Schweiz

Schweiz: Trotz Baustellen und Grossanlässen – SBB mit Höchstwert bei Pünktlichkeit

Die SBB erreichte 2025 eine Rekordpünktlichkeit: 94,1 Prozent der Züge erreichten ihr Ziel pünktlich – dank engagierten Mitarbeitenden sowie zuverlässigen Zügen und Infrastruktur. Und dies trotz Herausforderungen wie zahlreichen Baustellen und Events. Auch die Kundenzufriedenheit blieb hoch. Einzig im Tessin ging die Pünktlichkeit leicht zurück, während sie in der Romandie deutlich zunahm.

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Kapo St.Gallen: Einsatz am Bergrennen zeigt Bedeutung von Ruhe und Teamarbeit

Beim Bergrennen in Hemberg wurde Marco unmittelbar gefordert. Er und seine Kollegin trafen als erste Einsatzkräfte ein, das Fahrzeug brannte und sie mussten sofort handeln.

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Suhr AG: Zweiter Unfall auf Pannenstreifen – Auto erfasst Lenkerinnen

Am Montagabend ereignete sich auf der N1R bei Suhr eine Kollision mit reinem Blechschaden. In der Folge kam es zu einem weiteren Unfall, bei dem sich zwei Personen verletzten. Die Strasse war mehrere Stunden nur eingeschränkt befahrbar.

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Schweiz: Untersuchung zu Lawinenunfällen betont Bedeutung von Planung und Erfahrung

Lawinen sind die grösste Gefahr im Schneesport abseits der Piste. „Skitourenguru“ ist ein zuverlässiges Hilfsmittel für die Planung einer sicheren Route. Das zeigt eine neue Studie der DAV-Sicherheitsforschung.

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Kapo Solothurn: Polizei warnt vor Fake-Websites beim Kauf der E-Vignette

Hast du die neue Vignette schon gekauft? Ab Sonntag, dem 01. Februar 2026, musst du zur Nutzung von abgabepflichtigen Autobahnen und Autostrassen eine 2026er-Vignette besitzen.

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Kapo Schwyz: Polizei zeigt ruhige Momente im anspruchsvollen Einsatzalltag

Im Polizeiberuf wissen wir nie, was auf uns zukommt und wie sich der Tag entwickelt. Darum geniessen wir die ruhigen Momente umso mehr, in denen wir kurz innehalten und die Schönheit unseres Kantons bewusst wahrnehmen können, bevor es weiter zum nächsten Einsatz geht.

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Dübendorf ZH: Feuerwehr rettet Patienten mit Autodrehleiter vom Balkon

Am Sonntagabend wurde die Feuerwehr Dübendorf – Wangen-Brüttisellen zur Unterstützung des Rettungsdienstes zu einer dringlichen Patientenrettung alarmiert. Die medizinische Lage erforderte während des Transports eine konsequent horizontale Lagerung des Patienten.

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Stansstad NW: Auto prallt gegen Felsen und überschlägt sich auf Lopperstrasse

Heute Morgen kam es auf der Lopperstrasse in Stansstad zu einem Verkehrsunfall mit Totalschaden. Ein Personenwagen kollidierte ausserhalb der Fahrbahn mit einem Felsen, überschlug sich und kam anschliessend wieder auf der Fahrbahn zum Stillstand.

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Wetter am Dienstag, 27.01.2026: Milde Alpenluft, am Abend Regen und Schnee im Anzug

In der Nacht auf Dienstag wird die Luftmasse über der Schweiz vorübergehend abgetrocknet. Tief "Chandra" mit Zentrum bei Irland sorgt aber bereits im Laufe des Dienstags für Druckfall und aufkommenden Föhn über den Alpen. Im Laufe des Tages steuert das Tief eine Warmfront aus Westen zur Schweiz. Am Mittwoch folgt eine Kaltfront und beendet die Föhnphase.

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Kriens LU: Feuerwehr bereitet sich auf Projekt mit moderner Brandschutztechnik vor

Ein weiteres Grossprojekt steht kurz vor dem Bezug und stellt die Feuerwehr Kriens vor neue Herausforderungen. Bei einer Begehung des Areals Eichhof West informierte sich das Kader über die technischen Brandschutzeinrichtungen im Bauteil der WAS – Sozialversicherungszentrum.

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Zürich ZH: Lindenhof-Gebäude ausgebrannt – Nachlöscharbeiten dauerten den ganzen Tag

In der Nacht auf heute ist in der Zürcher Altstadt ein historisches Gebäude am Lindenhof in Vollbrand geraten. Dank eines raschen und koordinierten Grosseinsatzes der Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäudeteile in letzter Minute verhindert werden.

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Bern BE: Nur jeder zehnte Einsatz ist ein Brand – Feuerwehr leistet vielseitige Hilfe

Wusstest du, dass nur bei rund 10% unserer Einsätze effektiv Brände gelöscht werden? In allen anderen Situationen sind wir genauso für dich da – und lassen dich garantiert nicht im Regen stehen.

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Crans-Montana VS: Kanton stellt 10 Millionen Franken für Opfer der Brandkatastrophe bereit

Der Kanton Wallis setzt alles daran, die Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana sofort und langfristig in finanzieller, rechtlicher und administrativer Hinsicht zu unterstützen. Der Staatsrat sieht daher vor, die Stiftung, die derzeit gegründet wird, um Opfern und ihren Angehörigen zu helfen, mit einem Kapital von 10 Millionen Franken zu dotieren.

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Gurwolf FR: Radfahrer nach Kollision verletzt – Polizei fahndet nach Autofahrer

Am Samstagnachmittag kam es auf der Pfauenstrasse zwischen Gurwolf und Faoug zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Radfahrer. Nach der Kollision setzte der Fahrer oder die Fahrerin die Fahrt fort. Der Radfahrer wurde verletzt.

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Schweiz: Migros ruft Baby-Anfangsmilch wegen möglichem Toxin zurück

Der französische Hersteller Vitagermine ruft die Anfangsmilch BABYBIO OPTIMA 1 800g zurück. Der Rückruf ist eine Vorsichtsmassnahme aufgrund des möglichen Vorhandenseins des Toxins Cereulid.

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Winterthur ZH: Flucht nach Kollision mit Zug geklärt – 61-jährige Lenkerin gefunden

Nach der Kollision zwischen einem Auto und einem Zug am Bahnübergang Bachtelstrasse in Winterthur Veltheim konnte die verantwortliche Lenkerin identifiziert werden. Es handelt sich um eine 61-jährige Frau, die inzwischen festgenommen und befragt wurde.

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Gut vorbereitet durch den Seelisbergtunnel – Checkliste und Tipps für Autolenker

Der Seelisbergtunnel ist für viele Verkehrsteilnehmende ein fester Bestandteil der Route über die A2. Ob im Berufsverkehr, auf dem Weg in die Ferien oder bei Wochenendausflügen: Die Durchfahrt erfolgt meist routiniert. Gerade diese Routine kann jedoch dazu führen, dass Vorbereitung und Aufmerksamkeit unterschätzt werden. Dabei zeigt die Erfahrung, dass viele kritische Situationen im Tunnel nicht auf technische Defekte zurückzuführen sind, sondern auf mangelnde Vorbereitung oder unbedachtes Verhalten. Im folgenden Text erfahren Sie, worauf Sie vor und während der Durchfahrt des Seelisbergtunnels achten sollten.

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Neuendorf SO: Frau (61) auf Fussgängerstreifen angefahren und erheblich verletzt

In Neuendorf wurde am Montagmorgen, 26. Januar 2026, eine Fussgängerin auf einem Fussgängerstreifen von einem Auto erfasst. Die Frau zog sich dabei erhebliche Verletzungen zu und musste ins Spital gebracht werden.

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Stadt Zürich ZH: Nach Grossbrand am Lindenhof sucht Stadtpolizei jetzt Zeugen

(Nachtrag zur Meldung von Schutz & Rettung Zürich vom 26. Januar 2026 / 05.41 Uhr: Grossbrand am Lindenhof) Bekanntlich brannte am frühen Montagmorgen ein Gebäude beim Lindenhof. Die Brandursache ist noch unklar, ein Delikt kann nicht ausgeschlossen werden. Die Stadtpolizei Zürich sucht Zeugen.

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Weiningen ZH: Jugendliche flüchten vor Polizei – Festnahme nach Schussabgabe

Die Kantonspolizei Zürich hat Sonntagnacht (25.1.2026) in Weiningen nach einer Verfolgungsfahrt zwei Personen festgenommen. Diese hatten zuvor versucht, sich einer polizeilichen Kontrolle durch Flucht zu entziehen.

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Elm GL: Sicher durch den Winter – SchneeToni gibt Tipps für Glatteis und Schneefall

Polizei.news-Markenbotschafter SchneeToni war wieder unterwegs, diesmal in Elm im Kanton Glarus. Die Strassen sind glatt, der Schnee ist zurück, und wer jetzt unterwegs ist, sollte gut vorbereitet sein. In einem aktuellen Live-Video gibt SchneeToni von Polizei.news Tipps für sicheres Verhalten bei Schnee und Eis. Hier fassen wir die wichtigsten Punkte zusammen.

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Grenchen SO: Polizei stellt mutmassliches Diebesgut sicher – Rumäne festgenommen

In Grenchen hat die Kantonspolizei Solothurn am Donnerstag, 22. Januar 2026, im Rahmen einer gezielten Aktion mehrere Wohnungen und einen Gewerberaum durchsucht. Dabei wurden zahlreiche Gegenstände sichergestellt, die gemäss ersten Erkenntnissen aus strafbaren Handlungen stammen dürften. Zudem wurde eine tatverdächtige Person festgenommen.

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Basel BS: Sattelschlepper touchiert Auto und flüchtet bei Elisabethenanlage

Am Donnerstag, dem 22. Januar 2026, ereignete sich gegen 12.30 Uhr auf Höhe der Liegenschaft Elisabethenanlage 7 ein Verkehrsunfall. Dabei überfuhr ein von der Markthallenbrücke kommender Sattelschlepper die gut sichtbare Sperrfläche und touchierte ein Auto.

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Courtepin FR: Grosser Austritt von Kunststoffteilen verschmutzt Bach Crausa

In der Nacht vom 6. auf den 7. Januar 2026 kam es zu einem unbeabsichtigten Austritt einer grossen Menge von Kunststoffteilen, die zur Abwasserbehandlung eines Unternehmens verwendet werden, in den Bach Crausa in Courtepin. Die zuständigen Behörden sowie die Feuerwehr des Stützpunktes Murten wurden um 5.30 Uhr alarmiert und griffen rasch ein, um Sperren zu errichten und die Ausbreitung dieser Teile zu stoppen.

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Seewen SO: Abgelenkt am Steuer – Auto überschlägt sich bei Selbstunfall

Auf der Grelligerstrasse in Seewen kam es am Samstagmorgen, 24. Januar 2026, zu einem Selbstunfall mit einem Auto. Der Fahrzeuglenker wurde dabei leicht verletzt. Gemäss ersten Erkenntnissen dürfte eine Ablenkung unfallursächlich sein.

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Crans-Montana VS: Nach Tragödie zahlreiche Hilfsangebote für Freunde und Angehörige

Wenn Sie den Opfern, Zeugen oder anderen von dieser Tragödie Betroffenen nahestehen, zögern Sie nicht, die verfügbaren Hilfsangebote in Anspruch zu nehmen. In deiner Schule findest du Hilfe von: dem medizinisch-psychosozialen Team, Lehrern, der Schulleitung, deinen Freunden usw.

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Pays-d’Enhaut VD: Kantonsstrasse zwischen Rhônetal und Alpenregion wird erneuert

Der Staatsrat hat beim Grossen Rat einen Antrag auf einen Baukredit von 39,6 Millionen Franken für den Wiederaufbau einer strategisch wichtigen Kantonsstrasse eingereicht. Der Staatsrat hat beim Grossen Rat einen Antrag auf einen Baukredit von 39,6 Millionen Franken für den Wiederaufbau einer strategisch wichtigen Kantonsstrasse eingereicht.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.