Streit um 100 Euro: 19-Jähriger sticht mehrfach auf seinen 17-jährigen Bekannten ein

Gersdorf an der Mur (Steiermark). Ein 19-Jähriger hat am Donnerstagnachmittag, 5. November 2026, einen 17-jährigen Bekannten mit mehreren Messerstichen schwer verletzt. Zuvor hatte das Opfer geliehenes Geld zurückgefordert.

Nach einer sofort eingeleiteten Fahndung nahmen Polizisten den flüchtigen Tatverdächtigen fest. Ein Polizeihund spürte die mutmaßliche Tatwaffe auf. Der verletzte Jugendliche ist außer Lebensgefahr.

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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Hintergrund: Der 19-Jährige hatte sich rund 100 Euro von seinem 17-jährigen Bekannten geliehen.
  • Attacke: Bei einem Treffen gegen 16:15 Uhr versetzte er dem Jugendlichen mehrere Messerstiche in den Oberkörper.
  • Festnahme: Mehrere Polizeistreifen spürten den flüchtigen Tatverdächtigen innerhalb kürzester Zeit auf.
  • Tatwaffe: Ein Polizeihund fand das mutmaßlich verwendete Messer.
  • Opfer: Der 17-Jährige wurde schwer verletzt ins LKH Graz geflogen und ist außer Lebensgefahr.

Treffen nach Rückforderung von geliehenem Geld

Der 19-Jährige aus dem Bezirk Leibnitz hatte sich etwa eine Woche zuvor rund 100 Euro von seinem 17-jährigen Bekannten aus demselben Bezirk ausgeborgt. Nachdem der Jugendliche den Betrag nach Angaben des 19-Jährigen vehement zurückgefordert hatte, vereinbarten die beiden ein Treffen in Gersdorf an der Mur.

Bei diesem Treffen gegen 16:15 Uhr dürfte der 19-Jährige überraschend ein in seiner Kleidung verborgenes Messer gezogen haben. Anschließend versetzte er dem 17-Jährigen mehrere Stiche in den Oberkörper.

Danach warf der Tatverdächtige die Tatwaffe in ein angrenzendes Waldstück und flüchtete. Zwei Bekannte des Opfers verfolgten ihn zu Fuß. Dabei kam der 19-Jährige zu Sturz. Nach einer kurzen körperlichen Auseinandersetzung mit den Verfolgern setzte er seine Flucht in das Waldstück fort.

Polizei nimmt Tatverdächtigen fest – Hund findet Messer

Die alarmierten Einsatzkräfte leiteten umgehend eine großangelegte Fahndung im Nahbereich ein. Mehreren Polizeistreifen gelang es, den flüchtigen 19-Jährigen innerhalb kürzester Zeit aufzuspüren und festzunehmen. Ein Polizeihund fand zudem die mutmaßliche Tatwaffe, die sichergestellt wurde.

Das Landeskriminalamt übernahm die Ermittlungen. Bei seiner Vernehmung zeigte sich der 19-Jährige vollumfänglich geständig. Er gab an, das Messer vorsorglich zum Treffen mitgenommen zu haben, weil er mit einer Auseinandersetzung gerechnet habe.

Als Motiv nannte der Tatverdächtige eine Ehrenkränkung durch die vorherigen Geldforderungen des 17-Jährigen. Diese habe bei ihm eine spontane Kurzschlusshandlung ausgelöst.

Schwer verletztes Opfer außer Lebensgefahr

Nach der Erstversorgung vor Ort flog der Rettungshubschrauber den schwer verletzten Jugendlichen in das LKH Graz. Der 17-Jährige befindet sich weiterhin im Krankenhaus, ist jedoch außer Lebensgefahr.

 

Quelle: Landespolizeidirektion Steiermark
Bildquelle: Symbolbild © AlexRaths/iStock.com


Polizei.news erklärt | Polizeidiensthunde
Tatwaffen aufspüren, ohne sie zu berühren

Polizeihunde helfen nicht nur bei der Suche nach Menschen. Auch das Aufspüren von Gegenständen gehört zu ihren Aufgaben und kann für die Tatortarbeit entscheidend sein.

Gezielte Suche auf Signal

Bei der Gegenstandssuche soll der Hund auf das Signal seines Diensthundeführers ein Suchverhalten zeigen und gefundene Objekte anzeigen. Diese Arbeit wird in der Ausbildung gezielt trainiert und überprüft.

Anzeigen statt apportieren

Der Hund soll gefundene Gegenstände nicht einfach im Maul zurückbringen. Bei der Ausbildung wird darauf geachtet, dass er die Objekte anzeigt, ohne sie zu berühren oder zu beschädigen.

Kontrollierte Zusammenarbeit

Hund und Diensthundeführer arbeiten als Team. Neben dem Suchvermögen sind deshalb die zuverlässige Reaktion auf Signale und die Kontrollierbarkeit des Hundes wichtige Bestandteile der Ausbildung.

Gut zu wissen: Die Gegenstandssuche ist eine eigene Aufgabe. Ein Polizeihund muss dafür keinen flüchtenden Menschen verfolgen, sondern kann gezielt nach zurückgelassenen oder weggeworfenen Objekten suchen.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion