Schweiz

Mollis/Reichenburg GL: Zwei Rehe bei Unfällen getötet – Polizei gibt Verhaltenstipps

Am Mittwoch, 12.02.2025, ca. 18:15 Uhr, kam es in Mollis in der Nähe des Biotops/Unter Chräbergwald sowie am Donnerstag, 13.02.2025, ca. 07:00 Uhr auf der Landstrasse von Reichenburg in Richtung Bilten zu zwei Verkehrsunfällen mit Wildtieren. Bei beiden Kollisionen verstarb das Reh auf der Unfallstelle und an den betroffenen Fahrzeugen entstand Sachschaden. Personen wurden keine verletzt.

Weiterlesen

A1 / Staad SG: Fahrzeug prallt mehrfach gegen Leitplanken – Fahrerin verletzt, langer Stau

Am Donnerstagmorgen (13.02.2025), kurz nach 06:30 Uhr, ist es auf der Autobahn A1 in Staad zu einem Selbstunfall gekommen. Dadurch bildete sich ein langer Stau. Gegen 7 Uhr kam es in Rheineck, in derselben Fahrtrichtung, zu einer Auffahrkollision zwischen vier Autos. Es entstand Sachschaden von mehreren tausend Franken.

Weiterlesen

Rheintal SG: Chaos auf der A1 – Selbstunfall bei Staad und Massenkarambolage in Rheineck

Am Donnerstagmorgen (13.02.2025), kurz nach 06:30 Uhr, ist es auf der Autobahn A1 in Staad zu einem Selbstunfall gekommen. Dadurch bildete sich ein langer Stau. Gegen 7 Uhr kam es in Rheineck, in derselben Fahrtrichtung, zu einer Auffahrkollision zwischen vier Autos. Es entstand Sachschaden von mehreren tausend Franken.

Weiterlesen

Rapperswil-Jona SG: Auffahrunfall fordert zwei Verletzte und verursacht hohen Sachschaden

Am Mittwoch (12.02.2025), kurz vor 16:30 Uhr, ist es auf der St.Gallerstrasse zu einer Auffahrkollision zwischen drei Autos gekommen. Zwei Männer wurden durch den Unfall eher leicht verletzt. Es entstand Sachschaden im Wert von rund 20'000 Franken.

Weiterlesen

Kriessern/Buchs SG: Drei Einbrüche – Bargeld, Schmuck und Dentalprodukte entwendet

Zwischen Montagabend und Mittwochabend (12.02.2025) kam es im Rheintal zu drei Einbrüchen.

Unbekannte Täterschaften brachen in zwei Geschäfte und eine Wohnung ein und entwendeten Deliktsgut von bislang unbekanntem Wert. Es entstand Sachschaden im Wert von mehreren tausend Franken.

Weiterlesen

Liebefeld BE: Feuer in Einkaufsgeschäft – eine Person im Spital, Brandstiftung möglich

Am Mittwochabend hat es in einem Einkaufsgeschäft in Liebefeld gebrannt. Das Feuer konnte durch anwesendes Personal gelöscht werden. Eine Person wurde mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein Spital gebracht. Ermittlungen sind im Gange. Aktuell kann Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden. In diesem Zusammenhang wurde eine Person angehalten.

Weiterlesen

Burgdorf BE: Fahrerflucht nach Unfall im Kreisel – Polizei sucht blauen Kleinwagen

Am Dienstagnachmittag ist es in Burgdorf zu einem Verkehrsunfall gekommen. Eines der beteiligten Autos verliess den Unfallort, ohne sich um die Schadensregelung zu kümmern. Eine Person wurde leicht verletzt. Die Kantonspolizei Bern sucht zu Klärung des Unfallherganges Zeugen.

Weiterlesen

Bellinzona TI: Wohnungsstreit – Polizei findet Drogen, Albaner und Schweizerin verhaftet

Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei teilen mit, dass am 06.02.2025 in Castione ein 50-jähriger albanischer Staatsbürger mit Wohnsitz in Albanien und eine 37-jährige Schweizerin aus der Region festgenommen wurden. Die beiden wurden von der Kantonspolizei gestoppt, nachdem die Beamten zu einem Einsatz wegen eines Streits zwischen ihnen gerufen wurden.

Weiterlesen

A3: Tunnel Ofenegg – Nächtliche Sperrungen zwischen Mühlehorn und Weesen

Zwischen dem 16. Februar und dem 3. April 2025 führt das Bundesamt für Strassen ASTRA Instandsetzungsarbeiten am Tunnel Ofenegg zwischen Mühlehorn und Weesen durch. Die Arbeiten haben nächtliche Sperrungen auf der Seestrecke und die Umleitung des Verkehrs durch den Tunnel Kerenzerberg im Gegenverkehr zur Folge.

Weiterlesen

Schweizer Armee: Fliegerabwehrabteilung 32 trainiert Schutzmission mit scharfem Schuss

Die Mittlere Fliegerabwehrabteilung 32 (M Flab Abt 32) simulierte während ihrem WK einen Einsatz zum Schutz einer fiktiven Konferenz im scharfen Schuss. Geprüft wurde die autonome Durchhaltefähigkeit, die Bekämpfung von Luftzielen, die Versorgung im Feld und der 24h-Betrieb der Systeme über die gesamte Übungsdauer von rund einer Woche.

Weiterlesen

Mollis GL: Einbruch während der Ferien – Unbekannte plündern Wohnung (Zeugenaufruf)

In der Zeitspanne vom 01. Februar bis 12. Februar 2025 brach eine unbekannte Täterschaft im Sonnenhof in Mollis in eine Parterrewohnung ein. Dabei hebelte diese beim Sitzplatz mit einem Flachwerkzeug die Balkontüre auf, drang in die Wohnung ein, deren Bewohner in den Ferien weilten, durchsuchte alle Räume und hinterliess eine grosse Unordnung.

Weiterlesen

Luzern LU: Fasnacht 2025 mit neuen Sicherheits- und Littering-Massnahmen

Das hohe Personenaufkommen an der Fasnacht stellt die Behörden und die Fasnachtsorganisationen vermehrt vor grosse Herausforderungen. 2024 nahmen wiederum rund 300’000 Fasnächtler an der Fasnacht Luzern teil. Um die Sicherheit auch 2025 zu gewährleisten, das Littering zu reduzieren und trotzdem eine ausgelassene Fasnachtsstimmung zu ermöglichen, haben die Behörden gemeinsam mit den Fasnachtsorganisationen neue Massnahmen erarbeitet.

Weiterlesen

Lugano TI: Jugendliche (15, 16) stehlen Auto – Verfolgungsjagd endet mit Festnahme

Die Jugendstaatsanwaltschaft und die Kantonspolizei teilen mit, dass am 09.02.2025 gegen 17:10 Uhr im Rahmen einer Polizeimassnahme drei Minderjährige im Alter von 15 und 16 Jahren festgenommen wurden. Alle drei sind im Raum Lugano wohnhaft.

Weiterlesen

Kantonspolizei St. Gallen: Schaulustige damals und heute – Polizei mahnt zur Hilfe statt Neugier

Ja – Verkehrsunfälle ziehen Blicke auf sich. Dieses Bild aus der Zeit zwischen 1920–1950 zeigt, wie sich Schaulustige um eine Unfallstelle versammeln.

Weiterlesen

Bellinzona TI: Streit eskaliert – 17-Jähriger stürzt und prallt gegen einfahrenden Zug

Die Kantonspolizei teilt mit, dass es am 08.02.2025 kurz vor 23:00 Uhr am Bahnhof Bellinzona zu einer Auseinandersetzung zwischen einem 21-jährigen und einem 17-jährigen Schweizer aus dem Locarnese gekommen ist. Nach ersten Erkenntnissen geriet der 17-Jährige im Verlauf des Streits ins Straucheln, nachdem er von seinem 21-jährigen Kontrahenten gestossen worden war.

Weiterlesen

Schweiz: Cybercrimepolice.ch warnt vor digitalen Betrügern – Präventionsangebote

Wer die Gefahren kennt, bleibt im Netz sicher. Cyberkriminalität ist eine der grössten Herausforderungen unserer Zeit und zielt meist auf eines ab: Geld. Betrüger nutzen ausgeklügelte Methoden, um ahnungslose Opfer zu täuschen.

Weiterlesen

Emmen LU: Spurwechsel endet in Kollision – Auto prallt nach Crash gegen LKW

Bei der Lohrenkreuzung in Emmen ist es am Mittwochmorgen zu einem Verkehrsunfall gekommen. Involviert waren zwei Autos und ein Lastwagen. Zwei Personen wurden dabei leicht verletzt. Wegen des Unfalls kam es im Morgenverkehr zu Verkehrsbehinderungen.

Weiterlesen

St. Gallen SG: Mit Glasscherben präparierter Hundeköder gefunden – Zeugen gesucht

Am Mittwoch (12.02.2025) hat ein Hundehalter während eines Spaziergangs rund um den Gübsensee einen mit Glasscherben präparierten Wurstköder entdeckt. Die Stadtpolizei St.Gallen warnt vor möglichen weiteren Ködern und sucht nach Zeugen.

Weiterlesen

Schweiz: Grossaktion gegen Betrugsring – Hanf-Indooranlagen entdeckt, vier Festnahmen

Am Dienstag, 11. Februar 2025, hat die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt gemeinsam mit kantonalen und überkantonalen Partnerbehörden aufgrund eines Verfahrens wegen Verdachts auf gewerbsmässigen Betrug und Urkundenfälschung eine vernetzte Aktion durchgeführt. Dabei hat sie vier Personen festgenommen.

Weiterlesen

Adligenswil LU: Frontalkollision bei Langenried – drei Verletzte (45, 50, 53) ins Spital gebracht

Auf der Meggerstrasse ist es am Mittwoch zu einer Frontalkollision zwischen zwei Autos gekommen. Drei Personen wurden beim Unfall verletzt und durch den Rettungsdienst 144 ins Spital gefahren.

Weiterlesen

Digitalisierungsschub: 10’000 Armee-Mitarbeiter nutzen neues SAP-System

Die Gruppe Verteidigung und das Bundesamt für Rüstung armasuisse haben mit SAP S/4HANA ein zentrales Digitalisierungsprojekt erfolgreich, pünktlich und im vorgegebenen Budgetrahmen eingeführt. Die moderne IT-Lösung vereint zentrale Geschäftsbereiche wie Finanzen, Beschaffung, Logistik, Immobilien, Datenmanagement, Personal und Projektmanagement in einem einzigen System.

Weiterlesen

Buchberg SH: Einbrecher brechen Fenster und Balkontür auf – Sachschaden in Tausenderhöhe

Am Dienstag (11.02.2025) hat eine unbekannte Täterschaft zwei Einbruchdiebstähle in Einfamilienhäuser in Buchberg verübt. Dabei wurde ein Sachschaden von mehreren tausend Franken verursacht. Die Schaffhauser Polizei bittet die Bevölkerung um sachdienliche Hinweise zu diesen Vorfällen und verweist auf die aktuelle Präventionskampagne "Verdacht, ruf an – Polizeinotruf 117 – Gemeinsam gegen Einbruch."

Weiterlesen

Schweiz: Geldwäsche – Kriminelle nutzen gutgläubige Bürger als "Money Mules"

Mit harmlos wirkenden Geldtransfers machen sich unbescholtene Bürgerinnen und Bürger zu Verbündeten krimineller Netzwerke – und riskieren dabei hohe Strafen. Oft werden die Betroffenen über soziale Medien, vermeintliche Jobangebote oder emotionale Manipulation angesprochen und dazu gebracht, mit ihren Überweisungen die Spur illegaler Gelder zu verwischen.

Weiterlesen

Empfehlungen

Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.