In der Nacht von Freitag, 15.06.2026, auf Samstag, 16.05.2026, ereigneten sich sechs Einbruchdiebstähle auf dem Gebiet des Kantons Glarus. Ziele der Täterschaft waren eine Drogerie, drei Coiffeurgeschäfte, eine Pizzeria sowie ein Café in den Ortschaften Schwanden, Ennenda, Näfels und Bilten.
Bei einem Brand in einem Wohnhaus in Frauenfeld wurde eine Person leicht verletzt. Der Sachschaden beträgt mehrere hunderttausend Franken, die Brandursache wird abgeklärt.
Vom 15. bis 22. Mai 2026 trainieren Angehörige der Schweizer Armee mit einem Schweizer Helikopter des Typs Cougar in Solenzara (FRA) das Schiessen auf fliegende Ziele. Dabei werden auch entsprechende Einsatzverfahren überprüft.
Am Sonntagmorgen, 17. Mai 2026, wurden bei einer Auseinandersetzung zwischen einem Mann und einer Frau beide verletzt. Der tatverdächtige Mann wurde festgenommen.
Am Samstagmittag (16.05.2026) ist es bei einem Überholmanöver auf der Rietstrasse zu einem Zusammenprall zwischen zwei Autos gekommen. Drei Unfallbeteiligte wurden leicht verletzt. Die Strasse war zeitweise nur einseitig befahrbar.
Am Samstagvormittag (16.05.2026) ist es auf der Trogenerstrasse zu einem Zusammenstoss zwischen einem Auto und einem Traktor mit Anhänger gekommen. Die Strasse musste zeitweise gesperrt werden.
Am Sonntagmorgen (17.05.2026) ist es in Weieren zu einem Brand von zwei Wohnhäusern gekommen. Eines der betroffenen Gebäude ist nicht mehr bewohnbar und es entstand Sachschaden in noch unbekannter Höhe. Es sind keine Personen verletzt worden.
In Herisau hat sich am Samstagnachmittag, 16. Mai 2026, ein abgestelltes Geländefahrzeug selbstständig gemacht und ist über eine abschüssige Wiese davon gerollt. Personen wurden keine verletzt. Am Fahrzeug entstand Totalschaden.
Am Samstagabend (16.05.2026) kam es an der Rorschacher Strasse zu einem Selbstunfall. Das Auto kollidierte dabei mit einer Werbetafel. Personen wurden keine verletzt. Es entstand hoher Sachschaden.
Am Samstagabend, 16. Mai 2026, kurz vor 22.30 Uhr, kam es in einem Mehrfamilienhaus an der Reckholderstrasse in Zwingen BL zu einem Brandausbruch. Eine Person wurde dabei verletzt.
Am Samstag kam es in Wohlen zu einer Kollision zwischen einem Auto und einer Fussgängerin. Die Frau wurde auf einem Fussgängerstreifen erfasst und verletzt. Diese wurde mit dem Rettungshelikopter ins Spital gebracht.
In Rauchmöckli der Marke Alpina wurden STEC-Bakterien nachgewiesen. Eine Gesundheitsgefährdung kann nicht ausgeschlossen werden. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) empfiehlt, das betroffene Produkt nicht zu konsumieren. Aldi Suisse AG hat das Produkt umgehend aus dem Verkauf genommen und einen Rückruf gestartet.
Ein alkoholisierter E-Bike-Fahrer verursachte in der Nacht zum Sonntag in Eschlikon einen Selbstunfall. Er blieb unverletzt. Sein Führerausweis wurde ihm abgenommen.
Die Oberlandstrasse ist im Abschnitt zwischen der Seestrasse und dem Kreisel Gemeindehaus in einem schlechten Zustand und muss instand gesetzt werden. Gleichzeitig soll für die ÖV-Busse ein Linksabbieger von der Bahnhofstrasse in die Oberlandstrasse realisiert werden. Der Regierungsrat hat dazu Ausgaben in der Höhe von 3,65 Mio. Franken bewilligt und das Projekt festgesetzt.
Am Samstagabend verursachte eine fahrunfähige Autofahrerin in Weinfelden einen Selbstunfall. Verletzt wurde niemand. Sie musste ihren Führerausweis abgeben.
Ab Montag, 18. Mai 2026, wird auf der Hauptstrasse in Bubendorf bei der Bushaltestelle Industrie Süd die defekte Betonplatte auf der Fahrbahn ersetzt. Betroffen ist die Haltestelle Fahrtrichtung Reigoldswil. Die Bauarbeiten dauern bis Mitte Juni 2026 und führen zu Einschränkungen im Verkehr.
Die Hauptstrasse in Wintersingen wird ab Montag, 18. Mai 2026 bis voraussichtlich Ende September 2026 instandgesetzt. Der Verkehr wird einspurig geführt. Für die Belagsarbeiten ist eine Totalsperrung vorgesehen.
Das Ministerium für Land und Meer gibt bekannt, dass von Mittwoch, dem 20. Mai 2026 bis Freitag, dem 12. Juni 2026 die Kantonsstrasse SC 414 Ascona-Arcegno-Ronco durch Strassenbauarbeiten im Gebiet Pontif in der Gemeinde Ronco bei Ascona beeinträchtigt wird.
Bei einer Kollision zwischen zwei Personenwagen sind am Samstagabend (16.05.2026) in Weiach zwei Personen verletzt worden. Kurz vor 21 Uhr fuhr eine 22-jährige Frau mit einem Personenwagen auf der Glattfelderstrasse in Richtung Weiach.
Die Wintersperre der Panoramastrasse wurde am Mittwoch, 13. Mai 2026, um 15.00 Uhr aufgehoben. Seit diesem Zeitpunkt ist die Strasse wieder durchgehend für den Verkehr geöffnet.
Das Amt für Betrieb Nationalstrassen (AfBN) teilt mit, dass in den Wochen 21 und 22 auf der Autobahn A2 zwischen Amsteg und Göschenen sowie in der Schöllenen Unterhalts- und Reinigungsarbeiten durchgeführt werden. Die Arbeiten finden nachts jeweils zwischen 22:00 und 05:00 Uhr statt.
In der Woche 21 finden auf der Strecke Küssnacht bis Brunnen Unterhalts- und Reinigungsarbeiten statt. Um die Arbeiten sicher und speditiv zu erledigen, werden einzelne Abschnitte nachts gesperrt.
Ein Hochdruckkeil, der sich von Frankreich her bis zum Alpenraum ausgedehnt hat, wird heute wieder abgeschwächt, bestimmt aber noch im Wesentlichen das Wetter in der Schweiz. Am Montag steuert ein Tief über Schottland eine Störungszone mit feuchtlabiler Atlantikluft von West nach Ost über die Schweiz hinweg. Dahinter folgt im Laufe des Dienstags aus Westen eine bei uns wenig aktive Warmfront, welche zu einem umfangreichen Tief nordwestlich der Britischen Inseln gehört.
Der Kanton Zug startet im Mai 2026 mit der ersten Etappe der umfassenden Neusignalisation des kantonalen Wanderwegnetzes. In den Gemeinden Cham, Hünenberg und Risch werden bis im Sommer 2026 rund 1300 neue Wegweiser an rund 180 Standorten montiert: Verbessert werden Orientierung und Wegführung.
1968 wurde direkt vor dem heutigen Kommando der Kantonspolizei St.Gallen das Eckhaus zum Schlössli in der Zeughausgasse abgebrochen. Das Bild zeigt die laufenden Abbrucharbeiten mit Kran und Abtransport des Materials im Stadtzentrum.
Empathie, Teamgeist und respektvoller Umgang mit inhaftierten Personen sind im Gefängnisalltag unerlässlich. Emil Näf, stellvertretender Leiter des Gefängnisses St.Gallen, gibt Einblicke in seinen Arbeitsalltag und erzählt, was ihn an seiner abwechslungsreichen Arbeit fasziniert und motiviert.
Am Blaulichttag Rodersdorf informierten Mitarbeitende des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit über ihre Arbeit und den Beruf Fachspezialist Zoll und Grenzsicherheit. Besucherinnen und Besucher erhielten spannende Einblicke hinter die Kulissen des Zolls.
Am Samstagmittag wurde am Bahnhof in Münsingen eine Person im Bereich der Bahngleise von einem Zug erfasst und tödlich verletzt. Die Kantonspolizei Bern hat die Ermittlungen aufgenommen.
Am frühen Samstagmorgen, 16. Mai 2026, wurde ein Mann bei einer Auseinandersetzung in einer Wohnung im Kreis 10 schwer verletzt. Eine tatverdächtige Person wurde festgenommen.
Am Samstag, dem 16. Mai 2026, gegen 11:40 Uhr, fuhr eine Autofahrerin auf der Autobahn A16 im Mont-Russelin-Tunnel in Richtung St-Ursanne. Aus ungeklärter Ursache kam sie von der Fahrbahn ab, durchbrach die doppelte Leitplanke und streifte leicht ein entgegenkommendes Fahrzeug.
In der Nacht von Donnerstag auf Freitag, 14. / 15. Mai 2026, kurz nach 00.45 Uhr, wurde an der Hauensteinstrasse versucht in eine Geschäftsliegenschaft einzubrechen. Die Polizei Basel-Landschaft konnte in der Folge vier verdächtige Personen festnehmen.
Am Samstagmorgen, 16. Mai 2026, wurde im Kreis 10 ein verletzter Mann aufgefunden. Die Umstände, wie es zu den Verletzungen gekommen war, sind noch unklar. Die Stadtpolizei Zürich sucht Zeug/innen.
Am Freitagabend ist es in Lützelflüh zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Eine Person verstarb noch am Unfallort, zwei weitere Personen wurden schwer verletzt ins Spital gebracht. Der Unfall wird untersucht.
In Reinach BL kam es am Freitagabend, 15. Mai 2026, kurz vor 23.00 Uhr im Gebiet des Tierparks Aumatt zu einem mutmasslichen Gewaltdelikt. Die genauen Umstände sowie die Identität des mutmasslichen Opfers und des/der mutmasslichen Täters/in sind unklar. Die Polizei Basel-Landschaft sucht Zeugen.
Am Freitagabend ereigneten sich auf der Autobahn A12 zwischen Rossens und Châtel-St-Denis mehrere separate Verkehrsunfälle. Fast zwanzig Fahrzeuge waren daran beteiligt. Etwa zehn Personen wurden verletzt und ins Spital gebracht. Teile der Autobahn waren einen Grossteil der Nacht für den Verkehr gesperrt.
Am Freitagnachmittag ist in Wiler bei Utzenstorf ein Einfamilienhaus in Brand geraten. Aktuell steht eine Brandstiftung als Brandursache im Vordergrund. Es werden Zeuginnen und Zeugen gesucht.
Am Freitagmittag (15.05.2026) stürzte ein 61-jähriger Bauarbeiter auf einer Baustelle rund dreieinhalb Meter in die Tiefe. Er verletzte sich dabei schwer. Er wurde durch den Rettungsdienst ins Spital gebracht.
Ein Wohnmobil-Lenker missachtete am Freitag, 15. Mai 2026, auf der Balmbergstrasse in Welschenrohr ein Fahrverbot für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen. In einer engen Kurve blieb das Fahrzeug folglich stecken und musste geborgen werden. Die Strasse musste während rund drei Stunden gesperrt werden.
Am Freitagabend (15.05.2026) ist durch aufmerksame Passanten an der Schützenstrasse beim Alten Schützenhaus ein in Brand stehender Holzklotz entdeckt worden. Als Brandursache steht eine vorsätzliche Brandverursachung im Vordergrund.
Ein Automobilist hat am Freitagabend, 15. Mai 2026, auf der Autobahn A1 bei Wiedlisbach in Richtung Zürich einen Selbstunfall verursacht. Verletzt wurde dabei niemand. Das Unfallfahrzeug erlitt Totalschaden. Aufgrund der Bergungsarbeiten kam es zu Rückstau.
Auf der Autobahn A5 bei Leuzigen in Richtung Zürich hat sich am Freitag, 15. Mai 2026, ein Selbstunfall ereignet. Der Fahrzeuglenker wurde dabei leicht verletzt. Das Fahrzeug erlitt Totalschaden. Zudem wurde durch herumfliegende Fahrzeugteile ein weiteres Auto auf der Gegenfahrbahn beschädigt.
Die Kantonspolizei und die Gemeindepolizeien weisen im Rahmen der Prävention der Verkehrssicherheit darauf hin, dass überhöhte Geschwindigkeit eine der Hauptursachen für Verkehrsunfälle mit teils schweren oder tödlichen Folgen ist. Die Fahrzeuglenkenden werden erneut aufgefordert, die Tempolimiten zum Schutz der eigenen Sicherheit und jener anderer Verkehrsteilnehmender einzuhalten.
Bei einer Baustellenkontrolle in Kreuzlingen trafen Einsatzkräfte der Kantonspolizei Thurgau am Freitag zwei Männer an, die eine Erwerbstätigkeit ohne Bewilligung ausübten. Sie wurden festgenommen.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.