Im Jahre 2025 wurde die Fachstelle Extremismus in der Armee 61 Mal um Beratung oder Abklärungen ersucht.
Den meisten Meldungen und Anfragen lag ein Anfangsverdacht auf Rechtsextremismus zugrunde. Meldungen und Anfragen zum dschihadistisch motivierten Extremismus lagen wieder im unteren einstelligen Bereich.
Auf der Nationalstrasse N28 in Schiers ist es am frühen Montagnachmittag zu einem Verkehrsunfall zwischen zwei Personenwagen und einem Lastwagen gekommen.
Zwei Personen wurden dabei verletzt.
Am Freitag hat die Luzerner Polizei in der Stadt Luzern einen 19-jährigen Autofahrer festgenommen.
Zuvor war er mit 71 km/h durch eine 30er-Zone gefahren.
Die Kantonspolizei Zürich hat am Montagnachmittag (27.4.2026) in der Gemeinde Stadel einen mutmasslichen Räuber verhaftet.
Der Mann steht im Verdacht, im Dezember 2025 und im Februar 2026 ein Verkaufsgeschäft in Oberglatt überfallen beziehungsweise einen Überfall versucht zu haben.
In Aarau Rohr und Brugg hat die Kantonspolizei in der Nacht auf Montag fünf Männer festgenommen.
Zuvor hatten Drittpersonen verdächtige Beobachtungen bei Fahrzeugen gemeldet. Die Kantonspolizei klärt ab, ob die Männer Gegenstände aus unverschlossenen Autos stehlen wollten.
Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei gaben bekannt, dass am 25. April 2026 zwei rumänische Staatsbürger im Alter von 24 und 21 Jahren mit Wohnsitz in Rumänien festgenommen wurden.
Die Festnahmen erfolgten nach einer Anzeige wegen eines Fahrzeugs mit rumänischen Kennzeichen, das an einer Tankstelle im Gebiet Coldrerio nicht bezahlt hatte.
Kurz vor 5 Uhr fuhr ein 19-jähriger Mann mit seinem Auto auf der Autobahn A1 von St. Margrethen Richtung Zürich.
Höhe Oberbüren geriet das Auto nach rechts auf den Pannenstreifen und prallte dort seitlich in die Leitplanke.
Gegen 17 Uhr war eine 19-Jährige mit ihrem Auto auf der Autobahn A1 unterwegs.
Sie fuhr von Rheineck Richtung St.Gallen. Höhe Staad hatte sie gemäss eigenen Angaben einen Sekundenschlaf.
Die Baudirektion verstärkt die Verkehrslenkung rund um die West-Ost-Verbindung (WOV) im Raum Schattdorf.
Ziel ist es, den Transitverkehr konsequent um die Siedlungsgebiete herumzuführen und die Wirkung der WOV weiter zu verbessern.
Mit der neuen Kampagne „Young Cops“ gibt die Kantonspolizei Aargau Einblicke in Ausbildung, Berufsalltag und Karrierewege.
Die Video-Serie richtet sich an potenzielle Bewerbende und vermittelt ein authentisches Bild der Polizeiarbeit. Die Videos sind auf der neuen Website youngcops.ch zu sehen. Ergänzend informiert ein WhatsApp-Kanal über das Auswahlverfahren, die Ausbildung und den Polizeialltag.
Am Wochenende kam es in einer Garage in Murten zu zwei separaten Einbrüchen.
Mehrere Fahrzeuge wurden entwendet. Die Täter ergriffen die Flucht in eine unbekannte Richtung. Eine Ermittlung ist im Gange.
Am Sonntagabend kontrollierte die Kantonspolizei einen Mann, der in Broc mit einem E-Trottinett unterwegs war.
Dieses überschritt die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h um das Sechsfache. Das Fahrzeug wurde beschlagnahmt und der Besitzer wird angezeigt.
Am Montagmittag, 27. April 2026, ist in einem Einfamilienhaus in Walzenhausen ein Brand ausgebrochen.
Personen kamen keine zu Schaden. Es entstand hoher Sachschaden.
Am Samstag (25. April 2026, ca. 11:50 Uhr) verlor ein Motorradfahrer auf der Kantonsstrasse in Gettnau aus noch ungeklärten Gründen die Kontrolle über sein Fahrzeug und stürzte.
Der 57-jährige verletzte sich beim Sturz. Der Rettungsdienst 144 brachte ihn ins Spital.
Am Freitag (24. April 2026, ca. 18:00 Uhr) passierte eine Fussgängerin auf dem Fläcke in Beromünster die Strasse im Bereich des dortigen Fussgängerstreifens.
Dabei wurde sie von einem Traktor erfasst. Die 88-jährige wurde dabei tödlich verletzt.
In Sursee ist am Freitag (24. April 2026, kurz nach 19:00 Uhr) ein E-Bike-Fahrer mit einem Poller am Oberen Graben kollidiert.
Der 75-Jährige stürzte dadurch und verletzte sich.
Am Samstag (25. April 2026, ca. 15:00 Uhr) ging die Meldung ein, dass im Gebiet Under Chappelbode ein verunfalltes Motorrad (Quad) in einem Gebüsch an der kleinen Emme stehe.
Beim Eintreffen der Polizeipatrouille konnte das Quad festgestellt werden. Kurz darauf kehrte auch der mutmassliche Fahrer zurück.
In Wiggen wollte am Samstag (25. April 2026, ca. 13:15 Uhr) eine Autofahrerin auf dem Parkplatz des Schulhauses zu parkieren.
Beim Linksabbiegen zum Parkplatz kam es zur Kollision mit einem entgegenkommenden Motorradfahrer.
Eine Autofahrerin fuhr am Sonntag (26. April 2026, ca. 02:45 Uhr) von der Stadtausfahrt der Autobahn A2 in Richtung Pilatusplatz.
Bei der Lichtsignalanlage Höhe Klosterstrasse überquerte ein Fussgänger den Fussgängerstreifen.
Ein Auto fuhr am Sonntag (26. April 2026, ca. 12:20 Uhr) auf der Obernauerstrasse in Richtung Kriens.
Im Bereich Pulvermühle beim dortigen Fussgängerstreifen fuhr die Autofahrerin ein Mädchen an, welches die Strasse überquerte.
Ein Traktor mit Anhänger bog am Samstag (25. April 2026, ca. 17:30 Uhr) auf der Pfaffnauerstrasse in St. Urban nach links in die Laubigstrasse ab.
Gleichzeitig setzte ein Motorradfahrer zum Überholen der Fahrzeuge hinter dem Traktor an.
Ein Autofahrer fuhr am Samstag (25. April 2026, kurz vor 13:30 Uhr) auf der Glaubenbergstrasse in Richtung Wanegg.
Aus noch ungeklärten Gründen fuhr er dabei rechtsseitig ins Wiesland und kollidierte mit einem Strommast.
Ein Autofahrer fuhr am Samstag (25. April 2026, ca. 05:45 Uhr) auf der Horwerstrase über eine Fussgängerinsel.
Dabei fuhr er gegen zwei Inselschutzpfosten und eine Fussgängersignalisation. Anschliessend fuhr er weiter, ohne sich um den Schaden zu kümmern. Aufgrund der Kollision kam es von der Horwerstrasse bis zur Moosmattstrasse zu einer Ölverschmutzung.
Am Sonntagnachmittag (26.04.2026) ist es auf Höhe Vormülenen zu einem Selbstunfall mit einem Motorrad gekommen.
Eine 18-Jährige wurde eher schwer verletzt und ins Spital gebracht.
Die Kantonspolizei Solothurn führt am Mittwochnachmittag, 29. April 2026, zusammen mit verschiedenen Blaulichtorganisationen und örtlichen Behörden im Bereich der Schulanlagen in Neuendorf eine grössere Einsatzübung durch.
Für die Bevölkerung besteht keine Gefahr, allerdings kann es für die umliegenden Anwohnerinnen und Anwohner vereinzelt zu Einschränkungen kommen.
Lastwagen gehören im Seelisbergtunnel zum Alltag. Hinter einem LKW zu fahren bringt jedoch besondere Anforderungen mit sich. Die Sicht nach vorne ist eingeschränkt, Abstände lassen sich schwerer einschätzen und Reaktionen erfolgen oft verzögert. Was auf offener Strecke gut funktioniert, kann im Tunnel schnell kritisch werden.
Der folgende Beitrag zeigt, worauf Sie achten sollten, wenn Sie im Seelisbergtunnel hinter einem LKW unterwegs sind, und wie Sie Ihr Fahrverhalten sicher anpassen.
Am Sonntag (26.04.2026) ist es auf der Sturzeneggstrasse zu einer Kollision zwischen einer Velofahrerin und einer Fussgängerin gekommen.
Beide Frauen wurden dabei verletzt und ins Spital gebracht.
An einem frühen Sonntagmorgen im August 2025 wurde ein Mann im Zentrum von Effretikon angegriffen und verletzt.
Die Kantonspolizei bittet die Bevölkerung um Hinweise.
Am Sonntagabend hat sich in Sundlauenen eine Kollision zwischen einem Motorrad und einem Auto ereignet.
Der Motorradfahrer wurde dabei schwer verletzt und ins Spital gebracht. Ermittlungen zum genauen Unfallhergang sind im Gang.
Zum Welttag für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit am 28. April zeigt die Suva: Das Risiko, bei der Arbeit tödlich zu verunfallen, ist seit den 1980er-Jahren um fast 80 Prozent gesunken.
Ein Erfolg – der aber kein Selbstläufer ist.
Am Sonntag (26. April 2026) ist es im Kanton Zug zu mehreren Verkehrsunfällen mit Zweiradlenkenden gekommen.
Dabei wurden fünf Personen erheblich verletzt.
Das sonnige Wetter und die frühlingshaften Temperaturen lockten am vergangenen Wochenende viele Menschen nach draussen.
Entsprechend häufig waren die Rega-Helikopter im Einsatz: Insgesamt koordinierte die nationale Luftrettungszentrale der Rega am Samstag und Sonntag schweizweit rund 100 Einsätze zugunsten von Menschen in Not.
Am Sonntagabend (26.04.2026) kam es in einem Kellerabteil in einem Mehrfamilienhaus in Thayngen zu einem Brand.
Dank des raschen Handelns eines Anwohners und der ausgerückten Feuerwehr konnte das Feuer schnell gelöscht werden. Es wurde niemand verletzt. In der betroffenen Liegenschaft entstand hoher Sachschaden.
Eine Patrouille der Kantonspolizei Thurgau hat am Sonntag in Neuwilen einen stark alkoholisierten Autofahrer aus dem Verkehr gezogen.
Er musste seinen Führerausweis abgeben.
Am Samstag, den 25. April 2026, übte der Aargauer Bevölkerungsschutz in Aarau/Buchs den Ernstfall.
Bei der Einsatzübung U TRAKTION bewältigten rund 450 Einsatzkräfte gemeinsam eine Kollision zwischen Zug, Bus und Personenwagen sowie einen Massenanfall von Verletzten.
Am Sonntagabend, 26. April 2026, kurz nach 18.00 Uhr, ereignete sich auf der Verzweigung Birseckstrasse / Baselstrasse in Arlesheim eine Kollision zwischen einem Tram der Linie 10 und einem Personenwagen.
Die Personenwagenlenkerin wurde verletzt.
Am Sonntagabend, 27. April 2026, ist es in Herisau zu einem Brand in einem Mehrfamilienhaus gekommen.
Die Feuerwehr konnte den Brand rasch unter Kontrolle bringen. Personen wurden keine verletzt.
Am Samstagabend ist ein Jugendlicher in Bern tätlich angegangen und dabei leicht verletzt worden.
Ein mutmasslicher Täter konnte festgenommen werden. Ermittlungen, insbesondere zu weiteren involvierten Personen, sind im Gang.
Am Sonntagnachmittag hat sich auf der Alpenbrücke in Thun ein schwerer Verkehrsunfall zwischen zwei Autos ereignet.
Eine Beifahrerin verstarb noch auf der Unfallstelle. Drei weitere Personen wurden verletzt, zwei davon schwer. Ermittlungen wurden aufgenommen.
Ein umfangreiches Hochdruckgebiet erstreckt sich von den Britischen Inseln über Mitteleuropa bis in den Mittelmeerraum und bestimmt bis am Montag mit trockener und milder Luft das Wetter in der Schweiz.
Am Dienstag gelangt aus Südwesten vorübergehend feuchtere Luft insbesondere zu den westlichen und südlichen Landesteilen.
Am Sonntagmorgen, 26. April 2026, kurz vor 2 Uhr, wurde ein auf der Zürcherstrasse stadtauswärts fahrender Fahrzeuglenker angehalten, weil er zuvor mehrfach stark beschleunigte und den Motor seines Autos hochdrehte.
Das Verursachen von vermeidbarem Lärm wurde durch die Stadtpolizei Winterthur zur Anzeige gebracht
Am Samstagabend, 25. April 2026, kurz vor 19 Uhr, ging bei der Einsatzzentrale der Stadtpolizei Winterthur die Meldung über einen Verkehrsunfall ein.
Die sofort ausgerückte Patrouille der Stadtpolizei stellte vor Ort eine Auffahrkollision mit zwei Fahrzeugen fest.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.