(Thun BE). An mehreren Parksäulen in Thun sind gefälschte QR-Code-Aufkleber entdeckt worden, die auf betrügerische Bezahlseiten führen.
Kriminelle versuchen damit, an die Zahlungsdaten von Autofahrerinnen und Autofahrern zu gelangen. Die Stadt Thun führt deshalb aktuell Kontrollen durch und warnt vor der Betrugsmasche.
(Schwyz SZ). Die Kantonspolizei Schwyz lädt am Mittwoch, 18. November 2026, zu einem Informationsanlass rund um den Polizeiberuf ein.
Von 18.30 bis 21.30 Uhr können Interessierte in Schwyz mehr über die Ausbildung und die beruflichen Möglichkeiten bei der Polizei erfahren.
Ein Höhentief über der Biskaya verlagert sein Zentrum langsam nach Frankreich. Es steuert mit einer südlichen Höhenströmung feuchte Luft zur Alpensüdseite, womit sich eine Stauphase eingestellt hat. Nördlich der Alpen sorgt Föhn vorerst für eine Entlastung.
Am Mittwochvormittag überquert aus Westen eine Kaltfront die Schweiz und beendet die Föhnphase. Dahinter folgt am Mittwochabend aus Westen eine weitere Kaltfront mit feuchter Polarluft. Am Donnerstag sorgt ein Zwischenhoch für eine vorübergehende Wetterberuhigung.
(Zürich ZH). Am Dienstagnachmittag, 20. Oktober 2026, warf ein Vermummter im Bahnhof Oerlikon einen Brandsatz von einem Perron auf den gegenüberliegenden Perron und flüchtete danach.
Der mutmassliche Täter konnte festgenommen werden.
Fünf Verletzte nach einer Kollision mit vier Autos, eine beim Überholen von einem Postauto touchierte Velofahrerin und ein Geisterfahrer unter Alkohol- und Drogeneinfluss: Der 20. Oktober 2026 brachte mehrere folgenschwere Polizeimeldungen aus der Schweiz.
Auch ein mutmasslicher Betrug mit erschlichenen Ersatzfahrzeugen sowie der Angriff zweier Unbekannter auf einen 54-Jährigen am Aareufer beschäftigen die Behörden. Polizei.news fasst fünf der brisantesten Meldungen des Tages zusammen.
(Glovelier JU). Am 20. Oktober 2026 ereignete sich gegen 16 Uhr auf der Autobahn A16 bei Glovelier eine Kollision zwischen zwei Autos.
Ein Autofahrer, der in Richtung Porrentruy unterwegs war, prallte gegen ein vorausfahrendes Fahrzeug, das wegen der Verkehrssituation abgebremst hatte.
(Sisikon UR). Die Axenstrasse ist eine zentrale Verkehrsachse der Zentralschweiz und von grosser Bedeutung für den Nord-Süd-Verkehr.
Damit die Strecke auch künftig sicher befahren und zuverlässig betrieben werden kann, führt das Amt für Betrieb Nationalstrassen (AfBN) auch diesen November gebündelte Unterhaltsarbeiten mit nächtlichen Totalsperrungen durch.
(Kleindöttingen AG). Am 20. Oktober 2026 geriet der Balkon einer Wohnung am Breiteweg in Brand.
Als die Feuerwehr eintraf, stand der Balkon bereits in Flammen. Nach ersten Erkenntnissen hatte ein Gasgrill Feuer gefangen.
(Aarau AG). In einer Wohnung an der Oberen Vorstadt kam es am 20. Oktober 2026 zu starker Rauchentwicklung, nachdem eine Mutter mit ihren beiden kleinen Kindern versehentlich eingeschlossen worden war.
Die Stadtpolizei Aarau musste Türen aufbrechen, um die drei Bewohner aus der Wohnung zu retten. Alle wurden zur Kontrolle ins Spital gebracht.
(Müstair GR). Am Grenzübergang Müstair im Val Müstair haben Mitarbeiter des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) einen äusserst seltenen Sportwagen zu Gesicht bekommen.
Es handelt sich um einen Morgan Aeromax Coupé aus dem Jahr 2009, von dem weltweit lediglich 100 Exemplare gebaut wurden.
(Wangen an der Aare BE). Im Rahmen des 6-Streifen-Ausbaus der A1 wird die Verkehrsführung beim Anschluss Wangen a. A. an den Baufortschritt angepasst.
