Schweiz

Oberhof AG: 22 Lenker bei Tempokontrolle zu schnell – Spitzenwert bei 87 km/h

Am vergangenen Mittwochnachmittag führte die Polizei Oberes Fricktal in Oberhof, im Innerortsbereich, während rund einer Stunde eine mobile Geschwindigkeitskontrolle durch. Insgesamt fuhren 22 Fahrzeuglenkende zu schnell. Die höchste gemessene Geschwindigkeit betrug 87 km/h - bei erlaubten 50 km/h.

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Goldach SG: Fahrunfähiger Senior (77) kracht in Brückengeländer und flüchtet

Am Sonntag (17.05.2026) ist auf der St.Gallerstrasse ein 77-jähriger Autofahrer mit seinem Auto verunfallt. Er entfernte sich ohne Schadenmeldung von der Unfallstelle, konnte aber später von der Kantonspolizei Appenzell-Innerrhoden in Weissbad kontrolliert werden. Der Mann wurde als fahrunfähig eingestuft.

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Staad SG / Au SG / St.Gallen SG: Polizei nimmt nach Autoeinbrüchen zwei Verdächtige fest

Zwischen Samstag und Sonntag (17.05.2026) hat eine vorerst unbekannte Täterschaft mehrere Scheiben von Autos eingeschlagen, die in unterschiedlichen Tiefgaragen parkiert waren. Es wurde diverses Deliktsgut gestohlen. In Staad konnte am Sonntag, kurz nach 23 Uhr, eine mutmasslich tatverdächtige 28-Jährige festgenommen werden. Ein 38-jähriger Mann wurde am Montagmorgen in Thal angehalten.

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Zürich ZH: Pyro fliegt ins Letzigrund-Stadion – fünf Fans am Gehör verletzt

Am Dienstagabend, 12. Mai 2026, warfen Unbekannte während des Fussballspiels zwischen dem Grasshopper Club Zürich und dem FC Winterthur, einen pyrotechnischen Gegenstand ins Stadion Letzigrund. Bei der Detonation wurden 5 Personen am Gehör verletzt. Die Polizei sucht Zeugen.

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Schweiz: Polizei beschlagnahmt Villen, Luxusuhren und Bargeld im Millionenwert

Bei Hausdurchsuchungen in den Kantonen Aargau, Schwyz, Zug und Genf stellten die Bundesanwaltschaft (BA) und das Bundesamt für Polizei (fedpol) am Dienstag, 5. Mai 2026, Bargeld und Luxusaccessoires im Gesamtwert von über CHF 2 Millionen sicher. Ausserdem beschlagnahmten sie Fahrzeuge und Immobilien im Wert von knapp CHF 11 Millionen. Eine Person wurde verhaftet.

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Deitingen SO: Nachtarbeiten und Baustellen sorgen entlang der A1 für Lärm

Im Rahmen des 6-Streifen-Ausbaus der A1 zwischen Luterbach und Härkingen starten Mitte Mai 2026 in Deitingen verschiedene Bauarbeiten. Neben der Revitalisierung des Russbachs entlang der Hohfurenstrasse erfolgen Nachtarbeiten auf der A1 sowie Instandsetzungsarbeiten an der SBB-Brücke.

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Mendrisio TI: Zwei junge Italiener mit Kokain im Auto festgenommen

Die Staatsanwaltschaft, die Jugendanwaltschaft, die Kantonspolizei sowie das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) teilen mit, dass ein 19-Jähriger und ein 17-Jähriger, beide italienische Staatsbürger mit Wohnsitz in Italien, festgenommen worden sind. Die beiden jungen Männer befanden sich in einem Auto mit italienischen Kontrollschildern und wurden am 12.05.2026 kurz nach 17.30 Uhr in Mendrisio von Mitarbeitenden des BAZG angehalten.

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Gisikon LU: Autofahrer fährt auf der A14 mit massiv zu geringem Abstand

Eine Patrouille der Verkehrspolizei hat am Donnerstagabend (14. Mai 2026), kurz vor 20:00 Uhr, auf der Autobahn A14 zwischen der Verzweigung Rütihof und Gisikon einen Autofahrer angehalten. Dieser hatte den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestabstand zum vorausfahrenden Fahrzeug deutlich nicht eingehalten.

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Rotkreuz ZG: Raser fährt bei Starkregen mit 171 km/h über die Autobahn

Zudem wurde ebenfalls am Freitagabend (15. Mai 2026), kurz nach 20:30 Uhr, ein weiterer Schnellfahrer gestoppt. Der 26-jährige Lenker war im Starkregen auf der Autobahn A4, zwischen Küssnacht und Rotkreuz mit einer Netto-Geschwindigkeit von 171 km/h unterwegs.

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Knonau ZH: Porsche und Audi liefern sich illegales Rennen auf der Autobahn

Zwei Autofahrer haben sich auf der Autobahn ein Rennen geliefert. Die beiden Männer beschleunigten ihre Fahrzeuge massiv und überschritten die erlaubte Höchstgeschwindigkeit deutlich. Die beiden Männer wurden festgenommen. Ebenfalls zur Anzeige gebracht wird ein weiterer Schnellfahrer sowie ein Lenker, der den Mindestabstand zum vorausfahrenden Fahrzeug deutlich nicht eingehalten hat.

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Stans NW: Frontalcrash auf Ennetbürgerstrasse – zwei Personen erheblich verletzt

Am Montag, den 18. Mai 2026, kurz nach 08:00 Uhr, fuhr ein 57-jähriger Fahrzeuglenker von Stans herkommend auf der Ennetbürgerstrasse in Richtung Ennetbürgen Dorf. Gleichzeitig fuhr eine 24-jährige Fahrzeuglenkerin ebenfalls auf der Ennetbürgerstrasse in Fahrtrichtung Kreisel Allmend.

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Gänsbrunnen SO: 73-jähriger Quadlenker nach Sturz im steilen Gelände verletzt (Rega-Einsatz)

Ein Quadfahrer hat am Sonntagvormittag, 17. Mai 2026, auf der Binzstrasse in Gänsbrunnen beim Kreuzen eines entgegenkommenden Autos die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. In der Folge stürzte er mit dem Quad rund 20 Meter eine steil abfallende Böschung hinunter. Dabei zog er sich mittelschwere Verletzungen zu. Die Bergung des Verunfallten aus dem unwegsamen Gelände erfolgte durch die Rega.

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Härkingen SO: Kutscher stürzt vom Bock – Kutsche kracht mitten im Dorf in Baum

Am Sonntagnachmittag, 17. Mai 2026, fiel in Härkingen ein Kutscher aus noch zu klärenden Gründen vom Kutschbock. In der Folge waren die beiden Pferde mit der Kutsche alleine unterwegs. Beim Kreisverkehrsplatz prallte die Kutsche schliesslich gegen einen Baum, worauf die Pferde eingefangen werden konnten. Verletzt wurde niemand – weder Mensch noch Tier.

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Stadt Basel BS: Mann beraubt – Schweizer festgenommen – ein Täter flüchtig

Am Sonntag, 17. Mai 2026, circa 18.05 Uhr, ist es in einer Toilettenanlage an der Birsfelderstrasse zu einem Raub gekommen. Dabei wurde ein Mann bedroht und beraubt. Die Kantonspolizei Basel-Stadt konnte einen Tatverdächtigen festnehmen. Ein zweiter Beteiligter flüchtete.

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Thayngen SH: Polizei legt getunte Fahrzeuge bei Grosskontrolle still

Anlässlich der Fachmesse "Tuning World 2026" in Friedrichshafen (D) hat die Schaffhauser Polizei am Donnerstag (14.05.2026) in Thayngen eine Kontrollaktion mit Schwerpunkt "Fahrzeugtuning" durchgeführt. Gleichzeitig erfolgte auf der A4 eine Geschwindigkeitskontrolle. Es wurden drei Fahrzeuge stillgelegt bzw. deren Weiterfahrt verhindert.

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Buchs SG: Schweizer reist mit 356'000 Euro im Zug ein und gerät ins Visier des Zolls

Bei einer Zollkontrolle im Zug von Salzburg nach Zürich haben Mitarbeitende des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) einen 50-jährigen Schweizer beim Grenzübergang Buchs kontrolliert. Dabei fanden sie in seinem Reisegepäck 356'000 Euro. Weil der Mann keine Angaben über die Herkunft des Geldes machen konnte, wurde der Fall an die Kantonspolizei St. Gallen übergeben.

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Inwil LU: 18-Jähriger verliert auf A14 Kontrolle über Auto und kracht in Leitplanken

Am Samstagnachmittag (16. Mai 2026, nach 16:00 Uhr) verlor ein 18-jähriger Autofahrer auf der A14 bei Inwil die Kontrolle über sein Fahrzeug. Er fuhr von der Raststätte St. Katharina auf die Autobahn A14 in Richtung Zug, als das Auto ins Schleudern geriet und mit den Leitplanken kollidierte.

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Bellinzona TI: 25-Jähriger verletzt sich bei Kopfsprung in Schwimmbad schwer

Die Kantonspolizei gab bekannt, dass sich heute kurz vor 17:00 Uhr in Bellinzona ein Unfall ereignet hat. Nach ersten Erkenntnissen und aus noch ungeklärten Gründen verletzte sich ein 25-jähriger rumänischer Staatsbürger aus der Region beim Kopfsprung in ein Schwimmbecken.

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Ennenda GL: Flammen zerstören nachts zwei Schrebergartenhäuschen vollständig

Am Sonntag, 17.05.2026, geriet in der Oberen Allmeind Ennenda (neben dem so genannten "Tridonic-Areal") ein Schrebergartenhäuschen in Brand. Die Kantonale Notrufzentrale wurde um 23 Uhr von mehreren Melderinnen und Meldern über eine Feuersbrunst in Ennenda orientiert.

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Wil SG: Fahrunfähiger Lenker mit gestohlenem Auto und falschen Kontrollschildern gefasst

Sonntagnacht gegen ein Uhr fiel einer Patrouille auf der Löwenstrasse ein Auto aufgrund seiner rasanten Fahrweise auf. Bei der anschliessenden Kontrolle wurde der 35-jährige Autofahrer als fahrunfähig eingestuft und bei ihm wurde eine Blut- und Urinprobe angeordnet.

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St.Margrethen SG: Auto fährt auf A1 Schlangenlinien – Fahrer (21) fahrunfähig

Gegen 22:15 Uhr fiel einer Polizeipatrouille auf der Autobahn A1, in Fahrtrichtung St.Gallen, ein Auto auf, das mehrfach rechtsseitig vom Normalstreifen abkam und auf der Überholspur in Schlangenlinie fuhr. Bei der anschliessenden Kontrolle wurde der 21-jährige Autofahrer als fahrunfähig eingestuft.

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Neuhaus SG: Fahrunfähiger Autofahrer mit Marihuana und ohne Ausweis gestoppt

Am Samstagabend, kurz nach 21:30 Uhr, wurde an der Uznacherstrasse ein 40-jähriger Autofahrer durch eine Patrouille der Kantonspolizei zur Kontrolle angehalten. Aufgrund körperlicher Auffälligkeiten wurde er als fahrunfähig eingestuft und eine Blut- und Urinprobe verfügt.

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Bernhardzell SG: Fahrunfähige Autofahrerin (55) kollidiert mehrfach mit Hindernissen

Am Samstagabend, kurz nach 18:15 Uhr, meldeten Verkehrsteilnehmer, dass ein Auto in auffälliger Fahrweise zwischen Wittenbach und Bernhardzell unterwegs sei und dabei mit Fahrbahnbegrenzungen kollidiere. Aufgrund von Hinweisen konnte die verantwortliche 55-jährige Autofahrerin durch eine Patrouille der Kantonspolizei St.Gallen an ihrem Wohnort angetroffen werden.

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Freiburg: Telefonbetrüger täuschen Opfer mit echter Polizeinummer & schlagen mehrfach zu

Seit Freitag, dem 15. Mai 2026, hat die Kantonspolizei Freiburg rund 30 Fälle von Betrug durch falsche Polizisten registriert. Besonders beunruhigend ist, dass die Betrüger die offizielle Nummer der Einsatz- und Alarmzentrale (026 347 01 17) missbrauchen, um ihre Opfer zu täuschen.

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Rheinfelden AG: Mann mit schweren Kopfverletzungen bei Parkhaus aufgefunden

Am späten Samstagabend wurde bei der Einfahrt des Parkhauses Rhyparking in Rheinfelden eine verletzte männliche Person von Drittpersonen aufgefunden. Die Person wurde mit einer Ambulanz ins Spital gebracht. Die Umstände sowie die Ursache der Verletzungen sind derzeit unklar. Die Polizei sucht Auskunftspersonen.

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Kanton St.Gallen: Sieben fahrunfähige Autofahrer innert weniger Stunden gestoppt

Zwischen Samstagmorgen und Sonntagnacht (17.05.2026) ist es im Kanton St.Gallen zu zwei Verkehrsunfällen infolge Fahrunfähigkeit gekommen. In weiteren fünf Fällen wurden Autofahrer an der Weiterfahrt gehindert, weil sie in fahrunfähigem Zustand unterwegs waren.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.