Schweiz

Oberentfelden AG: BMW-Diebe (17 und 19) flüchten vor Polizei – Crash endet Flucht

Mit Autos, die sie zuvor in Oberentfelden entwendet hatten, flüchteten Unbekannte in der Nacht vor der Polizei. Die Flucht endete im Baselbiet mit einem Unfall und der Festnahme zweier junger Franzosen.

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Riggisberg BE: Kind auf Strasse erfasst – mit Verletzungen ins Spital gebracht

Am Donnerstagmittag ist in Riggisberg ein Kind von einem Auto angefahren und dabei verletzt worden. Es musste mit einer Ambulanz ins Spital gebracht werden. Die Kantonspolizei Bern hat Ermittlungen zum genauen Unfallhergang aufgenommen.

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Der Umbrailpass – Wissenswertes zu Landschaft, Kultur und Sicherheit

Der Umbrailpass verbindet das Val Mustair mit dem hochalpinen Gebiet am Stilfserjoch und gehört zu den wichtigen Übergängen in den östlichen Alpen. Die Passstrasse verläuft durch eine offene Berglandschaft, die von Weiden, Geröllfeldern und markanten Graten geprägt ist, und bietet weite Ausblicke auf die umliegenden Gipfel. Im folgenden Beitrag erfahren Sie mehr über die Natur, die historische Entwicklung und die kulturelle Bedeutung des Passes. Auch Wichtiges zur Verkehrssicherheit und Prävention ist Bestandteil des Artikels.

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St.Gallen SG: Ablenkung am Steuer – Autofahrer prallt gegen Baum und wird verletzt

Am Mittwochmorgen (12.11.2025) ist es auf der Speicherstrasse zu einem Selbstunfall gekommen. Ein Autofahrer kam infolge Ablenkung von der Strasse ab und kollidierte mit einem Baum. Der Fahrer und die Beifahrerin wurden verletzt. Es entstand ein Totalschaden am Auto.

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Hallau SH: Einbrecher stehlen Tresor und flüchten mit rotem Renault Twingo

Am frühen Mittwochabend (12.11.2025) ist eine unbekannte Täterschaft in ein Einfamilienhaus an der Laamenstrasse in Hallau eingebrochen. Nebst einem Tresor mit mehreren Tausend Schweizer Franken entwendete die unbekannte Täterschaft auch das Auto der Hausbewohnerin. Die Schaffhauser Polizei sucht Zeugen.

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Kanton Bern: Falsche Polizisten und Enkeltrick – Betrüger erbeuten mehrere tausend Franken

Seit Beginn der Woche stellt die Kantonspolizei Bern eine erhöhte Anzahl von Meldungen über betrügerische Telefonanrufe fest. Es handelt sich dabei um Anrufe von falschen Polizistinnen und Polizisten sowie die Betrugsmasche des „Enkeltricks“. In vier Fällen gelang es der Täterschaft, Geld von den Opfern zu erbeuten. Es wird zur Vorsicht aufgerufen.

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Pfäffikon SZ: Bahnverkehr eingeschränkt – SBB ersetzt Züge durch Busse und leitet um

Am letzten Novemberwochende 2025 nimmt die SBB zwischen Pfäffikon SZ und Altendorf ein neues Güterüberholgleis und ein neues Stellwerk in Betrieb. Dieses ermöglicht ab Fahrplanwechsel 2025 auch an Werktagen den IC-Halbstundentakt Zürich–Chur. Für die Inbetriebnahme der neuen Anlagen müssen Bahnstrecken abschnittsweise gesperrt werden. Es verkehren Bahnersatzbusse, einzelne Züge werden umgeleitet.

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Bürglen UR: Kind auf Zebrastreifen beinahe angefahren – Polizei findet fehlbare Lenkerin

Gestern Mittwoch, 12. November 2025, kurz vor 11.45 Uhr, begab sich ein 5-jähriges Mädchen vom St. Raphaelsweg herkommend in Richtung Fussgängerstreifen, welcher am Ende des St. Raphaelswegs die Gotthardstrasse in Bürglen quert. Eine von links kommende Fahrradlenkerin sowie ein nachfolgendes Fahrzeug hielten korrekt an.

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Kapo Zürich: Rund 70 Lenker müssen nach Beleuchtungskontrolle nachbessern

Eine gute und funktionstüchtige Beleuchtung ist entscheidend. Darum hat die Kantonspolizei Zürich gestern Abend die Lichter von Autos und Co kontrolliert.

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Lichtensteig SG: Lenkerin (80) gerät auf Gegenfahrbahn – Frontalkollision mit Lkw

Am Mittwoch (12.11.2025), kurz nach 14:45 Uhr, ist es auf der Wasserfluhstrasse zu einer Frontalkollision zwischen einem Auto und einem Lastwagen gekommen. Eine 80-jährige Frau wurde unbestimmt verletzt. Es entstand Sachschaden.

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Giubiasco TI: 53-jähriger Velofahrer bei Sturz auf Passerelle schwer verletzt

Die Kantonspolizei teilt mit, dass es heute kurz vor 8 Uhr in Giubiasco zu einem Verkehrsunfall gekommen ist. Ein 53-jähriger portugiesischer Velofahrer aus dem Raum Bellinzona war auf einem Radsteg in der Via Saleggi unterwegs.

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Lenzburg AG: Eine Tonne Schmuggelfleisch und Hanfplantage mit 6'000 Pflanzen entdeckt

Bei einer Hausdurchsuchung im Raum Lenzburg haben Ermittler des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) mit Unterstützung der Kantonspolizei Aargau eine Tonne geschmuggeltes Fleisch, 6'000 Hanfpflanzen und 180 Kilogramm THC-haltige Blüten sichergestellt. Eine Person konnte festgenommen werden.

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Gümligen BE: SBB plant 450-Meter-Tunnel für reibungsloseren Zugverkehr

Die SBB plant im Auftrag des Bundes bei Gümligen einen Bahntunnel unterhalb der bestehenden Gleise zu bauen, um die Kapazität und Fahrplanstabilität im Bahnverkehr zu erhöhen. Weil die Baustellenerschliessung angepasst wurde, liegen die Pläne der Projektänderung ab 17. November 2025 öffentlich auf.

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Liestal BL: Polizei trainiert Ordnungsdienst für Einsätze bei Fussballspielen und Demos

Diese Woche steht für unsere Frontmitarbeiter ganz im Zeichen des Ordnungsdienstes. Während drei Tagen werden an Wiederholungskursen realitätsnahe Szenarien, die an Fussballspielen, Kundgebungen oder Demonstrationen vorkommen können, geübt.

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Kanton Graubünden: „Gewalt ist nicht privat“ – Aktionen gegen Tabuthema im ganzen Kanton

Menschen mit Behinderungen sind einem erhöhten Risiko ausgesetzt, Opfer von häuslicher Gewalt zu werden. Aus diesem Grund widmen sich die diesjährigen Aktionstage gegen häusliche Gewalt im Kanton Graubünden dem Thema „Gewalt gegen Menschen mit Behinderungen“. Passend zum Thema finden vom 25. November bis 10. Dezember 2025 im ganzen Kanton zahlreiche Veranstaltungen statt.

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Bern BE: Polizei beschlagnahmt Kiloweise Drogen und Luxusuhren bei Grossrazzia

Nach umfangreichen Ermittlungen im Zusammenhang mit einem Drogenhandel im zweistelligen Kilobereich hat die kantonale Staatsanwaltschaft für besondere Aufgaben Anklage gegen zwei Personen erhoben. Die kantonale Staatsanwaltschaft für besondere Aufgaben hat im Zusammenhang mit einem nationalen und internationalen Drogenhandel Anklage gegen zwei Personen erhoben. Die Ermittlungen der Kantonspolizei Bern, die seit Oktober 2024 (siehe Medienmitteilung vom 22. Oktober 2024) unter der Leitung der zuständigen Staatsanwaltschaft geführt worden waren, sind damit abgeschlossen.

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Wil SG: Polizei zeigt Präsenz im Alltag – Präventionstag sorgt für Austausch mit Bürgern

Sicherheit liegt uns am Herzen. Deshalb haben wir in Wil unseren Präventionstag durchgeführt. Mit unserer Präsenz wollten wir auch das Sicherheitsgefühl in der Stadt stärken – sichtbar, nah und im Gespräch mit den Menschen.

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Herisau AR: Polizei setzt auf reflektierende Signalfolie für bessere Sichtbarkeit im Verkehr

Das Safety Signage Team durfte erneut für die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden mit hochreflektierender Folie und der Level 2.1 Technik ein Fahrzeug beschriften. Auch das Wappentier wurde perfekt integriert.

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Liestal BL: Vier Verletzte bei Auffahrunfall mit vier Autos im Schönthaltunnel auf A22

Am Mittwochabend, 12. November 2025, kurz vor 16.45 Uhr, ereignete sich im Schönthaltunnel auf der Autobahn A22 bei Liestal in Fahrtrichtung Basel eine Auffahrkollision mit vier beteiligten Personenwagen. Gemäss den bisherigen Erkenntnissen der Polizei Basel-Landschaft fuhr ein 32-jähriger Mann mit seinem Mercedes auf der A22 Richtung Basel.

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Wetter am Donnerstag, 13.11.2025: Viel Sonne, föhnig und mild in mittleren Lagen

Die Schweiz liegt bis am Freitag am Rand einer Hochdruckzone mit Zentrum über Süd- und Osteuropa. Die Luft ist sehr trocken, abgesehen von gebietsweise feuchter Nebelluft im Mittelland. Mit einer südwestlichen Strömung wird besonders in mittleren Höhenlagen sehr milde Luft zu uns geführt. In den Alpen kommt ab Donnerstag Föhn auf.

