(Wien-Donaustadt, Wien). Bei einem Brand in einem Einfamilienhaus in der Donaustadt ist Freitagabend ein Mann ums Leben gekommen.
Feuerwehrleute entdeckten den Mann im Zuge der Brandbekämpfung. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Die Brandursache ist derzeit noch unklar, das Landeskriminalamt Wien ermittelt.
Polizei.news | Österreich | Täglich aktuell
Das Wichtigste auf einen Blick
- Ort: Wien-Donaustadt, Einfamilienhaus
- Zeitpunkt: Freitag, 30. Oktober 2026, Feuerwehralarm um 20:00 Uhr
- Vorfall: Brand in einem Einfamilienhaus mit einem Todesopfer
- Einsatzkräfte: 33 Feuerwehrleute mit sieben Einsatzfahrzeugen
- Rettungsmaßnahmen: Leblosen Mann aus dem Gebäude gebracht und gemeinsam mit der Berufsrettung Wien reanimiert – ohne Erfolg
- Einsatzende: 22:00 Uhr
- Ermittlungen: Brandursache unbekannt, Landeskriminalamt Wien ermittelt
Bei einem Brand in Wien-Donaustadt ist am Freitagabend ein Mann ums Leben gekommen. Das Feuer war aus noch unbekannter Ursache in einem Einfamilienhaus ausgebrochen. Alarmiert wurden die Berufsfeuerwehr Wien und die Freiwillige Feuerwehr Wien–Breitenlee.
Feuerwehr findet leblosen Mann im Einfamilienhaus
Beim Eintreffen der Feuerwehr quoll Rauch aus dem Gebäude, aus einer Türe schlugen Flammen. Unter Atemschutz drangen Feuerwehrleute von der Vorder- und Rückseite in das Einfamilienhaus vor und bekämpften den Brand mit je einer Löschleitung. Gleichzeitig durchsuchten die Trupps das Gebäude nach Personen. Dabei fanden sie einen leblosen Mann, brachten ihn ins Freie und begannen gemeinsam mit der Berufsrettung Wien mit der Reanimation. Sämtliche Versuche, den Mann wiederzubeleben, blieben erfolglos, er verstarb an der Einsatzstelle.
Landeskriminalamt ermittelt zur Brandursache
Der Brand war rasch gelöscht. Zur Entrauchung wurden Hochleistungsbelüftungsgeräte eingesetzt.
Die Brandgruppe des Landeskriminalamtes Wien übernahm während des Einsatzes die Ermittlungen zur Brandursache.
Quelle: Stadt Wien | Feuerwehr und Katastrophenschutz
Bildquelle: Symbolbild © emyu/iStock.com
Polizei.news informiert | Brandschutz im Eigenheim
Wohnhausbrand: Warum Rauch so gefährlich ist und wie man sich schützt
Bei einem Wohnhausbrand können sich Rauch und giftige Brandgase innerhalb kurzer Zeit ausbreiten. Besonders gefährlich sind Brände in der Nacht, wenn Bewohner schlafen und die Gefahr möglicherweise erst spät bemerken. Rauchwarnmelder, freie Fluchtwege und richtiges Verhalten im Ernstfall können entscheidend sein.
1. Rauch ist häufig gefährlicher als die Flammen
Bei einem Brand entstehen neben Hitze auch gesundheitsschädliche Rauchgase. Schon wenige Atemzüge stark belasteter Luft können zu Orientierungslosigkeit oder Bewusstlosigkeit führen. Dichter Rauch erschwert außerdem die Sicht und kann Fluchtwege unpassierbar machen.
Deshalb sollte niemand versuchen, durch einen bereits verrauchten Flur oder ein brennendes Zimmer zu flüchten.
2. Rauchwarnmelder können frühzeitig alarmieren
Rauchwarnmelder erkennen Rauchpartikel und geben bei einer entsprechenden Konzentration einen lauten Alarm ab. Besonders während des Schlafens kann diese frühzeitige Warnung lebenswichtig sein.
Die Geräte sollten an geeigneten Stellen montiert, regelmäßig überprüft und entsprechend den Herstellerangaben gewartet werden. Für die konkrete Ausstattung gelten die jeweiligen landesrechtlichen Vorgaben.
3. Richtiges Verhalten bei einem Wohnhausbrand
Wer einen Brand bemerkt, sollte sich und andere gefährdete Personen möglichst rasch in Sicherheit bringen und die Feuerwehr verständigen. In Österreich ist die Feuerwehr unter der Notrufnummer 122 erreichbar. Auch der europäische Notruf 112 kann verwendet werden.
Ist ein Fluchtweg durch Rauch oder Flammen versperrt, sollte man nicht versuchen, diesen zu durchqueren. Stattdessen nach Möglichkeit eine Tür zwischen sich und den Brand bringen, die Feuerwehr alarmieren und sich an einem Fenster bemerkbar machen.
Gut zu wissen: Moderne Feuerwehrtrupps verwenden bei Innenangriffen umluftunabhängige Atemschutzgeräte. Dadurch können sie auch in stark verrauchte Gebäude vordringen, um Brände zu bekämpfen und nach vermissten Personen zu suchen. Solche Einsätze sind mit erheblichen Gefahren verbunden und erfordern eine spezielle Ausbildung.
Praktischer Tipp: Halten Sie Fluchtwege und Ausgänge jederzeit frei. Besprechen Sie mit Ihrer Familie, wie das Haus bei einem Brand verlassen werden kann und wo sich alle anschließend in sicherer Entfernung treffen. Gehen Sie niemals in ein brennendes Gebäude zurück, um Gegenstände zu holen.
Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion