Schweiz

Sarnen OW: Einbrecher im Restaurant überrascht – Polizei nimmt Marokkaner fest

Am Samstag, 11.04.2026, hat die Kantonspolizei Obwalden in Sarnen einen mutmasslichen Einbrecher festgenommen. Kurz nach 15:15 Uhr meldete der Wirt eines Restaurants der Kantonspolizei Obwalden, dass er einen unbekannten Mann in seinem abgeschlossenen Restaurant überrascht habe.

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Liestal BL: BMW schleudert auf Gegenfahrbahn – Autobahn A22 stundenlang gesperrt

Am Sonntagabend, 12. April 2026, kurz nach 18.20 Uhr, verursachte ein Personenwagenlenker auf der A22 bei Liestal einen Selbstunfall. Der Lenker wurde dabei leicht verletzt.

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Thal SG: Gefesselter Häftling entkommt – Polizei sucht mit Helikopter und Hunden

Am Montagmorgen (13.04.2026) ist ein international ausgeschriebener und inhaftierter Mann bei der Vorbereitung zu seinem Ausschaffungstransport ab dem Polizeistützpunkt Thal geflüchtet. Eine umgehend eingeleitete Fahndung blieb bislang erfolglos. Vom Mann geht keine Gefahr für die Öffentlichkeit aus.

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Uster ZH: Kinder lernen richtiges Verhalten im Verkehr – doch viele Lenker missachten Vortritt

Heute haben wir zusammen mit Kindergartenkindern ein Auge auf alles mit mehr als zwei Rädern geworfen. Dabei ging es um das Verhalten am Fussgängerstreifen. Die Kinder wählten die von uns eingetrimmte Taktik "Warte, Luege, Lose, Laufe". Damit kamen sie fast immer erfolgreich auf die andere Strassenseite.

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Bern BE: Baustelle im Weyermannshaus – Verkehr bis 2027 massiv eingeschränkt

Im Weyermannshaus in Bern werden auf der Kantonsstrasse Murten–Bern beim Knoten Murtenstrasse–neue Murtenstrasse Arbeiten an der Fernwärmeleitung von Energie Wasser Bern und am Strassenanschluss durchgeführt. Die Arbeiten dauern vom 20. April 2026 bis circa Mitte Juni 2027. In dieser Zeit ist die Verkehrsführung eingeschränkt, mit reduzierten Spuren.

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Worb BE: Bahnübergang komplett gesperrt – grosse Umleitung über mehrere Orte

Wegen Belagsarbeiten muss der Bahnübergang Worb SBB auf der Rubigenstrasse von Samstag, 18. April, 5 Uhr, bis Montag, 20. April 2026, 6 Uhr, komplett gesperrt werden. Für den motorisierten Verkehr wird eine Umleitung ab Rubigen via Allmendingen, Muri, Gümligen, Worb und umgekehrt eingerichtet.

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Goppenstein–Gampel VS: Nachtsperrung im Tunnel – Verkehr wird einspurig geführt

Die Tunnels entlang der Nationalstrassen werden periodisch gereinigt. Diese Arbeiten tragen zu einer Erhöhung der Verkehrssicherheit bei. Diese Woche kommt es für die Reinigungsarbeiten beim Tunnel Mittal auf der A6 zwischen Goppenstein und Gampel zu Verkehrseinschränkungen.

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Schaffhausen SH: Einbruchserie erschüttert Region – Täter schlagen mehrfach zu

Am vergangenen Wochenende ist es in Stein am Rhein und in der Stadt Schaffhausen zu mehreren Einbrüchen in Gewerbeliegenschaften gekommen. Dabei wurde Bargeld im Wert von mehreren tausend Franken entwendet. Die Schaffhauser Polizei schliesst nicht aus, dass die Taten von derselben Täterschaft verübt wurden, und sucht Zeugen.

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Kirchdorf AG: Lenkerin nickt am Steuer ein – heftige Kollision auf Gegenfahrbahn

Eine 64-jährige Automobilistin geriet am Montagmorgen in Kirchdorf mit ihrem Peugeot auf die Gegenfahrbahn und kollidierte mit einem korrekt entgegenkommenden BMW. Die Ambulanz brachte die leicht verletzte Lenkerin ins Spital. Die Polizei nahm ihr den Führerausweis ab. Als Unfallursache steht Übermüdung im Vordergrund.

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Zuzwil SG: Auto durchbricht Geländer – Lenker nach Unfall ins Spital gebracht

Am Sonntagnachmittag (12.04.2026) ist ein 52-jähriger Mann auf der Henauerstrasse mit seinem Auto verunfallt. Das Auto war gegen ein Geländer geprallt. Der Mann wurde unbestimmt verletzt und musste vom Rettungsdienst ins Spital gebracht werden.

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Kanton St.Gallen: Alkohol und Drogen am Steuer – Polizei zieht Lenker aus Verkehr

Am Sonntag (12.04.2026) hat die Kantonspolizei St.Gallen fünf Verkehrsteilnehmende als fahrunfähig oder alkoholisiert eingestuft, nachdem sie im Rahmen von Verkehrskontrollen angehalten worden waren oder verunfallt sind. Ein Autofahrer flüchtete vor einer Kontrolle, konnte aber angehalten werden.

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Rupperswil AG: Auto prallt gegen Stein – Frau durch Geschoss am Strassenrand verletzt

Am späteren Sonntagnachmittag kollidierte ein 63-jähriger PW-Lenker in Rupperswil auf der Aarestrasse mit einem Stein am rechten Strassenrand. Der dadurch weggeschleuderte Steinbrocken erfasste eine 57-jährige Fussgängerin. Sie erlitt mittelschwere Verletzungen. Ein Atemalkoholtest beim Lenker ergab einen erhöhten Wert. Die Polizei nahm ihm den Führerausweis zuhanden des Strassenverkehrsamts ab.

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Liestal BL: Selbstunfall bei Unterführung – Auto kracht in Signalisation

Am Sonntagnachmittag, 12. April 2026, kurz nach 13.30 Uhr, kam es in Liestal bei der Verzweigung Oristalstrasse / Sichternstrasse zu einem Selbstunfall mit einem Personenwagen. Verletzt wurde niemand.

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Fricktal AG: Feuerwehrfahrzeug erhält neue Hightech-Beschriftung für mehr Sicherheit

Safety Signage hat das Mehrzweckfahrzeug (MZF) der Feuerwehr Oberes Fricktal mit einer neuen, hochreflektierenden Beschriftung ausgerüstet. Das Einsatzfahrzeug wurde mit moderner Level-2-Technik und einem auffälligen grauen Reflexband versehen, wodurch die Sichtbarkeit bei Tag und Nacht deutlich verbessert wird.

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Wetter am Montag, 13.04.2026: Dichte Wolken, Regen und Schnee in den Alpen

Eine sich langsam abschwächende Front liegt heute Sonntag über dem Jura und verlagert sich kaum. Gleichzeitig zieht ein Tief von Nordafrika Richtung Sardinien. Dadurch dreht die Strömung auf Süd bis Südost und in der Höhe wird feuchte und mit Saharastaub angereicherte Mittelmeerluft zur Alpensüdseite geführt, in den Alpen wird es leicht föhnig. Am Montag zieht das Höhentief von Korsika unter Abschwächung allmählich über die Alpen und sorgt auch im Norden für eine Labilisierung und Anfeuchtung der Luft. Am Dienstag dehnt sich ein Hoch von Westfrankreich bis nach Deutschland aus und sorgt mit einer mässigen Bise für eine zögerliche Stabilisierung und Abtrocknung der Luft.

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Pilatus: Lawine erfasst Wanderer – 18-Jähriger verschüttet und schwer verletzt

Am Samstagnachmittag, 11. April 2026, ist eine Person beim Abstieg vom Pilatus von einer Lawine erfasst und verschüttet worden. Die aufgebotenen Rettungskräfte konnten den Mann rasch lokalisieren und mit schweren Verletzungen bergen.

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Kanton Aargau: Falsche Stromableser bestehlen Senioren – Polizei warnt dringend

Seit Anfang Jahr häufen sich Vorfälle, bei denen Diebe an der Haustüre von Senioren auftauchen und sich als Stromableser ausgeben. Unter diesem Vorwand gelang es mehrfach, Wertsachen zu entwenden. Die Kantonspolizei mahnt zu Vorsicht.

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Hochwald SO: Pferdestall brennt komplett nieder – Fahrlässigkeit vermutet

In Hochwald ist am Samstagmorgen, 11. April 2026, ein leerstehender Pferdestall bei einem Brand komplett zerstört worden. Verletzt wurde niemand, weder Menschen noch Tiere. Als Brandursache steht ein menschliches Verschulden im Vordergrund.

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Dörflingen SH: Fahrzeug kracht in Baum – zwei junge Frauen teils schwer verletzt

Am späteren Samstagnachmittag (11.04.2026) hat sich auf der Gennersbrunnerstrasse zwischen Dörflingen und Schaffhausen ein Alleinunfall ereignet. Dabei wurden zwei Personen verletzt. Die Unfallursache und der Unfallhergang sind Gegenstand laufender Ermittlungen der Schaffhauser Polizei.

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Stadt Zürich ZH: E-Trottinettfahrerin stürzt – 48-Jährige lebensbedrohlich verletzt

Bei einem Verkehrsunfall im Kreis 4 verletzte sich am Samstagabend, 11. April 2026, eine Frau lebensbedrohlich. Die Stadtpolizei Zürich sucht Zeug*innen.

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Herisau AR: Barrierefreier Umbau beim Sportzentrum – Haltestelle wird angepasst

Beim Sportzentrum in Herisau wird die Bushaltestelle behindertengerecht umgebaut. Hohe Haltekanten sollen allen Fahrgästen einen autonomen Ein- und Ausstieg ermöglichen. Das Departement Bau und Volkswirtschaft hat das Projekt und den Kredit genehmigt und die Freigabe zur Planauflage erteilt.

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Bern BE: Unbewilligte Demo eskaliert – Sachschaden von zehntausenden Franken

In der Nacht von Samstag auf Sonntag haben sich in Bern auf dem Gaswerkareal zahlreiche Personen zu einer unbewilligten Kundgebung versammelt. Diese zogen über das Sulgenauquartier und den Bahnhof zur Schützenmatte. Dabei kam es zu mehreren zehntausend Franken Sachschaden.

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Jona SG: Einbruch in Garage bleibt erfolglos – Täter flüchten ohne Beute

In der Nacht auf Samstag (11.04.2026) ist eine unbekannte Täterschaft in eine Autogarage in Jona eingebrochen. Da keine Schlüssel im Betrieb waren, wurden keine Fahrzeuge gestohlen. Die gezielte Prävention der Kantonspolizei St.Gallen zeigt Wirkung.

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Wetter am Sonntag, 12.04.2026: Wechselhaft, milder Südwind, Saharastaub und Regen

Das wetterbestimmende Hoch über dem Alpenraum schwächt sich ab und die Schweiz gelangt auf die Vorderseite eines Tiefs nördlich von Irland. Mit südwestlicher Strömung erreicht uns milde, aber zunehmend instabil geschichtete und mit Saharastaub angereicherte Luft. In der Nacht auf Sonntag nähert sich von Frankreich her eine Kaltfront der Schweiz. Gleichzeitig zieht ein Tief von Algerien im Laufe des Sonntages Richtung Sardinien. Dadurch dreht die Strömung über dem Alpenraum auf Süd bis Südost und führt feuchte Mittelmeerluft zur Alpensüdseite. Die Kaltfront über Frankreich kommt dadurch kaum weiter ostwärts voran.

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Berlingen TG: 16-jährige Töfffahrerin stürzt Böschung hinunter und verletzt sich

Eine Motorradfahrerin verursachte am Samstag in Berlingen einen Selbstunfall und musste mittelschwer verletzt ins Spital gebracht werden. Um 10.45 Uhr war eine 16-jährige Motorradfahrerin von Raperswilen in Richtung Berlingen auf der Bergstrasse unterwegs.

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Wetzikon ZH: Vermisste 16-Jährige wohlbehalten aufgefunden

Die seit Donnerstagabend (9.4.2026) in Benglen (Gemeinde Fällanden) vermisste 16-Jährige konnte dank der Öffentlichkeitsfahndung in Wetzikon angetroffen werden. Die junge Frau wurde am Samstagabend (11.4.2026) in Wetzikon erkannt und von der Kantonspolizei Zürich wohlbehalten für die weiteren Abklärungen in einen Polizeiposten gebracht.

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Schweizer Armee: ETH-Militärakademie besetzt Dozentur mit erfahrener Expertin

Dr. Nadine Eggimann Zanetti übernimmt an der Militärakademie an der ETH Zürich per 01. Oktober 2026 die Verantwortung über die Dozentur Militärpsychologie und Militärpädagogik. Diese Anstellung erfolgt nach einer umfangreichen Selektion unter der Aufsicht einer Wahlkommission mit Vertretern der ETH Zürich sowie der Militärakademie.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.