Schweiz

Martinach VS: Nationale Gedenkfeier für Opfer der Brandkatastrophe in Crans-Montana

Um den Menschen zu gedenken, die beim Brand in Crans-Montana ums Leben gekommen sind, und um die Verletzten und ihre Angehörigen zu unterstützen, findet am 9. Januar 2026 im CERM in Martinach eine offizielle Gedenkfeier statt. Der Bundespräsident, der Präsident des Walliser Staatsrats, mehrere europäische Präsidenten sowie hochrangige Vertreterinnen und Vertreter anderer von dieser Tragödie betroffener Staaten werden daran teilnehmen.

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Schweiz: Achtung Betrug – Fake-Mails zur AXA-Rückerstattung im Umlauf

Cyberkriminelle verschicken gefälschte E-Mails im Namen der AXA Versicherungen AG mit dem Betreff «Rückerstattung». Hierbei wird auf die Login-Daten, persönliche Informationen sowie die Kreditkartendaten abgezielt.

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Feuerthalen SH: 130-jährige Rheinbrücke wird saniert – Bahnverkehr Monate unterbrochen

Die SBB startet im Januar mit der Sanierung der Rheinbrücke auf der Strecke zwischen Schaffhausen und Feuerthalen. Die 130-jährige Brücke erhält während rund anderthalb Jahren eine Gesamterneuerung. Die Arbeiten führen ab Mitte Mai 2026 zu einer rund dreimonatigen Sperrung der Brücke für den gesamten Zugverkehr.

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Zürich ZH: Schweigeminute und Gedenkanlass nach Brandkatastrophe in Crans-Montana

Das Brandunglück in Crans-Montana macht den Stadtrat tief betroffen. Er ist in Gedanken bei den Opfern und ihren Angehörigen. Zur schweizweiten Schweigeminute treffen sich Mitglieder des Stadtrats am Freitag um 14 Uhr auf dem Münsterhof. Der Stadtrat lädt die Bevölkerung ein, sich dem stillen Gedenken anzuschliessen.

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Romainmôtier VD: Polizeihund verfolgt Spur über zehn Kilometer – Einbrecher gefasst

Am 2. Januar 2026 wurde die Waadtländer Polizeizentrale darüber informiert, dass eine Person in eine Wohnung in Romainmôtier eingedrungen war und eine Handtasche entwendet hatte, bevor sie flüchtete. Rasch richteten Patrouillen der Gendarmerie ein Fahndungsdispositiv ein. Dieses führte zur Anhaltung des Tatverdächtigen, der im Verdacht steht, am selben Abend zwei weitere Einbruchdiebstähle begangen zu haben. Das Verfahren wird durch die Staatsanwaltschaft geführt.

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Spiez BE: A8-Leissigentunnel wegen Erneuerung der Technik nachts gesperrt

Anfang der 2030er-Jahre wird die A8 zwischen Spiez und Interlaken-West im Rahmen eines Unterhaltsprojekts saniert und erneuert. Zur Optimierung der Bauabläufe werden bereits in der ersten Hälfte 2026 verschiedene elektrische Anlagen im Leissigentunnel ersetzt oder erneuert sowie zur Synergienutzung auch bauliche Massnahmen umgesetzt. Dafür kommt es von Januar bis ca. Juli 2026 zu Sperrungen.

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Gotthard TI: San-Gottardo-Basistunnel wegen Unterhalt 12 Tage teilweise gesperrt

Zwischen dem 12. und 23. Januar 2026 ist im San-Gottardo-Basistunnel das verlängerte Unterhaltsfenster für das Jahr 2026 vorgesehen. Während dieser zwölf Tage wird der grösste Teil des Personenverkehrs über die Panoramastrecke umgeleitet, was zu einer Verlängerung der Reisezeit um rund eine Stunde führt.

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Stans NW: Gedenkgottesdienst für Opfer der Brandkatastrophe in Crans-Montana

Am Freitag, 9. Januar 2026, findet in Stans ein Gedenkgottesdienst für die Opfer der Brandkatastrophe in Crans-Montana statt. Die Bevölkerung ist herzlich zur Teilnahme eingeladen. Der Gottesdienst wird von der römisch-katholischen und der reformierten Kirche gemeinsam gestaltet und vom Kanton mitgetragen.

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Samnaun GR: 68-jähriger Skifahrer stirbt nach Unfall auf blauer Piste (Zeugenaufruf)

Am Dienstag ist es im Skigebiet Samnaun/Ischgl zu einem tödlichen Skiunfall gekommen. Ein Mann erlitt dabei schwere Verletzungen und verstarb noch auf der Unfallstelle. Die Kantonspolizei Graubünden sucht Zeugen.

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Schweiz: Eisglätte am Morgen sorgt für Stürze – höchste Gefahr zwischen 6 und 8

Aktuell droht Gefahr durch Eisglätte – besonders morgens zwischen 6 und 8 Uhr. Regen, Schnee und überfrierende Nässe verwandeln Gehwege und Strassen in gefährliche Eisbahnen. Jeden Winter verletzten sich tausende Menschen in ihrer Freizeit im Freien bei Sturzunfällen – jede zweite Person so schwer, dass sie mehrere Tage bei der Arbeit fehlt.

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Gasel BE: Flammen und starker Rauch – Holzschnitzelhalle nach Brand stark beschädigt

Am Dienstagnachmittag ist es in Gasel zu einem Brand in einer Holzschnitzelhalle gekommen. Die ausgerückten Feuerwehren konnten das Feuer rasch unter Kontrolle bringen. Die Lagerhalle wurde stark beschädigt. Es wurden keine Personen verletzt. Ermittlungen sind im Gang.

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Aarau AG: Neues Jahr, neuer Job? Kantonspolizei Aargau lädt zum Infoabend ein

Ob Marathon oder Polizeilauf - haben Beni und Lisa es geschafft ihre Vorsätze 2025 zu realisieren? Und ob.

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Kanton Uri: Sirenentest mit Allgemeinem Alarm und Alertswiss-Meldungen am 4. Februar 2026

Am Mittwoch, 4. Februar 2026, findet in der ganzen Schweiz der jährliche Sirenentest statt. Mit dem Test werden die Sirenen überprüft, damit sie im Ereignisfall zuverlässig alarmieren. Zum Test gehören Meldungen via die Alertswiss-App. Anlässlich des Sirenentests lanciert das BABS zusätzliche Sprachversionen für den Notfallplan. Die Bevölkerung muss keine Massnahmen ergreifen.

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Kantonspolizei Basel-Stadt: Live auf Instagram – Polizei Talk startet ins neue Jahr

Zum ersten Mal im neuen Jahr könnt ihr die Kantonspolizei Basel-Stadt im Polizei Talk erleben – live auf Instagram. Die Kapo meldet sich zurück im neuen Jahr – nächsten Dienstag geht’s wieder live!

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Stadt Schaffhausen SH: Auto schleudert auf A4 über Fahrbahnen und kollidiert mit Betonwand

Am frühen Dienstagabend (06.01.2026) kam es in der Stadt Schaffhausen auf der A4 zwischen der Rheinbrücke und dem Fäsenstaubtunnel zu einem Verkehrsunfall, wobei niemand verletzt wurde. Am Fahrzeug entstand Sachschaden.

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Kanton Zürich: Vereiste Autoscheiben – Kantonspolizei warnt vor Gefahren und Bussen

Momentan ist es im ganzen Kanton sehr kalt. Das Resultat: vereiste Autoscheiben.

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Wetter am Mittwoch, 07.01.2026: Sonnig, später bewölkt mit leichtem Schneefall am Abend

Am Mittwoch lässt der Hochdruckeinfluss nach. Am Abend und in der Nacht auf Donnerstag erreicht uns von Frankreich her die Mischfront eines Tiefs über der Nordsee. Am Donnerstag folgt mit einer zunehmend starken Westströmung die Warmfront des Sturmtiefs "Goretti" mit Zentrum über dem Ärmelkanal. Sie verdrängt die seit Tagen dominierende Polarluft nach Osten. Dahinter strömt mit starkem Westwind feuchte und vorübergehend deutlich mildere Atlantikluft in die Schweiz. Im Laufe des Freitags und Samstags zieht das Tief langsam weiter nach Deutschland. Auf seiner Rückseite dreht die Strömung auf Nordwest und führt wieder kältere sowie feuchtlabile Polarluft zur Alpennordseite.

