Schweiz

Polizei-Schweiz am 10. September 2026: Die fünf brisantesten Meldungen des Tages

Ein 53-Jähriger wird im Schlaf überfallen, mit einem Messer bedroht und gewürgt, ein Grossbrand macht ein Mehrfamilienhaus unbewohnbar und am Grenzübergang Kreuzlingen werden rund 1,2 Kilogramm mutmassliche Drogen entdeckt: Der 10. September 2026 brachte mehrere brisante Polizeimeldungen aus der Schweiz. Auch die Identifizierung eines erst 18-jährigen Opfers nach dem schweren Arbeitsunfall bei der alten Ritom-Zentrale sowie eine laufende Öffentlichkeitsfahndung nach vier Verdächtigen beschäftigen die Behörden. Polizei.news fasst fünf der brisantesten Meldungen des Tages zusammen.

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Basel BS: Absolutes Feuerverbot fällt – im Wald bleiben Feuer aber stark eingeschränkt

Die Niederschläge der vergangenen Tage und die gestiegene Luftfeuchtigkeit haben das Waldbrandrisiko kurzfristig gesenkt. Das absolute Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe wird deshalb per Freitag, 11. September 2026, um 12.00 Uhr aufgehoben. Ab diesem Zeitpunkt gilt im gesamten Kanton Basel-Stadt ein bedingtes Feuerentfachungsverbot im Wald und in Waldesnähe. Feuer darf weiterhin nur an fest eingerichteten Feuerstellen entfacht werden. Das Entfachen von Feuer im Wald und an Waldrändern ist ansonsten verboten. Die Niederschläge der vergangenen Tage und die gestiegene Luftfeuchtigkeit haben das Waldbrandrisiko kurzfristig gesenkt.

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Kapo Zürich: Polizei setzte 1983 erstmals mobile EDV-Anlage bei Grosskontrollen ein

Am 6. September 1983 setzte die Kantonspolizei Zürich erstmals eine mobile EDV-Anlage für Grosskontrollen ein. Das System ermöglichte die direkte Abfrage von Fahrzeughaltern, Fahrzeugführern sowie Fahndungsdaten – ein bedeutender Fortschritt für die Polizeiarbeit vor Ort.

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Altdorf UR: Kantonspolizei zeigt zehn Stunden lang live, wie ihr Arbeitsalltag wirklich aussieht

Am Samstag, 12. September 2026, wird der Instagram-Kanal der Kantonspolizei Uri zum digitalen Fenster hinter die Kulissen der Polizeiarbeit. Ab 13.00 Uhr berichtet die Kantonspolizei Uri während eines zehnstündigen Instagram-Marathons live aus ihrem Arbeitsalltag.

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Erstfeld UR: Taubachtunnel nachts gesperrt – Verkehr wird über Kantonsstrasse umgeleitet

Für Unterhalts- und Reinigungsarbeiten wird der Taubachtunnel Mitte September 2026 während vier Nächten gesperrt. In Fahrtrichtung Süd ist der Tunnel in den Nächten von Montag, 14. September, auf Dienstag, 15. September, sowie von Donnerstag, 17. September, auf Freitag, 18. September 2026, gesperrt.

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Bern BE: Vier Verdächtige nach Pyro-Vorfällen am Cupfinal weiter gesucht – Frist läuft

Im Rahmen der am Montag angekündigten Öffentlichkeitsfahndung, die von der zuständigen Staatsanwaltschaft verfügt wurde, werden verdeckte Bilder publiziert. Die gezeigten Personen werden dringend verdächtigt, Handlichtfackeln und Knallpetarden am Cupfinal 2025 gezündet und damit Menschen gefährdet zu haben.

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Derendingen SO: Anhänger kippt auf A1 um – Autobahn Richtung Bern zeitweise gesperrt

Auf der Autobahn A1, kurz vor der Ausfahrt Kriegstetten in Richtung Bern, hat sich am Donnerstagmorgen ein Selbstunfall ereignet. Weil ein umgekippter Anhänger den Normalstreifen blockierte, musste die Autobahn A1 in Richtung Bern für die Bergungsarbeiten zeitweise vollständig gesperrt werden. Dies führte zu erheblichen Verkehrsbehinderungen und einem Rückstau.

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Mägenwil AG: Zwei Algerier überfallen 53-Jährigen im Schlaf, würgen und bestehlen ihn

Zwei Männer stiegen in der Nacht in ein Haus ein und überraschten einen Bewohner im Schlaf. Mit einem Messer drohend, raubten sie ihm Wertsachen und flüchteten. Auf der Fahndung nahm die Kantonspolizei zwei junge Algerier unter dringendem Tatverdacht fest.

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Saint-Imier BE: Grossbrand macht Wohnhaus unbewohnbar – Feuerwehrfrau verletzt

Am Mittwochnachmittag ist in Saint-Imier in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses ein Brand ausgebrochen. Das Feuer breitete sich auf das Gebäude aus, das stark beschädigt wurde und nicht mehr bewohnbar ist. Eine Person wurde leicht verletzt. Eine Untersuchung ist im Gang.

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Bregaglia GR: Gericht spricht fünf Beschuldigte nach Bergsturz am Pizzo Cengalo frei

Das Regionalgericht Maloja hat im Strafprozess zum Bergsturz am Pizzo Cengalo die beiden Mitarbeitenden des Amts für Wald und Naturgefahren sowie einen externen Geologen, der im Auftrag des Amts tätig war, vollumfänglich freigesprochen. Freigesprochen wurden auch zwei weitere beschuldigte Personen der Gemeinde Bregaglia.

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Kapo St.Gallen: Vom Rundumlicht zu LED – so entwickelte sich das Polizei-Blaulicht

#tbt – kurz mal durchfunken. Wann genau diese Aufnahme entstand, wissen wir nicht. Unser Kollege scheint aber gerade etwas Wichtiges mitzuteilen.

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Widnau SG: Velofahrerin bei Kollision mit Auto erheblich verletzt – Polizei sucht Zeugen

Am Donnerstagmorgen (10.09.2026) ist es zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Velo gekommen. Eine 48-jährige Velofahrerin wurde erheblich verletzt und vom Rettungsdienst ins Spital gebracht. Zur Klärung des genauen Unfallhergangs sucht die Kantonspolizei St.Gallen Zeugen.

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Luzern: Nach Regen wird Feuerverbot gelockert – im Norden bleibt grosse Vorsicht nötig

Die Niederschläge, die erhöhte Luftfeuchtigkeit sowie die kühleren Temperaturen trugen dazu bei, die Waldbrandgefahr zu entschärfen. In Absprache mit den Zentralschweizer Kantonen und dem Feuerwehrinspektorat stuft der Kanton Luzern die Waldbrandgefahr deshalb von gross auf erheblich zurück.

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Kreuzlingen TG: Slowake mit rund 1,2 Kilo Ecstasy und Amphetamin an Grenze gestoppt

Mitarbeitende des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) haben am frühen Samstagmorgen am Grenzübergang Kreuzlingen-Autobahn in einem Fahrzeug rund 1,2 Kilogramm mutmassliches Ecstasy und Amphetamin gefunden. Bei einer später durchgeführten vertieften Fahrzeugkontrolle kamen zudem ein als Taschenlampe getarnter Schlagstock sowie ein Störsender zum Vorschein.

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Ritom TI: Zweiter Arbeiter nach Unfall identifiziert – es ist ein 18-jähriger Schweizer

Die Kantonspolizei teilt mit, dass der zweite Arbeiter, der heute kurz nach 9.30 Uhr in den Arbeitsunfall bei der alten Ritom-Zentrale verwickelt war, formell identifiziert worden ist. Es handelt sich um einen 18-jährigen Schweizer Bürger mit Wohnsitz in der Leventina.

