Messerbedrohung am Filmset: Zeuge entwaffnet 19-jährigen Syrer – Festnahme

Wien-Liesing (Wien). Bei Dreharbeiten in der Perfektastraße ist am 4. November 2026 gegen 17:30 Uhr ein Streit eskaliert. Ein 16-Jähriger wurde durch einen Faustschlag verletzt. Anschließend soll ein 19-Jähriger drei Jugendliche mit einem Messer bedroht haben.

Für die Filmaufnahmen hatte die Produktionsfirma etwa 80 bis 90 Personen eingeladen, die als Darsteller mitwirkten. Während der laufenden Aufnahmen soll es zwischen mehreren Personen zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung gekommen sein.

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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ort und Zeit: Perfektastraße im 23. Wiener Gemeindebezirk, 4. November 2026, gegen 17:30 Uhr.
  • Ausgangslage: Während Dreharbeiten mit etwa 80 bis 90 eingeladenen Darstellern entwickelte sich eine Auseinandersetzung.
  • Verletzter: Ein 16-Jähriger soll beim Schlichtungsversuch von einer unbekannten Person ins Gesicht geschlagen worden sein.
  • Messerbedrohung: Ein 19-Jähriger soll einen 18-Jährigen und zwei 16-Jährige bedroht haben. Ein Zeuge nahm ihm das Messer ab.
  • Maßnahmen: Vorläufige Festnahme des 19-Jährigen und vorläufiges Waffenverbot.

Auseinandersetzung verlagert sich auf Parkplatz

Der zunächst verbale Streit soll sich im weiteren Verlauf ins Freie auf einen Parkplatz verlagert haben. Dort sei es zu Handgreiflichkeiten zwischen mehreren bislang unbekannten Personen gekommen.

Ein 18-Jähriger habe sich eingemischt, um die Auseinandersetzung zu schlichten. Auch sein Bruder und ein Freund seien auf das Geschehen aufmerksam geworden und hätten versucht, schlichtend einzugreifen.

Dabei soll der 16-jährige Bruder durch einen Faustschlag einer bislang unbekannten Person im Gesicht verletzt worden sein.

19-Jähriger soll mit Messer zurückgekehrt sein

Nachdem sich die Situation zunächst kurzzeitig beruhigt habe, sei ein Beschuldigter plötzlich mit einem Messer zurückgekehrt. Er soll den 18-Jährigen, dessen Bruder und den ebenfalls 16-jährigen Freund mit dem Messer bedroht haben.

Einem Zeugen gelang es schließlich, dem Mann das Messer abzunehmen.

Die bereits verständigten Polizeibeamten nahmen den Beschuldigten, einen 19-jährigen syrischen Staatsangehörigen, vorläufig fest. Gegen ihn wurde ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen.

Möglicher Auslöser der Auseinandersetzung soll eine bislang unbekannte Äußerung gegenüber einer weiblichen Person gewesen sein.

 

Quelle: Landespolizeidirektion Wien
Bildquelle: Symbolbild © GankaTt/iStock.com


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Hilfe organisieren, statt sich selbst zu gefährden

Zivilcourage bedeutet nicht, einen Angreifer körperlich überwältigen zu müssen. Auch durch einen Notruf, gezielte Unterstützung und eine spätere Zeugenaussage lässt sich helfen.

Aufgaben konkret verteilen

Sprechen Sie Umstehende einzeln an und bitten Sie um eine bestimmte Handlung. Eine klare Aufforderung wie „Sie mit der blauen Jacke, verständigen Sie bitte die Polizei“ ist eindeutiger als ein allgemeiner Hilferuf.

Eigene Sicherheit berücksichtigen

Wählen Sie eine Form der Hilfe, die Sie nicht zusätzlich gefährdet. Eine körperliche Auseinandersetzung mit einem Angreifer kann auch Helfende in Gefahr bringen.

Als Zeuge ansprechbar bleiben

Teilen Sie den Einsatzkräften mit, wenn Sie den Ablauf beobachtet haben. Beschreiben Sie Handlungen, Beteiligte und die Reihenfolge der Ereignisse aus Ihrer eigenen Wahrnehmung.

Gut zu wissen: Die Festnahme oder Entwaffnung eines Angreifers ist keine Voraussetzung dafür, wirksam zu helfen. Unterstützung zu organisieren ist bereits ein wichtiger Beitrag.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion