Am Sonntagnachmittag, 9. November 2025, kam es im Kreis 6 zu einer Kollision zwischen zwei Fahrzeugen, bei der drei Personen leicht verletzt wurden.
Der Unfallfahrer und seine Begleitung verliessen den Unfallort, ohne sich um die Verletzten zu kümmern, und versuchten wenig später das Land über den Flughafen Zürich-Kloten zu verlassen. Die beiden wurden vor dem Abflug noch am Gate festgenommen.
In der Nacht auf Dienstag, 11. November 2025, ist es in Herisau zu einem Brand in einem Gewerbegebäude gekommen.
Verletzt wurde niemand. Es entstand hoher Sachschaden.
Berg am Laim (Deutschland). Am Montagnachmittag, 10. November 2025, ist es im Kreuzungsbereich Kreillerstrasse / St.-Veit-Strasse zu einem Verkehrsunfall gekommen, bei dem mehrere Personen zum Teil schwer verletzt wurden.
Ein Kleinkind erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen.
In Gais hat am Montag, 10. November 2025, eine unbekannte Täterschaft einen Einbruch in ein Wohnhaus verübt.
Die Täterschaft konnte die Liegenschaft unerkannt wieder verlassen.
Am Montagabend, 10. November 2025, ist es in Gais zu einem Selbstunfall mit einem Teleskoplader gekommen.
Der Fahrzeugführer blieb unverletzt. Das Fahrzeug kam auf der Seite liegend zum Stillstand und erlitt hoher Sachschaden.
An der Baslerstrasse in Olten haben Unbekannte in der Nacht auf Dienstag, 11. November 2025, mit einem Auto als Rammbock einen Einbruch in eine Bijouterie verübt.
Dabei kam es zu einer Auseinandersetzung mit dem Geschäftsinhaber, welcher dabei verletzt wurde.
Am Montag, 10. November 2025, hat sich in Bühler bei einem Sachentransportanhänger ein Rad gelöst.
Ein Auto wurde von diesem getroffen. Verletzt wurde niemand. Es entstand Sachschaden.
Bei einer Kollision mit einem Auto verletzte sich am Montagabend in Amriswil eine E-Bike-Fahrerin leicht bis mittelschwer.
Sie wurde ins Spital gebracht.
Bei der Kontrolle einer Frachtsendung aus den USA am Flughafen Zürich haben Mitarbeitende des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) 128 Kilogramm Haschisch sichergestellt.
Die Absuche von insgesamt 144 verdächtigen Kartons mit einem Betäubungsmittelspürhund verlief positiv. Bei genauerer Betrachtung entdeckten die BAZG-Mitarbeitenden die Drogen verteilt in 30 Kartons.
Am Montag, 10. November 2025, ist es in Herisau zu einem Verkehrsunfall zwischen zwei Autos gekommen.
Eine Person verletzte sich dabei. Es entstand Sachschaden.
Eine unbekannte Täterschaft ist gewaltsam in drei Autogaragen eingebrochen und hat zwei Fahrzeuge entwendet.
Die Zuger Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Am Montagnachmittag (10. November 2025, nach 16:45 Uhr) kam es auf der Sagenfeldstrasse in Dagmersellen zu einer Kollision zwischen einem Motorradfahrer und einem E-Bikefahrer.
Beide wurden verletzt. Der E-Bikefahrer wurde mit einem Rettungshelikopter ins Spital geflogen.
Am Dienstagmorgen (11. November 2025, ca. 07:15 Uhr) wurde auf der Neuenkirchstrasse im Ortsteil Emmenbrücke eine Fussgängerin von einem Auto erfasst und verletzt.
Der Rettungsdienst 144 brachte die Frau ins Spital.
Die umfassende Sanierung der zweiten Röhre des Gubristtunnels ist abgeschlossen.
Wie das Bundesamt für Strassen (ASTRA) mitteilt, soll die modernisierte Tunnelröhre Anfang Dezember 2025 wieder für den Verkehr freigegeben werden.
Am Montagabend, 10. November 2025, gegen 17.15 Uhr, erhielt die Einsatzleitzentrale der Kantonspolizei Schwyz die Meldung, wonach es aus einer Wohnung in der Mülihalden in Küssnacht am Rigi stark rauchen würde.
Die sofort ausgerückten Einsatzkräfte evakuierten das Gebäude und stellten in einer Wohnung Rauch fest.
Am Montag (10.11.2025), zwischen 14:15 Uhr und 18:15 Uhr, ist eine unbekannte Täterschaft in eine Wohnung eines Mehrfamilienhauses an der Neudorfstrasse eingebrochen.
Sie verschaffte sich durch eine Terrassentür gewaltsam Zutritt ins Innere der Wohnung.
Zwischen Freitag und Montagabend (10.11.2025) ist eine unbekannte Täterschaft in ein Verkaufsgeschäft an der Hauptstrasse eingebrochen.
Sie verschaffte sich durch ein Fenster gewaltsam Zutritt ins Innere des Gebäudes.
Ein Einsatz gestern hat einmal mehr gezeigt, was Teamarbeit bedeutet!
Zusammen mit der Rettungswache Binzen waren wir im Einsatz – professionell, schnell und mit grossem Engagement.
Bei einem speziellen Ausbildungstag trainierte die Höhenrettung der Berufsfeuerwehr Biel gemeinsam mit der Ambulanz Biel (ARB AG) verschiedene Szenarien in schwierigem Gelände.
Das Ziel: Personen auch in unwegsamem Gelände sicher und effizient retten – mit perfekter Abstimmung zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst.
In Chur ist es auf der Salvatorenstrasse zu einer Kollision zwischen einem E-Scooterfahrer und einem Motorradfahrer gekommen.
Der E-Scooterfahrer wurde dabei verletzt.
Am Montag, 10. November 2025, um 17:35 Uhr kam es auf der N20 bei Valangin zu einer Kollision mit drei Fahrzeugen.
Die Autobahn musste bis 19:55 Uhr gesperrt werden, was zu erheblichen Verkehrsbehinderungen in den Seyon-Schluchten führte.
Am frühen Montagabend (10.11.2025) hat sich ein Fahrzeugbrand in der Stadt Schaffhausen ereignet, wobei niemand verletzt wurde.
Am Auto entstand Totalschaden.
Ein Zwischenhoch hat die Luftmasse im Alpenraum abgetrocknet, einzig die Grundschicht im Flachland ist weiterhin angefeuchtet. Ein Tief bei Schottland steuert eine Störung über Westeuropa, deren Ausläufer in der Nacht auf Dienstag auch die Alpennordseite streifen.
In der Folge liegt die Schweiz am Rande eines Hochs mit Kern über Ost- und Südeuropa. Mit einer südwestlichen Strömung wird besonders in mittleren Höhenlagen sehr milde Luft zu uns geführt.
Ein etwas anderer Einsatz beim Zoll in Bardonnex!
Bei der Kontrolle eines Pferdetransports kümmerten sich unsere Mitarbeitenden um eines der Tiere, während der Fahrer die beiden anderen Pferde verlud.
Am Donnerstagnachmittag wurde der Feuerwehr Unterägeri Rauchgeruch an der Seestrasse gemeldet.
Nach einer gründlichen Rekognoszierung durch die Einsatzkräfte konnte vor Ort weder Rauch noch Feuer festgestellt werden. Es waren keine weiteren Massnahmen erforderlich.
Absturzsicherungsübung: Am Freitag durften wir mit der Gruppe Absturzsicherung bei der Firma Leimholz Haag im Hochregallager trainieren.
Zwei verunfallte Arbeiter in über zehn Metern Höhe galt es zu retten.
Am Montagmorgen kam es in Würenlos zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Fahrrad.
Der 28-jährige Velofahrer wurde schwer verletzt und in kritischem Zustand ins Spital gebracht. Die genauen Umstände der Kollision sind derzeit noch unklar.
Aufgrund einer nicht berücksichtigten Fahrzeughöhenbegrenzung ist ein Sattelmotorfahrzeug unter einer Eisenbahnbrücke stecken geblieben.
Durch herabfallende Fahrzeugteile wurde ein Velofahrer verletzt.
Am Sonntagnachmittag wurde in Weinfelden ein fahrunfähiger Autofahrer nach mehrfachen Verstössen gegen das Strassenverkehrsgesetz aus dem Verkehr gezogen.
Die Kantonspolizei Thurgau sucht Zeugen.
Zebi 2025 – Wir sagen DANKE!
Vom 06. bis 09. November 2025 fand die Zentralschweizer Bildungsmesse (Zebi) auf der Messe Allmend in Luzern statt – und wir waren mit voller Energie mit dabei!
Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei teilen mit, dass am 6. November 2025 im Rahmen einer Ermittlung in Zusammenarbeit mit dem Drogendienst der Stadtpolizei Bellinzona eine 33-jährige Schweizerin verhaftet wurde.
Die Frau mit Wohnsitz in der Region Bellinzona steht im Verdacht, in den lokalen Drogenhandel – insbesondere mit Kokain und Heroin – involviert zu sein.
In Bellinzona fand am 10. November 2025 das halbjährliche Treffen zwischen der Leitung der Kantonspolizei Tessin und den Vertreterinnen und Vertretern der Personalverbände statt.
