(Brüttisellen ZH). Die Kantonspolizei Zürich hat am Mittwochabend (23.9.2026) zusammen mit der Eidgenössischen Spielbankenkommission (ESBK) in Brüttisellen ein illegales Pokerturnier gestoppt und dabei im Lokal weitere Verstösse festgestellt.
Im Auftrag und unter der Leitung der Eidgenössischen Spielbankenkommission wurde ein mutmasslich illegal betriebenes Geldspiellokal durchsucht.
(Gross Ruchen UR). Heute Vormittag, 28. September 2026 um ca. 4:00 Uhr hat sich in der Nordwand des Gross Ruchen ein Felssturz ereignet.
Die Abbruchstelle liegt auf einer Höhe von ca. 2'900 m ü. M. und das Abbruchvolumen wird grob auf ca. 2000 m3 geschätzt.
An einer Ecke versperren parkierte Autos regelmässig die Sicht. Vor dem Schulhaus müssen Kinder auf die Fahrbahn ausweichen, weil das Trottoir blockiert ist. Oder an einer Einmündung biegen Fahrzeuge genau dann ab, wenn viele Kinder die Strasse überqueren. Solche Beobachtungen werfen eine Frage auf: Ist die Stelle nur vorübergehend unübersichtlich oder stellt sie auf dem Schulweg immer wieder ein Risiko dar?
Ein genauer Blick hilft, die Situation einzuschätzen. Danach lassen sich Absprachen für das Kind treffen und die Beobachtungen weitergeben. Der folgende Beitrag zeigt, worauf es dabei ankommt.
(Wohlen bei Bern BE). In der Nacht von Sonntag auf Montag ist es in Wohlen bei Bern zu einem Selbstunfall eines Autos gekommen.
Ein Jugendlicher wurde schwer verletzt und mit der Ambulanz ins Spital gebracht. Ein weiterer Jugendlicher wurde verletzt.
(Schaffhausen SH). Am Montagmorgen (21.09.2026) rückte die Schaffhauser Polizei an eine mutmassliche Sachbeschädigung in der Stadt Schaffhausen aus.
Vor Ort wurden mehrere Dutzend mutmasslich gestohlene E-Bikes und E-Scooter festgestellt. Der Meldeerstatter und drei weitere Männer wurden vorläufig festgenommen.
(Kreuzlingen TG). Einsatzkräfte der Kantonspolizei Thurgau haben am Sonntagabend in Kreuzlingen einen Fälleler festgenommen und Deliktsgut sichergestellt.
Ein zweiter Mann flüchtete beim Anblick der Polizei.
(Pfäfers SG). Am Montagmorgen (28.09.2026) ist es auf einer Baustelle zu einem Arbeitsunfall gekommen.
Ein 29-jähriger Mann wurde dabei tödlich verletzt. Trotz der eingeleiteten Reanimationsmassnahmen verstarb er noch vor Ort.
(Épalinges VD). Am 1. September 2026 hat die Waadtländer Kantonspolizei ihren neuen Gendarmerieposten in Épalinges an der Route de la Croix-Blanche 42 eröffnet.
Von Anfang an als Ort der Bürgernähe, Zusammenarbeit und Wissensvermittlung konzipiert, ist er Teil eines modernen Sicherheitskonzepts, das auf der Zusammenarbeit der vor Ort tätigen Akteure und auf der Nähe zur Bevölkerung in einer stark wachsenden Region beruht.
(Schweiz). Eine angebliche Reisebestätigung landet im Postfach, kurz darauf wird eine Rückerstattung angeboten. Was nach einer harmlosen Stornierung aussieht, ist eine ausgeklügelte Phishing-Falle: Kriminelle missbrauchen aktuell den Namen von Hotelplan, um Kreditkartendaten zu erbeuten und ihre Opfer zur Freigabe einer Zahlung zu bewegen.
Besonders tückisch ist der Ablauf: Die Betroffenen glauben bis zum letzten Schritt, Geld zurückzuerhalten. Tatsächlich kann genau die vermeintliche Bestätigung der Rückerstattung dazu führen, dass eine Kreditkarte belastet wird.
