Promis als Köder: Mann überweist fünfstelligen Betrag nach Deepfake-Videos

(Bezirk Innsbruck-Land, Tirol). Ein Österreicher wurde im Internet durch die Verwendung von Deepfake-Videos, in denen bekannte Persönlichkeiten in Verbindung mit hohen Gewinnversprechen dargestellt werden, auf zwei vermeintliche Investmentplattformen aufmerksam.

Er investierte daraufhin einen niedrigen fünfstelligen Eurobetrag und überwies das Geld auf verschiedene Konten in Litauen und den Niederlanden.

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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Köder: Deepfake-Videos zeigten bekannte Persönlichkeiten im Zusammenhang mit hohen Gewinnversprechen.
  • Plattformen: Der Mann wurde auf zwei vermeintliche Investmentangebote aufmerksam.
  • Überweisungen: Ein niedriger fünfstelliger Eurobetrag ging auf verschiedene Konten in Litauen und den Niederlanden.
  • Anzeige: Nachdem keine Gewinnauszahlung erfolgte, verständigte der Mann die Polizei.

Gewinnauszahlung bleibt aus

Da es nie zu einer Gewinnauszahlung kam, erstattete der Mann Anzeige bei der Polizei.

 

Quelle: Landespolizeidirektion Tirol
Bildquelle: Symbolbild © Phimprapha Kitaiamphaisan/iStock.com


Polizei.news erklärt | Deepfake-Investmentbetrug

Bekannte Gesichter sind kein Echtheitsnachweis

Deepfakes sind mithilfe künstlicher Intelligenz veränderte Bilder, Videos oder Tonaufnahmen. Menschen können darin scheinbar Aussagen treffen, die sie tatsächlich nie gemacht haben.

1. Werbeversprechen unabhängig überprüfen

Vergleichen Sie angebliche Empfehlungen mit unabhängigen, seriösen Quellen. Prüfen Sie die Internetadresse genau: Auch täuschend echt wirkende Nachrichtenseiten können gefälscht sein.

2. Angezeigte Gewinne kritisch hinterfragen

Betrügerische Plattformen können Guthaben und Gewinne lediglich auf dem Bildschirm vortäuschen. Weitere Einzahlungen oder angebliche Gebühren vor einer Auszahlung sind typische Warnsignale.

3. Bei Betrugsverdacht schnell handeln

Überweisen Sie kein weiteres Geld. Kontaktieren Sie umgehend Ihre Bank und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. Ob eine Zahlung noch zurückgeholt werden kann, muss die Bank im Einzelfall prüfen.

Gut zu wissen

Auch vermeintliche Helfer, die verlorenes Geld gegen Vorauszahlung zurückholen wollen, können Betrüger sein.

Praktischer Tipp

Verlassen Sie sich nicht allein auf auffällige Lippenbewegungen oder Bildfehler. Professionelle Deepfakes werden immer schwerer erkennbar – entscheidend ist die unabhängige Überprüfung der Behauptungen.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion