Schweiz

Genf GE: Verkehrseinschränkungen und Parkverbote am Rolex Sail Grand Prix

Im Rahmen des Rolex Switzerland Sail Grand Prix von Genf weist die Polizei darauf hin, dass von Samstag, 20. September 2025, 10.00 Uhr bis Sonntag, 21. September 2025, 22.00 Uhr mit Verkehrsbehinderungen am linken Ufer zu rechnen ist. Die Polizei rät Verkehrsteilnehmenden, den Anordnungen vor Ort Folge zu leisten.

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Glattbrugg ZH: Raser (19) erfasst Fussgänger – Frau (70) und Mann (29) sterben bei Horrorunfall

Bei einem Verkehrsunfall sind am Donnerstagabend (18.09.2025) in Glattbrugg zwei Personen tödlich verletzt worden. Der Unfallverursacher wurde festgenommen.

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Boudevilliers NE: Auto prallt gegen Traktor und kippt – Strasse gesperrt

Am Donnerstag, 18. September, um 16.45 Uhr fuhr eine 21-jährige Frau aus dem Neuenburger Jura mit einem Auto auf der Kantonsstrasse von Malvilliers nach Boudevilliers. An der Kreuzung beim Parkplatz des öffentlichen Lokals "Ô petit bar" kam es zu einer Kollision mit einem landwirtschaftlichen Traktor, der von einem 28-jährigen Mann aus dem Val-de-Ruz gelenkt wurde.

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Wetter am Freitag, 19.09.2025: Spätsommerliche Wärme mit Föhntendenz und viel Sonnenschein

Ein umfangreiches Hochdruckgebiet, welches sich von der Iberischen Halbinsel über den Alpenbogen bis nach Südosteuropa erstreckt, bestimmt in den kommenden Tagen das Wetter in der Schweiz. Mit einer schwachen Südwestströmung gelangt sehr milde Luft subtropischen Ursprungs zur Schweiz, was besonders in Berglagen zu aussergewöhnlich hohen Temperaturen führen wird.

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Martigny VS: Grosse Polizeikontrolle – Verstösse bei Verkehr, Drogen und Migration

Um das hohe Sicherheitsniveau im Wallis zu gewährleisten, führt die Kantonspolizei in Zusammenarbeit mit ihren Partnern regelmässig grosse Präventions- und Repressionsaktionen im gesamten Kanton durch. Die letzte Kontrolle fand am 12. September 2025 im Bezirk Martinach statt.

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Winterthur ZH: Zwei 14-Jährige mit E-Roller auf Autobahn – Polizei schreitet ein

Kurz vor 22.00 Uhr meldete ein Mann auf der Zentrale der Stadtpolizei Winterthur, dass zwei Jugendliche mit einem E-Roller auf der Autobahn unterwegs gewesen seien und soeben in Oberwinterthur abgefahren wären. Eine Patrouille konnte die beiden 14-Jährigen wenig später an der Frauenfelderstrasse stadteinwärts anhalten.

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Winterthur ZH: Betrunkener E-Biker stürzt vom Rad und kann nicht mehr aufstehen

Töss - Kurz vor 18.30 Uhr, erhielt die Stadtpolizei Winterthur die Meldung, dass ein E-Bike-Fahrer gestürzt sei. Der E-Bike-Fahrer fuhr von der Auwiesenstrasse herkommend in die Eichliackerstrasse und stürzte ohne Fremdeinwirkung.

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Oberbuchsiten SO: 17-Jährige bei Kollision mit Auto verletzt – Zeugen gesucht

Auf der Hauptstrasse in Oberbuchsiten kam es am Freitag, 19. September 2025, zu einer seitlichen Kollision zwischen einem Kleinmotorrad und einem Auto. Da die Schadensregulierung bislang ungeklärt ist, sucht die Polizei Zeugen des Unfalls.

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Schönenwerd SO: Montenegriner (19) nach Handtaschenraub an Rentnerin (87) gefasst

In Schönenwerd im Bereich Gartenstrasse/Villenstrasse wurde am Montag, 25. August 2025, einer Fussgängerin durch einen vorerst unbekannten Mann die Handtasche entrissen. Die Fussgängerin stürzte und verletzte sich dabei. Der 19-jährige Täter konnte dank Hinweisen aus der Bevölkerung ermittelt werden.

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Neuenkirch LU: Auto prallt nach Auffahrunfall auf A2 in Lastwagen – drei Verletzte

Am Mittwoch ist es im Feierabendverkehr zu einem Verkehrsunfall auf der Autobahn A2 in Richtung Norden gekommen. Drei Personen wurden dabei leicht verletzt. Wegen des Unfalls und der anschliessenden Bergungs- und Reinigungsarbeiten kam es zu grösseren Verkehrsproblemen.

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Aarau AG: Grosse KELAG-Übung – Blaulichtorganisationen proben Ernstfall

Beim Training „KELAG” am 22. September 2025 werden Feuerwehr, Sanität, das Kantonale Katastrophen-Einsatzelement und die Kantonspolizei des Kantons Aargau im Raum Aarau gemeinsam den Ernstfall proben. Ziel ist es, die Voraussetzungen zur Bewältigung von Grosslagen zu optimieren und das vorhandene Wissen über die Partnerorganisationen zu erweitern.

