Schweiz

Gorgier NE: 28‑Jähriger prallt im Tunnel mehrmals gegen Tunnelwände

Am Samstag, 4. Oktober, gegen 17.30 Uhr, kollidierte ein 28‑jähriger Waadtländer im Gorgier-Tunnel mit mehreren Tunnelwänden. Der Mann war mit dem Auto von Vaumarcus in Richtung Neuenburg unterwegs, als es aus noch ungeklärten Gründen zum Unfall kam.

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Wetter am Sonntag, 05.10.2025: Sturmböen, Schauer und Schnee bis 1500 m

Ausgehend von Sturmtief "Amy" mit Zentrum über dem Nordmeer hat uns aus Westen eine aktive Kaltfront erreicht. Am Sonntag bleibt die Alpennordseite im Einflussbereich des Tiefs, auf der Alpensüdseite sorgt Nordwind für eine Abtrocknung. Am Montag dehnt sich ein Hoch von Frankreich zu den Alpen aus und sorgt von Westen her für eine allmähliche Abtrocknung der Luftmasse, am östlichen Alpennordhang staut sich aber noch bis gegen Abend feuchtere Luft.

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Sturmtief Amy bringt Wind und Wetter: Unbeständiges Wochenende in der Schweiz

Ein kräftiges Sturmtief mit dem Namen Amy hat am Samstag weite Teile Europas und auch die Schweiz erfasst. Während in Grossbritannien und Frankreich massive Schäden und sogar Todesfälle gemeldet wurden, blieb die Schweiz bislang von grösseren Zwischenfällen verschont. Dennoch sorgte die durchziehende Kaltfront in weiten Landesteilen für unruhiges Wetter, starke Winde und teils intensive Niederschläge.

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Thun BE: Verkehrskontrollen – 16 Lenker angezeigt, sieben Fahrzeuge sichergestellt

Die Kantonspolizei Bern hat in der Nacht von Freitag, 3. Oktober 2025, auf Samstag in der Stadt und Region Thun gezielte Verkehrskontrollen durchgeführt. 16 Lenker wurden angezeigt, sieben Fahrzeuge sichergestellt.

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Alkoholisierter 18-Jähriger ohne Ausweis baut Unfall – Mitfahrer (17) stirbt noch am Unfallort

Ferschnitz (AT). Ein 18-Jähriger aus dem Bezirk Scheibbs lenkte am 4. Oktober 2025, gegen 01:50 Uhr, einen Pkw auf der L6110 im Gemeindegebiet von Ferschnitz in Fahrtrichtung Amstetten. Im Fahrzeug befanden sich neben ihm ein 18-Jähriger auf dem Beifahrersitz sowie ein 17- und ein 15-Jähriger auf der Rückbank.

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Bronschhofen SG: Streifkollision zwischen E-Bike und Mofa – Polizei sucht Zeugen

Am Freitagabend, 3. Oktober 2025, kam es um 21.05 Uhr auf der Zürcherstrasse in Bronschhofen zu einer Streifkollision zwischen einem E-Bike und einem Motorfahrrad. Der 31-jährige E-Bikefahrer wurde leicht verletzt und zur Kontrolle ins Spital gebracht.

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Schnee und Sturm im Anmarsch: SchneeToni informiert live für Polizei.news

Wenn der Herbst in den Alpen Einzug hält, ist Toni Spitaleri alias „Schneetoni“ nicht weit. Der bekannte Markenbotschafter von Polizei.news ist für seine Live-Warnungen direkt von der Strasse bekannt. Am 3. Oktober 2025 war er erneut unterwegs – diesmal auf der A3 zwischen Zürich und Chur – und berichtete live über den bevorstehenden Wetterumschwung.

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Wetter am Samstag, 04.10.2025: Stürmische Böen, Regen und Schneefall in den Alpen

Der Alpenraum liegt im Einflussbereichs eines Tiefs über dem Nordmeer, das mit westlichen bis nordwestlichen Höhenwinden eine wenig aktive Warmfront zu uns geführt hat. Am Samstag verlagert sich das markante Sturmtief "Amy" von Nordschottland zum Nordmeer und bestimmt unser Wetter. Mit zunehmend starken bis stürmischen westlichen Höhenwinden gelangt tagsüber noch einmal trockene und milde Luft zu uns, bevor am späten Nachmittag aus Westen eine aktive Kaltfront folgt. Am Sonntag bleibt die Alpennordseite im Einflussbereich des Tiefs, auf der Alpensüdseite sorgt Nordwind für eine Abtrocknung.

