Schweiz

Kanton Jura: Grossangelegte Geiselnahme-Übung erfolgreich abgeschlossen

Die Kantonspolizei teilt mit, dass heute Morgen eine grossangelegte Übung im Massstab 1:1 an mehreren Standorten in Jura stattfand, deren Abschluss in einem Uhrenunternehmen in der Region durchgeführt wurde. Diese Übung, die auf einem Szenario einer Geiselnahme basierte, erforderte den Einsatz verschiedener Einheiten der Kantonspolizei Jura, darunter mehrere Interventionspatrouillen der Gendarmerie, das Interventionsteam und Scharfschützen (GITE), die Verhandlungsgruppe und Leitungsorgane.

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Autobahn A1 / Bern BE: Ende der Bausaison '24 - Sanierung Worblentalbrücken

Gleich nördlich der Verzweigung Wankdorf überquert die A1 auf zwei Brücken das Worblental. Diese Brücken werden von 2023 bis 2025 umfassend saniert. Nun konnte die zweite Bausaison planmässig abgeschlossen werden und die Baustelle wird für die Winterpause zurückgebaut. Dafür kommt es zu Sperrungen einzelner Spuren.

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Mehr als die Hälfte aller E-Trottinett-Unfälle ereignen sich im Herbst und Winter im Dunkeln

Unfälle mit E-Trottinetts nehmen stetig zu. Die Analyse des TCS zeigt einen klaren Zusammenhang zwischen dem Zeitpunkt der Unfälle und der Dunkelheit in den Wintermonaten. Anlässlich des 18. internationalen Tag des Lichts erinnert der TCS an die Regeln, die man mit dem E-Trottinett beachten muss, und gibt praktische Tipps, um auch bei Dunkelheit gut sichtbar zu sein.

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Stadt Schaffhausen: LKW rammt Hausdach

Am Mittwochmorgen (06.11.2024) hat ein Chauffeur mit seinem Lastwagen-Anhänger aus Versehen ein Hausdach in Hemmental (Stadt Schaffhausen) gerammt, wodurch dieses einstürzte. Personen wurden bei diesem Verkehrsunfall keine verletzt. Am Haus und am Lastwagen entstand ein Sachschaden von jeweils mehreren tausend Franken.

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Schüpfheim LU: Kollision zwischen zwei Autos – zwei Personen verletzt – Zeugenaufruf

In Schüpfheim ist es am Dienstagvormittag zu einer Kollision zwischen zwei Autos gekommen. Die beiden Lenkerinnen wurden beim Unfall verletzt. Wegen des Unfalls kam es während gut einer Stunde zu grösseren Verkehrsbehinderungen auf der Hauptstrasse. Die Luzerner Polizei sucht Zeugen.

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Tragischer Unfall in Matt GL: Senior (†93) stürzt mit Auto 80 Meter in den Tod

Am Mittwoch, 6. November 2024 ereignete sich ca. 13.30 Uhr in Matt, Weissenberge, ein Verkehrsunfall mit Todesfolge eines 93-jährigen Fahrzeuglenkers. Ein 93-jähriger Fahrzeuglenker fuhr auf den Weissenbergen auf dem Fahrweg allein mit seinem Personenwagen bergwärts, als ihm ein talwärts fahrendes landwirtschaftliches Fahrzeug entgegenkam.

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Autobahn A1 zwischen Gossau und St.Gallen-Winkel SG: Porsche in Brand geraten

Am Mittwoch (06.11.2024), kurz vor 19:55 Uhr, ist es auf dem Rastplatz Wildhus Süd der Autobahn A1 zwischen Gossau und St.Gallen-Winkeln zu einem Brand eines Autos gekommen. Der Brand konnte vor dem Eintreffen der Feuerwehr gelöscht werden. Es wurde niemand verletzt. Am Auto entstand Totalschaden. Als Brandursache steht ein technischer Defekt im Vordergrund.

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Neuenburg NE: Verkehrsunfall mit Verletzten auf der A5 im Osttunnel

Am Mittwoch, den 6. November, um 11:25 Uhr fuhr ein Auto, gesteuert von einer 80-jährigen Bewohnerin aus Moutier/BE, auf der A5 in Neuenburg im Osttunnel, Fahrtrichtung Lausanne. Beim Erreichen der Ausfahrt Vauseyon kam es zu einem Auffahrunfall mit einem Fahrzeug, das von einer 38-jährigen Bewohnerin aus Geneveys-sur-Coffrane gelenkt wurde, die aufgrund des Verkehrs abbremsen musste.

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Flughafen Zürich: Drogenkuriere mit mehreren Kilogramm Marihuana und Haschisch verhaftet

Die Kantonspolizei Zürich hat am Montag- und Dienstagabend (04./05.11.24) am Flughafen Zürich zwei Männer verhaftet, die mehrere Kilogramm Marihuana und Haschisch transportierten. Bei der Kontrolle des Gepäcks durchreisender Fluggäste stellten Kantonspolizisten, am Montag- und Dienstagabend, in zwei aufgegebenen Koffern rund 42 Kilogramm Marihuana und zirka 2 Kilogramm Haschisch sicher.

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Kanton Freiburg: Hundesektion der Polizei – bewirb dich jetzt als Hundeführer

Die Hundesektion: eine unerschütterliche Verbindung zwischen Hund und Hundeführer. In der Zusammenarbeit zwischen Mensch und Tier entsteht eine einzigartige Verbindung, die auf Vertrauen beruht. Die speziell ausgebildeten Hunde unterstützen die Polizei bei wichtigen Aufgaben, wie der Suche nach vermissten Personen, der Entdeckung von Drogen oder Sprengstoffen und der Verbrechensbekämpfung. Du möchtest Hundeführer werden? Dann bewirb dich jetzt!

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Lugano TI: Temporäre Schliessung des Gendarmerie-Schalters - Renovierungsarbeiten

Die Kantonspolizei und die Logistikabteilung informieren, dass der Schalter in der Via Bossi 2b in Lugano vom 11. bis 25. November 2024 aufgrund von Renovierungsarbeiten geschlossen bleibt. Während dieser Zeit wird der Dienst für die Öffentlichkeit im Raum Lugano über die Standorte in Noranco, Caslano und Lamone gewährleistet.

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Willisau LU: Auto kollidiert mit Böschung und kippt aufs Dach

Ein Autofahrer geriet am Dienstag (5. November 2024, kurz nach 12:00 Uhr) auf der Rohrmattstrasse in Willisau im Gebiet Vorder-Scheimatt in einer Linkskurve rechtsseitig ins Wiesland. In der Folge geriet das Fahrzeug ins Schleudern und kollidierte einige Meter weiter mit einer Böschung, wodurch das Fahrzeug aufs Dach kippte.

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Buchrain LU / Autobahn A14: Auffahrkollision zwischen Motorrad und Auto

Am Mittwoch (6. November 2024, kurz vor 07:30 Uhr) geriet der Verkehr auf der Autobahn A14 in Fahrtrichtung Luzern ins Stocken. Ein Lieferwagen musste deswegen kurz vor der Ausfahrt Buchrain auf dem linken Fahrstreifen abbremsen.

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Das Gesichtsverhüllungsverbot gilt ab 2025

Ab dem 1. Januar 2025 ist es an öffentlich zugänglichen Orten in der ganzen Schweiz verboten, das Gesicht zu verhüllen. An seiner Sitzung vom 6. November 2024 hat der Bundesrat die neuen Gesetzes- und Verordnungsbestimmungen auf diesen Zeitpunkt in Kraft gesetzt. Wer unrechtmässig das Gesicht verhüllt, wird mit einer Busse von maximal 1000 Franken bestraft.

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Achtung! Vorsicht bei Erinnerungs-Mails zu nicht abgeholten Paketen von digitec.ch

Cyberkriminelle versenden aktuell vermehrt gefälschte E-Mails im Namen von digitec.ch, welche die Empfänger über angeblich nicht abgeholte Pakete informieren. Ziel dieser Betrugsmasche ist es, persönliche Informationen und Kreditkartendaten der Opfer zu erbeuten.

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Nyon VD: Schwerer Verkehrsunfall auf der Autobahn A1 - Zeugen gesucht

Am Dienstag, kurz nach 17:00 Uhr, geriet eine Autofahrerin auf der Autobahn A1 zwischen Nyon und Coppet nach rechts, prallte gegen die Leitplanke und kam schliesslich auf dem Dach abseits der Fahrbahn zum Liegen. Schwer verletzt wurde sie vom Rettungsdienst versorgt und ins Krankenhaus gebracht. Die Polizei bittet um Zeugenhinweise.

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Coldrerio/Bioggio TI: Zwei Motorradfahrer wegen Raserei angezeigt

Die Kantonspolizei teilt mit, dass bei zwei separaten Geschwindigkeitskontrollen schwere Verstösse gegen die Verkehrsregeln festgestellt wurden. Der erste Vorfall ereignete sich am 12.10.2024, kurz vor 01:00 Uhr, in Coldrerio, in der Via Sant’Appollonia: Ein Motorrad mit italienischem Kennzeichen fuhr in Richtung Genestrerio mit einer Geschwindigkeit von 107 km/h, in einem Abschnitt, in dem die Höchstgeschwindigkeit auf 50 km/h begrenzt ist.

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BFU: 18. Tag des Lichts - Sichtbarkeit kann Leben retten (Video)

Wer zu Fuss unterwegs ist, ist bei schlechten Lichtverhältnissen besonders unfallgefährdet. So verunglücken im November 60 % mehr Fussgänger und Fussgängerinnen schwer als im Mai. Einfache und wirkungsvolle Massnahmen wie das Tragen von heller Kleidung und reflektierenden Elementen verbessern die Sichtbarkeit und senken das Unfallrisiko. Anlässlich des Tags des Lichts am 7. November erinnert die BFU daran, wie wichtig es ist, sich sichtbar zu machen.

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Zollikon / Uetikon am See ZH: Einbrecher kurz nach Tat verhaftet

Am Dienstagabend (5.11.2024) ist in Uetikon am See ein Einbrecher kurz nach der Tat verhaftet worden. Zwei weitere Täter sind flüchtig. Gegen 19.30 Uhr ging in der Einsatzzentrale der Kantonspolizei Zürich ein Einbruchalarm aus einem Einfamilienhaus in Zollikon ein. Etwa zur gleichen Zeit meldeten zwei Anwohnende über die Notrufnummer 117, dass drei verdächtige Personen mit einem Auto davongefahren seien. Ein Melder konnte die Verdächtigen beschreiben, der andere ihr Fahrzeug.

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Stadt Winterthur ZH: Autofahrer (Schweizer, 21) flüchtet vor Polizeikontrolle - Zeugenaufruf

Bei einer Verkehrskontrolle auf der St. Georgen-Strasse am Sonntag, 3. November 2024, wollte sich ein Fahrzeuglenker einer Kontrolle der Stadtpolizei Winterthur entziehen und flüchtete mit seinem Personenwagen mit hoher Geschwindigkeit. Eine Patrouille konnte den Lenker nach einer Verfolgungsfahrt anhalten und kontrollieren.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.