Fremde Kette als Ablenkung: Diebin greift 88-Jähriger an den Hals und stiehlt Goldschmuck

Mettmann (Nordrhein-Westfalen). Eine unbekannte Frau hat am Donnerstag, 5. November 2026, einer 88-Jährigen an einer Bushaltestelle eine hochwertige Goldkette mit Anhänger gestohlen. Anschließend flüchtete die Täterin in einem wartenden schwarzen Fahrzeug.

Die Seniorin hatte noch versucht, die Frau wegzuschieben. Die Polizei registriert im Kreis Mettmann seit einigen Monaten eine Häufung des sogenannten Kettentricks und warnt vor der Masche.

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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Tatzeit: Donnerstag, 5. November 2026, gegen 11:20 Uhr.
  • Tatort: Bushaltestelle Lindenheide auf Höhe der Wülfrather Straße 85.
  • Beute: Eine hochwertige Goldkette mit Anhänger, die die Täterin der 88-Jährigen vom Hals entwendete.
  • Flucht: In einem großen schwarzen Fahrzeug in Richtung Wülfrath.
  • Hinweise: Polizei Mettmann, Telefon 02104 982-6250.

Unbekannte präsentiert Kette und greift an den Hals

Die 88-Jährige befand sich gegen 11:20 Uhr an der Bushaltestelle Lindenheide, als sich ihr die unbekannte Frau näherte. Diese präsentierte der Seniorin eine fremde Goldkette und lenkte sie damit ab.

Anschließend griff die Unbekannte an den Hals der 88-Jährigen, öffnete deren hochwertige Goldkette mit Anhänger und entwendete sie. Der Versuch der Seniorin, die Frau wegzuschieben, blieb erfolglos.

Die Täterin flüchtete danach in einem großen schwarzen Fahrzeug in Richtung Wülfrath. Der Fahrer hatte offensichtlich auf sie gewartet.

Täterin mit kurzen schwarzen Haaren gesucht

Die gesuchte Frau wird wie folgt beschrieben:

  • etwa 40 bis 50 Jahre alt,
  • etwa 1,60 bis 1,70 Meter groß,
  • osteuropäisches Erscheinungsbild,
  • kurze schwarze Haare.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.


Wer hat an der Bushaltestelle Lindenheide etwas Verdächtiges beobachtet?

Hinweise zur Tat, zur beschriebenen Frau oder zum Fluchtfahrzeug nimmt die Polizei Mettmann jederzeit unter der Telefonnummer 02104 982-6250 entgegen.


 

Quelle: Kreispolizeibehörde Mettmann
Bildquelle: Symbolbild Kettentrick KI-generiert (Kreispolizeibehörde Mettmann)


Polizei.news erklärt | Der Kettentrick
Das vermeintliche Schmuckgeschenk dient als Ablenkung

Beim Kettentrick suchen Kriminelle häufig gezielt ältere Menschen aus, die sichtbar wertvollen Schmuck tragen. Die Polizei beschreibt einen typischen Ablauf in drei Schritten.

1. Kontakt unter einem Vorwand

Die Täter sprechen ihre Opfer auf Straßen, Wegen, Plätzen oder in Cafés an. Häufig bitten sie um eine Wegbeschreibung. Die Ansprache kann auch aus einem langsam fahrenden Auto heraus erfolgen.

2. Überschwänglicher Dank schafft körperliche Nähe

Als angebliches Dankeschön bieten die Kriminellen billigen Modeschmuck an. Mit überschwänglichen Worten und Gesten überrumpeln sie ihre Opfer und versuchen, ihnen den Schmuck anzulegen.

3. Echter Schmuck verschwindet beim Anlegen

Während sie den Modeschmuck anlegen, öffnen die Täter den Verschluss des echten Schmuckstücks und entwenden es. Häufig fällt der Diebstahl erst später auf.

Die Polizei rät: Persönlichen Abstand einfordern, nötigenfalls energisch. Sprechen Sie andere Personen gezielt an oder rufen Sie um Hilfe. Nach einem versuchten oder vollendeten Diebstahl die Polizei über 110 alarmieren und Aussehen sowie Fluchtrichtung mitteilen.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion nach Hinweisen der Kreispolizeibehörde Mettmann