Am Mittwoch, 10. Juni 2026, verhaftete die Stadtpolizei Winterthur drei junge Männer, nachdem sie mehrere Graffiti auf einen Bahnwagen gesprayt hatten. Die anschliessenden Ermittlungen ergaben, dass die drei Männer mutmasslich für weitere Sachbeschädigungen durch Graffitis mit einem Sachschaden von mehreren Zehntausend Franken verantwortlich sind.
Die Kantonspolizei Zürich hat im Auftrag der Jugendanwaltschaft des Kantons Zürich sieben weitere Jugendliche im Zusammenhang mit dem Angriff von Grüt vom letzten Freitag verhaftet. Die Ermittlungen führten zu weiteren Festnahmen und Hausdurchsuchungen.
Ab Mitte Juni bis Anfang September 2026 finden auf der A2 im Tunnel Schwarzwald und auf der Brücke Bäumlihof umfangreiche Belags-, Montage- und Signalisationsarbeiten statt. Für diese Arbeiten in der Nacht sind über einen längeren Zeitraum Nachtsperrungen erforderlich.
Am Freitagvormittag hat in Bern ein unbekannter Täter einen Raubüberfall auf einen Tankstellenshop verübt. Es wurde niemand verletzt. Der Täter ist flüchtig. Im Rahmen der aufgenommenen Ermittlungen werden Zeuginnen und Zeugen gesucht.
Am Donnerstag ging bei der Kantonalen Notrufzentrale die Meldung über ein aussergewöhnliches Flugmanöver eines Segelflugzeugs im Raum Dottikon ein. Die umgehend eingeleiteten Such- und Fahndungsmassnahmen verliefen ohne Hinweise auf das gemeldete Segelflugzeug. Die Kantonspolizei sucht Zeugen.
Die Stadtpolizei Winterthur ermittelt wegen mehrerer Gewässerverschmutzungen in der Eulach und sucht Personen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Die Ursache der Verschmutzungen sowie deren Herkunft sind derzeit noch unklar.
In Disentis/Mustér hat sich am Freitagvormittag ein Verkehrsunfall auf der Lukmanierstrasse ereignet. Drei Personen wurden glücklicherweise nur leicht verletzt.
Bei der Luzerner Polizei sind zuletzt vermehrt Meldungen über falsche Handwerker eingegangen. Die Täter verschaffen sich dabei Zugang zu Wohnungen, indem sie sich als Handwerker ausgeben. Anschliessend lenken sie die Bewohner ab und stehlen in der Zwischenzeit Bargeld, Schmuck und sonstige Wertgegenstände. Die Luzerner Polizei mahnt zur Vorsicht.
Am Freitagmorgen (12.06.2026) hat eine Patrouille einen 85-jährigen Autofahrer auf der St.Gallerstrasse kontrolliert. Er wurde als fahrunfähig eingestuft. Der Mann dürfte vorgängig mehrere Selbstunfälle verursacht haben. Es wurde niemand verletzt.
In einem Wohnhaus in Oberägeri kam es zu einem Küchenbrand. Die Bewohnerin konnte das Feuer rasch löschen und die Wohnung selbständig verlassen. Beim Löschen des Feuers zog sie sich erhebliche Verletzungen zu.
Am Donnerstagabend hat sich in Leissigen ein Selbstunfall mit einem Auto ereignet. Der Lenker wurde dabei verletzt. Ermittlungen zum Unfallhergang wurden aufgenommen.
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 12. Juni 2026 über das Inkrafttreten mehrerer Erlasse zur Stärkung des Dispositivs zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung entschieden. Das revidierte Geldwäschereigesetz sowie das neue Gesetz über die Transparenz von juristischen Personen und die Identifikation der wirtschaftlich berechtigten Personen treten am 1. Oktober 2026 in Kraft.
Wenn in der Schweiz über die Armee gesprochen wird, stehen meist Kampfjets, Panzer oder sicherheitspolitische Debatten im Mittelpunkt. Weniger sichtbar sind jene Menschen, die im Hintergrund dafür sorgen, dass eine Armee überhaupt funktioniert. Menschen wie Fourier Manuel Koch.
Am Mittwoch alarmierte eine Bewohnerin von Kerzers die Kantonspolizei, nachdem sie Einbrecher überrascht und in die Flucht geschlagen hatte. Das umfangreiche Polizeidispositiv in der Region führte zur Verhaftung von drei mutmasslichen Tätern. Sie werden bei der Staatsanwaltschaft angezeigt.
Am frühen Freitagmorgen brach in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses in Würenlos ein Brand aus. Während niemand verletzt wurde, entstand erheblicher Sachschaden. Nach ersten Erkenntnissen steht Raucherware als Brandursache im Vordergrund.
Wegen Belagsarbeiten auf der Bündnerseite zwischen Tschamut und der Kantonsgrenze muss die Oberalppassstrasse am Dienstag, 16. Juni 2026, und Mittwoch, 17. Juni 2026, jeweils von 21.00 Uhr bis 05.00 Uhr gesperrt werden. Es besteht keine Umfahrungsmöglichkeit.
Beim Brand eines Personenwagens ist am Donnerstagnachmittag (11.6.2026) in Winterthur ein Autofahrer erheblich verletzt worden. Der Mann erlitt Brandverletzungen und musste ins Spital gebracht werden.
Zwischen Donnerstag und Freitagmorgen (12.06.2026) wurde der Kantonspolizei St.Gallen fünf Einbrüche gemeldet. In Rheineck wurden bei einem Café und einem Geschäft Fenster eingeschlagen. In St.Gallen wurde in ein Kellerabteil sowie in eine Wohnung eingebrochen. In Gossau wurde auf einer Baustelle ein Stück eines kupferhaltigen Stromkabels gestohlen. In Rorschach kletterte eine unbekannte Täterschaft mutmasslich über ein Regenrohr auf den Balkon im 3. Stock und brach die Balkontür auf.
In der Nacht von Donnerstag auf Freitag (12.06.2026) ist es an der Brauereistrasse zu einem Brand in einem Mehrfamilienhaus gekommen. Die Feuerwehr konnte den Brand unter Kontrolle bringen und löschen. Es wurde niemand verletzt.
Am kommenden Sonntagnachmittag findet in Bern der feministische Streik statt. Im Zusammenhang mit der bewilligten Kundgebung werden am Nachmittag und Abend in der Innenstadt mehrere Strassen gesperrt. Es ist mit Verkehrseinschränkungen zu rechnen.
Auf der Solothurnerstrasse in Oensingen hat sich am Donnerstag, 11. Juni 2026, ein Transportanhänger von einem Lieferwagen gelöst und ist folglich auf die Seite gekippt. Aus diesem Grund war die Fahrspur in Richtung Balsthal während rund eineinhalb Stunden blockiert. Dadurch kam es zu Verkehrsbehinderungen.
In Chur ist es auf der Obere Au zu einem Selbstunfall mit einem Personenwagen gekommen. Der Personenwagen erlitt Totalschaden, der Junglenker blieb unverletzt.
Am Freitag, 12. Juni 2026, kurz nach 01.00 Uhr, fuhr eine bisher unbekannte Person mit einem Personenwagen mit ausländischen Kontrollschildern auf der Axenstrasse in Sisikon in Richtung Flüelen. Nach der Buggitalgalerie, im Bereich Rüteli, überquerte das Fahrzeug beide Fahrbahnen und kollidierte auf der linken Seite mit den dortigen Baustelleneinrichtungen.
Am Donnerstag, 11. Juni 2026, gegen 18.20 Uhr, ereigneten sich im Mont-Russelin-Tunnel auf der Fahrbahn Richtung Frankreich der Autobahn A16 zwei Verkehrsunfälle. Aufgrund eines stockenden Verkehrs innerhalb des Tunnels kam es zunächst zu einer Auffahrkollision zwischen zwei Fahrzeugen. Rund 100 Meter hinter dieser ersten Unfallstelle ereignete sich unter ähnlichen Umständen eine zweite Auffahrkollision zwischen zwei weiteren Fahrzeugen. Insgesamt waren vier Fahrzeuge in die beiden voneinander unabhängigen Unfälle verwickelt.
Mit einer nordwestlichen Höhenströmung fliesst zunächst noch feuchtkühle und instabil geschichtete Luft zur Alpennordseite. Die Alpensüdseite ist mit Nordwind wetterbegünstigt. Im weiteren Verlaufe des Donnerstags dehnt sich ein Hoch vom Atlantik her über Frankreich bis zum Alpenbogen aus, welches die Luft allmählich abgetrocknet und stabilisiert. Am Freitag erfasst eine Warmfront insbesondere den Osten der Schweiz, bevor sich am Samstag das Hochdruckgebiet wieder ausdehnt und in der gesamten Schweiz wetterbestimmend wird.
Am Donnerstag, 11. Juni 2026, um 19.27 Uhr wurden die Berufsfeuerwehr, die Einsatzkompanie 2 sowie die Stabskompanie der Feuerwehr Stadt Luzern wegen einer Rauchentwicklung aus einer Einstellhalle im Büttenenring alarmiert. Die ersten vorrückenden Einsatzkräfte stellten ein einzelnes brennendes Fahrzeug fest.
Die Kantonspolizei Zürich verhaftete am Mittwochnachmittag (10.6.2026) in Kloten zwei Betrüger, deren Masche es war, zu Wucher-Preisen Vorplätze zu reinigen. Die beiden Tatverdächtigen wurden nach einer Fahndung festgenommen.
Gestern wurde in Broc eine Verschmutzung der Jogne mit Hydrauliköl festgestellt. Das Öl gelangte von einer Anlage des Wasserkraftwerks in den Fluss und weiter bis zum Greyerzersee. Die Einsatzkräfte konnten die Ausbreitung mit einer Ölsperre eindämmen. Die Kantonspolizei ermittelt zur Ursache.
Anlässlich der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 werden die Gemeindepolizeien und die Kantonspolizei spontane Feierlichkeiten von Fans grundsätzlich tolerieren, sofern dadurch die Sicherheit, die öffentliche Ordnung und die Nachtruhe nicht beeinträchtigt werden. Bei gefährlichem Verhalten oder bei Feierlichkeiten, die über die angemessen tolerierte Dauer hinausgehen, werden die gesetzlichen Bestimmungen angewendet.
In der Nacht auf Donnerstag, 11. Juni 2026, ist eine unbekannte Täterschaft in einen Baustellencontainer in Schachen bei Reute eingebrochen. Die Täter erbeuteten Baumaschinen und richteten Sachschaden an.
Der seit Freitagvormittag vermisste 26-jährige Mann konnte am Donnerstagvormittag (11.06.26) im Kanton Bern wohlbehalten angetroffen werden. Die Kantonspolizei Zürich dankt den Medien und der Bevölkerung für die Unterstützung.
Am Donnerstag, 11. Juni, gegen 11.00 Uhr, wurde die Kantonspolizei Jura darüber informiert, dass in einem Spezialtransportfahrzeug auf der Kantonsstrasse 18 zwischen Saint-Brais und Montfaucon eine möglicherweise chemische Substanz ausgelaufen war. Die genauen Umstände des Vorfalls sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Am Dienstagmittag (09.06.2026) in Stein am Rhein ist eine Velofahrerin gestürzt. Bei diesem Alleinunfall wurde die Frau schwer verletzt. Die Unfallursache und der Unfallhergang sind Gegenstand laufender Ermittlungen der Schaffhauser Polizei.
Am Mittwochabend hat sich im Bleikewald in Bleiken bei Oberdiessbach ein Verkehrsunfall mit zwei beteiligten Autos ereignet. Ein Fahrzeuglenker wurde dabei leicht verletzt. Die Kantonspolizei Bern sucht zur Klärung des Unfallhergangs Zeuginnen und Zeugen.
Am 9. Juni 2026, gegen 19.30 Uhr, kam es in der Nähe des Bahnhofs Porrentruy zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen drei Jugendlichen. Die Stadtpolizei rückte zum Ereignisort aus.
In der Nacht auf Donnerstag, 11. Juni 2026, sind Unbekannte in eine Gewerbeliegenschaft in Gais eingebrochen. Die Täterschaft entwendete Diebesgut und verursachte Sachschaden.
Die Kantonspolizei Zürich hat am Donnerstagmorgen (11.06.2026) vier jugendliche tatverdächtige Männer verhaftet. Die Verhafteten stehen im Verdacht, Freitagnacht (5.6.2026) als Teil einer Gruppe einen 14-Jährigen in Grüt (Gemeinde Gossau) massiv attackiert zu haben.
Am Mittwochnachmittag (10.06.2026) hat sich in der Stadt Schaffhausen ein Alleinunfall mit einem E-Scooter ereignet. Dabei wurde der E-Scooterfahrer verletzt. Die Unfallursache und der Unfallhergang sind Gegenstand laufender Ermittlungen der Schaffhauser Polizei.
Auf der Autobahn A14 geriet der Verkehr am Mittwoch (10. Juni 2026, ca. 18:15 Uhr) ins Stocken. Dabei kam es im Bereich der Ausfahrt St. Katharina in Richtung Zug auf dem linken Fahrstreifen innert weniger Augenblicke zu zwei Auffahrkollisionen.
Auf der Autobahn A2 in Fahrtrichtung Norden ist es am Mittwoch (10. Juni 2026, ca. 16:30 Uhr) nach dem Schlundtunnel zu einer Auffahrkollision zwischen zwei Autos gekommen. Verletzt wurde beim Unfall niemand.
Das Bundesamt für Strassen ASTRA führt im Juni 2026 Mäharbeiten entlang der A4 durch. Hierfür muss die A4 zwischen Thayngen und Herblingen an zwei Nächten in beiden Fahrtrichtungen gesperrt werden.
Am Mittwochmorgen (10.06.2026) ist ein 59-jähriger Arbeiter von einem Gesteinsbrocken getroffen worden. Er wurde eher schwer verletzt und von der Alpine Air Ambulance ins Spital geflogen.
Am Mittwochmorgen (10.06.2026) ist ein 29-jähriger Autofahrer auf der Hauptstrasse kurz eingenickt und mit seinem Auto in einen Inselschutzpfosten geprallt. Es wurde niemand verletzt.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.