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Thun BE: LKW schiebt Baustellen-Leitplanke auf Fahrbahn – Auto getroffen, A6 gesperrt

Am Dienstagabend (11. November 2025) ist es auf der A6 bei Thun zu einem Verkehrsunfall gekommen. Der betroffene Autobahnabschnitt war für rund eine Stunde gesperrt. Eine Autolenkerin wurde zur Kontrolle ins Spital gebracht. Dank der vorbildlichen Rettungsgasse erreichten die Einsatzkräfte rasch den Unfallort. Ermittlungen zum Unfall sind im Gang.

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Dietikon ZH: Fluchtfahrt endet nach Kollisionen – Mazedonier (40) verletzt Polizisten

Am Dienstagabend (11.11.2025) eskalierte in Dietikon eine Fluchtfahrt: Ein Mann kollidierte mit mehreren Polizeifahrzeugen und verletzte bei seiner Festnahme einen Polizisten. Gemäss den Ermittlungen wollten Drogenfahnder der Stadtpolizei Zürich kurz vor 20 Uhr den Mann in einem Personenwagen im Raum Dietikon kontrollieren.

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St.Gallen SG: Auffahrunfall im Rosenbergtunnel – 21-Jähriger bemerkt Bremsmanöver zu spät

Am Mittwoch (12.11.2025), kurz nach 7:30 Uhr, ist es auf der Autobahn A1 im Rosenbergtunnel in Richtung St. Margrethen zu einer Auffahrkollision gekommen. Durch den Unfall bildete sich Rückstau. Es entstand Sachschaden.

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Kapo Thurgau: Baden-Württemberger hospitieren bei Kriminal- und Seepolizei

Ende Oktober haben Kollegen der Polizei Baden-Württemberg im Rahmen eines Hospitationsprogramms die Kantonspolizei Thurgau besucht. Spannende Einblicke in die Einsatzabteilung, Kriminal-, Verkehrs- sowie Seepolizei und eine gemeinsame Nachtpatrouille mit der Regionalpolizei boten viel Gesprächsstoff für einen lehrreichen Austausch.

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Stadt Zug ZG: Polizistin in Ausbildung – Meryl startet bei der Zuger Polizei

Wir blicken auf Meryls ersten Tag bei der Zuger Polizei zurück und läuten damit den Beginn unserer neuen Serie ein. Begleitet Meryl und ihren Lehrgang bei ihrer vielseitigen Ausbildung zur Polizistin / zum Polizisten: mit spannenden Einblicken, grossen Emotionen und ganz viel Teamgeist.

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Schweiz: Betrug bei Online-Inseraten – Ware nach Zahlung nie geliefert

Auf Plattformen wie Ricardo, Tutti, Anibis oder Facebook Marketplace erscheinen immer wieder betrügerische Inserate. Die Betrüger locken mit tiefen Preisen und schneller Abwicklung. Nach der Vorauszahlung, meist per TWINT oder Banküberweisung, wird die bestellte Ware jedoch nie geliefert.

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Stadt Luzern LU: Bus kollidiert mit Fahrzeug – mehrere Fahrgäste verletzt

In der Stadt Luzern ist es am Dienstagabend (11. November 2025, ca. 18:45 Uhr) im Bereich des Abzweigers von der Löwen- in die Dreilindenstrasse zu einer Kollision zwischen einem vbl-Bus und einem Auto gekommen. Mehrere Personen im Bus kamen durch die Kollision zu Fall und verletzten sich leicht.

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Buttisholz LU: Anhänger löst sich, kracht durch Zaun und landet im Bachbett

Ein Sattelmotorfahrzeug fuhr am Dienstag (11. November 2025, kurz vor 07:30 Uhr) auf der Kantonsstrasse in Buttisholz in Richtung Ruswil. Im Gebiet "Stalte" löste sich aus noch unbekannten Gründen der Sachentransportanhänger.

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Emmen LU: Auto prallt nach Streifkollision frontal in Haus – zwei Personen verletzt

Am Dienstag (11. November 2025, kurz vor 14:30 Uhr) fuhr ein Autofahrer auf der Seetalstrasse in Richtung Waldibrücke. Im Bereich Seetalstrasse 200 kam es zu einer Streifkollision mit einem Auto, welches von einer ehemaligen Bushaltebucht auf die Seetalstrasse einmünden wollte.

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Volketswil ZH: Bub (6) von Lastwagen auf Fussgängerstreifen angefahren und verletzt

Bei einem Verkehrsunfall mit einem Lastwagen ist am Mittwochmorgen (12.11.2025) in Volketswil ein Sechsjähriger angefahren und verletzt worden. Gegen 8.15 Uhr fuhr ein Lastwagenchauffeur auf der Zentralstrasse in Richtung Zentrum.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.