Am Sonntag, 1. Juni 2025, wurde der Kantonspolizei Schwyz kurz nach 07:30 Uhr gemeldet, dass ein Gefängnisinsasse in einer Zelle im Sicherheitsstützpunkt in Biberbrugg reglos aufgefunden wurde.
Der Mann ist trotz sofort eingeleiteter Erstversorgung und Reanimation verstorben.
Am Sonntag (01.06.2025) hat die Kantonspolizei St.Gallen in Mühlrüti sowie in Gams mehrere Verkehrskontrollen und Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt.
25 Fahrzeuge wurden angehalten und 12 Personen verzeigt.
In der Nacht auf Montag ist eine Meldung eingegangen, wonach in Hundwil drei Sprayer unterwegs sind.
Im Zuge der sofort eingeleiteten Fahndungsmassnahmen konnte die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden in derselben Nacht drei Jugendliche anhalten und kontrollieren.
Ein E-Bike-Fahrer wurde am Sonntagnachmittag bei einem Zusammenstoss mit einem Auto in Amriswil mittelschwer verletzt.
Er musste durch den Rettungsdienst ins Spital gebracht werden.
Am Sonntagnachmittag ist es in Thun zu einem Selbstunfall gekommen. Ein Motorradlenker wurde schwer verletzt mit einer Ambulanz ins Spital gefahren.
Am Sonntag, 1. Juni 2025, kurz vor 16.00 Uhr, ging bei der Kantonspolizei Bern die Meldung über einen Verkehrsunfall bei der Guntelsey in Thun ein.
Am Sonntag ist kurz nach Mitternacht in Alvaneu Dorf ein schwer verletzter Fahrradfahrer aufgefunden worden.
Umgehend wurde eine Reanimation eingeleitet, der Mann verstarb noch vor Ort.
Am Freitag wurde ein Fussgänger von einem Unbekannten mehrfach ins Gesicht geschlagen. Dabei wurde er verletzt und musste ins Spital.
Am Freitag, 30. Mai 2025, kurz vor 23.00 Uhr, ging bei der Notrufzentrale der Kantonspolizei Aargau die Meldung über einen verletzten Fussgänger in Aarau ein.
Die Lonza, die sich oberhalb des Schuttkegels angestaut hat, fliesst seit Freitag über die gesamte Länge des Kegels ab.
Da die Sedimentbelastung des ablaufenden Wassers sehr hoch ist, kann dieses von den Turbinen des Stausees Ferden nicht mehr turbiniert werden.
Während des Auffahrtswochenendes führte die Kantonspolizei Aargau an mehreren Orten Geschwindigkeitskontrollen durch.
Mit dem Lasermessgerät nahm die Kantonspolizei Aargau am Donnerstag, 29. Mai 2025, Schnellfahrer im Ausserortsbereich ins Visier.
Am Montag (02.06.2025), um ca. 02:45 Uhr, ist eine unbekannte Täterschaft in ein Geschäft an der Bionstrasse eingebrochen.
Die Täterschaft verschaffte sich durch eine Schaufensterscheibe gewaltsam Zutritt und stahl mehrere elektronische Geräte von noch unbekanntem Wert.
Am Samstag (31.05.2025), in der Zeit zwischen 22:30 Uhr und 22:50 Uhr, ist eine unbekannte Täterschaft in ein Einfamilienhaus am Gatterrain eingebrochen.
Sie öffnete gewaltsam eine Terassentür und verschaffte sich so Zutritt ins Haus.
Am Montag (02.06.2025), in der Zeit vor 05:20 Uhr, ist eine unbekannte Täterschaft in ein Einfamilienhaus an der Sonnenbühlstrasse eingebrochen.
Sie verschaffte sich durch eine Terassentür gewaltsam Zutritt ins Haus und von dort in die Garage.
Am Sonntag, 1. Juni 2025, um 20.00 Uhr, ging bei der Kantonspolizei Uri die Mitteilung ein, dass im Gebiet Derelen in der Gemeinde Spiringen Wasser über die Klausenstrasse läuft.
Kurz darauf trafen weitere Meldungen über ähnliche Vorkommnisse ein. Hauptbetroffen ist die Kantonsstrasse zwischen Spiringen und Unterschächen.
Am Samstagabend ist auf der A13 in Mesocco ein Zugfahrzeug in Brand geraten.
Der San Bernardinotunnel war während des Feuerwehreinsatzes für eine Stunde in beide Fahrtrichtungen gesperrt.
Leadership ist Teil der DNA der Schweizer Armee - die Möglichkeit in jungen Jahren Führungserfahrung zu sammeln, bietet wohl keine andere Institution in dieser Form.
Laura Müller, Expertin für Leadership, hat darum die Armee zu ihrem nächsten Event eingeladen.
Am Samstag, 21. Juni 2025, lädt das Bau- und Raumentwicklungsdepartement Obwalden von 10 bis 17 Uhr zum Tag der offenen Baustelle zum Hochwasserstollen in Alpnach ein.
Beim Auslaufbauwerk Etschi erhalten Besucherinnen und Besucher spannende Einblicke in das grösste Bauprojekt der Kantonsgeschichte. Der Rundgang mit Infoposten, Virtual-Reality-Erlebnis und Festwirtschaft ist frei zugänglich.
Auf der Hauptstrasse in Oberhofen wird der Belag erneuert. Die Bauarbeiten beginnen am Montag, 2. Juni 2025, und dauern voraussichtlich bis Ende Herbst 2025.
Der Belag auf der Kantonsstrasse (K287) in Oberhofen hat seine Gebrauchsdauer erreicht und weist Schäden wie Ausmagerungen und Risse auf.
Ab Dienstag, 10. Juni 2025, bis Ende November 2025 wird in Kreuzlingen der Knoten Berg- / Brunnenstrasse saniert.
Das Projekt umfasst eine Belagssanierung, bei der die Bushaltestellen mit einer hohen Buskante barrierefrei gestaltet werden.
Departement Sicherheit und Justiz • Die Koordinationsstelle Bevölkerungsschutz hat im Rahmen der jährlichen Kontrollen die drei Betreiberinnen von Stauanlagen im Kanton überprüft.
Alle Tests verliefen erfolgreich.
Anlässlich der Frauen-EM 2025, die vom 2. bis 27. Juli in der Schweiz stattfindet, hat der Staatsrat eine Verordnung über die für einen reibungslosen Ablauf und die Sicherheit rund um die Spiele notwendigen Verkehrsbeschränkungen verabschiedet.
Die Einschränkungen gelten an Spieltagen im Stade de Genève in Lancy zu folgenden Zeiten:
Was verbindet eine Spitzensportlerin mit einem hohen Offizier der Schweizer Armee?
In dieser Podcastfolge treffen sich zwei Welten – und zeigen, wie nah sie sich eigentlich sind.
Am Sonntagabend ist ein Mann nach dem Cupfinal beim Bahnhof Wankdorf in Bern von einem Zug erfasst und dabei schwer verletzt worden.
Der Unfall wird untersucht.
Am Gotthard-Nordportal staut sich aktuell der Ferienverkehr auf 11 Kilometern Länge.
Autofahrer müssen mit einem Zeitverlust von bis zu 1 Stunde und 50 Minuten rechnen.
Das mehrheitlich schöne Wetter lockte am verlängerten Auffahrtswochenende die Menschen nach draussen.
Entsprechend oft standen die Crews der Rega im Einsatz: Sie wurden zu rund 180 Einsätzen aufgeboten – rund 25 Prozent mehr als im Vorjahr.
Gestern Abend rückten Krankenwagen, Notarzt, Feuerwehr und Polizei zu einem Verkehrsunfall in Neirivue aus.
Sechs Personen wurden verletzt. Der Bahnverkehr wurde unterbrochen. Die Ermittlungen dauern an.
Die Kantonspolizei Zürich führte am verlängerten Wochenende am Fusse des Irchels Geschwindigkeitskontrollen durch.
Drei Temposündern wurden die Führerausweise auf der Stelle abgenommen.
Am Samstagabend ist es in Gwatt bei einem Grillplatz zu einem Unfall gekommen.
Eine Frau und ein Mann wurden dabei schwer verletzt. Ermittlungen zur Ursache des Grillunfalles sind im Gang.
In der Nacht auf Sonntag, 1. Juni 2025, kam es um 00:45 Uhr an der Kollegiumstrasse in Schwyz zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen.
Eine Person wurde durch den Rettungsdienst mit erheblichen Verletzungen in ein kantonales Spital gebracht und wenig später mit der Rega in ein ausserkantonales Spital überführt.
