Schweiz

Kantonspolizei Zürich: Taskforce „Sport“

Die Gewaltbereitschaft gewisser Gruppierungen aus dem Umfeld der Fussballklubs FCZ und GC beschränkt sich nicht mehr auf die Spieltage und das Umfeld der Stadien. Die Kantonspolizei hat deshalb eine spezialisierte Taskforce eingesetzt. Diese koordiniert auch die Ermittlungen im Zusammenhang mit den Gewalttaten in Wiesendangen und Rickenbach.

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Tscherlach SG / Autobahn A3: VW-Fahrerin (73) verliert Kontrolle über Fahrzeug

Am Dienstag (22.10.2024), kurz vor 09:55 Uhr, ist es auf der Autobahn A3 zu einem Selbstunfall mit einem Auto gekommen. Die 73-jährige Autofahrerin wurde zur Kontrolle vom Rettungsdienst ins Spital gebracht. Es entstand Sachschaden von rund 15'000 Franken.

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Neuchâtel NE: Auffahrunfall auf Verzweigung Neuchâtel-Vauseyon, Rollerfahrer verletzt

Am Dienstag, den 22. Oktober um 09:20 Uhr fuhr ein Motorroller, der von einem 18-jährigen Einwohner von Vallamand/VD gesteuert wurde, auf der Verzweigung Neuchâtel-Vauseyon in Richtung Biel. An einem Punkt kam es zu einem Auffahrunfall mit einem Auto, das von einer 52-jährigen Frau aus Cormondrèche gelenkt wurde und verkehrsbedingt angehalten hatte.

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Adlikon bei Regensdorf ZH: Mehrere Personen von Hund gebissen und verletzt

Am Montagabend (21.10.2024) sind in Adlikon bei Regensdorf (Gemeinde Regensdorf) mehrere Personen von einem Hund gebissen und verletzt worden. Kurz vor 19 Uhr entwich ein rund einjähriger Rottweiler aus einer Wohnung. Vor einem Mehrfamilienhaus an der Bachtobelstrasse griff der Hund zwei Kinder an, die vor der Liegenschaft spielten.

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Stadt Luzern LU / Autobahn A2: Drei Unfälle im Sonnenbergtunnel führen zu Stau

Auf der Autobahn A2 haben sich heute Morgen im Sonnenbergtunnel unmittelbar hintereinander drei Unfälle ereignet. Mehrere Fahrzeuge wurden dabei beschädigt. Verletzt wurde niemand. Die Unfallserie führte zu erheblichem Stau im Morgenverkehr.

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Stadt Zürich ZH (Kreis 4): Rund 3 kg Kokain sichergestellt – zwei Festnahmen

Am Samstagabend, 19. Oktober 2024, nahm die Stadtpolizei Zürich im Kreis 4 zwei mutmassliche Drogenhändlerinnen fest und stellte eine grössere Menge Kokain sowie weitere Betäubungsmittel und Bargeld sicher. Kurz vor 21.45 Uhr beobachteten zivile Fahnder/innen, eine Drogenübergabe an der Lagerstrasse.

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Genf GE: Eritreische Frau nach Verlassen der Psychiatrie vermisst - Hinweise erbeten

Am 16. Oktober 2024 verschwand Frau Letetsion T., eine 48-jährige Frau eritreischer Herkunft, nachdem sie die psychiatrische Notaufnahme des HUG in Genf verlassen hatte. Seitdem fehlt von ihr jede Spur. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Hinweise.

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St-Brais JU: Verkehrsunfall mit drei Fahrzeugen – eine Person verletzt

Heute Morgen, Di, 22.10.2024, gegen 07:10 Uhr fuhr eine Autofahrerin auf der Hauptstrasse von St-Brais in Richtung Montfaucon. Auf der Höhe des Ortes „Enson-la-Fin“ geriet sie auf die Gegenfahrbahn und prallte mit ihrer linken Front in die rechte Flanke eines Autos, das in Richtung St-Brais unterwegs war. Nach diesem ersten Aufprall drehte sich das Auto und kollidierte mit einem dritten Fahrzeug, das ebenfalls in Richtung St-Brais fuhr.

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Winkel ZH: Fussgänger (82) bei Kollision mit Lieferwagen lebensgefährlich verletzt

Bei einer Kollision mit einem Lieferwagen ist ein Fussgänger am Dienstagmorgen (22.10.2024) in Winkel lebensbedrohlich verletzt worden. Gegen 7.15 Uhr fuhr ein 33-jähriger Lieferwagenlenker auf der Zürichstrasse Richtung Kloten. Im Ausserortsbereich, auf Höhe der Einmündung „Rietgasse“ kam es aus zurzeit nicht geklärten Gründen zur Kollision zwischen dem Lieferwagen und einem Fussgänger.

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Lugano TI: Tödlicher Bergunfall - 83-jähriger Italiener verunglückt

Wie die Kantonspolizei mitteilt, hat sich in der Region Lugano ein schwerer Unfall in den Bergen ereignet. Nach einer ersten Rekonstruktion und aus Gründen, die die polizeilichen Ermittlungen noch klären müssen, wurde ein 83-jähriger italienischer Staatsbürger, der im Raum Lugano wohnte und dessen Verschwinden gestern gemeldet wurde, Opfer eines Sturzes im Gebiet Ul Besöö in einer Höhe von etwa 400 Metern.

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Kapo St.Gallen: Ein Jahr Notrufortung der neusten Generation

Am 25. Oktober 2023 hat das Einsatzleitsystem der Kantonalen Notrufzentrale St.Gallen ein Softwareupdate erhalten. Das ist an und für sich kein spektakulärer Vorgang und kommt regelmässig vor. Doch dieses Update hatte es in sich. Seither können die Standorte von Hilfesuchenden über die Notrufnummern fast auf den Meter genau geortet werden. Der erste Einsatz liess nicht lange auf sich warten. Ein Erfahrungsbericht von einem Jahr Notrufortung der neusten Generation.

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Stadt St.Gallen SG: Nachtparkieren wird ab dem 1. November 2024 gebührenpflichtig

Aufgrund einer Teilrevision des Parkierreglements werden per 1. November 2024 die Parkgebühren in der Stadt St.Gallen angepasst und ausgeweitet. Das regelmässige Nachtparkieren in der Erweiterten Blauen Zone (EBZ) wird gebührenpflichtig, die Gebührenpflicht von Parkplätzen in der Weissen Zone ausgeweitet und die Tarife werden angepasst. Auch Carparkplätze sind zukünftig gebührenpflichtig.

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Eptingen BL: Bauarbeiten an der Bölchenstrasse im Abschnitt Spitzenflüeli

Am Mittwoch, 30. Oktober 2024 werden die Bauarbeiten an der Bölchenstrasse in Eptingen im Abschnitt Spitzenflüeli weitergeführt. Wegen der engen Platzverhältnissen wird die Strasse im Bereich Jägerhütte bis Passhöhe Chilchzimmersattel gesperrt. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis Samstagmorgen, 2. November 2024.

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Polizei Basel-Landschaft: Vorsicht! Aktuell verzeichnen wir eine Häufung von CEO Fraud

Von CEO-Fraud oder CEO-Betrug ist die Rede, wenn Täter im Namen des Firmenchefs oder Vereinspräsidenten die Buchhaltung oder den Vereins-Kassier anweisen, eine Zahlung auf ein (typischerweise ausländisches) Konto der Betrüger vorzunehmen. Neu versuchen die Betrüger auch Geschenkgutscheine zu ergaunern.

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Kanton Uri: „Nachjagd auf Hirsche auch im 2024 erforderlich“

Während der Hochwildjagd 2024 im Kanton Uri wurden 16 Hirsche mehr erlegt als im Vorjahr. Die Hirschwildabschüsse liegen mit insgesamt 264 erlegten Hirschen (93 Hirschstiere, 47 Hirschkühe, 124 männliche und weibliche Hirsche der Jugendklasse) im Rahmen der Erwartungen. Zumindest in der ersten Jagdwoche war es sommerlich warm, was für ein aktives Bewegungsmuster von Hirschen eher hinderlich war. Im Jahr 2023 wurden während der Hochwildjagd 248 Hirsche geschossen.

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Bad Ragaz SG: Diebstahl aus Auto – Algerier (37) und Marokkaner (19) festgenommen

Am Montag (21.10.2024), um 23:25 Uhr, hat eine vorerst unbekannte Täterschaft Gegenstände aus einem Auto im Bereich Ochsenbrunnen gestohlen. Die Kantonspolizei St.Gallen konnte zwei Männer, ein 37-jähriger Algerier und ein 19-jähriger Marokkaner, nach einer Fahndung festnehmen. Sie werden bei der Staatsanwalt des Kantons St.Gallen zur Anzeige gebracht.

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Näfels GL: Velofahrer (14) prallt gegen Lieferwagen und verletzt sich

Am Montag, 21. Oktober 2024, ca. 07.15h, ereignete sich an der Schwärzistrasse 9 in Näfels ein Verkehrsunfall mit Verletzungsfolge. Ein 24-jähriger Lieferwagenlenker fuhr von der Stichstrasse in die Schwärzistrasse ein. Im Bereich des Debrunner-Areals wollte ein 14-jähriger Schüler mit seinem Fahrrad in die Schwärzistrasse einbiegen und diese überqueren.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.