Schweiz

Rheineck SG: Fahrunfähige Lenkerin (62) kracht in Autos und Zäune – Automobilistin im Spital

Am Freitagnachmittag (01.05.2026) ist eine 62-jährige Autofahrerin gegen zwei parkierte Autos sowie zwei Gartenzäune gefahren. Sie war in fahrunfähigem Zustand unterwegs und musste den Führerausweis auf der Stelle abgeben. Der Rettungsdienst überführte die unbestimmt verletzte Frau ins Spital.

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Stadt St.Gallen SG: Rollerfahrer stürzt wegen Ölspur – 64-Jähriger erheblich verletzt

Am Freitagmorgen (01.05.2026) ist an der Rorschacher Strasse ein Rollerfahrer wegen einer Ölspur gestürzt. Er wurde dabei verletzt und musste ins Spital eingeliefert werden.

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Stadt St.Gallen SG: Töfffahrer stürzt in Kurve und prallt in entgegenkommendes Auto

Am Freitagnachmittag (01.05.2026) ist an der Rehetobelstrasse ein Motorradfahrer in einer Kurve gestürzt. Der Mann wurde verletzt. Das Motorrad prallte danach gegen ein entgegenkommendes Auto. An beiden Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden.

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St.Gallen SG: Mann aus Polen stiehlt Auto aus Waschanlage – später im Kanton Zürich gefasst

Am frühen Freitagmorgen (01.05.2026) stieg ein Mann im Osten der Stadt in ein fremdes Fahrzeug und fuhr damit davon. Dies, nachdem er zuvor in fahrunfähigem Zustand angehalten und durch die Polizei wieder entlassen wurde. Im Verlauf des Morgens konnte er im Kanton Zürich angehalten werden.

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Zürich ZH: Gewalt bei Demo im Kreis 4 – Polizisten verletzt, 8 Personen festgenommen

Am Freitagnachmittag, 1. Mai 2026, kam es im Kreis 4 zu mehreren Polizeieinsätzen wegen einer unbewilligten Nachdemonstration. Dabei wurden die Einsatzkräfte wiederholt angegriffen, sodass die Polizei Mittel einsetzen musste. 8 Personen wurden festgenommen. Beim Einsatz wurde die Stadtpolizei Zürich von der Kantonspolizei Zürich unterstützt.

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Wittinsburg BL: Auto kracht in Leitplanke – Fahrer verschwindet vom Unfallort

In der Nacht auf Freitag, 1. Mai 2026, kurz nach 00.30 Uhr, wurde der Polizei Basel-Landschaft durch eine Drittperson ein Verkehrsunfall auf der Hauensteinstrasse in Wittinsburg gemeldet. Das stark beschädigte Fahrzeug wurde verlassen vorgefunden. Der verantwortliche Lenker konnte im Nachgang durch die Polizei ermittelt werden.

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Steg ZH: Frontalcrash zwischen Töff und Auto – 19-Jähriger schwer verletzt

Bei einer Frontalkollision zwischen einem Motorrad und einem Auto ist der Motorradfahrer am Freitagabend (1.5.2026) in Steg im Tösstal schwer verletzt worden. Die Hulftegg musste in beide Richtungen gesperrt werden.

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Wetter am Samstag, 02.05.2026: Sonnig, nachmittags Schauer und Gewitter möglich

Zwischen einem Tiefdruckgebiet bei Irland und einem Hochdruckgebiet über Osteuropa liegt der Alpenraum in einer schwachen südwestlichen Strömung, wobei allmählich etwas feuchtere und labilere Luft die westlichen Landeshälfte erfasst und die Schauerneigung zunimmt. Im zentralen und östlichen Alpenraum stellt sich eine schwache Föhnsituation ein. Auf der Vorderseite einer diffusen Luftmassengrenze über Frankreich ziehen am Sonntag und Montag vermehrt Wolkenfelder auf.

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Kanton Tessin: Polizei kündigt Tempokontrollen an – zahlreiche Orte betroffen

Die Kantonspolizei und die Gemeindepolizeien geben im Rahmen der Prävention zur Verkehrssicherheit bekannt, dass überhöhte Geschwindigkeit eine der Hauptursachen für Verkehrsunfälle ist, die teilweise schwerwiegende oder sogar tödliche Folgen haben können. Die Fahrzeuglenkenden werden erneut aufgefordert, die Geschwindigkeitslimiten einzuhalten, um die eigene Sicherheit und jene der anderen Verkehrsteilnehmenden zu gewährleisten.

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Schweiz: Neue Notfallnummer 142 startet – Hilfe für Gewaltopfer rund um Uhr

Heute, am 1. Mai 2026, geht die nationale Opferhilfenummer 142 in Betrieb. Unter dieser Kurznummer erhalten Gewaltbetroffene sowie Angehörige rund um die Uhr kostenlos und vertraulich eine erste Beratung, Unterstützung in Krisensituationen sowie eine gezielte Weitervermittlung an passende Hilfsangebote.

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Frauenfeld TG: Tunesier und Marokkaner nach Diebstahl nahe Bahnhof gefasst

Einsatzkräfte der Kantonspolizei Thurgau haben am Freitag in Frauenfeld nach einem Portemonnaie-Diebstahl zwei Tatverdächtige festgenommen. Einsatzkräfte der Kantonspolizei Thurgau haben am Freitag in Frauenfeld nach einem Portemonnaie-Diebstahl zwei Tatverdächtige festgenommen.

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Freiburg FR: Gottéron-Parade sorgt für Sperrungen – Zentrum stark betroffen

Am Samstag, dem 2. Mai 2026, ab 16.00 Uhr findet in Freiburg eine Parade zur Feier des Schweizer Meistertitels des HC Fribourg-Gottéron statt. In der Stadt kommt es zu erheblichen Verkehrsbeschränkungen. Die Kantonspolizei empfiehlt, das Gebiet zu meiden.

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Mariazell LU: Auto prallt in Tunnelumleitung – Fahrzeug landet auf dem Dach

Am Freitag (1. Mai 2026, kurz vor 00.10 Uhr) kam es auf der Autobahn A2 im Tunnel Mariazell zu einem Selbstunfall. Ein Autofahrer war in Richtung Süden unterwegs, als beim Tunnel Mariazell aufgrund von Unterhaltsarbeiten der Verkehr in die andere Tunnelröhre umgeleitet wurde.

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Sierre VS: Nachtsperrungen auf A9 – Tunnelarbeiten sorgen für Umleitungen

Die Tunnels entlang der Nationalstrassen werden periodisch gereinigt und instand gehalten, was in den nächsten Wochen beim Tunnel Sierre zu Nachtsperrungen führt. Diese Arbeiten dienen der Verkehrssicherheit und erfordern zudem eine Anpassung der Verkehrsführung auf der A9.

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Goldau SZ: E-Bike-Fahrer nach Crash mit Lastwagen von Rega ins Spital geflogen

Am Freitagmorgen, 1. Mai 2026, kam es um 06.45 Uhr auf der Gotthardstrasse in Goldau zu einer Kollision zwischen einem E-Bike-Fahrer und einem Lastwagen. Ein 36-jähriger Mann war mit seinem schnellen E-Bike von Lauerz herkommend in Richtung Goldau unterwegs, als gleichzeitig ein 29-jähriger Lastwagenchauffeur von der Bernerhöhe Süd nach rechts in die Gotthardstrasse einbog.

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Stadt St.Gallen SG: Feuerwehr-Nachwuchs besteht Prüfung – vier neue Profis im Einsatz

Wir gratulieren Robin, Raphael, Dimitri und Silas ganz herzlich zur bestandenen Berufsprüfung zum Berufsfeuerwehrmann mit eidg. Fachausweis. Nach 18 intensiven Monaten Ausbildung an der Höheren Fachschule für Rettungsberufe in Zürich, bestehend aus drei Schulblöcken mit 28 Wochen Präsenzzeit und wertvoller Praxiserfahrung im Schichtdienst, haben sie nun den verdienten Abschluss in der Tasche.

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Kapo Schwyz: Blick hinter Kulissen – Diensthund Ulan und seine Ausrüstung

Die Kantonspolizei Schwyz gewährt einen Blick hinter die Kulissen der Diensthundeausbildung. In einem aktuellen Beitrag stellt die Kapo Schwyz die Ausrüstung vor, die der Diensthund-Anwärter Ulan für seine zukünftige Arbeit im Polizeidienst benötigt.

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Fribourg FR: 30’000 Fans feiern Gottéron-Sieg – 35 Personen leicht verletzt

Gestern Abend löste der Sieg von HC Fribourg-Gottéron im ganzen Kanton grosse Freude aus. Die Feierlichkeiten verliefen insgesamt gut und im Einklang mit den abgegebenen Empfehlungen. Die Rettungsdienste intervenierten bei einigen kleineren Vorfällen und versorgten 35 Personen mit leichten Verletzungen

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Weite SG: Wagen überschlägt sich mehrfach – 82-Jähriger eingeklemmt

Am Donnerstagnachmittag (30.04.2026) ist ein 82-jähriger Mann mit seinem Auto von der Strasse abgekommen und rund 20 Meter einen Abhang hinuntergestürzt. Er wurde dabei eher schwer verletzt.

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Zürich ZH: Neue Sicherheitsassistenten vereidigt – Verstärkung für den Flughafen

Gestern Mittag haben wir die Inpflichtnahme von neun frisch ausgebildeten Sicherheitsassistentinnen und Sicherheitsassistenten der Grenzkontrolle gefeiert. Nach einer dreimonatigen Ausbildung sind sie bereit für den Einsatz am Flughafen Zürich.

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Genf GE: Einzigartige Polizei-Einheit feiert Jubiläum – 50 Jahre Schmuck-Expertise

Die Genfer Kantonspolizei feiert ein besonderes Jubiläum: Der Service des bijoux (Schmuckabteilung) besteht seit 50 Jahren. Diese Spezialeinheit unterstützt Ermittlerinnen und Ermittler bei Fällen, in denen wertvolle Objekte wie Schmuck, Uhren und andere Preziosen eine Rolle spielen.

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Lajoux JU: Auto kracht in Baum und überschlägt sich – Lenkerin verletzt

Am  30.04.2026 um 21:04 Uhr ereignete sich zwischen Lajoux und Le Prédame, nahe dem Strassenabschnitt Les Vacheries, ein Verkehrsunfall. Aus noch ungeklärten Gründen geriet die in Richtung Le Prédame fahrende Automobilistin nach rechts und prallte gegen einen Baum.

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Vico Morcote TI: Drama in einem Swimmingpool – zweijähriges Kind stirbt nach Badeunfall

Die Kantonspolizei gab bekannt, dass gestern kurz vor 14:00 Uhr die Notrufzentrale (CECAL) einen Notruf wegen eines zweijährigen Kindes erhielt. Es wurde in einem Swimmingpool auf dem Gelände eines Privathauses in Vico Morcote gefunden.

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Porrentruy JU: Verkehrsstreit eskaliert – über 80-Jähriger nach Messerangriff festgenommen

Am Mittwoch, 29. April 2026, gegen 15.00 Uhr, erhielt die Kantonspolizei einen Anruf von einer Person, die meldete, dass sie in der Nähe einer Tankstelle in Porrentruy Opfer eines Messerangriffs geworden sei. Der Täter sei geflüchtet.

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Wetter am Freitag, 01.05.2026: Viel Sonne, mild, vereinzelt Schauer im Jura

Der Alpenraum befindet sich im Einflussbereich eines kräftigen Hochs über Norddeutschland. An dessen Südrand gelangt mit einer mässigen Bisenströmung trockene Luft zur Schweiz. Am Freitag verlagert sich das Hoch nach Südosteuropa und verflacht allmählich, bleibt für die Schweiz aber weiterhin wetterbestimmend. Am Samstag gelangt mit der Winddrehung auf Südwest allmählich etwas feuchtere und labilere Luft zu den westlichen Landesteilen.

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Opfikon ZH: Kleinmotorfahrzeug kracht in Kandelaber – Fahrer (18) schwer verletzt

Bei einem Selbstunfall mit einem dreirädrigen Kleinmotorfahrzeug hat sich am Donnerstagnachmittag (30.4.2026) im Glattpark (Gemeinde Opfikon) ein Mann schwere Verletzungen zugezogen. Er musste in ein Spital gebracht werden.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.