Pkw prallt gegen Betonleitwand – Ärztin und Medizinstudenten reanimieren Lenker (47)

(Dornbirn, Vorarlberg). Ein 47-jähriger Mann fuhr mit seinem Pkw auf der Rheintalautobahn A14 in Fahrtrichtung Tirol.

Kurz vor der Anschlussstelle Dornbirn-Nord erlitt der Lenker vermutlich einen medizinischen Notfall und verlor das Bewusstsein. Der Pkw kollidierte daraufhin mehrmals mit der Betonleitwand und kam schließlich im Bereich der Abfahrtsspur zum Rastplatz zum Stillstand.

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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ort: Rheintalautobahn A14, Fahrtrichtung Tirol, kurz vor der Anschlussstelle Dornbirn-Nord.
  • Lenker: Ein 47-jähriger Mann verlor vermutlich aufgrund eines medizinischen Notfalls das Bewusstsein.
  • Unfall: Der Pkw prallte mehrmals gegen die Betonleitwand und blieb im Bereich der Abfahrtsspur zum Rastplatz stehen.
  • Ersthilfe: Nachfolgende Fahrzeuglenker bargen den Mann und begannen sofort mit der Wiederbelebung. Unter ihnen waren mehrere Medizinstudenten und eine Fachärztin.
  • Versorgung: Nach rund einstündigen Reanimationsmaßnahmen wurde der Mann erfolgreich reanimiert und ins Landeskrankenhaus gebracht.
  • Verkehr und Schäden: Erheblicher Sachschaden am Pkw. Die rechte Fahrspur war von 13:30 bis 14:30 Uhr gesperrt; größere Verkehrsbehinderungen blieben aus.

Mehrere nachfolgende Fahrzeuglenker hielten unmittelbar an, bargen den bewusstlosen Mann aus seinem Fahrzeug und leiteten umgehend Reanimationsmaßnahmen ein. Unter den Ersthelfern befanden sich mehrere Medizinstudenten sowie eine Fachärztin. Die Reanimation wurde bis zum Eintreffen der Rettungskräfte durchgehend fortgeführt.

Nach rund einstündigen Reanimationsmaßnahmen konnte der 47-Jährige erfolgreich reanimiert und anschließend mit dem Rettungswagen ins Landeskrankenhaus eingeliefert werden.

Am Pkw entstand erheblicher Sachschaden. Die rechte Fahrspur der A14 war im Bereich der Unfallstelle von 13:30 Uhr bis 14:30 Uhr gesperrt. Zu größeren Verkehrsbehinderungen kam es nicht.

 

Quelle: LPD Vorarlberg
Bildquelle: Symbolbild © Spitzt-Foto/iStock.com (bearbeitet)


Polizei.news informiert | Wiederbelebung

Prüfen, rufen, drücken: Im Notfall zählt schnelle Hilfe

Reagiert eine erwachsene Person nicht und atmet sie nicht normal, ist sofortige Wiederbelebung erforderlich. Achten Sie zunächst darauf, dass Sie sich der Person gefahrlos nähern können.

1. Reaktion prüfen und 144 wählen

Sprechen Sie die Person laut an und schütteln Sie sie sanft an den Schultern. Reagiert sie nicht, rufen Sie in Österreich sofort 144 und schalten Sie das Telefon auf Lautsprecher. Die Leitstelle unterstützt Sie bei der Atemkontrolle und den weiteren Schritten.

2. Bei fehlender normaler Atmung drücken

Prüfen Sie die Atmung höchstens zehn Sekunden. Atmet die Person nicht normal, beginnen Sie sofort mit der Herzdruckmassage: Beide Hände übereinander auf die Mitte des Brustkorbs legen, Arme durchstrecken und 100- bis 120-mal pro Minute etwa fünf bis sechs Zentimeter tief drücken. Nach jedem Druck den Brustkorb vollständig entlasten.

3. Defibrillator einsetzen

Lassen Sie eine weitere Person einen verfügbaren Defibrillator holen, während die Wiederbelebung fortgesetzt wird. Schließen Sie das Gerät an und folgen Sie seinen Anweisungen. Bei der Analyse und Schockabgabe darf niemand die betroffene Person berühren.

Gut zu wissen: Einzelne schnappende oder unregelmäßige Atemzüge sind keine normale Atmung. Ist die Person bewusstlos, atmet aber normal, bringen Sie sie in die stabile Seitenlage und überwachen Sie die Atmung weiter.

Praktischer Tipp: Wenn Sie sich eine Beatmung nicht zutrauen, führen Sie die Herzdruckmassage fort. Lassen Sie sich von der Rettungsleitstelle anleiten und machen Sie weiter, bis die Rettung übernimmt oder die Person wieder normal atmet.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion