Schweiz

Glarus GL: Polizei startet Aktion "Licht gibt Sicht" – Fokus auf Sichtbarkeit im Verkehr

Mit Beginn der dunklen Jahreszeit steigt das Risiko von Verkehrsunfällen deutlich. Wer dunkel gekleidet ist oder ohne Licht fährt, wird oft zu spät erkannt – die verbleibende Zeit zum Reagieren oder Bremsen reicht dann nicht mehr aus.

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Schaffhausen SH: 29-Jährige Rumänin beisst Polizisten und tritt Polizistin ins Spital

Am späteren Sonntagabend (12.10.2025) hat eine alkoholisierte und unter Drogeneinfluss stehende Frau in der Stadt Schaffhausen eine Polizistin und einen Polizisten, die ihr helfen wollten, mutwillig verletzt. Aufgrund einer Verletzung, die sich die Frau vorab bei einem Streit mit einer anderen Frau zugezogen hatte, musste sie – wie auch die beiden Polizeikräfte – ins Spital gebracht werden. Der Vorfall ist Gegenstand laufender Ermittlungen.

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Basel BS: 129 Festnahmen bei Polizei-Schwerpunktaktion gegen Kriminalität

Seit Ende August geht die Kantonspolizei Basel-Stadt mit gezielten Kontrollen und konsequentem Einschreiten erneut gegen die Kriminalität an städtischen Hotspots vor. Erste Ergebnisse zeigen: Der erhöhte Kontrolldruck entfaltet Wirkung und erhöht die Sicherheit im öffentlichen Raum.

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Oberurnen GL: Lastwagen reisst Leitplanke mit – Chauffeur fährt einfach weiter

Am Montag, 13. Oktober 2025, ca. 17.30 Uhr, ereignete sich auf dem Autobahnzubringer in Oberurnen ein Verkehrsunfall. Ein Sattelschlepper fuhr in der Ausfahrt Oberurnen zu nahe an die linke Leitplanke, wodurch er nicht mehr genügend Freiraum hatte, um das Linksabbiegemanöver auf die Flechsenstrasse in Richtung Weesen korrekt durchzuführen.

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Sarnen OW: Polizei Obwalden vereidigt fünf neue Mitglieder – Amtseid im Rathaus

Am Montagabend wurden im Rahmen einer kleinen Feier im Rathaus Sarnen zwei Polizistinnen und drei Polizisten offiziell ins Korps der Kantonspolizei Obwalden aufgenommen. Nach ihrer zweijährigen Ausbildung an der Interkantonalen Polizeischule Hitzkirch und bei der Kantonspolizei Obwalden haben S. Rohrer und C. Koch die Prüfung zur Polizistin bzw. zum Polizisten mit sehr guten Leistungen bestanden und den eidgenössischen Fachausweis erlangt.

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Kinderleiche in Wald gefunden: Vermisster Fabian (8) vermutlich tot

Bei der fortgesetzten Suche nach dem vermissten achtjährigen Fabian aus Güstrow, der seit dem 10.10.2025 vermisst wird, haben Einsatzkräfte in einem Waldgebiet südlich von Rostock eine Kinderleiche entdeckt. Nach Angaben der Polizei deutet derzeit vieles darauf hin, dass es sich um den gesuchten Jungen handelt.

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Schaffhausen SH: Autofahrer missachtet Vortritt – Motorradfahrer (18) bei Kollision verletzt

Am frühen Montagmorgen (13.10.2025) kam es bei der Einmündung Herblingerstrasse/Gennersbrunnerstrasse in der Stadt Schaffhausen zu einer Kollision, nachdem ein Autofahrer einem Motorradfahrer den Vortritt nahm. Infolgedessen prallte der Motorradfahrer ins Auto. Er wurde dabei verletzt und musste zur Kontrolle ins Spital gebracht werden.

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Wabern BE: E-Biker prallt gegen Lieferwagentür – verletzt ins Spital gebracht

Am Dienstagmorgen ist es in Wabern zu einer Kollision zwischen einem E-Bike und einem Lieferwagen gekommen. Der E-Bike-Fahrer wurde verletzt und mit einer Ambulanz ins Spital gebracht. Ermittlungen zum Unfallhergang wurden aufgenommen.

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Niederurnen GL: Einbrecher knacken Spielautomat in Restaurant – Bargeld gestohlen

In der Nacht von Sonntag, 12. Oktober, auf Montag 13. Oktober 2025, ereignete sich in einem Gastronomiebetrieb an der Hauptstrasse in Niederurnen ein Einbruchdiebstahl. Eine unbekannte Täterschaft entfernte die Bolzen der Eingangstür und verschaffte sich so Zutritt zu den Räumlichkeiten.

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Zürich ZH: Türen zu, Licht an – Polizei zeigt, wie man Einbrecher abschreckt

Sichern Sie Ihr Zuhause und schützen Sie Ihre Wertsachen. Oft genügen bereits einfache Massnahmen, um Einbrecher abzuschrecken und Diebe fernzuhalten. Bei einer individuellen Sicherheitsberatung der Kantonspolizei Zürich erfahren Sie mehr.

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Altdorf UR: Schüler simulieren Notlagen – Sicherheitswoche stärkt Krisenkompetenz

Wie kann sich ein Land auf Krisen vorbereiten? Wer muss was tun, damit die Bevölkerung geschützt und die Grundversorgung gewährleistet ist? In der Sicherheitswoche gingen Schülerinnen und Schüler diesen Fragen auf den Grund: Sie entwickelten eigenständig Lösungen für mögliche Katastrophen und Notlagen und lernten die Partnerorganisationen des Bevölkerungsschutzes (Polizei, Feuerwehr, Gesundheitswesen, Zivilschutz, technische Betriebe) und die Rolle der Armee kennen.

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Schweiz: Telefonbetrüger verlangen "Gebühr" für angeblichen Lotto-Gewinn

Mit immer neuen Szenarien versuchen Betrüger an Geld zu kommen. Das Versprechen eines angeblich hohen Gewinns ist eine solche Masche, die die Täter in den unterschiedlichsten Varianten anwenden.

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Schweiz: Falsche Polizisten am Telefon – neue Betrugsmasche setzt auf Schock und KI

Ein Anruf mit einer schockierenden Nachricht: Ein angebliches Familienmitglied steckt in ernsthaften Schwierigkeiten. Betrüger geben sich am Telefon als Polizisten oder Staatsanwälte aus und nutzen gezielt Angst und Zeitdruck, um an Geld zu kommen.

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Salez SG: Unterwegs trotz Ausweisentzug – Traktor kracht in Autos und Brückengeländer

Am Montag (13.10.2025), kurz vor 14:30 Uhr, ist ein 31-jähriger Mann mit seinem Traktor auf der Wislenstrasse verunfallt. Er entfernte sich vom Unfallort, ohne sich um den Schaden zu kümmern. Er wurde als fahrunfähig eingestuft.

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Basel BS: 64-Jähriger schmuggelt Diamantencollier (80’000 Fr.) unter Autositz

Mitarbeitende des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) haben Mitte September in Basel ein Diamantencollier im Wert von rund 80'000 Franken unter dem Fahrersitz eines Personenwagens entdeckt. Der 64-jährige Fahrer aus Luxemburg hatte das Schmuckstück bei der Einreise nicht deklariert.

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Pfäffikon SZ: Zwei tschechische Sprayer nach Flucht festgenommen

Am Sonntag, 12. Oktober 2025, erhielt die Polizei kurz nach 13:30 Uhr die Meldung von aufmerksamen Anwohnern, wonach sich zwei verdächtige Personen im Bereich der Hurdnerwäldlistrasse in Pfäffikon aufhalten. Eine Polizeipatrouille traf kurz darauf vor Ort ein und konnte zwei Personen in der Nähe von abgestellten Bahnwagen sichten.

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Mörschwil SG: Auto kracht in Baustellenmulde – 66-Jähriger Lenker kämpft um sein Leben

Am Montagabend (13.10.2025), kurz vor 22:30 Uhr, ist es auf der Autobahn A1, Höhe Verzweigung Meggenhus, zu einem Selbstunfall mit einem Auto gekommen. Ein 66-jähriger Mann prallte mit seinem Auto im Baustellenbereich in der Ausfahrt Meggenhus in eine Mulde. Er wurde lebensbedrohlich verletzt.

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Basel BS: 20-Jähriger am Strassenrand verprügelt – Schweizer und Türke gefasst

Am Sonntag, 12. Oktober 2025, circa 01.15 Uhr, haben zwei Männer einen 20-Jährigen bei der Einmündung Hegenheimerstrasse/Bartenheimerstrasse verletzt. Die Sanität der Rettung Basel-Stadt brachte den Geschädigten ins Spital. Die Kantonspolizei Basel-Stadt konnte die Tatverdächtigen anhalten und nahm sie in Polizeigewahrsam; die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt verfügte später deren Festnahme.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.