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Stadt Basel BS: Lücke im Tramnetz soll mit neuem Abzweiger geschlossen werden

Bis anhin können Trams von der Güterstrasse herkommend nicht in die Margarethenstrasse Richtung Binningen abbiegen, weil an der Kreuzung Güterstrasse/Margarethenstrasse eine entsprechende Gleisverbindung fehlt. Das führte während der Sperrung der Margarethenbrücke 2023 dazu, dass das Gundeli und auch Fahrgäste aus Binningen über Monate auf einen Teil ihrer Tramverbindungen verzichten mussten.

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Stadt Schaffhausen SH: 33 Beförderungen und zwei Inpflichtnahmen bei der Polizei

An der jährlichen Beförderungsfeier der Schaffhauser Polizei wurden am Montag (5.1.2026) insgesamt 33 Polizistinnen und Polizisten in höhere Dienstgrade befördert. Zudem wurden zwei Polizistinnen und Polizisten offiziell ins Korps aufgenommen.

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Sitten VS: Staatsrat beschliesst umfassende Hilfe nach Brand in Crans-Montana

Der Staatsrat hat in einer ausserordentlichen Sitzung in Sitten beschlossen, die vom Brand in Crans-Montana betroffenen Familien finanziell und administrativ zu unterstützen, insbesondere durch die Opferhilfe-Beratungsstellen nach dem Opferhilfegesetz (OHG). Die Regierung beabsichtigt zudem, den verschiedenen Einsatzteams, die im Rahmen dieses Dramas tätig waren, Hilfe zu leisten.

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Stadt St.Gallen SG: Explosion bei Garagenbrand – Feuerwehr mit Grosseinsatz

Am Dienstag (06.01.2026) ist es in der Tiefgarage eines Mehrfamilienhauses zu einem Brand gekommen. Verletzt wurde niemand. Es entstand jedoch hoher Sachschaden. Die Brandursache ist noch unklar und wird durch die Kantonspolizei St.Gallen abgeklärt.

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Egnach TG: Frontalkollision auf Hauptstrasse – zwei Erwachsene und Säugling verletzt

Zwei Erwachsene sowie ein Säugling wurden am Dienstagmittag bei einer Frontalkollision zwischen zwei Autos in Egnach leicht verletzt. Sie mussten durch den Rettungsdienst ins Spital gebracht werden.

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Burgdorf BE: Brand in Mehrfamilienhaus macht Wohnungen unbewohnbar

Am Montagabend ist es in Burgdorf zu einem Brand in einem Mehrfamilienhaus gekommen. Die ausgerückte Feuerwehr konnte das Feuer löschen. Es wurden keine Personen verletzt. Ermittlungen zur Brandursache wurden aufgenommen.

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Zürich ZH: Kanton warnt vor Eisflächen – nur freigegebene Gewässer betreten

Eisflächen auf Gewässern locken zum Betreten. Es herrscht aber grosse Gefahr, wenn eine Eisfläche nicht genügend tragfähig ist.

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Luterbach SO: A1-Rampe BE–SO eine Nacht gesperrt – Arbeiten an Unterführung

Im Rahmen des 6-Streifen-Ausbaus Luterbach–Härkingen muss die Rampe Bern–Solothurn bei der Verzweigung Luterbach für eine Nacht gesperrt werden. Grund dafür sind Instandsetzungsarbeiten am Bauwerk Z34 (Autobahnunterführung) sowie die Einrichtung einer Pannenstreifenbaustelle.

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Biel/Bienne BE: Bahnverkehr eingeschränkt zwischen Biel und Douanne bis Juni 2026

Zwischen Biel/Bienne und Douanne finden vom 10. Januar bis 22. Juni 2026 an insgesamt zehn Wochenenden Strassenbauarbeiten in unmittelbarer Nähe der Bahngeleise statt. Die Regionalzüge der Linien R13 und R16 halten während der Arbeiten nicht in Tüscherz. Zwischen Tüscherz und Biel/Bienne verkehren Ersatzbusse.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.