Schweiz

Ellikon an der Thur ZH: 16-jähriger Velofahrer stirbt nach Kollision mit Auto

Am Donnerstagabend (04.09.2025) ist in Ellikon an der Thur ein 16-jähriger Velofahrer bei einer Kollision mit einem Auto ums Leben gekommen. Kurz nach 17 Uhr war ein 15-jähriger Mofalenker auf der Islikonerstrasse in Richtung Ellikon unterwegs.

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Vom Engadin nach Graubünden – unterwegs auf dem Julierpass

Der Julierpass zählt zu den bedeutenden Alpenübergängen der Schweiz und verbindet das Engadin mit dem Kanton Graubünden. Er liegt auf 2‘284 Metern über Meer und ist nicht nur eine wichtige Verkehrsachse, sondern auch ein landschaftliches und kulturelles Highlight. Reisende erleben hier eine faszinierende Mischung aus alpiner Natur, geschichtsträchtigen Orten und vielfältigen Freizeitmöglichkeiten. Der folgende Beitrag informiert über die eindrucksvolle Landschaft, die kulturelle Bedeutung und spannende Aktivitäten am Julierpass.

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Couvet NE / Charmey FR / Bex VD: Rega-Einsätze in schwierigem Gelände

Ob auf einem Seil einer Bergbahn, an einer steilen Felswand oder in einem abschüssigen Wald – unsere Patientinnen und Patienten können sich auf eine effiziente Hilfe aus der Luft verlassen. Wenn ein Einsatzort besondere Fähigkeiten im schwierigen Gelände verlangt, greifen die Rega-Crews häufig auf die Helikopterrettungsspezialisten des Schweizer Alpen-Club SAC zurück. An diesem Wochenende hat sich diese Zusammenarbeit erneut bewährt – unter anderem bei Einsätzen in Couvet (NE), Charmey (FR) und am Miroir d’Argentine (VD).

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Suhr AG: Lieferwagen touchiert Frau auf Trottoir und fährt einfach weiter

Eine junge Fussgängerin ist am Donnerstagnachmittag in Suhr von einem Lieferwagen auf dem Trottoir touchiert und leicht verletzt worden. Der unbekannte Lenker oder die unbekannte Lenkerin fuhr weiter, ohne anzuhalten. Die Kantonspolizei Aargau bittet um Hinweise.

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Lagginhorn VS: Rettung am Limit – 10-Stunden-Einsatz für zwei Alpinisten

Zwei Alpinisten geraten Mitte Juli kurz unterhalb des Gipfels des Lagginhorns in Not. Was folgt, ist einer der härtesten Einsätze der letzten Jahre: 10 Stunden Rettungseinsatz gegen Wetter, Eis und Erschöpfung. Selbst für die erfahrenen Retter der Air Zermatt ein Einsatz am Limit.

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Hinwil ZH: Polizei zeigt neues Einsatzfahrzeug am Tag der offenen Tore

Treffen Sie uns in Hinwil! Die Kantonspolizei Zürich ist am Samstag, 6. September am Tag der offenen Tore der Stützpunktfeuerwehr Hinwil vor Ort mit dabei.

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Bellach SO: Unwetter sorgt für 60 Wasserschäden in Kellern und Garagen

Bei der Kantonalen Alarmzentrale sind zwischen Donnerstagnachmittag, 4. September 2025, und Freitagmorgen, 5. September 2025, rund 60 Meldungen zu Wassereinbrüchen eingegangen, was die örtlichen Feuerwehren teils forderte. In Zusammenhang mit den starken Regenfällen gingen bei der Kantonalen Alarmzentrale zwischen Donnerstag, 4. September 2025, 14.30 Uhr, und Freitag, 5. September 2025, 6.30 Uhr, rund 60 Meldungen ein.

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Schweizer Armee: Podcast zeigt, wie wichtig der Fourier für die Truppe ist

In dieser Folge des Schweizer Armee-Podcasts geht es um eine Funktion, die unscheinbar wirkt, aber über den Erfolg im Alltag einer Einheit entscheidet: den Fourier. Fourier Philipp Leu erzählt, was es bedeutet, diese Aufgabe zu übernehmen. Es geht nicht nur um Bestellungen, Rationen und Zahlen, sondern um Führung, Verantwortung und Vertrauen. Der Fourier sorgt dafür, dass die Truppe funktioniert – sei es beim Verhandeln mit Lieferanten, beim Planen der Versorgung oder beim Halten der Moral.

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La Tour-de-Peilz VD: Drei Männer überfallen Rentner in seinem Zuhause (Zeugenaufruf)

Am Dienstag, 2. September 2025, kam es am späten Nachmittag in La Tour-de-Peilz zu einem Raubüberfall auf einen Hausbewohner. Die drei Täter sind flüchtig und werden aktiv gesucht. Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet, die Polizei bittet um Hinweise.

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Bolken SO/Staad SG: Heftige Hagelschauer von Lesern gefilmt – Videos zeigen Unwetter

In Bolken (Kanton Solothurn) dokumentiert Wetter-Reporter Markus Baumgartner aus der Facebook-Gruppe "Dein Wetter in der Schweiz" einen heftigen Hagelschauer. Darunter meldet sich Wetter-Reporterin Luise Strunz mit einem eigenen Kurzvideo, das um 17:30 Uhr in Buechen/Staad (Kanton St.Gallen) ebenfalls einen Hagelschauer einfängt.

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Wetter am Freitag, 05.09.2025: Wechselhaft mit Schauern, später Auflockerungen und Sonne

Auf der Vorderseite eines Tiefdruckgebiets über Grossbritannien wird mit einer mässigen Südwestströmung feuchtwarme und labil geschichtete Luft zum Alpenraum führt. Nach einer aktiven Phase präfrontaler Gewitter zieht in der Nacht auf Freitag die Kaltfront des Tiefs von West nach Ost über die Alpennordseite hinweg. Auf der Rückseite der Kaltfront folgt am Freitag anfangs noch labile, aber sukzessive trockenere Luft. Am Wochenende bestimmt ein flaches Hochdruckgebiet über Mitteleuropa das Wetter im Alpenraum.

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Schaffhausen SH: 78-Jährige bei Kollision mit Lieferwagen verletzt – Auto Totalschaden

Am Donnerstagnachmittag (04.09.2025) hat sich in der Stadt Schaffhausen eine Kollision zwischen einem Lieferwagen und einem Auto ereignet. Dabei wurde die Autofahrerin verletzt. An den beiden Unfallfahrzeugen entstand hoher Sachschaden.

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Zofingen AG: Postangestellte mit Dreirad von Auto erfasst – Frau verletzt ins Spital

Am Mittwochmorgen kam es zu einer Kollision zwischen einem Personenwagen und einem Kleinmotorfahrrad. Dabei wurde die Lenkerin des Dreirads leicht verletzt. Die PW-Lenkerin blieb unverletzt. An beiden Fahrzeugen entstand grosser Sachschaden.

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Schweizer Armee: VBS führt Drohnenprojekt ADS 15 trotz Problemen reduziert weiter

Das Projekt Aufklärungsdrohnensystem 15 (ADS 15) kämpft seit vielen Jahren mit Verzögerungen und technischen Problemen. Die Lieferantinnen Elbit und RUAG haben vertragliche Meilensteine wiederholt nicht eingehalten. Bundesrat Martin Pfister, Chef VBS, hat nach seinem Amtsantritt eine vertiefte Analyse des Projekts angeordnet. Aufgrund der Resultate hat das VBS entschieden, das Beschaffungsprojekt ohne das automatische Ausweichsystem, ohne das System für GPS-unabhängige Starts und Landungen sowie ohne das System für die Enteisung fortzuführen. Trotz den Einschränkungen beim Einsatz bleiben zentrale Fähigkeiten wie die Aufklärung mit langer Verweildauer in der Luft sichergestellt.

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Schweizer Armee: Bundesrat legt Bericht zum Assistenzdienst nach Blatten-Bergsturz vor

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 3. September 2025 den Bericht zuhanden des Parlaments über den Assistenzdienst zur Unterstützung des Kantons Wallis nach dem vom Abbruch des Birchgletschers ausgelösten Bergsturz am 28. Mai 2025 auf das Dorf Blatten im Lötschental verabschiedet. Der Einsatz der Truppe sowie die Zusammenarbeit mit den zivilen Einsatzkräften und den kantonalen Führungsorganisationen verlief gut. Entlastend wirkten dabei nicht zuletzt die Anstrengungen des kantonalen Verbindungsstabs. Der Bericht wird dem Parlament zur Behandlung während der Herbstsession überwiesen.

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Wiedlisbach BE: Velofahrer nach Frontal-Crash mit Militärfahrzeug in kritischem Zustand

Am Donnerstagmittag hat sich in Wiedlisbach ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Ein Mann wurde in kritischem Zustand mit einem Helikopter der Rega ins Spital geflogen. Der Unfall wird untersucht.

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Luzern LU: Velofahrerin bei Sturz nach Kollision mit Rennradfahrer verletzt

Am Mittwoch (3. September 2025, kurz nach 16:30 Uhr) war ein Rennradfahrer auf der Haldenstrasse in der Stadt Luzern unterwegs. Beim Überholen einer in gleicher Richtung fahrenden Velofahrerin touchierte er diese mutmasslich und die Frau stürzte.

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Willisau LU: Seitlich-frontale Kollision – zwei Personen verletzt, 20'000 Fr. Schaden

Am Mittwoch (3. September 2025, kurz nach 18:00 Uhr) fuhr eine Autofahrerin von Menznau Richtung Willisau. Auf der Höhe der Liegenschaft Menznauerstrasse 37 geriet sie aus noch ungeklärten Gründen auf die Gegenfahrbahn und prallte seitlich-frontal gegen ein entgegenkommendes Auto.

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Altwis LU: Betrunkener verursacht Auffahrunfall – Beifahrerin verletzt, 22'000 Fr. Schaden

Am Mittwoch (3. September 2025, ca. 18:30 Uhr) ereignete sich auf der Hauptstrasse in Altwis ein Auffahrunfall zwischen zwei Personenwagen. Eine Beifahrerin verletzte sich dabei und wurde durch den Rettungsdienst 144 ins Spital gefahren.

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Dagmersellen LU: Polizei stellt Kokain, Bargeld und Waffe sicher – Kosovare (48) verhaftet

Am vergangenen Mittwoch ist in Dagmersellen ein mutmasslicher Drogendealer festgenommen worden. Bei der anschliessenden Hausdurchsuchung konnten mehrere zehntausend Franken Bargeld und eine grössere Menge mutmassliches Kokain sichergestellt werden. Die Untersuchung führt die Staatsanwaltschaft Sursee.

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Frenkendorf BL: 16-Jähriger bei Motorradsturz verletzt – Polizei sucht Taxi-Bus-Zeugen

Am Mittwochmorgen, 3. September 2025, kurz vor 08.00 Uhr, ereignete sich auf der Schönmattstrasse in Frenkendorf BL ein Verkehrsunfall mit einem Motorrad. Der Motorradfahrer stürzte nachdem er einem entgegenkommenden Fahrzeug ausweichen musste. Beim Sturz wurde er verletzt. Die Polizei sucht Zeugen.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.