärmebildkamera kontrolliert. Zur Entrauchung wurde ein Lüfter eingesetzt.
Bei Entstehungsbränden, Bränden und Notlagen wählen Sie immer und unverzüglich den Notruf via 112 und alarmieren Sie die Feuerwehr.
Insgesamt waren zwei Löschzüge der Feuerwehr, der Rettungsdienst mit Rettungswagen und Notärztin und die Polizei rund eine Stunde im Einsatz.
Die Brandursachen- und Sachschadenermittlung liegen bei der Polizei. Die Feuerwehr Herdecke kann hierzu keine Angaben machen.
Quelle: Feuerwehr Herdecke
Bildquelle: Feuerwehr Herdecke