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Kanton Zürich: Pilotprojekt zeigt – dynamisches Electronic Monitoring funktioniert

Als erster Kanton hat Zürich das dynamische Electronic Monitoring zur systematischen Überwachung von behördlichen Auflagen im Bereich der häuslichen Gewalt erprobt. Aufgrund der gemachten Erfahrungen spricht sich der Kanton Zürich für eine kantonsübergreifende Lösung aus.

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Boécourt JU: Motorradfahrer bei heftiger Kollision mit Auto schwer verletzt

Heute Morgen gegen 06:00 Uhr fuhr ein Automobilist auf der Ausfahrtsspur der Autobahn A16 – Fahrbahn Frankreich – mit der Absicht, nach Glovelier zu gelangen. Beim "Cédez-le-passage" bog er auf die Hauptstrasse ein und gewährte einem korrekt fahrenden Motorradfahrer, der von Glovelier in Richtung Boécourt unterwegs war, nicht den Vortritt.

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St.Gallen SG: Einbruch in Altersheim – Täter flieht nach Begegnung mit Bewohnerin

Am Mittwoch (17.09.2025), kurz vor 13:30 Uhr, ist eine unbekannte Täterschaft in ein Altersheim an der Moosbruggstrasse eingebrochen. Die Täterschaft verschaffte sich gewaltsam Zutritt zu verschiedenen Wohnungen und durchsuchte diese.

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Bütschwil SG: 76-jähriger Töfffahrer bei Kollision mit Auto leicht verletzt

Am Mittwoch (17.09.2025), kurz vor 13:30 Uhr, ist es auf der Mosnangerstrasse zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Motorrad gekommen. Ein 76-jähriger Mann wurde eher leicht verletzt. Er wurde durch den Rettungsdienst ins Spital gebracht.

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Ferrera GR: Steinschlagschutz an der Averserstrasse – Regierung gibt 400'000 frei

Die Regierung genehmigt das Projekt "SSV Val digl Uors (TBA)" und bewilligt Beiträge nach kantonalem Waldgesetz und der NFA-Programmvereinbarung mit dem Bund im Bereich "Gravitative Naturgefahren nach Waldgesetz". An die veranschlagten Kosten von 400 000 Franken spricht sie einen Kantonsbeitrag von maximal 160 000 Franken und verfügt einen Bundesbeitrag von maximal 140 000 Franken.

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Solothurn SO: Polizei lädt an der HESO zum Austausch bei "Coffee with a Cop"

An der diesjährigen HESO werden die Kantons- und die Stadtpolizei Solothurn mit einem gemeinsamen Stand in der Rythalle präsent sein. Unter dem Motto «Coffee with a Cop» laden sie die Bevölkerung zum gegenseitigen, lockeren Austausch ein und offerieren dazu Kaffee.

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Genf GE: 42 neue Polizistinnen und Polizisten feierlich vereidigt

42 neue Polizistinnen und Polizisten (neun Frauen und dreiunddreissig Männer) wurden am 17.09.2025 vor dem Ständerat vereidigt, nachdem sie nach zweijähriger Ausbildung ihr eidgenössisches Fachzeugnis erhalten hatten. Alle traten am 1. September in die Reihen der Kantonspolizei ein.

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Au SG: Dachstock von Mehrfamilienhaus in Flammen – Feuerwehr mit 60 Leuten im Einsatz

Am Donnerstag (18.09.2025), um 1:25 Uhr, ist in einem Mehrfamilienhaus an der Hauptstrasse ein Brand entdeckt worden. Der Dachstock des Mehrfamilienhauses stand in Brand. Der Sachschaden beläuft sich auf mehreren hunderttausend Franken. Die Brandursache ist nicht bekannt.

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Wetter am Donnerstag, 18.09.2025: Sonnig und wunderbar warm bis in höhere Lagen

Ein umfangreiches Hochdruckgebiet, welches sich von der Iberischen Halbinsel über den Alpenbogen bis nach Südosteuropa erstreckt, bestimmt in den kommenden Tagen das Wetter in der Schweiz. Mit einer schwachen Südwestströmung gelangt sehr milde Luft subtropischen Ursprungs zur Schweiz, was besonders in Berglagen zu aussergewöhnlich hohen Temperaturen führen wird.

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Sisikon UR: Deutscher belästigt Frauen am Alplersee – Polizei setzt Taser ein

Am Samstag, 13. September 2025, kurz vor 22.00 Uhr, ging bei der Kantonspolizei Uri der Hilferuf ein, dass es am Alplersee in Sisikon zu einer akuten Notsituation gekommen sei. Vor Ort befanden sich drei deutsche Staatsangehörige: zwei Frauen im Alter von 29 und 22 Jahren sowie ein 23-jähriger Mann.

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Kanton Thurgau: Neue Leuchtwesten "Keep Cool" für Schulkinder verteilt

Wer auf der Strasse sichtbar ist, ist sicherer unterwegs. Das Sujet "Keep Cool" ziert die diesjährigen Leuchtwesten von "Verkehrssicherheit Thurgau". Es werden wieder mehrere tausend Stück gratis an Schulkinder abgegeben.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.