Schweiz

Attinghausen UR: Unbekannte sprengen Robidog mit Böller – Polizei sucht Zeugen

In der Silvesternacht vom 31.12.2025 auf den 01.01.2026 wurde durch eine unbekannte Täterschaft auf dem Reussdamm in Attinghausen, im Bereich des Sportplatzes, eine Sachbeschädigung mittels eines Feuerwerkskörpers (Böller) begangen. Es entstand ein Sachschaden in der Höhe von ca. 5'000 Franken.

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Windisch AG: Lenkerin fährt in Kurve geradeaus – Frontalkollision mit Kind an Bord

Am Mittwochnachmittag fuhr eine Automobilistin auf der Zürcherstrasse in einer Kurve geradeaus und kollidierte frontal mit einem entgegenkommenden Fahrzeug. Zwei Personen wurden zur Kontrolle in ein Spital transportiert. An den Fahrzeugen entstand grosser Sachschaden.

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Kanton Schaffhausen: Polizei gefordert – Briefkästen gesprengt, Polizist leicht verletzt

Die Silvesternacht gestaltete sich für die Schaffhauser Polizei arbeitsintensiv, verlief insgesamt jedoch ohne grössere Zwischenfälle. Zwei Personen wurden festgenommen, ein Polizist erlitt leichte Verletzungen. Zudem kam es auf dem Kantonsgebiet zu mehreren Sachbeschädigungen an Briefkästen.

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Crans-Montana VS: Tragödie in Touristenbar – Dutzende Tote bei Brand in der Neujahrsnacht

Was in der Nacht auf Neujahr als „schwerwiegender Vorfall“ gemeldet wurde, hat sich bestätigt: Beim Brand in einer Bar in Crans-Montana VS sind mehrere Dutzend Menschen ums Leben gekommen, rund 100 weitere wurden verletzt. Die Polizei geht von einem tragischen Unglücksfall aus. Hinweise auf ein gezieltes Verbrechen gibt es nicht.

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Stadt Zürich ZH: Verletzte Afghanen nach zwei Messerangriffen – Silvesternacht fordert Polizei

Neben dem Grosseinsatz am Silvesterzauber hatten die Einsatzkräfte der Stadtpolizei Zürich über den Jahreswechsel auch sonst alle Hände voll zu tun. In zwei Fällen sucht die Polizei nach Körperverletzungen Zeugen.

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Kanton Luzern: Feuerwerk gegen Polizei – drei Einsatzkräfte verletzt, ein Mann festgenommen

Bei den Silvesterfeierlichkeiten im Kanton Luzern kam es zu mehreren Fällen von Gewalt gegen Einsatzkräfte. Unter anderem wurden Polizistinnen und Polizisten mit Feuerwerk attackiert. Drei Einsatzkräfte wurden verletzt, eine Person festgenommen.

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Chur GR: Mikrowelle löst Feuerwehreinsatz in Gesundheitseinrichtung aus

Am Dienstag, 30. Dezember 2025, um 23.45 Uhr, rückte die Feuerwehr Chur zu Einsatz Nr. 167 aus: Ein BMA-Alarm in einer öffentlichen Gesundheitseinrichtung an der Loëstrasse hatte ausgelöst. Die Brandmeldeanlage wurde durch vergessene Materialien in der Mikrowelle ausgelöst.

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Kanton Aargau: 80 Einsätze in Silvesternacht – Auto in Ueken brennt völlig aus

In der Silvesternacht musste die Polizei im Kanton Aargau wegen Ruhestörungen, Sachbeschädigungen, Unfugs sowie diverser meist kleinerer Brände mehr als 80-mal ausrücken. In Ueken geriet ein Auto in Brand. Die Polizei sucht in diesem Zusammenhang Auskunftspersonen.

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Stadt Zürich ZH: Über 900 Einsätze für Schutz & Rettung – Hochbetrieb in der Silvesternacht

Die Zeit zwischen Heiligabend und Neujahr brachte arbeitsintensive Tage für die Einsatzkräfte mit sich. Schutz & Rettung Zürich bewältigte während der Festtage über 900 Einsätze. Erwartungsgemäss gab es in der Silvesternacht am meisten zu tun.

