Schweiz

Wetter am Donnerstag, 09.10.2025: Wolken, Nebel und milde Temperaturen

Die Schweiz liegt im Einflussbereich eines umfangreichen Hochdruckgebiets über dem Atlantik. In der Nacht auf Donnerstag sorgt eine schwache Störung eines Tiefs über dem Nordmeer auf der Alpennordseite für eine Anfeuchtung der unteren Luftschichten. Bereits auf Freitag nimmt der Hochdruckeinfluss erneut zu und trocknet die Luft im Alpenraum wieder ab, es bleibt allerdings eine feuchte Grundschicht zurück.

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Herbstliche Live-Fahrt im Glarnerland: Verkehrstipps von Polizei.news und DerToni

Der Oktober zeigt sich in der Schweiz von seiner wechselhaften Seite. Noch vor wenigen Tagen lag auf vielen Höhenlagen Schnee, heute fährt man bei 16 Grad durch farbenfrohe Herbstlandschaften. Genau in dieser wettertechnischen Grauzone liegt die Herausforderung für Verkehrsteilnehmer. Wie schnell können sich Bedingungen ändern, wie gross sind die Risiken durch fehlende Vorbereitung? Polizei.news-Markenbotschafter Antoni Spitaleri, vielen bekannt als "DerToni", bringt diese Themen im aktuellen Polizei.news-Livestream auf den Punkt.

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Giftige Gase in Metallbetrieb – vier Verletzte, Großalarm

Mainaschaff, Bayern (Deutschland): Am Dienstagabend (07.10.2025) kam es zu einem Vorfall in einem Metallverarbeitungsbetrieb. Hier kam es zum Austritt von giftigen Gasen. Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei sind mit einem Großaufgebot vor Ort.

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Boot kentert auf der Mur – 24-jähriger nach Suche tot geborgen

Liebenau, Steiermark (Österreich). Mittwochfrüh, 8. Oktober 2025, kenterte im Bereich der Murbrücke der Südautobahn (A2) ein mit drei Personen besetztes Boot. Zwei Personen konnten gerettet werden, eine Person wird derzeit noch vermisst.

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Aargau AG: 31 neue Aspirantinnen und Aspiranten starten Polizeiausbildung

Startklar für die Zukunft im Blau! Heute haben 31 motivierte Aspirantinnen und Aspiranten ihre zweijährige Polizeiausbildung an der IPH Hitzkirch gestartet.

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Solothurn SO: Polizei-Spiel und Tambouren Erlinsbach laden zum Konzert "Milestones"

Das Spiel der Kantonspolizei Solothurn freut sich als Gastformation für das 47. Jahreskonzert unter dem Motto "Milestones" die Tambouren Erlinsbach im Konzertsaal begrüssen zu dürfen. Sei dabei und erlebe die kunstvolle Verbindung von kraftvollen Schlägen und harmonischen Melodien – für einen Rhythmus, der bewegt, und Meilensteine, die damit gesetzt werden.

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Netstal GL: 72-Jähriger verursacht Auffahrunfall – Lenkerin mit Brustschmerzen ins Spital

Am Mittwoch, 08. Oktober 2025, ca. 12.30 Uhr, ereignete sich auf der Landstrasse, Höhe Passerelle, ein Auffahrunfall. Ein 72-jähriger Autolenker war in Netstal Richtung Glarus unterwegs und bemerkte das Anhalten des vor ihm fahrenden Fahrzeugs nicht, worauf es zur Kollision kam.

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Schweizer Armee: Kompetenzzentrum Weltraum – 850 Mio. für neue operationelle Fähigkeiten

An seiner Sitzung vom 8. Oktober 2025 hat der Bundesrat die «Gesamtkonzeption Weltraum» der Armee zur Kenntnis genommen. Sie zeigt auf, welche Fähigkeiten die Armee im Weltraum bis Mitte der 2030er-Jahre aufbauen wird, um die Verteidigungsfähigkeit stärken und sicherheitsrelevante Dienste für die Schweiz bereitstellen zu können.

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Kantonspolizei St.Gallen: 130 Fahrradunfälle im Jahr 2024 – fast alle mit Verletzten

Im Jahr 2024 ist es im Kanton St.Gallen zu 130 Unfällen mit mindestens einem Fahrrad gekommen. In über 98 % kam es dabei zu Personenschaden.

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Rickenbach SZ: 25-Jähriger bemerkt Brandgeruch – Auto vollkommen zerstört

Am Dienstagabend, 7. Oktober 2025, musste die Feuerwehr Stützpunkt Schwyz kurz vor 20 Uhr wegen eines Fahrzeugbrandes ausrücken. Ein 25-jähriger Mann war in Rickenbach auf der Ibergereggstrasse in Fahrtrichtung Ibergeregg unterwegs, als er Brandgeruch wahrnahm und der Motor seines PWs zu stottern begann.