Das Treffen verlief in einem von Dialog geprägten Klima und diente der Weiterführung eines seit Jahren etablierten Austauschs über zentrale Anliegen des Polizeikorps.
Die Kantonspolizei Basel-Stadt verzeichnete auch in diesem Jahr einen insgesamt friedlichen Verlauf der Herbstmesse.
Die Einsatzkräfte waren sowohl in Uniform als auch in Zivil auf dem Messegelände präsent. Es mussten nur vereinzelt Streitigkeiten geschlichtet werden.
Sicherheit durch Sichtbarkeit – Rückblick auf den Tag des Lichts
Bereits zum zehnten Mal veranstaltete die Kantonspolizei Glarus am nationalen Tag des Lichts vom 6. November 2025 ihre jährliche Standaktion auf dem Rathausplatz Glarus.
Im Kanton Neuenburg wurden erneut Festnahmen im Zusammenhang mit Betrugsfällen durch Amtsanmassung vorgenommen.
Dieses anhaltende Phänomen unterstreicht die Wichtigkeit von Wachsamkeit und Prävention.
Auf einem Fussgängerstreifen wurde am 23. Oktober 2025 ein Fussgänger angefahren – die Polizei sucht Zeugen.
Am Donnerstag, 23. Oktober 2025 kurz nach 12.00 Uhr ging ein 39-jähriger Mann über den Fussgängerstreifen beim Hirschbergkreisel in Appenzell.
Verkehrserziehung kann auch spannend, unterhaltsam und vielseitig sein.
Das zeigt das Puppentheater «tiramisü», das in diesem Jahr an zwei Tagen aufgeführt wurde. Das Ensemble bietet den Urner Kindergartenkindern eine besondere Form der Verkehrserziehung und ergänzt damit das bestehende Angebot der Kantonspolizei Uri.
Am Samstag (8. November 2025, ca. 12:45 Uhr) fuhr ein Autofahrer auf der Strasse Fläcke in Beromünster in Richtung Luzernerstrasse.
Gleichzeitig fuhr eine Autofahrerin aus einem Parkfeld. Bei diesem Manöver kam es zur Kollision zwischen den beiden Autos.
Ein Autofahrer fuhr am Samstag (8. November 2025, kurz nach 22:00 Uhr) von der Hitzkircherstrasse in den Kreisel in Gelfingen.
Dabei fuhr er frontal gegen die Seite eines Autos, welches bereits im Kreisverkehr fuhr.
Ein Autofahrer bemerkte am Sonntag (9. November 2025, ca. 18:20 Uhr) während der Fahrt Brandgeruch in seinem Auto.
Als er an der Friedentalstrasse anhielt, stellte er Feuer im Motorraum fest.
An der Frohburgstrasse bei der Universität Luzern ist am Sonntagabend (9. November 2025, ca. 19.40 Uhr) ein Autofahrer gegen ein parkiertes Auto gefahren.
Dabei entstand geringer Sachschaden.
Am Montagmorgen (10. November 2025, kurz vor 07:00 Uhr) ist es auf der Autobahn A14 in Fahrtrichtung Süden nach der Einfahrt Buchrain zu einem Auffahrunfall gekommen.
Insgesamt waren drei Lieferwagen und ein Auto involviert.
Eine Autofahrerin fuhr am Montagmorgen (10. November 2025, ca. 10:10 Uhr) auf die Autobahneinfahrt Gisikon in Richtung Luzern.
Aus noch ungeklärten Gründen geriet ihr Fahrzeug dann eingangs des Beschleunigungsstreifens in Brand.
Die Kantonspolizei Zürich hat am Montagmorgen (10.11.2025) in Würenlos nach einer Verfolgungsfahrt, mit Unterstützung der Kantonspolizei Aargau, zwei Personen festgenommen.
Diese hatten versucht, sich einer Kontrolle durch Flucht zu entziehen und dabei einen Selbstunfall verursacht.
Täglich sind in der Schweiz tausende Kinder auf ihrem Schulweg unterwegs – zu Fuss, mit dem Velo oder mit dem Bus. Gerade Kreuzungen und Bushaltestellen gehören dabei zu den gefährlichsten Orten. Hier treffen verschiedene Verkehrsteilnehmer aufeinander, und das Geschehen ist oft unübersichtlich. Kinder sind besonders gefährdet, weil sie Geschwindigkeiten und Entfernungen noch nicht sicher einschätzen können.
Der folgende Beitrag zeigt, wie Eltern, Lehrpersonen und Polizei auf dem Schulweg unterstützen.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.