Schüsse bei einer Party: Feuermeldung führt zu bewaffneter Bedrohung
Polizei.news Redaktion Deutschland Niedersachsen Polizeinews Regionen
Celle (Niedersachsen). Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei haben am Donnerstag eine gemeinsame Einsatzübung in einem leerstehenden Industriebetrieb am Bremer Weg durchgeführt. Im Mittelpunkt stand eine lebensbedrohliche Einsatzlage mit bewaffneten Tätern und mehreren Verletzten.
Im Übungsszenario eskalierte während einer Party ein Beziehungsstreit. Mehrere Täter gaben unter anderem Schüsse ab und verletzten Personen. Die Feuerwehr wurde zunächst lediglich zu einer Feuermeldung alarmiert. Weitere Informationen lagen ihr nicht vor.
Gefährliche Lage erkennen und Einsatzkräfte schützen
Angenommen wurde eine „lebensbedrohliche Einsatzlage“. Dabei wird von einer sehr dynamischen, unübersichtlichen und für die Beteiligten gefährlichen Situation ausgegangen, wie sie beispielsweise bei Gewalttaten mit Waffen vorliegt.
Ziel der Übung war es, diese Lage zu erkennen, zu bewerten und einzuschätzen. Daraus sollten entsprechende Maßnahmen zum Schutz der eingesetzten Kräfte abgeleitet werden. Außerdem stand die Zusammenarbeit von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst im Mittelpunkt.
Polizei schafft sicheren Bereich für die Rettung
Die Polizei Celle leitete im Übungsszenario entsprechende polizeiliche Maßnahmen ein. Dabei konnten die Täter gestellt und ein sicherer Bereich für die weiteren Einsatzkräfte geschaffen werden.
Im weiteren Verlauf mussten mehrere Personen gerettet und erstversorgt werden. Anschließend wurden sie an den Rettungsdienst übergeben, der eine Sichtung der Verletzten durchführte. Zudem musste die Feuerwehr eine Brandbekämpfung durchführen.
Positive Bilanz und weitere Auswertung
Am Ende zogen die Beteiligten ein positives Resümee. Die Übungsziele wurden erreicht und die Zusammenarbeit der beteiligten Organisationen funktionierte sehr gut. Eine weitere Auswertung wird in den nächsten Wochen erfolgen.
Übungen wie diese sind für alle Beteiligten sehr wichtig. Auch wenn entsprechende Einsatzlagen nur selten vorkommen, müssen die Einsatzkräfte darauf praxisnah vorbereitet werden. Entsprechende Abläufe müssen geübt und vertieft werden.
Beteiligt waren die Polizei Celle, der Rettungsdienst des Landkreises Celle sowie die Ortsfeuerwehr Celle-Hauptwache mit dem 3. Zug. Die DLRG Celle übernahm die realistische Verletztendarstellung.
Quelle: Freiwillige Feuerwehr Celle
Bildquelle: Freiwillige Feuerwehr Celle
Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion