Schweiz

Rümlang ZH: 80-Jähriger baut Unfall – 12-jähriges Mädchen von Pfosten getroffen

Bei einem Verkehrsunfall am Freitagmittag (9.1.2026) in Rümlang zog sich der Unfallverursacher Verletzungen zu. Ein 12-jähriges Mädchen wurde durch einen weggeschleuderten Inselschutzpfosten verletzt.

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Augst BL / Autobahn A3: Polizeieinsatz nach Verfolgung endet mit tödlichem Schuss

Am Freitagmorgen, 9. Januar 2026, kurz vor 06.30 Uhr, erhielt die Einsatzleitzentrale der Polizei Basel-Landschaft vom Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit die Meldung, dass auf der Autobahn A3 im Bereich Bözberg in Fahrtrichtung Basel drei gestohlene Personenwagen gesichtet wurden. Bei der folgenden Anhaltung im Bereich der Verzweigung Augst kam es zu einer Schussabgabe, wobei eine Person tödlich verletzt wurde.

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Kanton Schwyz: Betrüger locken mit falschem Schmuck-Shop und Tiefstpreisen

In den letzten Tagen sind bei uns mehrere Meldungen über ein angebliches Juweliergeschäft mit Räumungsverkauf eingegangen. Das Geschäft Brunner Luzern gibt es jedoch gar nicht und bei einer allfälligen Bestellung werden keine Schmuckstücke bei dir ankommen.

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Crans-Montana VS: Kanton Bern trauert und dankt Spitalpersonal und Einsatzkräften

Der Regierungsrat des Kantons Bern ist tief betroffen vom Unglück, das sich in Crans-Montana am 1. Januar ereignet hat. Seine Gedanken und sein Mitgefühl sind bei den Familien, den Angehörigen sowie den Freundinnen und Freunden der Opfer.

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St.Gallen: Kapo startet Kampagne "Da, wenn’s drauf ankommt" gegen Fachkräftemangel

Die Kantonspolizei St.Gallen lanciert eine neue Personalgewinnungskampagne "Da, wenn's drauf ankommt". Die Kampagne ist eine konkrete Massnahme gegen den Fachkräftemangel und zielt darauf, in Zukunft mehr Polizistinnen und Polizisten im Korps der Kantonspolizei St.Gallen zu beschäftigen, um künftige Herausforderungen bewältigen zu können.

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Hergiswil NW: Zwei Asylbewerber nach Autoeinbrüchen in der Nacht festgenommen

In der Nacht auf Donnerstag, 8. Januar 2026, löste um 01.40 Uhr bei einem parkierten Fahrzeug in Hergiswil die akustische Alarmanlage aus. Der Fahrzeughalter konnte noch beobachten, wie sich zwei Personen von seinem Fahrzeug entfernten und alarmierte umgehend die Polizei.

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Märstetten TG: Selbstunfall unter Alkohol – 58-Jähriger kracht in Baum

Ein alkoholisierter Autofahrer wurde am Donnerstagabend bei einem Selbstunfall in Märstetten mittelschwer verletzt. Er musste durch den Rettungsdienst ins Spital gebracht werden. Ein 58-jähriger Autofahrer fuhr gegen 23.30 Uhr auf der Dorfstrasse in Richtung Sandeggstrasse. Kurz nach der Verzweigung mit der Hubstrasse verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug, das in der Folge rechtsseitig mit einer Verkehrstafel und einem Baum kollidierte.

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Crans-Montana VS: Opferhilfestellen intensivieren Betreuung nach Brandkatastrophe

Mit vereinten Kräften setzen sich der Bund und die kantonalen Opferhilfestellen der Schweiz dafür ein, dass die Betroffenen jetzt und in Zukunft rasch und unbürokratisch die notwendige Hilfe erhalten. Das EJPD prüft, ob zusätzliche Massnahmen notwendig sind, um die Opfer und ihre Angehörigen angemessen zu unterstützen.

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Kanton St.Gallen: Vier alkoholisierte Fahrer gestoppt – einer verletzt bei Selbstunfall

Zwischen Donnerstag und Freitag (09.01.2026) wurden drei Verkehrsteilnehmer einer Kontrolle unterzogen und als alkoholisiert eingestuft. Zudem verunfallte ein 35-jähriger Mann am Buchserberg mit seinem Auto und wurde dabei verletzt. Er wurde als fahrunfähig eingestuft.

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Engelburg SG: Betrunkener Autofahrer versucht, Polizisten zu treten und zu beissen

Am Donnerstagabend (08.01.2026) fuhr ein 47-jähriger Mann mit seinem Auto in Abtwil unter Alkoholeinfluss bis zu seinem Wohnort in Engelburg. Dabei verursachte er mehrere Schäden. Im Zuge der weiteren Amtshandlungen verhielt sich der Mann gegenüber den Polizistinnen und Polizisten aggressiv und wurde tätlich gegen sie.

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Neuenkirch LU: Auto fängt auf A2 bei Raststätte Feuer – Fahrerin rettet sich rechtzeitig

Am Donnerstag (8. Januar 2026, kurz vor 17:00 Uhr) war eine Autofahrerin auf der Autobahn A2 in Richtung Norden unterwegs, als sie bemerkte, dass mit ihrem Fahrzeug etwas nicht stimmte. Sie fuhr daraufhin auf den Lastwagenparkplatz bei der Raststätte Neuenkirch.

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Biel BE: Fussgängerin von Auto erfasst – Lenkerin flüchtet trotz Kontaktaustausch

Am Mittwochabend ereignete sich in Biel ein Verkehrsunfall zwischen einer Fussgängerin und einem Auto. Die Fussgängerin wurde verletzt. Die beteiligte Autofahrerin hat sich nach dem Unfall nicht wie vereinbart gemeldet. Es werden daher Zeuginnen und Zeugen gesucht.

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Zürich ZH: Neue Rathausbrücke für mehr Hochwasserschutz – Bau startet im Januar 2026

Das Tiefbauamt baut die alte Rathausbrücke neu und sorgt für mehr Abflusskapazität der Limmat für besseren Hochwasserschutz. Das Team von Bänziger Partner AG, 10:8 Architekten und F. Preisig AG hat den Wettbewerb für das Bauprojekt gewonnen. Der Bau soll im Januar 2026 beginnen.

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Brügg BE: Garage bei Firma in Flammen – Feuerwehr löscht Grossbrand mit 32 Kräften

Am Mittwoch, 8. Januar 2026, kurz vor 11.45 Uhr, wurde der Kantonspolizei Bern eine starke Rauchentwicklung an der Wasserstrasse in Brügg gemeldet. Die unmittelbar ausgerückten Einsatzkräfte stellten vor Ort Flammen und dichten Rauch aus einer an ein Firmengebäude angrenzenden Garage fest.

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Zürich ZH: Niederlande liefern Haut für Verletzte – entscheidende Hilfe für Kliniken

Nach der verheerenden Brandkatastrophe in Crans-Montana haben Schweizer Brandverletzungszentren in grossem Umfang Spenderhaut aus den Niederlanden erhalten. Die Gewebebank ETB-BISLIFE in Haarlem stellte innerhalb weniger Tage mehrere Lieferungen von insgesamt rund 20'000 Quadratzentimetern Spenderhaut bereit; insgesamt wurden von Schweizer Kliniken etwa 123'000 Quadratzentimeter angefordert.

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Luzern LU: Schulhaus in Reussbühl überflutet – Täter demolieren WC, Schaden über 100'000 Fr.

Über die Weihnachtstage ist es im Schulhaus Staffeln im Stadt Luzerner Ortsteil Reussbühl zu einer Sachbeschädigung gekommen. Eine unbekannte Täterschaft drang in das Schulhaus ein und demolierte eine WC-Anlage. In der Folge wurden mehrere Räume mit dem auslaufenden Wasser geflutet.

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Baar ZG: Frau verliert Kontrolle auf Ägeristrasse – Crash vor Geissbüeltunnel

Gegen 11 Uhr hat eine 43-jährige Autofahrerin auf der Ägeristrasse in der Gemeinde Baar, unmittelbar vor dem Geissbüeltunnel, die Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren. Sie prallte in einen Inselschutzpfosten sowie einen Lichtsignalmasten.

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Stadt Zug ZG: Kollision auf winterlicher Hofstrasse – beide Fahrzeuge beschädigt

Ein Unfall ereignete sich kurz nach 11:00 Uhr auf der Hofstrasse in der Stadt Zug. Ein 32-jähriger Lenker, der bergwärts unterwegs war, kam in einer Kurve ins Rutschen und prallte auf der Gegenfahrbahn in ein talwärts fahrendes Auto.

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St-Blaise NE: Gelber Abschleppwagen touchiert Spiegel – Polizei sucht Zeugen

Am Mittwoch, dem 7. Januar, zwischen 11:50 Uhr und 12:10 Uhr, fuhr ein gelber Abschleppwagen auf der Avenue des Champs-Montants von St-Blaise in Richtung Marin-Epagnier. Dabei berührte sein Aussenspiegel den eines entgegenkommenden, verkehrsbedingt stehenden Fahrzeugs.

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Martigny VS: Offizielle Gedenkfeier am 9. Januar – Live-Übertragung in Crans-Montana

Die nationale Gedenkfeier für die Opfer wird vom Bund und vom Kanton Wallis organisiert und findet am Freitag, 9. Januar 2026, in Martigny statt. Der Zugang zu dieser offiziellen Zeremonie ist ausschliesslich persönlich eingeladenen Personen vorbehalten. Die Feier wird live im Fernsehen sowie in Crans-Montana übertragen.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.