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Kanton Thurgau: Regierung will kein neues Gesetz gegen Cybermobbing einführen

Der Regierungsrat des Kantons Thurgau lehnt die Schaffung eines neuen Straftatbestandes „Cybermobbing“ ab, die auf eine parlamentarische Initiative zurückgeht. Wie er in seiner Vernehmlassungsantwort an die Kommission für Rechtsfragen des Nationalrates schreibt, sei in der Gesetzgebung keine Lücke vorhanden.

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Schachen bei Herisau AR: Auto gerät auf nasser Strasse ins Schleudern – Lenker verletzt

Am Mittwochvormittag, 9. September 2026, hat ein Autofahrer in Schachen bei Herisau ein Selbstunfall verursacht. Der verantwortliche Fahrzeuglenker erlitt leichte Verletzungen. Am Fahrzeug entstand Totalschaden.

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Wetter am Donnerstag, 10.09.2026: Recht sonnig, kühl und regional noch Schauer

Das Flachland befindet sich am Donnerstag mit einem Hoch über Deutschland in einer eher trockenen Bisenströmung, während die Alpen und die Alpensüdseite noch im Einflussbereich eines Tiefs über dem Ligurischen Meer bleiben. Dieses führt mit einer südlichen Strömung nach wie vor feuchtere Luft zum Alpensüdhang und zu den östlichen Alpen. In der Folge zieht das Tief weiter Richtung Balkan. Mit zunehmendem Hochdruckeinfluss wird am Freitag und zum Wochenende hin die Luftmasse schliesslich auch in den Alpen und auf der Alpensüdseite sukzessive abgetrocknet.

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Stadt Chur: BMW prallt gegen Kleinmotorrad – Lenker verletzt

Auf der Ringstrasse ist es am Mittwochabend zu einer Auffahrkollision zwischen einem Personenwagen und einem Kleinmotorrad gekommen. Der Kleinmotorradlenker stürzte und wurde verletzt. Der Unfall ereignete sich am Mittwoch, 9. September 2026, kurz nach 17.00 Uhr.

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Basel BS: Blaulichttag am 12. September 2026 mit Polizei, Feuerwehr und Sanität

Polizei, Feuerwehr, Sanität und weitere Einsatzorganisationen präsentieren am Samstag, 12. September 2026, ihre Arbeit mitten in Basel. Der Blaulichttag auf dem Barfüsserplatz bietet von 11.00 bis 16.00 Uhr ein abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie. Die Besucher können Einsatzfahrzeuge aus nächster Nähe besichtigen, selbst einen Notruf entgegennehmen oder in die Uniform von Polizei und Feuerwehr schlüpfen. Auch mehrere Vorführungen und musikalische Darbietungen stehen auf dem Programm.

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Basel BS: Fussgänger (66) kollidiert mit Velofahrer und wird erheblich verletzt

Am Mittwoch, 9. September 2026, ereignete sich kurz nach 16.30 Uhr in der Greifengasse auf Höhe der Liegenschaft Nummer 6 ein Verkehrsunfall zwischen einem Fussgänger und einem Velofahrer. Der Fussgänger hat sich dabei erhebliche Verletzungen zugezogen. Die Verkehrspolizei sucht Zeugen, die Angaben zum Unfallhergang machen können.

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Polizei-Schweiz am 9. September 2026: Die fünf brisantesten Meldungen des Tages

Eine Frau stirbt bei einer Frontalkollision auf der A16, ein 24-Jähriger muss sich wegen des Messerangriffs auf drei fünfjährige Kinder vor Gericht verantworten und in Domat/Ems wird ein Postomat gesprengt: Der 9. September 2026 brachte mehrere schwere und aufsehenerregende Polizeimeldungen aus der Schweiz. Von Bern über Zürich und Basel-Stadt bis nach Graubünden waren Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte bei schweren Unfällen, Gewaltdelikten und einem spektakulären Sprengstoffdelikt gefordert. Polizei.news fasst fünf der brisantesten Meldungen des Tages zusammen.

