Gebäudestruktur schwer beschädigt: Familie mit Säugling braucht Notunterkunft

(Sprockhövel, Nordrhein-Westfalen). Am Sonntagmorgen wurde die Feuerwehr Sprockhövel gegen 11 Uhr zu einem Wohn- und Geschäftshaus aus dem Jahr 1853 an der Mittelstraße alarmiert.

Bewohner hatten von innen starke Beschädigungen an der Gebäudestruktur bemerkt; zum Teil ist Fachwerk und dazwischenliegender Lehm in die Räumlichkeiten eingebrochen.

Die Feuerwehr räumte das Gebäude und sperrte den Bereich ab. Nachgefordert wurde das Ordnungsamt, die Bauaufsichtsbehörde der Stadt Sprockhövel, der Energieversorger sowie das Technische Hilfswerk, letzteres u.a. mit Expertise zur Beurteilung der Statik.

Gebäude bis auf Weiteres nicht nutzbar

Die darauffolgende Analyse von THW-Fachberaterin und Aufsichtsbehörde ergab, dass eindringendes Regenwasser über das Dach einseitig das Fachwerk auf allen Etagen schädigte. Eine weitere Nutzung des Gebäudes ist daher bis auf Weiteres nicht mehr möglich. Durch das Ordnungsamt wurde ein Betretungsverbot ausgesprochen und das Gebäude versiegelt.


Das Gebäude auf der Kreuzungsecke Mittelstraße / Gevelsberger Straße sieht äußerlich unbeschädigt aus.

Die neun anwesenden Bewohnerinnen und Bewohner sind größtenteils eigenständig untergekommen. Eine dreiköpfige Familie mit einem Säugling erhielt durch die Stadt Unterstützung und wird zunächst in einer kommunalen Einrichtung untergebracht.

Feuerwehr und THW waren mit circa 20 Einsatzkräften angerückt. Neben der Bürgermeisterin war auch die zuständige Geschäftsbereichsleiterin der Stadt Sprockhövel vor Ort.

Während des rund dreistündigen Einsatzes war die angrenzende Gevelsberger Straße halbseitig gesperrt. Eine Befahrbarkeit in beide Richtungen ist mit Einschränkungen aktuell wieder möglich.

 

Quelle: Feuerwehr Sprockhövel
Bildquelle: Feuerwehr Sprockhövel