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Zürich ZH: Kantonspolizei nimmt Abschied von im Dienst verstorbenem Kameraden

Die Kantonspolizei Zürich hat heute ihrem im Dienst verstorbenen Kameraden gedacht. Die Anteilnahme war gross und die zahlreichen Zeichen des Mitgefühls haben die Polizei tief berührt.

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Tessin TI: Polizei kündigt mobile und semistationäre Radarkontrollen an

Die Kantonspolizei Tessin und die Gemeindepolizeien führen vom 6. bis 12. Oktober 2025 mobile und semistationäre Geschwindigkeitskontrollen durch. Ziel ist die Erhöhung der Verkehrssicherheit, da überhöhte Geschwindigkeit eine der Hauptursachen schwerer Unfälle ist.

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Flawil SG: 18-Jährige prallt mit Velo in Auto – Rettungsdienst bringt verletzte Frau ins Spital

Am Freitag, 3. Oktober 2025, kam es um 7.30 Uhr auf der Meierseggstrasse in Flawil zu einem Unfall zwischen einem Auto und einem Velo. Die 18-jährige Velofahrerin wurde dabei verletzt und vom Rettungsdienst ins Spital gebracht.

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Kanton Aargau: A1 zwischen Birrfeld und Aarau Ost – Signalisation wird erneuert

Die Signalisation auf der Nationalstrasse A1 zwischen der Verzweigung Birrfeld und dem Anschluss Aarau Ost muss altersbedingt ersetzt werden. Die Hauptarbeiten starten am Mittwoch, 8. Oktober 2025, und dauern voraussichtlich bis Ende April 2026. Über die Festtage gibt es einen Unterbruch.

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Zürich ZH: Stadtpolizei präsentiert sich am Familientag im Landesmuseum

Am Sonntag, 19. Oktober 2025, findet im Landesmuseum Zürich der Familientag statt. Die Stadtpolizei Zürich ist mit einem spannenden Gastauftritt dabei und gibt Einblicke in ihre Arbeit.

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Stadt Kriens LU: SC Emmen spielt in der JVA Grosshof gegen Inhaftierte

Ende März 2025 trat das Seniorenteam 30+ des SC Emmen in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Grosshof in Kriens gegen eine Mannschaft von Eingewiesenen an. Was nach einer ungewöhnlichen Paarung klingt, war das Resultat eines Projekts, das zeigen wollte, dass Fussball mehr ist als ein Spiel – und für eineinhalb Stunden den Alltag vergessen lässt.

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St.Gallen SG: Grosseinsatzübung SBELLO – Höhlenretter, Hunde und Helikopter im Training

Eingebettet zwischen dem Gamser- und Chäserrugg im Gebiet Plisa fand Mitte September, auf Höhe des mysteriösen Luftbildlochs, die Einsatzübung SBELLO statt, deren Ziel es war, eine vermisste Person im Gebirge zu lokalisieren und zu retten. Die Übung war mehr als eine Simulation; sie diente als praxisnaher Test für die Zusammenarbeit verschiedener Organisationen im anspruchsvollen alpinen Gelände. Solche Szenarien sind enorm wichtig, um in einem echten Fall schnell und effizient Hilfe leisten zu können.

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Kapo St.Gallen: Polizei trainiert Rettungseinsatz im "Luftbildloch" bei Übung SBELLO

Mitte September führte die Kantonspolizei St.Gallen die anspruchsvolle Einsatzübung SBELLO durch. Szenario war die Suche und Bergung einer vermissten Person im mysteriösen "Luftbildloch".

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Kapo Schwyz: Sieben neue Polizeiaspirantinnen und -aspiranten starten Ausbildung

Gestern war ein besonderer Tag: Zwei Aspirantinnen und fünf Aspiranten sind bei der Kantonspolizei Schwyz in ihre Ausbildung gestartet. Nach einer spannenden Einführungswoche folgt nun das erste Ausbildungsjahr an der Interkantonalen Polizeischule in Hitzkirch (IPH).

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.