Gestern Abend kam es auf der Umfahrungsstrasse H189 in Bulle zu einem Frontalzusammenstoss, bei dem zwei Personen verletzt wurden.
Sie wurden mit dem Krankenwagen ins Spital gebracht. Die Ermittlungen laufen. Der Verkehr wurde behindert.
An der Maienstrasse in Grenchen hat am Samstagabend, 31. Mai 2025, eine eritreische Veranstaltung stattgefunden.
Aufgrund möglicher Ausschreitungen stand ein grösseres Polizeiaufgebot im Einsatz. Die Veranstaltung verlief friedlich und ohne Zwischenfälle.
Die Kantonspolizei Thurgau hat in der Nacht auf Sonntag in Amlikon-Bissegg und Roggwil zwei Autofahrer aus dem Verkehr gezogen, die alkoholisiert unterwegs waren.
Die beiden Männer werden bei der Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht.
Die Lonza, die sich oberhalb des Schuttkegels angestaut hat, fliesst seit Freitag über die gesamte Länge des Kegels ab.
Da die Sedimentbelastung des ablaufenden Wassers sehr hoch ist, kann dieses von den Turbinen des Stausees Ferden nicht mehr turbiniert werden.
Ein Rollerfahrer musste am Samstagabend auf der Bruggerstrasse einem Auto ausweichen, das auf die Gegenfahrbahn geraten war.
Der Mann stürzte und verletzte sich.
Der Kanton Obwalden ruft dazu auf, das Campierverbot in Schutzgebieten einzuhalten, insbesondere in Moorlandschaften, Jagdbanngebieten sowie in geschützten Auen und Naturschutzzonen.
Das Campierverbot dient dem Schutz der Natur. Wildtiere sollen in ihrem Lebensraum möglichst wenig gestört werden.
Zwei Tatverdächtige wurde bei einem Diebstahl aus einem Auto in Kreuzlingen am Samstag von der Besitzerin des Autos überrascht.
Die Männer wurden festgenommen.
Mit dem nahenden Sommer werden Zentralschweizer Gewässer wieder vermehrt genutzt.
Damit steigt das Risiko, dass invasive Arten wie die Quaggamuschel von See zu See verschleppt werden.
Am Samstag (31.05.2025), kurz vor 15 Uhr, ist es auf der Haagerstrasse zu einem Verkehrsunfall zwischen zwei Autos gekommen.
Eine 45-jährige Frau war fahrunfähig unterwegs.
Am Samstag (31.05.2025), kurz vor 17:30 Uhr, ist es auf der Staatsstrasse im Bereich Schäferweid zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Motorrad und einem Auto gekommen.
Verletzt wurde niemand. Es entstand Sachschaden.
Am Sonntag (01.06.2025), kurz vor 2 Uhr, ist es auf der Grabserbergstrasse, im Bereich Amasis, zu einem Selbstunfall mit einem Traktor gekommen.
Ein 17-jähriger Mann wurde unbestimmt verletzt.
Am Samstagnachmittag kam es in Döttingen zu einer Frontalkollision zwischen zwei Autos.
Zwei Personen wurden dabei schwer verletzt. Die Strasse blieb für mehrere Stunden gesperrt.
Ein E-Roller-Fahrer wurde am Samstagabend bei einem Selbstunfall in Frauenfeld mittelschwer verletzt.
Er musste von der Rega ins Spital geflogen werden.
Am Samstagabend, 31. Mai 2025, brach um 21.25 Uhr in der Asylunterkunft Kaltbach in Schwyz ein Brand aus.
Die Feuerwehr Stützpunkt Schwyz konnte das ausgebrochene Feuer rasch löschen.
Der Kanton Luzern und die Gemeinde Rothenburg setzen sich für eine verträgliche Abwicklung des Verkehrs im Gebiet des Entwicklungsschwerpunkts Rothenburg (ESP Rothenburg) ein.
Nach sorgfältiger Prüfung verzichten Kanton und Gemeinde auf eine Mitnutzung des Schwerverkehrskontrollzentrums (SVKZ), da der Nutzen zu gering und die technischen Anforderungen für Zufahrtskontrollen zu hoch wären. Stattdessen konzentrieren sich Kanton und Gemeinde auf vielfältige und nachhaltige Lösungen.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.