Schweiz

Bern BE: Sechs Polizisten bei unbewilligter Demo verletzt – Zeugen gesucht

Am Samstagnachmittag haben sich in Bern zahlreiche Personen zu einer unbewilligten Kundgebung versammelt. Anlässlich des Umzuges durch die Innenstadt wurden die Einsatzkräfte mehrfach mit gefährlichen Gegenständen, wie Steinen, Holzlatten, Flaschen und Feuerwerkskörpern, beworfen. Es mussten mehrmals Mittel eingesetzt werden. Fünf Polizisten und eine Polizistin wurden beim Einsatz verletzt. Es werden Zeugen gesucht.

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Schwyz SZ: Samtpfote als stiller Beobachter bei Spurensicherung

Bei der Spurensicherung erhielt eine Mitarbeiterin des Kriminaltechnischen Dienstes unerwarteten Besuch: Ein neugieriger Vierbeiner beobachtete aufmerksam ihre Arbeit und wich ihr nicht von der Seite. Auch Samtpfoten scheinen sich für kriminaltechnische Präzision zu interessieren.

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Buochs NW: 60 Einsatzkräfte trainieren Busunfall mit 25 Verletzten – überkantonal

Die Kantone Nidwalden und Uri kennen Notorganisationen, die bei einem Ereignis mit vielen Verletzten zum Einsatz gelangen. Die Sanitätshilfsstellen werden dabei mit Milizpersonen alimentiert. Diese hatten im Rahmen einer gemeinsamen Übung in Buochs Gelegenheit, ihre Einsatzfähigkeit unter Beweis zu stellen. Ein Busunfall mit 25 Verletzten bildete das realistische Szenario.

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Bern BE: Strassensperrungen und Fanmärsche beim Cupfinal FC Basel gegen Biel-Bienne

Am Sonntag wird im Stadion Wankdorf der Schweizer Cupfinal zwischen dem FC Biel-Bienne und dem FC Basel stattfinden. Aufgrund des voraussichtlich grossen Besucheraufkommens, sowie zwei Fanmärschen kommt es in Bern zu Strassensperrungen und Verkehrseinschränkungen. Es wird empfohlen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.

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Glarus GL: Töfffahrer bei Auffahrunfall auf Fussgängerstreifen-Kreuzung verletzt

Am Samstag, 31. Mai 2025, ca. 15.00 Uhr, fuhr der Lenker eines Personenwagens auf der Spielhofstrasse zur Kreuzung mit der Hauptstrasse. Dabei übersah er den vor ihm an der Kreuzung vor dem Fussgängerstreifen anhaltenden Motorradlenker, worauf es zur Kollision kam und der Motorradlenker zu Boden stürzte.

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Linthal GL: Töffcrash beim Überholen von Viehtransporter – Rega fliegt Verletzte aus

Am Samstag, 31. Mai 2025, ca. 09.45 Uhr, überholte ein auf der Klausenpassstrasse oberhalb Linthal talwärts fahrender Motorradlenker einen Viehtransporter und touchierte dabei einen entgegenkommenden Motorradlenker derart, dass beide stürzten. Der unfallverursachende Motorradlenker zog sich eine Handverletzung zu, der andere Motorradlenker verletzte sich am linken Bein und Fuss.

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Glarus GL: Senior (81) erfasst zwei Erwachsene und Kind auf Fussgängerstreifen

Am Samstag, 31. Mai 2025, ca. 09.20 Uhr, fuhr ein 81-jähriger Autolenker nach der Kreuzung beim Gemeindehaus Glarus in die Burgstrasse und dort ungebremst in zwei erwachsene Fussgänger und ein Kleinkind, die zum Zeitpunkt der Kollision auf dem Fussgängerstreifen unterwegs waren. Das Kind musste zur näheren Abklärung der unbestimmten Verletzungen ins Kinderspital Chur überführt werden, die beiden erwachsenen Personen wurden zur Behandlung ins Kantonsspital Glarus überführt.

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Susch GR: Überholmanöver auf Flüelapass endet mit schwerem Motorradunfall

Susch GR: Motorradfahrer stürzt bei Überholversuch auf Flüelapass – Rega im Einsatz Ein 61-jähriger Töfffahrer verlor auf dem Flüelapass die Kontrolle über sein Motorrad und stürzte. Die Rega flog ihn ins Spital.

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Blatten VS: Neue Phase im Krisenmanagement – Lonza fliesst, Gefahr bleibt hoch

Die Lonza, die sich oberhalb des Schuttkegels angestaut hat, fliesst seit gestern über die gesamte Länge des Kegels ab. Da die Sedimentbelastung des ablaufenden Wassers sehr hoch ist, kann dieses von den Turbinen des Stausees Ferden nicht mehr turbiniert werden. Der Grundablass des Stausees wurde am Freitagabend teilweise geöffnet, damit das Wasser vom See weiterhin in den darunter liegenden Fluss abfliessen kann.

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Bennau SZ: Töfffahrer (72) bei Crash mit Auto schwer verletzt – Rega-Einsatz

Schwerer Unfall in Bennau: Ein 72-jähriger Töfffahrer wurde am Samstagmorgen bei einer Kollision mit einem Auto erheblich verletzt. Der Mann musste nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst mit der Rega in ein ausserkantonales Spital geflogen werden.

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Herisau AR: Einschleich- und Einbruchserie – E-Bike, Bargeld und Roller gestohlen

In den Nächten von Montag, 26.05.25 auf Dienstag, 27.05.25 und Donnerstag, 29.05.25 auf Freitag, 30.05.25, sind Unbekannte in ein Einfamilienhaus eingebrochen und in verschiedene Einfamilienhäuser eingeschlichen. Die Täterschaft entwendete diverse Wertgegenstände und verursachte Sachschaden.

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St. Ursen FR: 87-jähriger Radfahrer schwer verletzt – Zeugen dringend gesucht

Gestern Nachmittag wurde ein älterer Radfahrer schwer verletzt und bewusstlos am Rand der Kantonsstrasse St-Ursen – Tafers, auf der Höhe des Grundstücks Engertswil 36, aufgefunden. Der Verunglückte wurde mit der Rega in ein Spital geflogen. Die Polizei bittet um Zeugenhinweise!

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Liedertswil BL: Scheune in Vollbrand – Bevölkerung musste Fenster schliessen

Scheune in Vollbrand – Bevölkerung musste Fenster schliessen Am Freitagnachmittag, 31. Mai 2025, kurz nach 17.00 Uhr, kam es an der Hinterhofstrasse in Liedertswil BL zu einem Brandausbruch. Dabei wurde eine Scheune komplett zerstört. Verletzt wurde niemand. Die Feuerwehr stand mit einem Grossaufgebot im Einsatz.

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Schweiz: Wann Sie den Polizeinotruf wählen sollten – klare Antworten

117 - Wann darf ich anrufen? Viele sind unsicher, ob sie die Nummer 117 anrufen sollen. Wir klären auf!

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Neuhausen SH: Motorradfahrer überfährt Chihuahua – Hündin stirbt, Fahrer flüchtet

Motorrad überfährt Chihuahua – Fahrer flüchtet von Unfallstelle Am frühen Donnerstagnachmittag (29.05.2025) kam es auf der Schaffhauserstrasse in Neuhausen am Rheinfall zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Motorrad und Hund. Der Motorradfahrer hielt nicht an und setzte die Fahrt fort, während der Hund unmittelbar nach dem Unfall verstarb.

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Blatten/Ferden VS: Lonza fliesst über ganzen Schuttkegel – Grundablass zur Entlastung offen

Die Lonza fliesst mittlerweile über die gesamte Länge des Schuttkegels. Der Stausee Ferden, der vorsorglich entleert worden ist, füllt sich erneut. Aufgrund der hohen Sedimentbelastung im Wasser ist ein Turbinieren derzeit nicht mehr möglich. Damit der Stausee seine Rückhaltefunktion im Falle eines Murgangs weiterhin erfüllen kann, hat der Staatsrat den Betreiber des Kraftwerks in Ferden angewiesen, das Grundablasssystem bedarfsgemäss zu öffnen.

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Winterthur ZH: Pfefferspray-Attacke nach Dorffest – 18-Jähriger verletzt (Zeugenaufruf)

Am Sonntag, 25.05.2025, kurz vor 00.30 Uhr, kam es nach dem Veltheimer Dorffest an der Wülflingerstrasse zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen zwei jungen Männern und mehreren Jugendlichen. Dabei wurde Pfefferspray eingesetzt und ein junger Mann verletzt. Die Polizei sucht Zeugen.

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St. Margrethen SG: Bub (4) unter Auto eingeklemmt – Passanten reagieren blitzschnell

St. Margrethen: Verkehrsunfall zwischen Auto und Kind Am Freitag (30.05.2025), kurz vor 11:30 Uhr, ist es auf dem Parkplatz der Landi an der Industriestrasse zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Kind gekommen. Ein 4-jähriger Junge wurde unbestimmt verletzt.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.