Schweiz

Steinen SZ: Auto gerät während der Fahrt in Vollbrand – Fahrer muss ins Spital

Am Mittwochabend, 15. Januar 2026, geriet auf der Sägelstrasse in Steinen ein Auto während der Fahrt in Brand. Der Lenker konnte sich retten, wurde aber wegen Verdachts auf Rauchgasvergiftung ins Spital gebracht. Die Brandursache wird untersucht.

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Liestal BL: 60 Teilnehmer schnuppern Polizeiluft beim ersten Infoanlass 2026

Am 14. Januar 2026 fand in der Gutsmatte in Liestal der erste Infoanlass zum Polizeiberuf im Jahr 2026 statt. Rund 60 Teilnehmende konnten spannende Einblicke in den Alltag der Polizei gewinnen, Fragen stellen und zum ersten Mal Polizeiluft schnuppern.

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Wetter am Freitag, 16.01.2026: Nebel im Norden, Sonne und Föhn in den Alpen

Die Schweiz liegt in den kommenden Tagen zwischen einer Tiefdruckzone über Westeuropa und einem kräftigen, blockierenden Hoch über Russland. Der Alpenraum liegt dadurch in einer milden südlichen Strömung, die auf der Alpensüdseite eine mehrtägige schwache Staulage und in den Alpen eine schwache bis mässige Föhnströmung auslöst. Über den Niederungen der Alpennordseite liegt ab Freitag ein nebliger Kaltluftsee.

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Delémont JU: Auto prallt beim Abbiegen mit E-Bike zusammen

Am Donnerstag, dem 15. Januar 2026, ereignete sich gegen 17:45 Uhr in Delémont ein Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem E-Bike. Ein Autofahrer bog auf der Avenue de la Gare in die Rue de l'Avenir ein und kollidierte mit einem entgegenkommenden Radfahrer.

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Zürich ZH: Datenschutz, Überwachung und elektronische Fussfesseln neu im Gesetz

Der Vollzug von Strafen und Massnahmen ist im Straf- und Justizvollzugsgesetz des Kantons Zürich geregelt. Diverse Entwicklungen der letzten Jahre, insbesondere die digitale Transformation, erfordern eine Anpassung des Gesetzes.

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Winterthur ZH: 93-Jähriger fährt zu früh los – Ehefrau stürzt beim Einsteigen

Am Mittwochnachmittag, 14. Januar 2026, kurz nach 16 Uhr, wollten ein 93-jähriger Mann und seine Frau in ihr Auto, das an der Rosenstrasse parkiert war, einsteigen und losfahren. Der Mann setzte sich zuerst ins Auto und wartete, bis seine 91-jährige Frau vermeintlich eingestiegen war.

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Winterthur ZH: Kollision mit Wildschwein auf Steigstrasse – Tier verletzt geflüchtet

Am Donnerstagvormittag, 15. Januar 2026, kurz vor 11 Uhr, meldete eine Frau der Einsatzzentrale, dass sie ein Wildschwein angefahren habe. Gemäss ersten Erkenntnissen fuhr die Frau auf der Steigstrasse von Brütten in Richtung Winterthur, als das Wildschwein auf die Fahrbahn rannte und es zur Kollision kam.

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Frick AG: Polizei Oberes Fricktal mit Rekord – über 3’000 Fälle im Jahr 2025 bearbeitet

Anfangs Januar 2026 führte die Polizei Oberes Fricktal den traditionellen Jahresrapport durch. Polizeichef Oblt Werner Bertschi blickte auf ein ereignisreiches Jahr 2025 zurück. Die Anzahl der bearbeiteten Fälle erreichte innerhalb des letzten Kalenderjahres erstmals einen neuen Höchststand von über 3'000. Höhepunkt des Jahresrapportes waren die Beförderungen von Korpsangehörigen, welche durch den Laufenburger Alt-Stadtammann Herbert Weiss vorgenommen wurden.

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Neuenburg NE: Freiburger Polizeikommandant übernimmt Leitung des SPI im Juli 2026

Der Stiftungsrat des Schweizerischen Polizei-Instituts (SPI) in Neuenburg hat an seiner Sitzung vom 5. Dezember 2025 Philippe Allain, Kommandant der Kantonspolizei Freiburg, per 1. Juli 2026 zum neuen Direktor gewählt. Er tritt die Nachfolge von Fritz Lehmann an, der das Amt des Direktors am 1. Oktober 2025 von Stefan Aegerter ad interim übernommen hatte. Der Stiftungsrat bekräftigt mit dieser Wahl die strategische Neuausrichtung des SPI. Mit Philippe Allain übernimmt eine in der Schweizer Polizeilandschaft allseits anerkannte Persönlichkeit die Leitung des Instituts.

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Sursee LU: Baumfällungen am 27. Januar – Tempo 60 und Einspurverkehr auf Baselstrasse

Voraussichtlich am 27. Januar 2026 werden im Bognauerwald entlang der Baselstrasse zwischen Sursee und St. Erhard Holzerarbeiten durchgeführt. Zu diesem Zweck wird der Verkehr einstreifig geführt, die Höchstgeschwindigkeit wird auf 60 km/h reduziert und temporär muss die Strasse für Fällarbeiten komplett gesperrt werden.

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Rorschach SG: Polizei fasst Moldawier nach über 30 Einbrüchen in der Schweiz

Die Kantonspolizei St.Gallen hat am Dienstagnachmittag (13.01.2026) in einer Wohnung in Rorschach zwei Männer im Alter von 49 und 30 Jahren festgenommen. Der 49-Jährige war wegen Einbruchdiebstählen in der Schweiz zur Verhaftung ausgeschrieben. Die Rolle des 30-Jährigen wird noch geklärt.

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Schöllenen UR: Frau baut Unfall mit 1.02 Promille und flüchtet – Führerausweis weg

Heute Donnerstag, 15. Januar 2026, kurz nach 02.00 Uhr, wurde die Kantonspolizei Uri über ein stark beschädigtes Fahrzeug in der Schöllenen informiert, wobei keine Personen mehr vor Ort seien. Aufgrund der Ermittlungsarbeiten konnte die Lenkerin des Fahrzeugs mit Urner Kontrollschildern ausfindig gemacht werden.

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Frutigen BE: Verkehrseinschränkungen auf A6 wegen Holzereiarbeiten beim Blausee

Mitte Januar 2026 führt das ASTRA an der A6 im Kandertal auf der Höhe des Blausees eine Sicherheitsholzerei durch. Durch die Entnahme von instabilen Bäumen wird die Verkehrssicherheit erhöht und der Wald verjüngt. Der Verkehr wird während der Arbeiten durch Verkehrsdienste einspurig geführt.

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Bern BE: Unbewilligte Demo am Bahnhof – Polizei schützt Innenstadt mit Verstärkung

Für kommenden Samstagnachmittag wird zu einer unbewilligten Kundgebung auf dem Bahnhofplatz in Bern aufgerufen. Gleichzeitig findet an der Thunstrasse eine bewilligte Veranstaltung statt. Aufgrund der erwarteten Anzahl Teilnehmenden ist mit Verkehrseinschränkungen zu rechnen.

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Rapperswil-Jona SG: 37-Jährige beim Überqueren der Strasse von Auto erfasst

Am Donnerstagmorgen (15.01.2026) ist auf der Aubrigstrasse eine 37-jährige Frau auf einem Fussgängerstrasse angefahren worden. Sie wurde unbestimmt verletzt. Der Rettungsdienst brachte sie ins Spital.

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St.Gallen SG: 100’000 Franken Schaden bei Brand in leerstehendem Einfamilienhaus

Am Mittwochabend (14.01.2026) ist es in einem leerstehenden Einfamilienhaus an der Stickerstrasse zu einem Brand gekommen. Die Feuerwehr konnte den Brand löschen. Es entstand Sachschaden im Wert von rund 100’000 Franken.

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Sargans SG: Vier Franzosen nach Einbruch in Garagenbetrieb festgenommen

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (15.01.2026) ist der Notruf- und Einsatzleitzentrale St.Gallen ein Einbruch in einen Garagenbetrieb gemeldet worden. Vier Franzosen zwischen 22 und 25 Jahren konnten nach einer Fahndung festgenommen werden.

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Region Bodensee SG: Mehrere Kinder angesprochen – Polizei sucht Flyer-Verteiler

Die Kantonspolizei St.Gallen hat zwischen Montag (12.01.2026) und Mittwoch (14.01.2026) drei Meldungen erhalten, dass Kinder von Männern aus dem Auto angesprochen worden seien. Die Ermittlungen wurden aufgenommen und es wird geprüft, ob die Meldungen einen Zusammenhang haben. Mittlerweile ist bekannt, dass eine Person, welche auf das Signalement der drei Meldungen passt, in Rorschach Flyer in einem Briefkasten verteilt hat. Diese Person wird gebeten, sich unverzüglich bei der Polizeistation Rorschach zu melden.

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Luzern LU: Auto kracht auf A2 in Sattelschlepper – eine Person im Spital

Heute Morgen hat sich auf der Autobahn A2 in Luzern eine Kollision zwischen einem Sattelmotorfahrzeug und einem Auto ereignet. Eine Person wurde verletzt. Der Unfall führte zu Rückstau im Morgenverkehr.

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Schaffhausen SH: Zwei Autos kollidieren bei Einfahrt in Mühlentalstrasse – hoher Schaden

Am späteren Dienstagnachmittag (13.01.2026) hat sich in der Stadt Schaffhausen eine seitliche Frontalkollision zwischen zwei Autos ereignet. Personen wurden dabei keine verletzt. Die Unfallursache und der Unfallhergang sind Gegenstand laufender Ermittlungen der Schaffhauser Polizei.

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Kanton Zürich: 47'000 Rettungseinsätze im Jahr 2025 – Notrufe nehmen deutlich zu

Die Rettungskräfte der Sanität und die Feuerwehr von Schutz & Rettung Zürich leisteten 2025 insgesamt 47 016 Einsätze, fast zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Die eingegangenen Notrufe lagen rund sechs Prozent über dem Vorjahresniveau.

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Thayngen SH: 23-Jähriger baut Selbstunfall bei Baustelle auf A4 – Auto zerstört

Am Dienstagnachmittag (13.01.2026) hat sich - aus noch ungeklärten Gründen - auf der A4 in Thayngen ein Alleinunfall mit einem Auto ereignet. Personen wurden dabei keine verletzt. Am Unfallauto entstand Totalschaden.

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Wetter am Donnerstag, 15.01.2026: Sonne nach Restwolken – föhnig in den Alpentälern

Nach dem Durchzug einer schwachen Störung über die Alpennordseite in der Nacht auf Donnerstag entwickelt sich über Westeuropa eine umfangreiche Tiefdruckzone, während über Russland ein kräftiges, blockierendes Hoch entsteht. Der Alpenraum kommt dadurch in einer milden südwestlichen Strömung zu liegen. Diese dreht in den folgenden Tagen über Süd auf Südost, dabei stellt sich auf der Alpensüdseite eine mehrtägige schwache Staulage und in den Alpen eine schwache bis mässige Föhnströmung ein. Im Flachland der Alpennordseite liegt ab Freitag ein nebliger Kaltluftsee.

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Freiburg FR: Polizei sucht junge Ermittler – Aktionstag mit illegaler Transaktion als Fall

Eine illegale Transaktion steht bevor… Die Kantonspolizei Freiburg braucht deine Hilfe! Hast du schon immer davon geträumt, wie Ermittler zu arbeiten, verdächtige Personen zu stellen und ein spannendes Abenteuer bei der Polizei zu erleben?

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Boudevilliers NE: Brand im Dorfzentrum – Dach beschädigt, zwei Personen untersucht

Am Mittwoch, dem 14. Januar, gegen 10:05 Uhr, rückte die Feuerwehr Val-de-Ruz (SDI Val-de-Ruz) zu einem gemeldeten Brand im Centre du Village 5 in Boudevilliers aus. Die Feuerwehrleute brachten den Brand schnell unter Kontrolle.

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Kloten ZH: Passagierrekord 2025 – Flughafen Zürich übertrifft erstmals Zahlen von 2019

Im Jahr 2025 sind 32.6 Millionen Passagiere über den Flughafen Zürich geflogen. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Zunahme von 4.5%. Gegenüber 2019 lagen die Passagierzahlen bei 103.4%. Die Passagierzahlen übertreffen erstmals im Gesamtjahr das Vorkrisenniveau. Auf Jahresbasis sind in der Flughafengeschichte noch nie mehr Menschen über den Flughafen Zürich gereist wie 2025.

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Wengen BE: Spektakuläre Überflüge – Patrouille Suisse eröffnet Lauberhornrennen

Die Patrouille Suisse wird an den 96. Internationalen Lauberhornrennen 2026 in Wengen an mehreren Tagen mit eindrucksvollen Überflügen und Flugshows zu sehen sein. Das Kunstflugteam der Schweizer Luftwaffe ist damit erneut ein fester Bestandteil des offiziellen Rahmenprogramms des traditionsreichen Weltcup-Events im Berner Oberland.

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Allmendingen BE: Auto überschlägt sich nach Kurve – Lenkerin verletzt im Spital

Am Mittwochnachmittag ist es in Allmendingen bei Bern zu einem Selbstunfall gekommen. Die Autolenkerin wurde verletzt ins Spital gebracht. Der Unfall wird untersucht.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.