Oberstlt Marco ist als Force Provost Marshal der KFOR der höchste Vertreter der Militärpolizei innerhalb der Mission.
Im Interview erzählt er von seiner spannenden Funktion, den damit verbundenen Herausforderungen und seinem Netzwerk im Einsatzraum der KFOR und in der Schweiz.
Auf der A2 in Richtung Gotthard kommt es aktuell zu Verkehrsbehinderungen.
Zwischen Quinto und der Dosierstelle beim Rastplatz Airolo staut sich der Verkehr auf einer Länge von rund zwei Kilometern.
Am 1. Januar 2026 übernimmt Simon Peier die Leitung des Regionalgefängnisses Burgdorf.
Er ist derzeit Bereichsleiter Sicherheit und Mitglied der Geschäftsleitung der Justizvollzugsanstalt Thorberg.
Heute Nacht ist in einem Unternehmen in Murist ein Brand ausgebrochen.
Feuerwehr, Ambulanz und Polizei intervenierten vor Ort. Die Brandursache ist noch unklar. Eine Ermittlung ist im Gange.
Am Montagmittag (15.9.2025) sind in einer Wohnung in Wettswil eine tote Frau und ein toter Mann aufgefunden worden.
Es wird von einem Tötungsdelikt sowie einem Suizid ausgegangen.
Der Kanton Jura ist erneut von Fällen mit falschen Polizisten betroffen.
Zu Beginn der Woche wurde in Delémont ein Tatverdächtiger festgenommen, ein Teil der erbeuteten Wertgegenstände konnte sichergestellt werden. Die Kantonspolizei Jura ruft angesichts der Zunahme solcher Betrugsfälle zur verstärkten Wachsamkeit auf. Das Phänomen betrifft die ganze Schweiz, Warnungen erfolgen derzeit in zahlreichen Kantonen.
Am Dienstag, 16. September 2025, hat die Kantonspolizei Schwyz in Küssnacht am Rigi zwei mutmassliche Einbrecherinnen festgenommen.
Die zwei Frauen werden verdächtigt, zuvor in Rickenbach einen Einbruchdiebstahl verübt zu haben.
Am Dienstag, 16. September 2025, kurz nach 17.00 Uhr kam es an der Grüzefeldstrasse in Winterthur zu einem schweren Verkehrsunfall.
Eine 42-jährige Autolenkerin fuhr stadteinwärts und wollte nach links in die Scheideggstrasse abbiegen.
Am Dienstagnachmittag, 16. September 2025, kam es in Winterthur-Eidberg zu einer Kollision zwischen einem Motorrad mit Seitenwagen und einem Mofa.
Eine 14-jährige Mofalenkerin wollte von der Eidbergstrasse nach links in die Heitertalstrasse abbiegen und prallte dabei aus noch ungeklärten Gründen mit dem 75-jährigen Lenker des Gespanns zusammen, der in Richtung Kollbrunn unterwegs war.
Am Samstag, 13. September 2025, führte die Kantonspolizei Uri auf der Gotthard-, Furka- und Oberalppassstrasse Geschwindigkeitskontrollen im Rahmen der Aktion "Feuerstuhl" durch.
Dabei wurden insgesamt 370 Fahrzeuge kontrolliert.
Am Mittwoch (17.09.2025), zwischen 1:45 und 2:45 Uhr, haben zwei Männer am Langmoosweg und im Stadtzentrum parkierte Autos durchsucht.
Sie konnten noch vor Ort durch die Kantonspolizei St.Gallen festgenommen werden.
Beim Brand eines Dumpers entstand am Dienstagnachmittag in Weinfelden Sachschaden.
Verletzt wurde niemand.
Um zirka 16.15 Uhr wurde der Kantonalen Notrufzentrale der Brand eines Dumpers an der Mühlfangstrasse gemeldet. Die Feuerwehr Weinfelden war rasch vor Ort und löschte den Brand.
Die Feuerwehr Weinfelden war rasch v...
In Immensee hat wieder die Aktion "Kids & Cops" stattgefunden.
Bei dieser machten Schüler/innen mit Hilfe von Polizisten die Autofahrenden darauf aufmerksam, was es zu beachten gilt, damit die Kinder ihren Schulweg gefahrenlos meistern können.
Am Zürichsee ist sie seit 50 Jahren im Einsatz: Die Seepolizei der Kantonspolizei Zürich feiert Jubiläum.
Zum runden Geburtstag lädt sie die Bevölkerung am 20. September 2025 nach Oberrieden ein – mit spannenden Einblicken in ihre Arbeit auf und unter Wasser.
Heute Mittag brannten im Eingangsbereich eines Mehrfamilienhauses mehrere Briefkästen.
Wegen der starken Rauchentwicklung mussten rund 30 Personen evakuiert werden. Glücklicherweise wurde niemand verletzt.
Der Drogenkonsum im öffentlichen Raum hat zugenommen – die Situation rund um die Bäckeranlage hat sich diesen Sommer wieder verschärft.
Für das Quartier bedeutet das eine grosse Belastung. Seit dem 15. August gilt die Bäcki deshalb als Brennpunkt: Die Stadtpolizei ist mit verstärkter Präsenz vor Ort.
Im Rahmen der feierlichen Nachvereidigung legten heute Nachmittag 28 Polizistinnen und Polizisten, die in das Korps der Kantonspolizei Zürich (wieder)eingetreten sind, ihr Gelübde gegenüber dem Sicherheitsdirektor Mario Fehr ab.
Wir heissen Sie herzlich willkommen und wünschen ihnen viel Erfolg in ihren neuen Aufgaben.
In Lugano hat die kantonale Grundausbildung 2025 für angehende urbane Feuerwehrleute begonnen.
Die Ausbildung richtet sich an motivierte Personen, die sich für den Einsatz in der Stadtfeuerwehr interessieren.
Am Samstag, 13. September, feierten wir das 25-jährige Jubiläum der Zugehörigkeit der Feuerwehr Untereggen zur Feuerwehr St.Gallen.
Viele Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, Fahrzeuge zu bestaunen, die Wasserversorgung zu besichtigen und spannende Vorführungen zu erleben.
Heute Nachmittag wurde die Feuerwehr Stadt Luzern zu einem technischen Einsatz auf der Bellerivestrasse alarmiert.
Ein Lastwagen hatte nach einem Wendemanöver einen Stein sowie eine Beleuchtungsstele touchiert.
Einsatz No. 127 (16.09.2025) TK OF – an der Asylstrasse in Thalwil wurde ein Wasserrohrbruch gemeldet.
Auf einer Baustelle hatte eine Schlauchleitung einen Riss bekommen und Wasser trat aus.
Am Mittwoch, 17. September 2025, ist es in Wolfhalden zu einem Verkehrsunfall zwischen zwei Autos gekommen.
Verletzt wurde niemand. Es entstand Sachschaden.
Die Schweiz liegt am Südrand eines umfangreichen und kräftigen Tiefs über Südskandinavien. Mit einer Nordwestströmung ist die Alpensüdseite heute entlastet. Auf der Alpennordseite wird gegen Abend aus Westen zunehmend feuchtere Luft herangeführt.
Am Mittwochvormittag streifen zunächst noch die Ausläufer einer Warmfront die Schweiz, bevor ein Hochdruckgebiet über Mittel- und Südeuropa wetterbestimmend wird.
An seiner Sitzung vom 12. September 2025 hat der Bundesrat die Absichtserklärung für eine Partnerschaft zwischen dem Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS und der Nationalgarde des US-Bundesstaats Colorado im Rahmen des State Partnership Program (SPP) gutgeheissen.
Diese Partnerschaft dient der Ausbildungszusammenarbeit und ermöglicht der Schweizer Armee, ihre Fähigkeiten durch die internationale Zusammenarbeit auszubauen, um die Verteidigungsfähigkeit zu stärken.
Am 11. September 2025 gingen zwei Technische Lehrgänge des Psychologisch-Pädagogischen Dienstes der Armee (PPD A) zu Ende.
Sowohl am bewährten Lehrgang für Spezialisten des PPD A als auch am neuen für Truppenpsychologie nahmen rund 30 Personen teil. Beide Lehrgänge leisten einen substanziellen Beitrag zur Weiterentwicklung der psychologischen Kompetenzen innerhalb der Armee.
Aufgrund von Unterhaltsarbeiten an den Betriebseinrichtungen müssen zwei Abschnitte der A9 während drei Nächten teilweise oder ganz gesperrt werden.
Die Arbeiten betreffen die Bereiche bei Sierre und Sion.
Auf der Dornachstrasse in Gempen hat sich am Montag, 15. September 2025, ein Verkehrsunfall mit drei beteiligten Fahrzeugen ereignet.
Dabei ist ein Motorradlenker so schwer verletzt worden, dass er trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmassnahmen noch auf der Unfallstelle verstarb. Die Polizei sucht Zeugen.
Am Montagabend (15.09.2025) kurz vor 20.00 Uhr kam es im Herblinger Industriegebiet in Schaffhausen zu einem Verkehrsunfall, welcher sich als Folge einer Auseinandersetzung der beiden Fahrer ereignete.
Dabei wurde beide Unfallbeteiligten verletzt. Der Hergang und die genauen Umstände werden seitens Schaffhauser Polizei und der Staatsanwaltschaft Schaffhausen ermittelt.
Coop ruft MSC Fisch Frikadellen zurück.
Das Produkt kann Listerien aufweisen. Es besteht eine potenzielle Gesundheitsgefährdung und es wird empfohlen, das Produkt nicht zu konsumieren.
Der Drogenkonsum im öffentlichen Raum hat über die Sommerwochen zugenommen.
Die dagegen ergriffenen Massnahmen zeigen Wirkung, reichen aber nicht für eine nachhaltige Entlastung. Deshalb eröffnet die Stadt Zürich auf den 1. Oktober 2025 einen "Raum für Konsum und Triage" für auswärtige Drogenkonsumierende.
In den vergangenen Monaten sind bei der Luzerner Polizei vermehrt Trickdiebstähle angezeigt worden.
Die Täter sprechen gezielt vor allem ältere Passantinnen und Passanten an und geben vor, eine gemeinsame Bekanntschaft zu haben. Dadurch entsteht bei den Opfern der Eindruck, es handle sich um eine vertraute Person – und sie sind eher bereit, Hilfe zu leisten.
Am Montag, 15. September 2025, gegen 15.50 Uhr kam es in Chézard auf Höhe der Grand'Rue 1 zu einer Kollision.
Ein Mofa-Fahrer prallte mit der Front seines Fahrzeugs gegen einen blauen Toyota Yaris.
Die Stadtpolizei Zürich nahm am Montagabend, 15. September 2025, den mutmasslichen Angreifer fest, der am frühen Sonntagmorgen, 14. September in einem Tram eine Frau tätlich angegriffen hatte.
Am Sonntagabend veröffentlichten die Medien einen Vorfall mit einer Frau, die in der Nacht von Samstag auf Sonntag Opfer eines tätlichen Angriffs in einem Tram an der VBZ-Haltestelle Frankental geworden war.
Am späten Montagabend, 15. September 2025, ist es in Waldstatt bei einem Bahnübergang zu einem Selbstunfall gekommen.
Der Autolenker musste in Spitalpflege gebracht werden.
Sexuelle Gewalt verletzt grundlegende Menschenrechte und ist leider in allen Lebensbereichen unserer Gesellschaft präsent – sei es zu Hause, im öffentlichen Raum oder am Arbeitsplatz.
Heute starten die Schweizerische Kriminalprävention SKP und die kantonalen sowie städtischen Polizeikorps die nationale Sensibilisierungskampagne "Gemeinsam ohne sexuelle Gewalt".
Der Greifenseelauf findet diesen Samstag statt.
Dieser grosse Sportanlass ist mit notwendigen Verkehrseinschränkungen verbunden. Die Stadtpolizei Uster bittet alle Verkehrsteilnehmenden, sich frühzeitig zu organisieren.
Müssen Velofahrer den Radweg benützen?
Welcher Autolenker hat sich noch nicht geärgert, weil er auf einer stark befahrenen Strasse längere Zeit hinter einem Rennvelofahrer hinterherfahren musste, obwohl neben der Strasse ein offizieller Veloweg verlief?
Gestützt auf Hinweise aus der Bevölkerung hat die Stadtpolizei Winterthur am Nachmittag des 13. September 2025 zwei Hausdurchsuchungen in Winterthur und Frauenfeld durchgeführt.
Dabei wurden zwei Personen festgenommen sowie Betäubungsmittel und Bargeld sichergestellt.
Am Montagnachmittag, 15. September 2025, ist es in Herisau zu einem Arbeitsunfall mit einem Häcksler gekommen.
Eine Frau musste mit schweren Verletzungen in ein Spital gebracht werden.
Am Julierpass in Silvaplana hat die Kantonspolizei Graubünden am Montag einen Raser gestoppt.
Er überschritt die geltende Höchstgeschwindigkeit um 71 km/h.
Im Zusammenhang mit dem Neubau des Radstreifens Aarebrücke–Zelgstrasse in Uetendorf wird auf dem Abschnitt vom Kreisel bei der Autobahnausfahrt Thun Nord bis zur Einmündung Zelgstrasse ein neuer Belag eingebaut.
Die Arbeiten dauern von Freitag, 19. September, 08.30 Uhr, bis am Sonntag, 21. September 2025, 19 Uhr.
Die Bauarbeiten am Kreisel "Kreuzweg" in Nidau stehen kurz vor dem Abschluss.
Nach den intensiven Arbeiten in den letzten Monaten wird der neue Kreisel am Montag, 22. September 2025, für den Verkehr freigegeben.
Die Ortsdurchfahrt Bellmund auf der Kantonsstrasse zwischen Nidau und Aarberg wird saniert.
Die Bauarbeiten finden vom 22. September 2025 bis Sommer 2027 statt. Während dieser Zeit wird der Verkehr auf der Hauptstrasse innerorts einspurig geführt.
Vom 22. September bis am 14. Oktober 2025 führt das Tiefbauamt Instandsetzungsarbeiten an der Schwarzwasserbrücke aus.
Deshalb ist die Brücke unter der Woche jeweils von Montag, 6 Uhr, bis Freitag, 16 Uhr, komplett gesperrt.
Die meisten tödlichen Wanderunfälle sind auf einen Absturz zurückzuführen.
Doch eine BFU-Erhebung zeigt, dass nur 11 % der Wandernden steiles und exponiertes Gelände als häufigste Ursache für schwere Wanderunfälle vermuten. Das Risiko, beim Wandern und Bergwandern schwer zu verunfallen, ist insgesamt tief; es hat in den letzten Jahren aber zugenommen. Voraussetzung, um unfallfrei wieder nach Hause zu kommen, sind eine sorgfältige Planung, die richtige Ausrüstung und die nötige Aufmerksamkeit unterwegs.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.