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Schweiz: Warnung vor gefälschten Ticket-Webseiten – Betrugsmasche mit Events

Immer wieder tauchen Internetseiten auf, die Tickets für Festivals, Märkte oder andere Events anbieten. Sie werben mit stimmungsvollen Bildern, emotionalen Botschaften und scheinbar attraktiven Preisen.

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Pragelpass im Fokus: Outdoor-Paradies und Ruheoase der Zentralschweiz

Der Pragelpass verbindet das Muotatal im Kanton Schwyz mit dem Klöntal im Kanton Glarus. Er liegt auf einer Höhe von rund 1‘550 Metern und führt durch eine landschaftlich eindrucksvolle Region der Zentralschweiz. Bekannt ist der Pass für seine spektakulären Ausblicke auf die umliegenden Berge und Täler und die besondere Ruhe, da er an Wochenenden für den motorisierten Verkehr gesperrt ist. Dadurch wird der Pragelpass vor allem für Velofahrende, Wandernde und Naturliebende zu einem beliebten Ziel. Im folgenden Beitrag erfahren Sie mehr über die vielfältige Natur und Landschaft rund um den Pragelpass, seine kulturelle Bedeutung, die zahlreichen Möglichkeiten für Aktivitäten und Erlebnisse sowie wichtige Aspekte der Verkehrssicherheit und Prävention auf dieser alpinen Passstrasse.

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Lugano TI: Maschinisten trainieren mit Eurofire-Tanklöschfahrzeug und Chemiewehr-Material

Beim sechsten Sonntagspikett trainierten die Angehörigen der Feuerwehrmiliz mit speziellem Fokus auf zwei Themenbereiche. Im Zentrum standen das Eurofire-Tanklöschfahrzeug für Maschinisten und neues Material auf dem Chemiewehr-Fahrzeug.

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Kappel SO: 84-Jähriger kracht wegen medizinischem Notfall in Mauer mit Zaun

Auf der Boningerstrasse in Kappel hat am Dienstagabend, 7. Oktober 2025, ein Automobilist die Kontrolle über sein Auto verloren und ist eine Mauer mit Zaun geprallt. Als Unfallursache steht ein medizinisches Problem des Automobilisten im Vordergrund.

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Genf GE: Zollhund Albus trainiert im Bioparc mit Schafen und Ziegen

Während einer Trainingseinheit hat der junge Zollhund Albus (er ist schon ganz schön gewachsen, oder?) neue tierische Freunde kennengelernt. Der Bioparc Genf ist ein Tierpark, der sich dem Schutz bedrohter Arten widmet – und Besucher für die Bedeutung des Artenschutzes sensibilisiert.

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Schweiz: TCS warnt – Billig-Hundeboxen zersplittern im Crashtest in ihre Einzelteile

Eine sichere Hundebox schützt nicht nur das Tier, sondern auch die Fahrzeuginsassen. Der Hundeboxentest des TCS weist deutliche Qualitätsunterschiede zwischen den getesteten Modellen auf, insbesondere beim Kriterium Sicherheit.

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Aargau AG: Neuer Podcast "Dienstschluss" – Kantonspolizei jetzt auch auf Spotify und Apple

Neu gibt’s uns auch auf die Ohren. "Dienstschluss", der Podcast der Kantonspolizei Aargau, ist ab sofort auf Spotify und Apple Podcasts verfügbar.

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Wetter am Mittwoch, 08.10.2025: Über dem Nebel sonnig, sonst herbstlich-trüb

Ein Hochdruckgebiet mit Zentrum knapp nördlich der Schweiz bestimmt heute unser Wetter. Mit allmählich nachlassenden nördlichen Höhenwinden gelangt vor allem in der Höhe sehr milde Luft zu uns. Am Mittwoch verflacht sich das Hochdruckgebiet, es bleibt aber mit trockener und milder Luft wetterbestimmend. In der Grundschicht nimmt die Neigung für Nebel und Hochnebel zu.

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Netstal GL: Einbruch in Schrebergartenhaus – Diebe durchsuchen Werkzeugkisten

In der Zeitspanne vom 01. bis 07. Oktober 2025 brach eine unbekannte Täterschaft in ein Schrebergartenhaus im Oberes Linthgüetli in Netstal ein. Die Täterschaft zerbrach an der Gebäudehinterseite eine Plexiglasscheibe, gelangte so in den Abstellraum und durchsuchte die dort aufbewahrten Werkzeugkisten.

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Bürgermeisterin Iris Stalzer (57) vor ihrem Haus niedergestochen – Lebensgefahr

Herdecke, NRW (Deutschland). In Herdecke (Nordrhein-Westfalen) ist am Dienstagmittag die neu gewählte Bürgermeisterin Iris Stalzer (57) vor ihrem Wohnhaus durch mehrere Messerstiche in Bauch und Rücken schwer verletzt worden. Die Politikerin der SPD wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in eine Klinik geflogen. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln in alle Richtungen.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.