Schweiz

Milken BE: E-Biker stürzt Böschung hinunter – 55-Jähriger schwer verletzt mit Rega ins Spital

In Milken ist es am Donnerstagabend zu einem Selbstunfall mit einem E-Bike gekommen. Der Fahrer wurde dabei schwer verletzt und musste mit der Rega ins Spital geflogen werden.

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Stromausfall im Seelisbergtunnel: Was passiert, wenn die Technik ausfällt?

Fällt im Seelisbergtunnel die Stromversorgung aus, sind zahlreiche technische Anlagen betroffen. Beleuchtung, Signalisation, Überwachung und weitere Systeme benötigen elektrische Energie. Wie wichtig eine zuverlässige Versorgung ist, zeigte sich im August 2026. Nach einem schweren Unfall beim Südportal kam es zu einem Stromausfall, worauf der Tunnel zunächst vollständig gesperrt werden musste. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Technik im Seelisbergtunnel auf Strom angewiesen ist, wie wichtige Systeme bei einem Ausfall weiter versorgt werden und warum trotz Notstrom eine Sperrung notwendig sein kann.

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Kanton Zürich: Verdächtige Beobachtung? Kantonspolizei rät im Zweifel zum Anruf bei 117

Notruf – darf ich deswegen die 117 wählen? Viele Menschen zögern, die Polizei über die 117 anzurufen. Vielleicht ist es ja doch nichts? Vielleicht störe ich?

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Kanton Uri: Weniger Elterntaxis vor Schulen – Kinder sollen ihren Schulweg selbst bewältigen

Der Schulweg ist mehr als die Strecke zwischen Zuhause und Schule. Zu Fuss unterwegs zu sein, bedeutet für Kinder Bewegung, Begegnung und wichtige Erfahrungen auf dem Weg zu mehr Selbstständigkeit.

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Transporter auf dem Schulweg: Vorsicht in unübersichtlichen Situationen

Am frühen Morgen herrscht auf den Strassen oftmals reger Betrieb. Geschäfte werden beliefert, Handwerksbetriebe fahren zu ihren Kunden und Paketdienste beginnen ihre Touren. Gleichzeitig machen sich Kinder auf den Weg zur Schule. Lieferwagen und Transporter können dabei gewohnte Verkehrssituationen innerhalb kurzer Zeit verändern. In diesem Artikel erfahren Sie, worauf es beim Lieferverkehr auf dem Schulweg ankommt und wie Sie Ihr Kind auf solche Situationen vorbereiten.

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Altikon ZH: E-Bikerin prallt in Lieferwagen – 15-Jährige wird auf Strasse geschleudert

Bei einer Kollision zwischen einem E-Bike und einem Lieferwagen ist am Donnerstag (3.9.2026) in Altikon die jugendliche Zweiradlenkerin verletzt worden. Sie ist mit einem Rettungshelikopter in ein Spital geflogen worden.

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Wetter am Freitag, 04.09.2026: Sonnig, bis 31 Grad und spätsommerlich warm

Ein Hochdruckgebiet erstreckt sich vom nahen Atlantik über den Alpenraum bis nach Südosteuropa und bestimmt in den nächsten Tagen das Wetter in der Schweiz. Mit einer nordwestlichen Höhenströmung gelangt heute und morgen trockene und sehr warme Luft zu uns. Am Samstag streift eine Kaltfront die Alpennordseite und führt etwas feuchtere und weniger warme Luft besonders zu den zentralen und östlichen Landesteilen. Am Sonntag dominiert wieder Hochdruckeinfluss.

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Zürich ZH: Wasserschutzpolizei kontrolliert Gummiboote und SUP auf der Limmat

Sicher unterwegs auf der Limmat: Vergangenen Sonntag sensibilisierten unsere Mitarbeitenden der Wasserschutzpolizei und der Prävention die Gummiboot- und SUP-Fahrer für die geltenden Sicherheitsregeln und Vorschriften. Sie kontrollierten die vorgeschriebene Beschriftung der Boote und SUP und verteilten dafür gratis Beschriftungsanhänger.

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Schweiz: Gefälschter Hornbach-Shop ködert mit Klima-Schnäppchen greift Kartendaten ab

Betrüger verschicken E-Mails im Namen der HORNBACH Baumarkt (Schweiz) AG und werben mit einem angeblich exklusiven Angebot für eine „Breezi Pro“-Klimaanlage. Der Link führt über eine angebliche Kundenumfrage zu einem gefälschten Onlineshop, der persönliche Angaben und Kreditkartendaten verlangt. Ähnliche Fälle mit gefälschten Umfragen und vermeintlichen Belohnungen sind bereits im Namen anderer Schweizer Unternehmen aufgetreten.

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Bern BE: YB gegen Luzern sorgt rund ums Wankdorf für Sperrungen und Verkehrschaos

Am Samstagabend findet in Bern das Meisterschaftsspiel zwischen dem BSC Young Boys und dem FC Luzern statt. Im Grossraum Wankdorf ist mit Verkehrseinschränkungen und kurzzeitigen Strassensperrungen zu rechnen. Es wird empfohlen, frühzeitig mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.

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Murten FR: Brand in Entsorgungszentrum sorgt für Rauchentwicklung und Strassensperre

In der vergangenen Nacht wurden die Feuerwehr und die Kantonspolizei wegen eines Brandes in einem Entsorgungszentrum in Murten alarmiert. Der Brand verursacht eine starke Rauchentwicklung. Die Hauptstrasse musste mehrere Stunden für den Verkehr gesperrt werden. Es wurde niemand verletzt. Die Ursachen des Brandes sind bislang unbekannt und sind Gegenstand einer Ermittlung.

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Radarfallen im Kanton Solothurn: Kapo macht Standorte ab sofort wieder öffentlich

Die Kantonspolizei Solothurn veröffentlicht die Standorte stationärer und semistationärer Geschwindigkeitsmessanlagen auch nach Abschluss des dreijährigen Pilotprojekts weiter. Autofahrer/innen können damit wieder vorab nachschauen, wo im Kanton Solothurn entsprechende Radarkontrollen stehen.

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Le Châble VS: Kran kippt um – Lastwagenfahrer (53) tödlich eingeklemmt

Am späten Nachmittag des 2. September 2026 ereignete sich in Le Châble ein Arbeitsunfall, an dem ein Lastwagenfahrer beteiligt war. Eine Person kam dabei ums Leben.

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Klausenpass GL/UR: Passstrasse am 13. September sieben Stunden komplett gesperrt

Am Sonntag, 13. September 2026, findet am Klausenpass der Veloanlass «Klausen Monument» statt. Die Klausenstrasse zwischen Linthal und Unterschächen wird deshalb von 09.00 bis 16.00 Uhr für den Individualverkehr in beide Richtungen gesperrt.

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Altenrhein SG: Ätzende Flüssigkeit läuft aus – Gebäude mit allen Personen evakuiert

Am Donnerstagmorgen (03.09.2026) sind in einem Betrieb rund 50 Liter einer ätzenden alkalischen Flüssigkeit aus einem beschädigten Container ausgelaufen. Sämtliche anwesenden Personen wurden vorsorglich aus dem Gebäude evakuiert. Verletzt wurde niemand.

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St.Gallen SG: E-Scooter gerät in Bahngleise – 26-Jähriger verletzt und fahrunfähig

Am Mittwoch (02.09.2026) fuhren zwei Männer zusammen auf einem E-Scooter auf der Bahnhofstrasse in Richtung Marktplatz und stürzten. Einer der beiden wurde dabei leicht verletzt.

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Kestenholz SO: BMW kracht auf A1 in Auto – Lenker unter Alkoholverdacht, Frau verletzt

Ein mutmasslich unter Alkoholeinfluss stehender Automobilist verursachte am Mittwochabend, 2. September 2026, auf der Autobahn A1 bei Kestenholz einen Verkehrsunfall. Dabei wurde eine Person leicht verletzt. Die Polizei sucht Zeugen.

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St.Gallen SG: 20-jähriger Arbeiter stürzt vier Meter von Gerüst und wird schwer verletzt

Am späten Mittwochnachmittag (02.09.2026) ist es zu einem Arbeitsunfall gekommen. Ein 20-jähriger Arbeiter ist von einem Gerüst gestürzt. Er wurde schwer verletzt und nach der medizinischen Erstversorgung vor Ort vom Rettungsdienst ins Spital gebracht.

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Zürich-Flughafen ZH: 584'000 Schmuggel-Zigaretten aus Dubai in Fracht entdeckt

Mitarbeitende des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) haben Ende Juli im Frachtbereich des Zürich-Flughafens eine Transitsendung mit 584'000 Zigaretten entdeckt. Die aus Dubai stammenden und für Grossbritannien bestimmten Zigaretten waren in Computerracks versteckt.

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Erstfeld UR: Rucksack an Gotthardraststätte gestohlen – drei Georgier in Chiasso gestoppt

Am Samstagabend, 29. August 2026, machten zwei Reisende aus Frankreich auf dem Weg in den Süden an der Gotthardraststätte in Uri eine kurze Pause. Während sich die beiden Personen am geöffneten Kofferraum ihres Personenwagens aufhielten und sich verpflegten, entwendeten drei Personen unbemerkt einen Rucksack aus dem unverschlossenen Fahrzeuginnern.

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Altenrhein SG: Schweizer Zoll am Flugplatz-Jubiläum – fast 40'000 Besucher vor Ort

Flugshow trifft Schweizer Zoll. Am 100-Jahr-Jubiläum des Flugplatzes St. Gallen-Altenrhein waren unsere Mitarbeitenden mit einem Stand vor Ort.

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Schweiz: Gefälschte METANET-Mails drohen mit Domain-Sperre – Polizei warnt vor Phishing

Betrüger missbrauchen den Namen und das Erscheinungsbild der METANET AG für eine Phishing-Kampagne. Ziel ist es, an Kreditkartendaten und Sicherheitscodes zu gelangen.

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Davos GR: 18-Jähriger stirbt nach schwerem Unfall auf der Flüelastrasse im Spital

Der 18-jährige Fahrzeuglenker, der am Samstagnachmittag bei einem Verkehrsunfall auf der Flüelastrasse schwer verletzt worden war, ist am Dienstag im Spital seinen Verletzungen erlegen. Der 18-Jährige war in Begleitung eines Gleichaltrigen mit einem Dreirad-Motorfahrzeug auf der Flüelastrasse unterwegs.

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Vier Jahre Haft offen: 70-jähriger Ungar nach sexuellem Missbrauch europaweit gesucht

(Europa/Ungarn). Seit dem 1. September 2026 wird László János Bokor auf der europäischen Fahndungsplattform „EU Most Wanted“ als gesuchte Person geführt. Der 70-jährige Ungar wurde wegen sexueller Ausbeutung eines Kindes und Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs zu viereinhalb Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.