Die Schweiz liegt im Einflussbereich eines umfangreichen Hochdruckgebiets über dem Atlantik. In der Nacht auf Donnerstag sorgt eine schwache Störung eines Tiefs über dem Nordmeer auf der Alpennordseite für eine Anfeuchtung der unteren Luftschichten.
Bereits auf Freitag nimmt der Hochdruckeinfluss erneut zu und trocknet die Luft im Alpenraum wieder ab, es bleibt allerdings eine feuchte Grundschicht zurück.
Der Oktober zeigt sich in der Schweiz von seiner wechselhaften Seite. Noch vor wenigen Tagen lag auf vielen Höhenlagen Schnee, heute fährt man bei 16 Grad durch farbenfrohe Herbstlandschaften. Genau in dieser wettertechnischen Grauzone liegt die Herausforderung für Verkehrsteilnehmer.
Wie schnell können sich Bedingungen ändern, wie gross sind die Risiken durch fehlende Vorbereitung? Polizei.news-Markenbotschafter Antoni Spitaleri, vielen bekannt als "DerToni", bringt diese Themen im aktuellen Polizei.news-Livestream auf den Punkt.
Mainaschaff, Bayern (Deutschland): Am Dienstagabend (07.10.2025) kam es zu einem Vorfall in einem Metallverarbeitungsbetrieb.
Hier kam es zum Austritt von giftigen Gasen. Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei sind mit einem Großaufgebot vor Ort.
Liebenau, Steiermark (Österreich). Mittwochfrüh, 8. Oktober 2025, kenterte im Bereich der Murbrücke der Südautobahn (A2) ein mit drei Personen besetztes Boot.
Zwei Personen konnten gerettet werden, eine Person wird derzeit noch vermisst.
Im Kanton Glarus häufen sich derzeit Meldungen über eine neue Betrugsmasche:
Verkäuferinnen und Verkäufer, die Waren auf Kleinanzeigenplattformen anbieten, werden von angeblichen Kaufinteressenten kontaktiert.
Die Rega ist nicht nur für Menschen im Einsatz – auch Tiere, besonders Kühe auf der Alp, zählen auf unsere Hilfe.
Was genau ein Contadino-Einsatz ist, erklärt dir unser Flughelfer Jonas im Video.
Startklar für die Zukunft im Blau!
Heute haben 31 motivierte Aspirantinnen und Aspiranten ihre zweijährige Polizeiausbildung an der IPH Hitzkirch gestartet.
Seit dem 22. September bis zum 25. Oktober 2025 rückt die Kampagne "Unsichtbarer Menschenhandel" eine oft verborgene Realität in den Fokus.
Im Zentrum stehen Fragen wie: Welche Verbindung besteht zwischen Menschenhandel und unserem Konsumverhalten?
Das Spiel der Kantonspolizei Solothurn freut sich als Gastformation für das 47. Jahreskonzert unter dem Motto "Milestones" die Tambouren Erlinsbach im Konzertsaal begrüssen zu dürfen.
Sei dabei und erlebe die kunstvolle Verbindung von kraftvollen Schlägen und harmonischen Melodien – für einen Rhythmus, der bewegt, und Meilensteine, die damit gesetzt werden.
Am Mittwoch, 08. Oktober 2025, ca. 12.30 Uhr, ereignete sich auf der Landstrasse, Höhe Passerelle, ein Auffahrunfall.
Ein 72-jähriger Autolenker war in Netstal Richtung Glarus unterwegs und bemerkte das Anhalten des vor ihm fahrenden Fahrzeugs nicht, worauf es zur Kollision kam.
Auf der A2 in Fahrtrichtung Gotthard hat sich zwischen Quinto und dem Rastplatz vor der Dosierstelle Airolo ein rund drei Kilometer langer Stau gebildet.
Grund dafür ist eine Überlastung des Verkehrsaufkommens.
Die Gebirgsspezialisten halten durch, wo andere aufgeben.
Wenn der Fels steil, der Weg schmal und das Wetter launisch wird, sind die Gebirgsspezialisten der Abteilung 1 im Element.
An seiner Sitzung vom 8. Oktober 2025 hat der Bundesrat die «Gesamtkonzeption Weltraum» der Armee zur Kenntnis genommen.
Sie zeigt auf, welche Fähigkeiten die Armee im Weltraum bis Mitte der 2030er-Jahre aufbauen wird, um die Verteidigungsfähigkeit stärken und sicherheitsrelevante Dienste für die Schweiz bereitstellen zu können.
Am Dienstagabend kam es in Zollbrück zu einem Verkehrsunfall zwischen zwei Autos.
Es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Ermittlungen zum Unfall sind im Gang.
Am Mittwoch (08.10.2025), um 10:15 Uhr, ist auf der Ausfahrt A3 von Zürich in Richtung Sargans ein Auto in Brand geraten.
Eine Patrouille der Kantonspolizei St.Gallen bemerkte das stillstehende Auto.
Am Dienstagabend, 7. Oktober 2025, musste die Feuerwehr Stützpunkt Schwyz kurz vor 20 Uhr wegen eines Fahrzeugbrandes ausrücken.
Ein 25-jähriger Mann war in Rickenbach auf der Ibergereggstrasse in Fahrtrichtung Ibergeregg unterwegs, als er Brandgeruch wahrnahm und der Motor seines PWs zu stottern begann.
Immer wieder tauchen Internetseiten auf, die Tickets für Festivals, Märkte oder andere Events anbieten.
Sie werben mit stimmungsvollen Bildern, emotionalen Botschaften und scheinbar attraktiven Preisen.
Am Mittwochmorgen ist es in Ipsach zu einem Verkehrsunfall gekommen. Dabei ist ein Lieferwagen auf die Bahngeleise geraten.
Es wurde niemand verletzt. Diverse Infrastrukturen wurden dabei beschädigt.
Der Pragelpass verbindet das Muotatal im Kanton Schwyz mit dem Klöntal im Kanton Glarus. Er liegt auf einer Höhe von rund 1‘550 Metern und führt durch eine landschaftlich eindrucksvolle Region der Zentralschweiz. Bekannt ist der Pass für seine spektakulären Ausblicke auf die umliegenden Berge und Täler und die besondere Ruhe, da er an Wochenenden für den motorisierten Verkehr gesperrt ist. Dadurch wird der Pragelpass vor allem für Velofahrende, Wandernde und Naturliebende zu einem beliebten Ziel.
Im folgenden Beitrag erfahren Sie mehr über die vielfältige Natur und Landschaft rund um den Pragelpass, seine kulturelle Bedeutung, die zahlreichen Möglichkeiten für Aktivitäten und Erlebnisse sowie wichtige Aspekte der Verkehrssicherheit und Prävention auf dieser alpinen Passstrasse.
Beim sechsten Sonntagspikett trainierten die Angehörigen der Feuerwehrmiliz mit speziellem Fokus auf zwei Themenbereiche.
Im Zentrum standen das Eurofire-Tanklöschfahrzeug für Maschinisten und neues Material auf dem Chemiewehr-Fahrzeug.
Auf der Boningerstrasse in Kappel hat am Dienstagabend, 7. Oktober 2025, ein Automobilist die Kontrolle über sein Auto verloren und ist eine Mauer mit Zaun geprallt.
Als Unfallursache steht ein medizinisches Problem des Automobilisten im Vordergrund.
Die Kantonspolizei Zürich hat am Dienstag (07.10.25) in Oberentfelden einen Mann verhaftet, in dessen Fahrzeug über drei Kilogramm Kokain versteckt waren.
Der Mann steht im Verdacht, Drogen aus dem Ausland in die Schweiz geschmuggelt zu haben.
Das Safety Signage Team hat erneut ein Fahrzeug für die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden mit hochreflektierender Folie und Level 2.1 Technik beschriftet.
Das Wappentier wurde dabei perfekt integriert.
Während einer Trainingseinheit hat der junge Zollhund Albus (er ist schon ganz schön gewachsen, oder?) neue tierische Freunde kennengelernt.
Der Bioparc Genf ist ein Tierpark, der sich dem Schutz bedrohter Arten widmet – und Besucher für die Bedeutung des Artenschutzes sensibilisiert.
Am Dienstag, 07. Oktober 2025, ca. 16:45 Uhr, ereignete sich bei der Verzweigung Schulhausstrasse / Hauptstrasse ein Verkehrsunfall.
Ein 70-jähriger Fahrzeuglenker fuhr auf der Schulhausstrasse und hielt sein Fahrzeug bei der Verzweigung an.
Mutmasslich wegen Missachtung des Vortritts hat sich am Dienstagmorgen, 7. Oktober 2025, auf der Neckarsulmstrasse in Grenchen eine seitlich-frontale Kollision zwischen zwei Autos ereignet.
Zwei Personen wurden dabei leicht bis mittelschwer verletzt.
Eine sichere Hundebox schützt nicht nur das Tier, sondern auch die Fahrzeuginsassen.
Der Hundeboxentest des TCS weist deutliche Qualitätsunterschiede zwischen den getesteten Modellen auf, insbesondere beim Kriterium Sicherheit.
Am Dienstag (07.10.2025), um 13 Uhr, hat die Notruf- und Einsatzleitzentrale St.Gallen die Meldung von einem Brand eines Elektrogeräts in einer Wohnung an der Bildfeldstrasse erhalten.
Die ausgerückte Feuerwehr konnte den Brand in der Küche rasch löschen.
An der Zugerstrasse in Neuägeri sind Reparaturarbeiten am Belag notwendig.
Die Arbeiten dauern vom Montag, 6. Oktober 2025, bis voraussichtlich Mittwoch, 22. Oktober 2025.
Am Dienstagnachmittag kurz nach 15 Uhr ist es im Klettergebiet von Ponte Brolla zu einem Unfall gekommen.
Ein 47-jähriger Schweizer aus dem Kanton Bern stürzte rund 12 Meter in die Tiefe und wurde schwer verletzt.
Bei einem Polizeieinsatz ist am Dienstagabend (07.10.2025) in Oetwil am See ein Mann verhaftet worden.
Der 34-Jährige hatte Familienmitglieder bedroht und wurde von der Polizei überwältigt.
Ein Hochdruckgebiet mit Zentrum knapp nördlich der Schweiz bestimmt heute unser Wetter. Mit allmählich nachlassenden nördlichen Höhenwinden gelangt vor allem in der Höhe sehr milde Luft zu uns.
Am Mittwoch verflacht sich das Hochdruckgebiet, es bleibt aber mit trockener und milder Luft wetterbestimmend. In der Grundschicht nimmt die Neigung für Nebel und Hochnebel zu.
Am Montag, 06. Oktober 2025, ca. 13.30 Uhr, kam es auf der Schäniserstrasse in Bilten zu einem Verkehrsunfall.
Ein Autofahrer übersah einen Lieferwagen – es kam zur Kollision, verletzt wurde niemand.
Am Montag, 06. Oktober 2025, ca. 15.30 Uhr, kam es auf der Hauptstrasse in Mitlödi zu einem Auffahrunfall zwischen zwei beteiligten Fahrzeugen.
Eine Lenkerin wurde verletzt und von der Sanität ins Spital gebracht.
In der Zeitspanne vom 01. bis 07. Oktober 2025 brach eine unbekannte Täterschaft in ein Schrebergartenhaus im Oberes Linthgüetli in Netstal ein.
Die Täterschaft zerbrach an der Gebäudehinterseite eine Plexiglasscheibe, gelangte so in den Abstellraum und durchsuchte die dort aufbewahrten Werkzeugkisten.
Am Sonntag, 5. Oktober 2025, eskalierte im Ortsgebiet Ennenda (Gemeinde Glarus) ein Streit, wobei eine Person zwei Schüsse mit einer Feuerwaffe abgab.
Die Kantonspolizei Glarus konnte den Schützen kurz darauf festnehmen. Verletzt wurde niemand.
Aktuell kursieren betrügerische SMS, in denen sich die Täterschaft als Kantonspolizei ausgibt.
Diese Nachrichten fordern zu angeblichen Zahlungen von Ordnungsbussen auf.
Herdecke, NRW (Deutschland). In Herdecke (Nordrhein-Westfalen) ist am Dienstagmittag die neu gewählte Bürgermeisterin Iris Stalzer (57) vor ihrem Wohnhaus durch mehrere Messerstiche in Bauch und Rücken schwer verletzt worden.
Die Politikerin der SPD wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in eine Klinik geflogen. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln in alle Richtungen.
An der Widackerstrasse in Egerkingen ist es am Montagabend, 6. Oktober 2025, zu einem Brand in einem Einfamilienhaus gekommen.
Eine Person wurde zur Kontrolle in ein Spital gebracht.
In den vergangenen Tagen kam es in Riehen vermehrt zu Anrufen, bei denen sich Unbekannte als Bankangestellte ausgaben.
Die Kantonspolizei warnt vor dieser Betrugsmasche und mahnt zur erhöhten Vorsicht.
Mittels telefonischer Kontaktaufnahme und Vorspiegelung falscher Tatsachen versuchte eine Betrügerbande Bargeld zu ergaunern.
Bei der vereinbarten Geldübergabe konnte der mutmassliche Täter durch die Kantonspolizei Nidwalden festgenommen werden.
Die Verkehrspolizei hat einen jungen Autofahrer aus dem Verkehr gezogen, der mit massiv überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war.
Der 20-Jährige wird zur Anzeige gebracht und sein Fahrzeug wurde sichergestellt.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.