Schweiz

Buochs NW: Drogen und Deliktsgut – 35-jähriger Schweizer nach Einbruch gefasst

Am Mittwoch, 22. Oktober 2025, um 07:25 Uhr erhielt die Kantonspolizei Nidwalden die Meldung eines aufmerksamen Bürgers aus Buochs NW, der eine unbekannte männliche Person überraschte, die in seine Wohnung eingebrochen war. Aufgrund dieser Meldung rückten mehrere Patrouillen der Kantonspolizei Nidwalden aus und nahmen die Fahndung nach der flüchtigen Person auf.

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Zentralschweiz: Polizei startet Aktion gegen Einbrecher zur Winterzeit

Mit der dunklen Jahreszeit steigt traditionell die Zahl der Einbrüche. Die früh einsetzende Dämmerung nutzen Täter gezielt, um in Häuser und Wohnungen einzudringen – oft in den frühen Abendstunden, wenn noch niemand zu Hause ist.

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Wetter am Donnerstag, 23.10.2025: Sturm, Regen, Abkühlung – turbulenter Herbsttag

Die Schweiz liegt am Südrand eines Tiefdruckgebiets mit Zentrum nördlich der Britischen Inseln. Mit einer starken westlichen Höhenströmung gelangt feuchtmilde Atlantikluft zum Alpenraum. Am Donnerstag zieht ein in die Westströmung eingelagertes Randtief unter rascher Verstärkung vom Ärmelkanal zur Nordsee. Damit wird eine Sturmphase eingeleitet und eine Kaltfront überquert im Tagesverlauf die Schweiz von West nach Ost. Dahinter hält die starke Westströmung noch bis Freitagmorgen an und es fliesst kühlere und labile, jedoch etwas weniger feuchte Luft zur Alpennordseite.

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Schaffhausen: Wildtier-Kollisionen nehmen zu – Polizei startet Herbstkampagne

Im Herbst werden die meisten Kollisionen von Motorfahrzeugen mit Wildtieren verzeichnet. Durch die Zeitumstellung beginnt es noch früher zu dämmern und das Risiko für Zusammenstösse steigt. Da hilft nur: Tempo reduzieren und noch aufmerksamer fahren. Die Jagd- und Fischereiverwaltung Schaffhausen lanciert in Zusammenarbeit mit der Schaffhauser Polizei eine Kampagne zur Sensibilisierung der Verkehrsteilnehmer.

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La Chaux-de-Fonds NE: Auto erfasst Mädchen (12) auf Fussgängerstreifen

Am Mittwoch, 22. Oktober 2025, gegen 07:45 Uhr, fuhr eine 33-jährige Autofahrerin aus dem Département Doubs (Frankreich) auf der Rue Numa-Droz in La Chaux-de-Fonds in westlicher Richtung. Auf Höhe der Hausnummer 160 übersah die Lenkerin ein 12-jähriges Mädchen aus La Chaux-de-Fonds, das sich bereits auf dem Fussgängerstreifen befand.

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Gächlingen SH: Roter Audi SQ5 entwendet – zudem zwei E‑Bikes aus offenen Garagen

In der Nacht auf Dienstag (21.10.2025) hat eine unbekannte Täterschaft in Gächlingen einen Einbruchdiebstahl verübt. Zudem wurden im gleichen Zeitraum – ebenfalls in Gächlingen - ein Auto und zwei E-Bikes aus unverschlossenen Garagen gestohlen.

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Lütisburg SG: Auto kollidiert mit Lastwagen – 250 Liter Diesel laufen in die Thur

Am Mittwoch (22.10.2025), kurz vor 07:30 Uhr, ist es auf dem Thurstich zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Lastwagen gekommen. Dabei wurde der Dieseltank des Lastwagens aufgerissen. Rund 250 Liter Diesel flossen in der Folge auf die Strasse und teilweise auch in die Thur. Für die Reinigungsarbeiten musste die Toggenburgerstrasse phasenweise komplett gesperrt werden. Es kam zu Verkehrsbehinderungen.

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Basel-Landschaft: Polizei stellt SMS-Blaster sicher – nun werden Geschädigte gesucht

Das National Cyber Security Centre (NCSC) warnt aktuell vor SMS-Blastern. Diese Geräte täuschen vor, Mobilfunkmasten zu sein. Telefone in der Umgebung verbinden sich darauf mit dem SMS-Blaster. Anschliessend werden an diese Telefone gefälschte SMS verschickt. In der vergangenen Woche konnte die Polizei Basel-Landschaft einen solchen SMS-Blaster sicherstellen. Eine Person wurde festgenommen. Die Polizei Basel-Landschaft sucht nun Geschädigte.

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Hägendorf SO / A2: Auto durchbricht Leitplanke – Crash mit fünf Fahrzeugen auf der Autobahn

Auf der Autobahn A2 bei Hägendorf hat sich am Mittwochmorgen, 22. Oktober 2025, ein Verkehrsunfall mit fünf beteiligten Autos ereignet. Drei davon waren direkt in den Unfall verwickelt, zwei weitere wurden durch Trümmerteile beschädigt. Verletzt wurde niemand. Aufgrund dieses Ereignisses kam es sowohl in Richtung Basel wie auch in Richtung Luzern zu Verkehrsbehinderungen.

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St.Gallen SG: 77-Jährige übersieht E-Bike – Kollision bei Kreisel endet mit Spitaleinweisung

Am Dienstagvormittag (21.10.2025) hat eine Autofahrerin auf der Bildstrasse bei der Kreiseleinfahrt eine E-Bike-Fahrerin übersehen. Durch die Kollision stürzte die Zweiradfahrerin und wurde leicht verletzt durch die Rettung ins Spital gebracht.

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Schweiz: Betrügerische E-Mails locken mit ChatGPT-Abo – Zahlungsdaten in Gefahr

Betrügerische E-Mails behaupten, es habe Probleme bei der Abbuchung der Kreditkarte für das ChatGPT-Konto gegeben. Sie fordern zu einer sofortigen Zahlung auf.

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Beringen SH: Dreifachcrash auf der H13 – 45-jähriger Autofahrer leicht verletzt

Am Dienstagnachmittag (21.10.2025) hat sich auf der H13 in Beringen eine Kollision zwischen drei Autos ereignet. Dabei wurde ein Autofahrer leicht verletzt. An den drei Unfallautos entstand Sachschaden in der Höhe von mehreren zehntausend Franken.

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Zürich ZH: Kapo rüstet mit 230 neuen Tasern auf – Einsatzkreis wird erweitert

Die Kantonspolizei kann den Kreis der Korpsangehörigen, die zum Einsatz von Destabilisierungsgeräten ("Tasern") berechtigt sind, erweitern: Der Regierungsrat hat auf Antrag des Sicherheitsdirektors für die Ersatzbeschaffung des bewährten Einsatzmittels samt Zubehör und Kartuschen eine gebundene Ausgabe von 2,9 Mio. Franken bewilligt.

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Schaffhausen SH: 20-Jähriger klaut Taschentücher im Bahnhof – Festnahme

Am Dienstagmittag (21.10.2025) hat die Schafhauser Polizei am Bahnhof Schaffhausen einen Mann verhaftet. Dieser steht unter dringendem Tatverdacht kurz zuvor Waren aus einem Laden geklaut zu haben und sich in der Folge renitent gegenüber Polizistinnen und Polizisten verhalten zu haben. Der Vorfall ist Gegenstand laufender Ermittlungen der Schaffhauser Polizei.

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Werdenberg SG: Velofahrer (63) bei Kollision mit Auto im Kreisel verletzt

Am Dienstag (21.10.2025), kurz nach 12:15 Uhr, ist es auf der St. Gallerstrasse zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Velo gekommen. Ein 63-jähriger Velofahrer wurde eher schwer verletzt. Es entstand Sachschaden.

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Gossau SG: 25-jähriger Schweizer begeht zwei Raubüberfälle in 15 Minuten

Am Dienstag (21.10.2025), kurz vor 15 Uhr und kurz vor 15:15 Uhr, hat die Notruf- und Einsatzleitzentrale St.Gallen nacheinander zwei Meldungen von Raubüberfällen erhalten. Ein vorerst unbekannter Mann bedrohte zuerst in einer Tankstelle und anschliessend in einem Kiosk die anwesenden Mitarbeitenden. Er flüchtete jeweils ohne Deliktsgut. Die Kantonspolizei St.Gallen leitete umgehend eine Fahndung ein und konnte den mutmasslichen Täter, einen 25-jährigen Schweizer, wenige Minuten später festnehmen. Der Amtsarzt verfügte eine Fürsorgerische Unterbringung.

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Sargans SG: Sauna-Steuergerät brennt – technischer Defekt löst Kellerbrand aus

Am Dienstag (21.10.2025), kurz nach 17 Uhr, hat die Notruf- und Einsatzleitzentrale St.Gallen die Meldung von Rauch aus einem Einfamilienhaus an der Proderstrasse erhalten. Die ausgerückten Einsatzkräfte stellten glücklicherweise kein offenes Feuer mehr fest.

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Muttenz BL: Frau (76) gerät auf Gegenfahrbahn – tödlicher Frontalcrash mit Lastwagen

Am Dienstagnachmittag, 21. Oktober 2025, kurz vor 13.30 Uhr, kam es auf der Rheinfelderstrasse in Muttenz BL zu einer Frontalkollision zwischen einem Personenwagen und einem Lastwagen. Eine Person wurde dabei tödlich verletzt.

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Bilten GL: 69-Jähriger verliert Kontrolle über E-Bike – Sturz mit schweren Verletzungen

Am Dienstag, 21. Oktober 2025, ca. 15.30 Uhr, ereignete sich bei der Kreuzung Tschachenstrasse / Schäniserstrasse in Bilten ein Verkehrsunfall. Ein 69-jähriger E-Bike-Lenker war auf der Schäniserstrasse auf dem Trottoir in Richtung Bilten unterwegs, als er aus noch ungeklärten Gründen die Kontrolle über das E-Bike verlor und stürzte.

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St.Gallen: Hanspeter Krüsi geht nach 17 Jahren bei der Kapo – Polizei.news sagt "Danke"

Am 22. Oktober 2025, kurz nach 8 Uhr morgens, kam eine besondere E-Mail über die Medienverteilerliste der Kantonspolizei St.Gallen: Es war die letzte Medienmitteilung von Hanspeter Krüsi – nach über 20'000 versendeten Nachrichten, zahllosen Gesprächen mit Medienvertretern und fast zwei Jahrzehnten als Stimme der Polizei. Seit dem 1. Februar 2009 prägte Hanspeter Krüsi als Leiter Kommunikation das Bild der Kantonspolizei St.Gallen in der Öffentlichkeit – ehrlich, klar und verlässlich.

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Zug ZG: Polizei lädt an Messe zum "Spiel des Lebens" – Prävention vom Kind bis ins Alter

An der diesjährigen Zuger Messe lädt die Zuger Polizei ein, das Thema Sicherheit in allen Lebensphasen zu erleben. Auf spielerische Art wird gezeigt, wie man von digitalen Herausforderungen bis hin zu betrügerischen Anrufen sicher durchs Leben geht.

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Uster ZH: Polizei misst 402 Tempoverstösse in Riedikon – Spitze bei 50 km/h statt 30

Nach Meldungen über überhöhte Geschwindigkeit in Riedikon führte die Stadtpolizei Uster am vergangenen Sonntag eine gezielte Geschwindigkeitskontrolle im Innerortsbereich durch. Am 19. Oktober 2025 führte die Stadtpolizei Uster bei trockenen und teilweise sonnigen Bedingungen eine Geschwindigkeitskontrolle auf der Riedikerstrasse in Riedikon durch.

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Sitten VS: Kapo sichert Rallye du Valais – gezielte Kontrollen entlang der Rennstrecke

Anlässlich der Rallye International du Valais verstärkt die Kantonspolizei Wallis ihre Präsenz, um die Sicherheit sowohl auf den Strassen als auch entlang der Rennstrecke zu gewährleisten. Dieses traditionsreiche Herbstevent zieht jedes Jahr zahlreiche Motorsportbegeisterte sowie renommierte Fahrer und Beifahrer an. Damit die Veranstaltung ein voller Erfolg bleibt, steht die Sicherheit an oberster Stelle.

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Luxuswagen kracht gegen Baum: Frontbereich völlig zerstört – Lenker erheblich verletzt

Thalgau (Österreich). Am 21. Oktober um 19:05 Uhr wurde die Feuerwehr Thalgau mit dem Löschzug Unterdorf von der LAWZ Salzburg mittels Pager zu Aufräumarbeiten nach einem Verkehrsunfall alarmiert. Auf der Fuschler Straße bei Kilometer 3,4 geriet ein Luxuswagen von der Fahrbahn ab und krachte mit der Beifahrerseite gegen einen Baum am Straßenrand.

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Einbrüche in der dunklen Jahreszeit – so beugen Sie vor

Wenn die Tage kürzer werden, steigt jedes Jahr auch die Zahl der Einbrüche. Sobald es früher dunkel wird, nutzen Täter die Dämmerung, um unbemerkt in Häuser und Wohnungen einzudringen. Besonders im Herbst und Winter, wenn viele Menschen erst nach Einbruch der Dunkelheit von der Arbeit zurückkehren, herrscht Hochsaison für Einbrecher. Wissenswertes und Tipps, mit welchen Massnahmen Sie sich wirkungsvoll schützen, hat polizei.news gemeinsam mit der Kantonspolizei St. Gallen zusammengestellt.

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Siglistorf AG: Auto stürzt 100 Meter Abhang hinunter – Lenker von Feuerwehr gerettet

Ein Automobilist kam am Dienstag ausserhalb von Siglistorf von der Strasse ab. Der Wagen stürzte einen bewaldeten Abhang hinunter und blieb hängen. Die Feuerwehr befreite den unverletzten Lenker.

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Basel BS: Velofahrer (82) stirbt bei Selbstunfall auf Münchensteinerstrasse

Auf der Münchensteinerstrasse kam es am Dienstagnachmittag zu einem tödlichen Selbstunfall eines Velofahrers. Die Polizei sucht Zeugen.

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Wetter am Mittwoch, 22.10.2025: Bewölkung, Regen und milde Luft – Tagesverlauf stürmisch

Die Schweiz liegt am Südrand eines umfangreichen Tiefdruckgebiets über den Britischen Inseln in einer zunehmenden westlichen Höhenströmung. Diese führt schubweise feuchte und milde Atlantikluft zu unserem Land. Am Donnerstag zieht ein Randtief unter rascher Verstärkung vom Ärmelkanal zur Nordsee. Sein Sturmfeld erfasst auch die Alpennordseite und im Laufe des Tages steuert es eine Kaltfront über die Schweiz hinweg. In der Folge fliesst kühlere Luft nach.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.