Gleichzeitig wird die Baustelle zwischen Wangen a. A. und Luterbach auf den Winter vorbereitet. Die Arbeiten finden von Sonntag, 25. Oktober 2026, bis Freitag, 11. Dezember 2026, in mehreren Etappen während der Nacht statt.
(Weissenbach BE). Am Montagabend kam es in Weissenbach zunächst zu einer seitlichen Kollision zwischen zwei Autos und in der Folge zu weiteren Kollisionen, darunter einer seitlichen Frontalkollision.
Fünf Personen wurden verletzt und mussten ins Spital gebracht werden. Es kam zu erheblichem Rückstau. Der Unfallhergang wird untersucht.
(Winterthur ZH). Am Dienstagmorgen, 20. Oktober 2026, kam es zu einer Kollision zwischen einer Velolenkerin und einem Postauto.
Die Velolenkerin verletzte sich bei dem Unfall mittelschwer bis schwer.
(Kanton Schwyz SZ). Die Kantonspolizei Schwyz hat Ende September eine 47-jährige Frau vorübergehend festgenommen.
Sie steht im Verdacht, bei mehreren Garagenbetrieben unter einem Vorwand Ersatzfahrzeuge erhalten und diese anschliessend weiterverkauft zu haben.
(St.Gallen SG). Am Montag (19.10.2026) sind in der Stadt St.Gallen zwei Velofahrerinnen bei unterschiedlichen Verkehrsunfällen erheblich verletzt worden.
Eine 63-Jährige stürzte bei einem Ausweichmanöver, während am Abend ein Autofahrer mit einer 72-jährigen Velofahrerin kollidierte.
(Buttikon SZ). Aufgrund von Werkleitungsarbeiten ist ein Abschnitt der Kantonsstrasse in Buttikon bis voraussichtlich 16. November nur einspurig befahrbar.
Die Gemeindewerke Schübelbach erstellen auf der Kantonsstrasse in Buttikon auf Höhe der Liegenschaften Nr. 45 bis 51 eine rund 115 Meter lange Wasserleitung sowie neue Stromleitungen inklusive der dazugehörigen Hausanschlüsse.
(Kanton Luzern LU). Bei der Luzerner Polizei sind diesen Monat bereits mehrere Dutzend Meldungen über Trickdiebstähle eingegangen.
Dabei haben es die Diebinnen und Diebe jeweils auf den Schmuck oder Wertgegenstände ihrer Opfer abgesehen.
(Eggerstanden AI). Unbekannte zündeten einen Böller und schossen mit einer Seriefeuerwaffe.
Am Montagabend (19.10.2026) um zirka 20.30 Uhr bemerkten verschiedene Meldeerstatter auf der Eichbergstrasse, Höhe „Sonnweid“, einen lauten Böllerknall.
(Schweiz). Am 25. Oktober werden die Uhren zurückgestellt.
Damit wird es auf Schweizer Strassen früher dunkel. Gleichzeitig erhöhen Nässe und Laub die Sturzgefahr. Die Suva zeigt, wie Velo- und E-Bike-Fahrende sicherer unterwegs sind.
(Grenchen SO). Eine Spaziergängerin hat am Sonntagabend, 18. Oktober 2026, in einem Waldstück in Grenchen zwei ungefähr zwei Wochen alte Hundewelpen entdeckt.
Die Tiere waren in eine Decke eingewickelt und dürften von einer bislang unbekannten Person ausgesetzt worden sein. Die Kantonspolizei Solothurn hat umgehend Ermittlungen aufgenommen und sucht in diesem Zusammenhang Zeugen.
(Winznau SO). Am Aareufer bei Winznau ist am Montagnachmittag, 19. Oktober 2026, ein Mann von zwei unbekannten Männern tätlich angegriffen und dabei erheblich verletzt worden.
Die Kantonspolizei Solothurn hat umgehend Ermittlungen zur Täterschaft aufgenommen und sucht in diesem Zusammenhang Zeugen.
(Bergdietikon AG). Zwei Unbekannte schlichen in der Nacht in die Sammelgarage eines Mehrfamilienhauses und entwendeten einen E-Scooter.
Auf der Fahndung nahm die Polizei ganz in der Nähe zwei Jugendliche unter dringendem Tatverdacht fest.
(Luzern LU). Bei Vorfällen von Littering und illegaler Abfallentsorgung verhängt die Luzerner Polizei seit dem 1. August 2026 gestützt auf die neu harmonisierte Ordnungsbussenverordnung des Bundes leicht höhere Bussgelder.
Die nicht mehr angewendeten kantonalen Bussgelder im Bereich Littering in der kantonalen Ordnungsbussenverordnung (KOBV) werden deshalb per 1. November 2026 aufgehoben.
(Amsteg/Bristen UR). Weil die Arbeiten an den Felsankern oberhalb der Bristenstrasse zwischen Amsteg und Bristen schneller als geplant abgeschlossen werden konnten, entfallen die für diese Woche geplanten Nachtsperrungen.
Tagsüber gilt bis auf Weiteres das Verkehrsregime B mit diesen Sperrzeiten: 08.05 bis 08.40 Uhr, 10.10 bis 11.30 Uhr sowie 13.45 bis 15.00 Uhr.
(Sissach BL). In der Nacht auf Dienstag, 20. Oktober 2026, kurz vor 02.00 Uhr, war ein Personenwagen auf der Autobahn A2 in falscher Fahrtrichtung unterwegs.
Der Lenker konnte durch die Polizei angehalten werden. Die Polizei sucht Zeugen.
(Döttingen/Klingnau AG). Mutmasslich stark betrunken verursachte ein Automobilist in der Nacht in Döttingen und Klingnau mehrere Kollisionen.
Die Polizei konnte den 53-Jährigen stoppen, der sich in der Folge ausgesprochen renitent verhielt.
(Siebnen SZ). Am Montagabend, 19. Oktober 2026, ist in einem Wohnhaus an der Frywiesstrasse in Siebnen ein Zimmer in Vollbrand geraten.
Die Feuerwehr Schübelbach rückte kurz nach 20 Uhr aus, löschte die Flammen und verhinderte ein Übergreifen des Feuers auf weitere Zimmer und Wohngeschosse.
(Zürich ZH). Nach den Ausschreitungen vom 11. Oktober 2026 beim Hardplatz sucht die Stadtpolizei Zürich vorhandene Video- und Bildaufnahmen.
Die Ermittlungen nach den Ausschreitungen beim Hardplatz dauern nach wie vor an.
(Rorschach SG). Am Montagmittag (19.10.2026) ist es in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses zu einem Küchenbrand gekommen.
Die Kantonspolizei St.Gallen, die Feuerwehr und der Rettungsdienst rückten aus. Personen, welche sich im Mehrfamilienhaus befanden, konnten evakuiert werden. Die Feuerwehr konnte den Brand rasch löschen. In der betroffenen Wohnung entstand Sachschaden von rund 1'500 Franken.
(Augartenkreuzung SG). Am Montagnachmittag (19.10.2026) ist es bei der Augartenkreuzung zu einem Verkehrsunfall zwischen zwei Autos gekommen.
Die Aussagen der beiden Autofahrer dazu, wer im Kreuzungsbereich vortrittsberechtigt war, gehen auseinander. Verletzt wurde niemand. Die Kantonspolizei St.Gallen sucht Zeugen.
(Frauenfeld TG). Ein alkoholisierter Velofahrer verursachte am Montagnachmittag in Frauenfeld einen Selbstunfall.
Er verletzte sich leicht und musste durch den Rettungsdienst ins Spital gebracht werden.
(Lenzburg AG). Ein Traktor samt Anhänger kam innerorts von der Fahrbahn ab und prallte heftig gegen parkierte Fahrzeuge.
Der 78-jährige Lenker befindet sich im Spital.
Ein Höhentief über der Biskaya verlagert sein Zentrum heute Dienstag langsam nach Frankreich. Es steuert mit einer südlichen Höhenströmung zunehmend feuchtere Luft zur Alpensüdseite, womit eine markante Stauphase eingeleitet wird. Nördlich der Alpen kommt Föhn auf.
Am Mittwochvormittag überquert aus Westen eine Kaltfront die Schweiz und beendet die Föhnphase. Dahinter folgt am Mittwochabend aus Westen eine weitere aktive Kaltfront mit feuchter Polarluft. Am Donnerstag sorgt ein Zwischenhoch für eine vorübergehende Wetterberuhigung.
(Mont-Terri-Tunnel JU). Heute gegen 14.30 Uhr wurde bei einem Lastwagenzug, der von Porrentruy in Richtung Bern unterwegs war, während der Durchfahrt durch den Mont-Terri-Tunnel die Befestigung der Plane seines Anhängers beschädigt.
Dadurch berührte die Plane die Tunneldecke und beschädigte verschiedene Einrichtungen des Autobahntunnels.
(Bern BE). Ab dem 2. November 2026 können Schweizer Bürgerinnen und Bürger, wenn sie dies möchten, die neue biometrische Identitätskarte beantragen.
