Züge besprüht, Polizisten attackiert – drei Verdächtige fliehen über die Gleise

(Wien, Wien). Ein Zeuge verständigte die Polizei, da sich mehrere Personen unrechtmäßig Zutritt zum Bahnhofsgelände verschafft und mehrere Züge besprüht haben sollen.

Beim Eintreffen der Beamten konnten mehrere Personen wahrgenommen werden, die gerade über einen Absperrzaun in Richtung Heiligenstädter Straße kletterten.

Polizei.news | Österreich | Täglich aktuell

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ort: Bahnhofsgelände im Bereich Heiligenstädter Lände in Wien-Döbling
  • Zeitpunkt: 2. November 2026, gegen 03:00 Uhr
  • Vorwurf: Mehrere Personen sollen unrechtmäßig das Gelände betreten und Züge besprüht haben.
  • Festnahmen: Ein 17-jähriger Schweizer und ein 19-jähriger Deutscher
  • Widerstand: Tritte und Schläge; einer der Tatverdächtigen warf zudem ein mobiles Baustellengitter in Richtung der Beamten.
  • Flucht: Drei weitere Personen entkamen über die Gleise trotz zweier Schreckschüsse.
  • Sicherstellungen: Unter anderem 15 Spraydosen, Handschuhe mit frischen Lackspuren, eine Videokamera und ein mutmaßlicher „Haschisch-Würfel“

Tatverdächtige wehren sich mit Tritten und Schlägen

Zwei Tatverdächtige konnten noch vor Ort angehalten und festgenommen werden.

Im Zuge der Festnahmen leisteten beide Männer Widerstand, indem sie durch Tritte und Schläge versuchten, sich der Festnahme zu entziehen. Einer der beiden warf zudem ein mobiles Baustellengitter in Richtung der einschreitenden Beamten und versuchte während der Amtshandlung, in seine Jackentasche zu greifen. Bei diesem konnte bei einer anschließenden Personsdurchsuchung ein Pfefferspray aufgefunden werden.

Daneben konnten die Beamten eine Videokamera, diverse Aufkleber, eine Sturmhaube, einen Schal, Mobiltelefone, Handschuhe und einen mutmaßlichen „Haschisch-Würfel“ in einer Plastiktüte sicherstellen.

Drei Personen entkommen trotz zweier Schreckschüsse

Drei weitere Personen flüchteten über die Bahngleise in Richtung Rampengasse. Um die Flüchtenden anzuhalten, gaben die Beamten zwei Schreckschüsse ab. Die Maßnahme blieb jedoch erfolglos und die drei Personen konnten entkommen. Eine sofort eingeleitete Fahndung verlief bislang ohne Erfolg.

15 Spraydosen und Handschuhe mit frischen Lackspuren sichergestellt

Am Einsatzort konnten die Beamten insgesamt 15 Spraydosen sowie eine Hose und eine Jacke auffinden und sicherstellen. Zudem wurden an den zuvor sichergestellten Handschuhen frische Lackspuren festgestellt.

Bei den beiden Tatverdächtigen handelt es sich um einen 17-Jährigen (StA.: Schweiz) und einen 19-Jährigen (StA.: Deutschland). Sie wurden vorläufig festgenommen. Weitere Ermittlungen sind im Gange.

 

Quelle: LPD Wien
Bildquelle: Symbolbild © Angelafoto/iStock.com


Polizei.news informiert | Gefahren auf Bahnanlagen

Gleise und abgestellte Züge sind kein sicherer Aufenthaltsort

Abgesperrte Bahnanlagen bergen erhebliche Gefahren. Neben fahrenden Zügen können auch Oberleitungen lebensgefährlich sein.

1. Nur vorgesehene Übergänge benutzen

Überqueren Sie Gleise ausschließlich an den dafür gekennzeichneten Stellen. Nehmen Sie keine Abkürzungen durch Gleisbereiche und klettern Sie nicht über Absperrzäune.

2. Nicht auf Waggons klettern

Die Nähe zu Oberleitungen ist lebensgefährlich. Strom kann auch ohne direkte Berührung überspringen. Bleiben Sie deshalb auf den freigegebenen Wegen und steigen Sie niemals auf abgestellte Züge.

3. Nicht auf Fahrpläne verlassen

Auf Gleisen verkehren auch Güterzüge und Sonderzüge. Verspätungen können den erwarteten Ablauf verändern. Ein vermeintlich ruhiger Gleisabschnitt ist deshalb keine sichere Querungsstelle.

Gut zu wissen: Auch für Fotos oder Videos ist das unerlaubte Betreten von Gleisen gefährlich. Die ÖBB warnen ausdrücklich vor solchen Aktionen.

Praktischer Tipp: Nutzen Sie Unterführungen, Fußgängerbrücken und ausgeschilderte Übergänge konsequent, auch wenn der Weg dadurch länger wird.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion