Schweiz

Neuhausen SH: Vortritt missachtet – Frontalcrash mit hohem Blechschaden

Am späteren Donnerstagnachmittag (11.09.2025) hat sich in Neuhausen am Rheinfall eine Kollision zwischen zwei Autos ereignet. Personen wurden dabei keine verletzt. An den beiden Unfallautos entstand Sachschaden in der Höhe von jeweils mehreren tausend Franken.

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Göschenen UR: Niederländer prallt in Töff – Lenker schwer verletzt auf Strasse geschleudert

Ein Niederländer verursachte in der Schöllenen einen heftigen Auffahrunfall. Ein Motorradlenker mit Zürcher Kontrollschildern fuhr am Samstag, 13. September 2025, kurz vor 12.30 Uhr, durch die Schöllenen von Andermatt in Richtung Göschenen.

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Hospental UR: Crash auf Furkastrasse – Sportwagen stürzt bei Überholmanöver in Fluss

Auf der Furkastrasse verlor eine Lenkerin beim Überholen die Kontrolle über ihren Sportwagen. Das Auto stürzte ins Flussbett der Reuss – beide Insassinnen wurden verletzt und von der Rega ins Spital geflogen.

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Riddes VS: Jugendlicher (17) verliert Kontrolle über Motorrad und stirbt noch am Unfallort

Ein junger Töfffahrer verlor am späten Freitagabend auf der Route d'Aproz die Kontrolle über sein Fahrzeug. Der 17-jährige Portugiese stürzte in einer Rechtskurve und verstarb trotz rascher Hilfe noch an der Unfallstelle.

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Birr AG: Jugendliche klauen Auto, rasen durch Maisfeld und flüchten vor Polizei

Drei Jugendliche unternahmen am frühen Samstagmorgen mit einem gestohlenen Fahrzeug eine Spritztour. Bei einer Flucht vor der Polizei verursachten sie grossen Schaden. Alle drei wurden angehalten.

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Les Emibois JU: Auto erfasst Mann auf Bank, prallt gegen Fontaine und Metallpfosten

Am Samstag, 13. September 2025, kurz nach 00:15 Uhr, kam es im jurassischen Les Emibois zu einem spektakulären Verkehrsunfall. Ein Auto kam in einer Kurve von der Fahrbahn ab, erfasste einen jungen Mann auf einer Bank und prallte anschliessend gegen eine Fontaine und einen Metallpfosten.

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Eggfluetunnel BL: Raserflucht vor Polizeikontrolle – Portugiesen festgenommen

In der Nacht auf Samstag (13.09.2025), kurz nach 01:15 Uhr, entzog sich ein Autofahrer im Eggfluetunnel auf der A18 einer Polizeikontrolle und flüchtete mit hoher Geschwindigkeit. In Zwingen wurde das Fluchtfahrzeug verlassen aufgefunden. Die Polizei nahm den Lenker und seine Beifahrerin fest.

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St. Gallen SG: Pfosten verkeilt sich unter Auto – Lenker (85) fährt einfach weiter

Am Freitag (12.09.2025), um 12:30 Uhr, hat ein 85-jähriger Autofahrer an der Müller-Friedberg-Strasse zwei Inselschutzpfosten überfahren. Obwohl die Pfosten unter dem Fahrzeug eingeklemmt waren, fuhr der Mann weiter – er wird angezeigt.

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St. Gallen SG: Elf Fahrunfähige gestoppt – mehrere Führerausweise und Blutproben fällig

Zwischen Freitagnachmittag und Samstagmorgen (13.09.2025) hat die Kantonspolizei St.Gallen elf Verkehrsteilnehmende gestoppt, die fahrunfähig oder alkoholisiert unterwegs waren. Sieben Personen mussten den Führerausweis abgeben – in einem Fall kam es zu einem Unfall.

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Meilen ZH: Lenker (66) von E-Dreirad bei Frontalkollision schwer verletzt

Am Freitagabend (12.9.2025) ist in Meilen bei einem Verkehrsunfall mit einem Auto der Lenker eines elektrischen Dreirads schwer verletzt worden. Die Feuerwehr musste den Mann aus dem Fahrzeug befreien – die Unfallursache wird untersucht.

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Solothurn SO: Lastwagen kippt im Spitalhof-Tunnel – Fahrer schwer verletzt

Bei der Autobahnausfahrt Solothurn-West in Fahrtrichtung Zürich ist am Freitagnachmittag, 12. September 2025, ein Lastwagen bei einem Selbstunfall auf die Seite gekippt. Der 50-jährige Lastwagenchauffeur wurde dabei schwer verletzt.

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Rorschach SG: Bub (5) bei Kollision mit Auto verletzt – Unfall auf der Löwengartenstrasse

Am Freitag (12.09.2025), um 17:30 Uhr, hat sich auf der Löwengartenstrasse ein Verkehrsunfall zwischen einem Scooter und einem Auto ereignet. Der 5-jährige Fahrer des E-Scooters wurde leicht verletzt.

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Kaltbrunn SG: E-Biker (63) bei Kollision mit Auto schwer verletzt – Rega im Einsatz

Am Freitag (12.09.2025), um 08:35 Uhr, hat sich auf der Gasterstrasse ein Verkehrsunfall zwischen einem E-Bike und einem Auto ereignet. Der 63-jährige Fahrer des E-Bikes wurde dabei eher schwer verletzt. Die Rega flog ihn ins Spital.

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Wil SG: E-Scooter-Fahrerin (38) bei Kollision mit Auto verletzt – Unfall auf dem Trottoir

Am Freitag (12.09.2025), um 06:30 Uhr, hat sich auf der Toggenburgerstrasse ein Verkehrsunfall zwischen einem E-Scooter und einem Auto ereignet. Die 38-jährige Fahrerin des E-Scooters wurde leicht verletzt.

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Wetter am Samstag, 13.09.2025: Zunehmend bewölkt, ab dem Abend teils kräftige Schauer

Die Schweiz befindet sich am Südrand eines ausgedehnten Tiefdruckgebiets mit Zentrum nördlich von Schottland in einer westlichen bis südwestlichen Strömung. Ab Freitagabend und am Samstag wird vorübergehend trockenere Luft zur Alpennordseite geführt, in den Alpen wird es leicht föhnig. Am Samstagabend überquert uns von West nach Ost eine Kaltfront und bringt verbreitet Niederschläge. Dahinter dehnt sich am Sonntag ein Zwischenhoch zu den Alpen aus und trocknet die Luftmasse wieder ab. Bereits am Sonntagabend erreicht uns die Warmfront des nächsten Tiefs über den Britischen Inseln.

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Olten SO: 57-Jährige rammt Kandelaber und Bushäuschen – drei Personen (schwer)verletzt

Im Bereich des Bahnhofplatzes in Olten ist am Freitag, 12. September 2025, ein Auto bei einem Selbstunfall in ein Bushäuschen geprallt. Dabei wurden drei Personen leicht bis schwer verletzt. Die Unfallursache ist unklar – Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln.

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Basel BS: Quartierpolizei am Sommerfest 2025 – Nähe und Austausch im Hirzbrunnen

Am vergangenen Wochenende war die Kantonspolizei Basel-Stadt mit dem Community Policing beim Sommerfest im Hirzbrunnen präsent. Quartierpolizist Pascal Widmer traf viele bekannte Gesichter und lernte neue Bewohnerinnen und Bewohner kennen.

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Frick AG: Nidwaldner Winterdienst-Team trainiert für Schnee – zweimal Platz 2 geholt

Fit für den Winterdienst – durch Austausch und Praxis! Zum ersten Mal hat unser Team vom Strasseninspektorat Nidwalden an der Winterdienst-Austauschtagung in Frick AG teilgenommen. Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Kantonen und Städten ging es vor allem um eines: voneinander lernen, Wissen auffrischen und praktisch trainieren.

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Stadt Biel BE: Feuerwehr trainiert Führung bei Grossereignis in Arena und Magglingen

Diese Woche wurde in Biel und Magglingen die Fachausbildung «Führung Grossereignis» der Feuerwehr Koordination Schweiz (FKS) durchgeführt. Die Tissot Arena bot den idealen Rahmen – unterstützt durch Feuerwehr, Zivilschutz und mobile Einsatzzentrale.

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Bern BE: 103 neue Polizistinnen und Polizisten im Münster vereidigt – 254 neu im Korps

Am Freitagmorgen, 12. September 2025, wurden im Berner Münster insgesamt 254 neue Mitarbeitende der Kantonspolizei Bern vereidigt. Darunter 103 frisch ausgebildete Polizistinnen und Polizisten – sie treten im Oktober ihren regulären Dienst an.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.