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Kanton Zug: Ruhige Silvesternacht – Polizei meldet nur kleinere Brände und Ruhestörungen

Die Zuger Polizei zieht eine positive Bilanz zur Silvesternacht. Die Feierlichkeiten zum Jahreswechsel verliefen ohne grössere Zwischenfälle. Insgesamt kam es nur zu wenigen Einsätzen im Zusammenhang mit den Festivitäten. Personen wurden keine verletzt.

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Wangs SG: Gleitschirmflieger prallt gegen Sessellift-Mast – zur Kontrolle im Spital

Am Mittwochmittag (31.12.2025) ist ein 43-jähriger Mann mit seinem Gleitschirm gegen einen Masten eines Sessellifts geflogen. Der Verunfallte konnte sich selbständig zu Boden begeben, wurde jedoch zur Kontrolle ins Spital gebracht. Die Kantonspolizei St.Gallen klärt den Unfallhergang.

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Oberbipp SO: Auffahrunfall auf A1 mit drei Autos – zwei Verletzte, Polizei sucht Zeugen

Auf der Autobahn A1 bei Oberbipp, in Fahrtrichtung Bern, hat sich am Dienstagnachmittag, 30. Dezember 2025, eine Auffahrkollision mit drei beteiligten Autos ereignet. Dabei haben sich zwei Fahrzeuglenker leichte Verletzungen zugezogen. Wegen widersprüchlichen Aussagen zum Unfallhergang sucht die Polizei Zeugen.

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Kanton Zürich: Über 170 Silvestereinsätze – Brände, Sprengungen und Festnahmen

Die Kantonspolizei Zürich zeigte sich in der Nacht auf Neujahr (1.1.2026) im Hauptbahnhof Zürich zusammen mit den Partnerorganisationen für die Sicherheit der zahlreichen Besuchenden des Silvesterzaubers verantwortlich. Im übrigen Kantonsgebiet bewältigte sie gemeinsam mit den Kommunalpolizeien mehr als 170 zusätzliche Ereignisse im Zusammenhang mit den Silvesterfeierlichkeiten.

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Kanton Schwyz: Polizei und Feuerwehr mit rund 20 Einsätzen in der Silvesternacht beschäftigt

Der Jahreswechsel brachte für die Kantonspolizei Schwyz zahlreiche Einsätze mit sich. Zwischen dem Abend des 31. Dezember 2025 und den frühen Morgenstunden des Neujahrstags 2026 rückten die Einsatzkräfte aufgrund von rund 20 Meldungen aus.

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Immensee SZ: Drei marokkanische Einbrecher (25, 26, 27) nach Flucht festgenommen

Am Mittwochabend, 31. Dezember 2025, ging bei der Kantonspolizei Schwyz gegen 20.45 Uhr die Meldung ein, dass beim Bahnhof in Immensee in ein Verkaufsgeschäft eingebrochen werde. Die Täterschaft hatte beim Eintreffen der ausgerückten Polizeipatrouillen das Gebäude mit entwendetem Bargeld in der Höhe von mehreren hundert Franken bereits verlassen.

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Stadt St.Gallen SG: E-Bike-Fahrer (60) kollidiert mit Bus – Spital nach Rotlichtmissachtung

Am Mittwochmittag (31.12.2025) ist es auf der Rorschacher Strasse, auf Höhe Singenbergstrasse, zu einer Kollision zwischen einem E-Bike-Fahrer und einem Bus gekommen. Der Zweiradfahrer missachtete gemäss jetziger Erkenntnisse das Rotlicht. Er wurde leicht verletzt.

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Stadt St.Gallen SG: Polizei mehrfach im Einsatz – aber keine grösseren Zwischenfälle

In der Silvesternacht hatte die Stadtpolizei diverse Einsätze wegen Feuerwerk, Auseinandersetzungen oder alkoholisierten Personen. Ein Mann wurde wegen Hinderung einer Amtshandlung angezeigt. Zu grösseren Zwischenfällen ist es in der Stadt St.Gallen nicht gekommen.