(Schweiz). Junge Menschen werden offenbar über soziale Medien für Einbruchdiebstähle und den Diebstahl hochwertiger Fahrzeuge angeworben. Zwei aktuelle Fälle aus dem Berner Oberland zeigen eine bemerkenswerte Entwicklung: Die mutmasslichen Täter sollen für die Tatausführung über Social Media rekrutiert beziehungsweise telefonisch angeleitet worden sein.
Die Fälle werfen ein Schlaglicht auf eine Form der Kriminalität, bei der nicht nur Autos im Luxussegment im Fokus stehen – sondern auch junge Menschen, die über digitale Kanäle für Straftaten eingespannt werden können.
(Wiesendangen ZH). Der Polizeiposten Wiesendangen bleibt aufgrund von Sanierungsarbeiten vom 3. Oktober bis zum 1. November 2026 geschlossen.
Während dieser Zeit stehen der Bevölkerung die Polizeiposten in Seuzach, Turbenthal und Winterthur als Ausweichmöglichkeiten zur Verfügung.
(Schweiz). Wo stehen aktuell die veröffentlichten Radar- und Geschwindigkeitsmessanlagen? Sechs Kantone informieren öffentlich über feste, semistationäre oder angekündigte Kontrollen. Polizei.news fasst die derzeit publizierten Standorte in einer grossen Schweiz-Übersicht zusammen.
Von Luzern über St.Gallen und Solothurn bis Basel und ins Tessin: Die Handhabung unterscheidet sich von Kanton zu Kanton. Wichtig bleibt: Auch ausserhalb der veröffentlichten Standorte können jederzeit mobile Geschwindigkeitskontrollen stattfinden.
(Wigoltingen TG). Die Poststrasse bei der Verzweigung Post-/Käserei-/Engwangstrasse wird ab Montag, 5. Oktober 2026, bis Ende November 2026 wegen Bauarbeiten gesperrt.
Der motorisierte Verkehr wird umgeleitet.
(Weinfelden TG). Die WEGA in Weinfelden von Donnerstag bis Montag verlief aus Sicht der Kantonspolizei Thurgau ohne grössere Zwischenfälle.
Während es tagsüber friedlich blieb, musste die Polizei in den Abend- und Nachtstunden mehrfach bei Auseinandersetzungen eingreifen.
Die Kassen der Bussenstelle bleiben vom 28. September bis einschliesslich 9. Oktober vorübergehend geschlossen.
Grund dafür sind eine Servermigration und die Aktualisierung der für die Zahlungseingänge verwendeten Fachanwendung.
(Gemeinde Urdorf ZH). Sicherheit durch Beseitigung von Sichtbehinderungen: Mit einem regelmässigen Pflanzenrückschnitt entlang von Strassen und Wegen leisten Grundeigentümer einen wichtigen Beitrag zu sicheren Verhältnissen.
Davon profitieren alle, die sich im Strassenraum bewegen – zu Fuss, mit dem Velo oder mit einem Motorfahrzeug.
(Mörschwil SG). Am Samstagmorgen (26.09.2026) ist es zu einem Brand von zwei Scheunen gekommen.
Zur Rekonstruktion des Brandereignisses sucht die Kantonspolizei St.Gallen Zeugen, die Video- oder Fotoaufnahmen in der Anfangsphase des Brandes vor 8.25 Uhr gemacht haben.
(Bern BE). Für Unterhaltsarbeiten wird der Neufeldtunnel diese Woche für zwei Nächte gesperrt.
Diese Woche werden im Neufeldtunnel an der A1 bei Bern verschiedene Unterhaltsarbeiten durchgeführt.
(Saanen BE). Am 6. und 7. Oktober 2026 finden die jährlichen Tunnelreinigungen der kleinen Umfahrung Gstaad und der Nordumfahrung Saanen statt.
Während der Arbeiten werden beide Umfahrungen zeitweise gesperrt. Umleitungen werden signalisiert.
(Winterthur ZH). Am Samstag, 26. September 2026, entzog sich ein Jugendlicher mit einem Roller einer Polizeikontrolle und flüchtete über verschiedene Strassen, Fusswege sowie Fussgängerzonen.
Der Jugendliche konnte angehalten und festgenommen werden.
(Simplon VS). Die A9 Simplon ist mit unzähligen Tunnels und Galerien ausgestattet.
Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit werden bei den Portalen sowie den Ausstellbuchten Anpralldämpfer und Fahrzeugrückhaltesysteme montiert.
(Schötz LU). Am Freitagnachmittag (25. September 2026, kurz nach 17:00 Uhr) ereignete sich auf der Nebikerstrasse in Schötz ein Auffahrunfall mit zwei Autos.
Verletzt wurde niemand.
(Müswangen LU). Am frühen Sonntagmorgen (27. September 2026, nach 00:30 Uhr) verursachte ein alkoholisierter Autofahrer im Ortsteil Müswangen einen Selbstunfall.
Der 20-Jährige verlor auf der Lindenbergstrasse die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallte gegen mehrere Bäume.
(Leukerbad VS). Am Dienstag, 15. September 2026, stürzte ein Kleinflugzeug in der Region Fluhalp bei Leukerbad ab.
Dabei kamen drei Personen ums Leben. Sie wurden in der Zwischenzeit identifiziert.
(Wohlen AG). Am Sonntagabend stand an der Oberen Farnbühlstrasse in Wohlen eine Hecke in Flammen.
Das Feuer griff auf ein Gartenhaus über und beschädigte zudem ein parkiertes Auto sowie ein Verkehrsschild.
(Aarau AG). Die Kantonspolizei Aargau ergänzt ihr Dienstleistungsangebot mit einem Digitalen Stützpunkt.
Einwohner sowie Personen, deren Delikt sich im Kanton Aargau ereignet hat, können ausgewählte Anzeigen per Videokonferenz erstatten.
(Konolfingen BE). Die Emmentalstrasse wird zwischen dem Kreisel Kreuzplatz und dem Knoten Mooshausstrasse saniert.
Zum einen ist der Strassenbelag in einem schlechten Zustand, zum anderen gibt es Mängel bei der Verkehrssicherheit. Zusätzlich ersetzt die Gemeinde Konolfingen die Trinkwasserleitung.
(Bolligen BE). Am Sonntagnachmittag ist es in Bolligen zu einem Selbstunfall eines E-Trottinett-Fahrers gekommen.
Er wurde dabei schwer verletzt und mit einer Ambulanz ins Spital gebracht.
(Kesswil TG). Ab Montag, 6. Oktober 2026, bis Samstag, 10. Oktober 2026, 16 Uhr ist die Dozwilerstrasse in Kesswil zwischen Oberdorf und Knup Beeren AG wegen Belagsarbeiten gesperrt.
Der motorisierte Verkehr wird umgeleitet.
Ein Hochdruckgebiet mit Zentrum über Mittel- und Osteuropa bestimmt in den nächsten Tagen das Wetter in der Schweiz.
Mit schwachen westlichen bis südwestlichen Höhenwinden gelangt trockene und sehr warme Luft zur Schweiz. Einzig im Mittel- und Südtessin ist die Luftmasse in der Grundschicht etwas feuchter.
Nebel am Morgen, nasse Strassen, tief stehende Sonne, rutschiges Laub und deutlich frühere Dunkelheit: Der Herbst verändert nicht nur das Wetter in der Schweiz, sondern bringt im Alltag auch neue Gefahren mit sich. Besonders im Strassenverkehr, beim Wandern und bei Aktivitäten im Freien können sich die Bedingungen innerhalb kurzer Zeit verändern.
sicherheit.ch und wetter24.ch zeigen, worauf es im Schweizer Herbst besonders ankommt – und welche einfachen Vorsichtsmassnahmen helfen, auch bei Nebel, Regen, Wind und sinkenden Temperaturen sicher unterwegs zu sein.
Mutmasslicher Sprengstoff wird im Keller eines Einfamilienhauses entdeckt, ein 19-Jähriger steht im Verdacht, in einer Nacht in drei Garagenbetriebe eingebrochen zu sein, und im Thurgau zieht die Polizei fünf alkoholisierte oder fahrunfähige Lenker aus dem Verkehr: Der 27. September 2026 brachte mehrere aufsehenerregende Polizeimeldungen aus der Schweiz.
Auch eine aggressive Frau, die Polizisten bespuckt und einen Beamten verletzt haben soll, sowie die Festnahme eines mutmasslichen Einbrechers nach einem Alarm beschäftigen die Behörden. Polizei.news fasst fünf der brisantesten Meldungen des Tages zusammen.
(Winterthur ZH). Am Sonntagmorgen, 27. September 2026, meldete eine Frau der Einsatzzentrale der Stadtpolizei Winterthur, dass ihr Fahrzeug entwendet worden sei.
Sie konnte das Fahrzeug jedoch orten und teilte der Polizei den mutmasslichen Standort mit.
(Thun BE). In der Nacht auf Sonntag ist es beim Bahnhof Thun zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen gekommen.
Zwei Personen wurden dabei leicht verletzt. Drei mutmasslich an der Auseinandersetzung beteiligte Personen konnten angehalten werden.
(Flüh SO). Dank guter Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit ist es am Samstagabend, 26. September 2026, in Flüh gelungen, einen mutmasslichen Einbrecher anzuhalten.
Dieser wurde für weitere Ermittlungen vorläufig festgenommen.
(Malix GR). Auf der Julierstrasse in Malix hat sich am Sonntagvormittag ein Verkehrsunfall zwischen einer Bikerin und einer Motorrollerlenkerin ereignet.
Beide Personen wurden dabei verletzt.
(Weinfelden TG). Die Kantonspolizei Thurgau ist als Teil von Verkehrssicherheit Thurgau auch in diesem Jahr mit einem Stand an der WEGA vertreten.
Noch bis am Montag sind Mitarbeitende der Verkehrsschulung und der Jugendpolizei in der Halle 2 anzutreffen.
(Frauenfeld TG). Manchmal schmeisst einem das Leben einen Knüppel zwischen die Beine – und dann ist man froh um Freunde, die einem wieder beim Aufstehen helfen.
Davon kann auch der Igel ein Lied singen, dessen nächtlicher Spaziergang in Frauenfeld in einem Schacht ein abruptes Ende fand.
(Zugersee ZG). Langsam sind die lauen Sommernächte ins Land gezogen, aber die Seepolizei macht die Schotten nicht dicht.
Das Polizeiboot „Eiola“ hält Kurs auf den Herbst.
(Kanton ZH). Ujomi von Eleven Creek ist rund ein halbes Jahr alt und hat schon ein grosses Ziel: Eines Tages soll die junge Polizeihündin Betäubungsmittel aufspüren.
Bis dahin steht allerdings noch einiges an Ausbildung an – und derzeit beginnt diese mit ganz alltäglichen Aufgaben.
(Kanton St. Gallen). Die Kantonspolizei St. Gallen hat ihre offizielle Übersicht der semistationären Geschwindigkeitsmessanlagen aktualisiert. Gegenüber dem letzten Abruf werden fünf neue Standorte ausgewiesen.
Neu in der amtlichen Liste erscheinen Messanlagen an der Trogenerstrasse, an der Toggenburgerstrasse, an der Wilerstrasse, an der St. Gallerstrasse sowie auf der Autobahn A1. Insgesamt veröffentlicht die Kantonspolizei derzeit zehn semistationäre Standorte.
(St.Gallen SG). Am frühen Sonntagmorgen (27.09.2026) ist eine Patrouille der Stadtpolizei St.Gallen auf eine herumschreiende Frau aufmerksam gemacht worden.
Bei der anschliessenden Personenkontrolle verhielt sich die Frau äusserst unkooperativ und aggressiv.
(Eptingen BL). Am Samstagnachmittag, 26. September 2026, kurz nach 16.00 Uhr, wurde in einem Einfamilienhaus am Kilchackerweg in Eptingen BL mutmasslicher Sprengstoff festgestellt.
Anlässlich einer Hausräumung stellte eine Drittperson im Keller der Liegenschaft potenziell gefährliche Substanzen fest und alarmierte umgehend die Einsatzleitzentrale der Polizei Basel-Landschaft.
(Kanton TG). Die Kantonspolizei Thurgau hat von Samstagabend bis Sonntagmorgen an mehreren Orten alkoholisierte oder fahrunfähige Fahrzeuglenker aus dem Verkehr gezogen.
Insgesamt wurden fünf Personen kontrolliert beziehungsweise nach einem Unfall überprüft.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.