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Cadenazzo TI: Mann (30) stürzt mit E-Trottinett und erleidet lebensgefährliche Verletzungen

Die Kantonspolizei teilt mit, dass es heute kurz nach 17 Uhr in Cadenazzo auf dem Bahnhofplatz zu einem Verkehrsunfall gekommen ist. Nach einer ersten Rekonstruktion war ein 30-jähriger serbischer Staatsbürger mit Wohnsitz im Bellinzonese mit einem E-Trottinett unterwegs, als er aus Gründen, die durch die polizeilichen Ermittlungen noch geklärt werden müssen, zu Boden stürzte.

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Schweiz: Fake-Tanzabstimmung auf WhatsApp – QR-Code gibt Betrügern Zugriff aufs Konto

Eine WhatsApp-Nachricht bittet um eine Stimme bei einer vermeintlichen Tanzabstimmung. Wer dem Link folgt und die verlangten Schritte ausführt, gewährt Betrügern unbemerkt Zugriff auf das eigene WhatsApp-Konto.

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Solothurn SO: Polizei lädt an der HESO 2026 zu "Coffee with a Cop" und Berufsquiz

An der HESO 2026 sind die Kantons- und Stadtpolizei wiederum mit einem gemeinsamen Stand in der Rythalle präsent. Unter dem Motto „Coffee with a Cop“ laden sie bei einem Kaffee zum Austausch über „Zivilcourage“ ein. Interessierte erhalten zudem Auskünfte zum Polizeiberuf und können anhand eines kurzen Quiz herausfinden, ob dieser zu ihnen passt. Am Donnerstag, 24. September, findet ausserdem ein Infoanlass zum Polizeiberuf statt. An der Sonderschau „aber SICHER!“ informiert die Kantonspolizei zudem über das richtige Verhalten nach einem Verkehrsunfall.

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Piotta TI: Zwei AET-Mitarbeitende sterben bei schwerem Unfall im alten Ritom-Kraftwerk

Bein einem schweren Arbeitsunfall im alten Wasserkraftwerk Ritom in Piotta haben am 9. September 2026 zwei Mitarbeitenden von AET ihr Leben verloren. Die SBB, als Eigentümerin des Kraftwerks, und die AET, deren beiden Mitarbeitenden sich im Kraftwerk befanden, trauern um die beiden Todesopfer.

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Emmen LU: Am 11. September sind Militärflüge und Knallgeräusche möglich

Am Freitag, 11. September 2026, führt die Armee auf dem Waffenplatz Emmen den «Tag der Angehörigen» durch. In der Umgebung kann es deshalb zeitweise zu zusätzlichen Flugbewegungen und hörbaren Knallgeräuschen kommen. Für die Bevölkerung bestehen keine besonderen Einschränkungen. Beim Besuchstag handelt es sich jedoch nicht um eine öffentliche Veranstaltung.

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Piotta TI: Explosion in alter Ritom-Zentrale – zwei Arbeiter sterben bei Arbeitsunfall

Die Kantonspolizei teilt mit, dass sich heute kurz nach 9.30 Uhr bei der alten Wasserkraftzentrale Ritom in Piotta ein schwerer Arbeitsunfall ereignet hat. Der gemeinsamen Alarmzentrale (CECAL) wurde ein Brand gemeldet, der im Innern des Gebäudes ausgebrochen war.

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L’Etivaz VD: Schweizer Töfffahrer (17) kollidiert mit Traktor und stirbt noch vor Ort

Am Dienstag, 8. September 2026, verlor in L’Etivaz ein junger Motorradfahrer die Kontrolle über sein Zweirad und prallte gegen einen Traktor, der in entgegengesetzter Richtung unterwegs war. Er verstarb noch an der Unfallstelle. Das Jugendgericht hat eine Strafuntersuchung eröffnet.

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Embrach ZH: 17-Jähriger fährt an Kolonne vorbei – schwere Kollision mit Lieferwagen

Am Mittwochmorgen (9.9.2026) ist es in Embrach zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Lieferwagen und einem Töff gekommen. Der Töfffahrer wurde dabei schwer verletzt.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.