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Löhningen SH: Auto überschlägt sich nach Baumcrash – Lenker (78) im Spital

Am Mittwochvormittag (31.12.2025) ereignete sich auf der H14, zwischen Löhningen und Siblingen, ein Alleinunfall. Ein Auto kam von der Strasse ab und kollidierte mit einem Baum. Der Fahrer verletzte sich dabei.

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Wetter am Donnerstag, 01.01.2026: Sonnig und kalt mit Schleierwolken am Nachmittag

Ein ausgedehntes und kräftiges Hochdruckgebiet mit Kern über Schottland bestimmt das Wetter in der Schweiz. Mit nordöstlicher Strömung gelangt kalte und auch in tieferen Schichten trockene Luft zur Alpennordseite. Ende Woche zieht sich das Hoch auf den Atlantik zurück und die Schweiz kommt allmählich an den Südrand eines umfangreichen Tiefs über der Ostsee zu liegen. Am Freitag nähert sich von Norden her eine Kaltfront.

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Polizei.news sagt "Danke" – und wünscht ein sicheres neues Jahr 2026

Am letzten Abend des Jahres 2025 sagen wir von Herzen Danke. Danke an alle Leserinnen und Leser in der Schweiz, im Fürstentum Liechtenstein, in Deutschland und in Österreich. Danke für euer Vertrauen und eure Anteilnahme, fürs Mitfiebern und fürs Mithelfen – bei Zeugenaufrufen, Vermisstmeldungen und Fahndungen.

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Pusserein GR: 1000-Kilo-Stier drückt Bauern (61) gegen Gitter – schwer verletzt ins Spital

Am Dienstagnachmittag ist in Pusserein ein Landwirt von einem Stier gegen eine Abtrennung gedrückt worden. Der Mann erlitt dabei schwere Verletzungen.

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Rain LU: Unbekannter Skoda rammt Kurventafel und flüchtet – Polizei sucht Zeugen

Auf der Rainstrasse in Richtung Rain kollidierte ein unbekannter Personenwagen aus Richtung Urswil herkommend in der Kurve vor der Kreuzung Sage – Chlewaldstrasse im Bereich der Liegenschaft Oberotige massiv mit einer Kurventafel sowie einem Leitpfosten. Dies mutmasslich vom 28. auf den 29. Dezember 2025.

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Stadt Luzern LU: Auto kracht auf Parkplatz gegen Hauswand – zwei Personen im Spital

Am Dienstagnachmittag (30. November 2025, ca. 14:35 Uhr) fuhr ein Autofahrer auf der Brambergstrasse in der Stadt Luzern auf einen Parkplatz. Aus noch ungeklärten Gründen fuhr er anschliessend über den Parkplatz hinaus und prallte frontal gegen eine Hauswand.

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Hohenrain LU: Betrunkene Lenkerin überschlägt sich nach Streifkollision

Eine Autofahrerin überholte am Dienstag (30. Dezember 2025, ca. 14:40) zwischen Unterebersol und Ottenhusen ein anderes Auto. Dabei kam es zur Streifkollision mit dem Auto, welches sie überholte.

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Sursee LU: Frontalkollision mit LKW – Autobahneinfahrt zwei Stunden gesperrt

Am Mittwoch (31. Dezember 2025, ca. 06:45 Uhr) beabsichtigte ein Autofahrer von der Surentalstrasse nach links auf die Autobahn A2, Fahrtrichtung Süden, abzubiegen. Dabei kam es zur Kollision mit einem Lastwagen, welcher auf der Surentalstrasse von Sursee in Richtung Geuensee fuhr.

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Stans NW: Skiträger fliegt von Auto – Auffahrkollision mit Totalschaden auf A2

Am späteren Dienstagnachmittag, 30. Dezember 2025, fuhr gegen 17:50 Uhr eine 50-jährige ausländische Fahrzeuglenkerin auf der Autobahn A2 in Richtung Luzern. Kurz nach dem Autobahnanschluss Stans-Nord verlor sie einen magnetischen Skiträger samt den darauf montierten zwei Snowboards.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.