Diese wird bei den für die Ausstellung von Identitätskarten und Pässen zuständigen kantonalen Stellen sowie bei den Schweizer Vertretungen im Ausland erhältlich sein.
(Frankreich). 997 verletzte Polizisten und Gendarmen meldet das französische Innenministerium laut „Le Parisien“ für den 17. Oktober.
Mindestens sieben Beamte erlitten dabei schwere Verletzungen. Auch Feuerwehrleute wurden verletzt. Im Zuge der Krawalle wurden bisher insgesamt rund 2'400 Personen festgenommen.
(Kanton Basel-Landschaft BL). Achtung Wildwechsel! Wenn die Tage kürzer werden und die Dämmerung früher einsetzt, steigt auch die Gefahr von Wildunfällen.
Besonders in den frühen Morgenstunden und rund um die Dämmerung heisst es deshalb: Tempo runter, Augen auf und bremsbereit sein!
Ein 27-Jähriger stirbt nach einer Schlägerei in einem Eventlokal, eine Geldautomatensprengung löst einen Gebäudebrand mit 13 Evakuierten aus und ein 80-Jähriger fährt als Geisterfahrer auf der A3: Der 19. Oktober 2026 brachte mehrere besonders schwere Polizeimeldungen aus der Schweiz.
Auch eine tödliche Frontalkollision in Zollikerberg sowie eine Auffahrkollision mit fünf beteiligten Autos und drei Verletzten beschäftigen die Behörden. Polizei.news fasst fünf der brisantesten Meldungen des Tages zusammen.
(Oberalppass GR). Die Kantonspolizei Graubünden meldet sich vom noch schneefreien Oberalppass und wünscht der Bevölkerung einen guten Start in die neue Woche.
Mit einem Gruss aus den Bündner Bergen erinnert sie gleichzeitig daran, sicher unterwegs zu sein und gut ans Ziel zu kommen.
(Zürich ZH). Seit den 60iger Jahren hatte die Stadtpolizei Zürich Polizeigehilfinnen, wie sie damals genannt wurden, im Einsatz.
Sie übernahmen in erster Linie die Verkehrsregelung in den damals noch verbreiteten Verkehrskanzeln, sowie administrative Arbeiten im Innendienst. Die Funktion gibt es heute so nicht mehr.
(Rüti ZH). Am Montagnachmittag, kurz nach 14 Uhr, wurde die Feuerwehr Rüti zu einem Einsatz an die Rapperswilerstrasse alarmiert.
Ein Fahrzeug verlor, auf Grund eines technischen Defektes, Öl auf der Strasse.
(Lyss BE). Am Montagnachmittag ereignete sich in Lyss ein Verkehrsunfall.
Eine Buspassagierin verletzte sich bei der Wegfahrt und musste ins Spital gebracht werden. Der Unfallhergang wird untersucht.
(Luzern LU). Der Kanton Luzern lanciert mit „Stopp Gewalt!“ eine weitere Sensibilisierungs- und Informationskampagne für die Bevölkerung.
Gleichzeitig zieht er eine erste Bilanz zur Umsetzung des Aktions- und Massnahmenplans gegen häusliche und geschlechtsspezifische Gewalt. Seit dessen Verabschiedung Ende 2024 wurden zahlreiche Massnahmen umgesetzt oder angestossen.
(Mörschwil SG). Am Freitagnachmittag (16.10.2026) ist durch den Umweltschadendienst des Kantons St.Gallen eine Gewässerverschmutzung gemeldet worden.
Im Gebiet Aachen hatte sich im Schwärzebach ein sogenannter Abwasserpilz gebildet. Woher die Verschmutzung stammt und ob die Tier- und Pflanzenwelt dadurch geschädigt wurde, wird abgeklärt.
(Haag SG). Am Montagmorgen (19.10.2026) ist ein Auto auf einem Parkplatz in Brand geraten.
Die Feuerwehr konnte den Brand löschen. Verletzt wurde niemand. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf mehrere tausend Franken.
(St.Gallen SG). Zwischen Samstag und Montag (19.10.2026) sind der Kantonspolizei St.Gallen zehn Einbrüche und Einbruchsversuche gemeldet worden.
In fünf Fällen gelangten unbekannte Täterschaften in Gebäude oder Räumlichkeiten. Bei fünf weiteren Taten blieb es beim Versuch. Gestohlen wurden unter anderem Schmuck, Uhren, Bargeld, Werkzeugmaschinen und ein E-Bike. Die Kantonspolizei St.Gallen hat in allen Fällen die Ermittlungen aufgenommen.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.